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Qualitätssicherung bei der Maschinellen Autotransfusion / CellSaver

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    Qualitätssicherung bei der Maschinellen Autotransfusion / CellSaver

    Ziel der maschinellen Autotransfusion ist die Bereitstellung der eigenen Blutkomponenten im Rahmen einer Retransfusionsbehandlung des Patienten. Homologe Transfusionen können somit reduziert oder sogar vermieden werden.

    Mit einfachen Maßnahmen zur Qualitätssicherung lässt sich die gegebene Möglichkeit der Zellenrettung optimal ausgeschöpfen.

    Andreas Uhl aus dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg beschreibt in einem neuen Artikel im zwai-Journal das Verfahren als solches und macht praxisnahe Vorschläge zur Standardisierung und Kontrolle der Wundblutaufbereitung.

    >>> zum Artikel >>>

    #2
    Qualitätssicherung Cellsaver

    Hallo liebe Kollegen,
    Erst einmal ein dickes Lob an alle aktiven Forenmitglieder! Ich schaue schon seit einiger Zeit mindestens einmal in der Woche hier rein und freue mich über neue Infos und eure Erfahrungen.

    Ich habe jetzt grade meine Fachweiterbildung für A/I-Pflege angefangen.
    Nun bitte ich euch um eure Mithilfe:
    Ich habe mir als Thema für meine Facharbeit "Qualitätssicherung Cellsaver" ausgesucht.

    Im Moment ist es so, dass wir meiner Meinung nach auf meiner Station zu wenig tun. Nach Anordnung bereiten wir den Cellsaver auf, dokumentieren die retransfundierte Menge und kleben die Chargennummer des Cellsaversystems in unsere Kurve. Zum Teil kommt es vor das ein Patient 500ml "Blut" im Cellsaver hat, und dann 400ml aufbereitetes "Blut" zurückbekommt.
    Das der Patient dadurch ehr verdünnt wird, ist uns von der Pflege klar, leider einigen Mediziniern scheinbar nicht.
    Wie handhabt ihr das bei euch?
    Habt ihr Formulare zur Qualitätsbestimmung des gewonnenen autologen Blutes?
    Ich hab im Zwai.net den Artikel von Andreas Uhl gefunden, leider wars das aber auch schon.
    Habt ihr vielleicht noch andere Litaraturhinweise?

    Ich freue mich schon auf eure Antworten!
    Schönes Wochenende wünsch ich euch allen!

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      #3
      AW: Qualitätssicherung Cellsaver

      Welches Waschprogramm nehmt Ihr denn?

      Meine Erfahrung mit High Quality-Wash (beim C.A.T.S. von Fresenius) ist, dass 1 bis 1,5l Flüssigkeit im Sammelbehälter sind und 100 bis 200 ml Blut dabei herauskommen.

      Üblicherweise arbeiten wir auch nur nach hb-Wert auf und nicht, weil so viel im Pott ist.


      Zu Deiner Frage: Wir dokumentieren nur die retransfundierte Menge.
      Die Chargennummer des Systems wird nicht aufgehoben.
      Zuletzt geändert von Frogger; 29.11.2010, 13:26.

      Kommentar


        #4
        AW: Qualitätssicherung Cellsaver

        Hallo!
        Wir benutzen meines Wissens das Standart-Waschprogramm... Also es ist auf keinen Fall die Notfallaufbereitung und auch kein High- Quality-Wash. Ob noch was dazwischen kommt weiss ich leider nicht, da die Auswahl der Waschprogramme durch den Hersteller gesperrt wurde.
        Im Schnitt erhalten wir pro aufbereiteter Glocke ein Ergebnis von 220ml, wie gesagt, unabhängig vom tatsächlichem Blutvolumen im Pott.

        Üblicherweise arbeiten wir auch nur nach hb-Wert auf und nicht, weil so viel im Pott ist.
        Gibt es da einen Normwert den ihr benutzt (z.B.alles unter 9 wird aufbereitet) oder macht ihr das Abhängig vom Patienten?
        Achten die Mediziner bei euch darauf ob die Aufbereitung auch potent ist, oder achten sie nur auf den Hb-Wert?

        Kommentar


          #5
          AW: Qualitätssicherung Cellsaver

          Zitat von obse
          Wir benutzen meines Wissens das Standart-Waschprogramm... Also es ist auf keinen Fall die Notfallaufbereitung und auch kein High- Quality-Wash. Ob noch was dazwischen kommt weiss ich leider nicht, da die Auswahl der Waschprogramme durch den Hersteller gesperrt wurde.
          Es gibt noch mehr Programme; die weiss ich jetzt aber nicht auswendig, da wir üblicherweise High Quality nehmen.

          Zitat von obse
          Gibt es da einen Normwert den ihr benutzt (z.B.alles unter 9 wird aufbereitet) oder macht ihr das Abhängig vom Patienten?
          Ob aufgearbeitet werden soll, entscheidet immer der (narkoseführende) Anästhesist.
          Also melden wir dem den Aufnahme-Hb und wieviel im Pott ist (ev. mit dem Hinweis, dass da auch schon der halbe NaCl-Beutel mit dem Heparin reingelaufen ist...). Dabei gibt es Ärzte, die eher zum Aufarbeiten neigen oder eben nicht.

          Ob und wie es im Standard steht, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht... der gefühlte Grenzwert dürfte aber eher bei 10 liegen...

          Zitat von obse
          Achten die Mediziner bei euch darauf ob die Aufbereitung auch potent ist, oder achten sie nur auf den Hb-Wert?
          Nur Hb, dürfte aber dank High Quality-Wash potent sein...
          Zuletzt geändert von Frogger; 29.11.2010, 13:29.

          Kommentar


            #6
            AW: Qualitätssicherung Cellsaver

            hallo,

            als erstes solltest du den titel deiner arbeit überdenken.

            'cellsaver' ist eigentlich ein produktname, und die korrekte bezeichnung für das verfahren ist 'maschinelle autologe Transfusion'

            *klugscheissmodus aus

            madison
            Die Absicht bestimmt die Sicht.

            Kommentar


              #7
              AW: Qualitätssicherung Cellsaver

              Hallo Madison!
              Das ist mir durchaus bewusst... Aber da wir in unserem Haus nur den "Cellsaver" der Firma Haemonetics benutzen, ist der Titel schon bewusst gewählt

              Wie sieht denn die Dokumentation bei euch aus wenn ihr Patienten mit "MAT"(so besser?) betreut. Was genau dokumentiert ihr und in welchen Umfang?
              Schreibt ihr zum Beispiel auch die Menge an Spülflüssigkeit auf?

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                #8
                AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                Liebe Kollegen,
                da kommt einiges durcheinander.

                Was auch immer im Pott, also dem Reservoir, ist sagt noch ncihts aus über das Prdukt was letztlich hergestellt wird.

                Bei Glockensystemen wie Haemonetics, Metronics oder Sorin, also immer wenn zunächst eine Glocke unter Zentrifugation gefüllt werden muss sollte eine Bilanz des Reservoirinhaltes durchgeführt werden.

                Gesamtmenge im Reservoir minus OP-Spülungen minus Antikoagulanzvolumen ergibt die Menge abgesaugtes Blut.

                Wir wissen, dass ca. ein Drittel bis zur Hälfte des abgesaugen Blutes nach Aufbereitung retransfundiert werden kann.

                Wenn die Bilanz erfolgt ist kann die individuelle Glockengröße für diesen Fall bestimmt werden.

                Ziel ist es immer nur volle Glocken zu waschen um ein möglichst gutes Ergebnis zu bekommen. Gute Produkte haben einen HKT von 60 - 70 und einen HB |> 16.

                Bei den erwähnten 500 ml Blut würde ich eine Glocke der Größe 175 ml wählen.
                Warum ? Davon ausgehend, dass 1/3 des Blutes retransfundiert werden kann, die Glocke 175 ml fasst und ich 500 ml Blut im Reservoir habe, wobei unbekannt ist in welcher Qualität dieses Blut im Reservoir ist, ist anzunehmen, dass ich eine Glocke voll bekomme und das gewünschte Ergebnis produziere.

                Also, errechnete Blutmenge durch drei ergibt die individuelle Glockengröße.

                Unter Berücksichtigung dieser einfachen Rechenschritte und dass wir nur volle Glocken aufbereiten produzieren wir seit Jahren Retransfusionsblut mit einem durchschnittlichen Hb von 20.

                Zurück zum Beispiel. Ich hätte gerne gewußt wie sich die 500ml zusammensetzten aus denen 400 ml Blut gewonnen wurden.
                Wenn von verdünnen gesprochen wird gehe ich davon aus, dass nicht volle Glocken gewaschen wurden?

                Was immer Aufschluß gibt ist die HB - Kontrolle des Retransfusionsblutes. Gut auch wenn eine Maschine zum Einsatz kommt die einen HB oder HK -Wert bereits bei der Aufbereitung anzeigt.

                Eine gute Adresse für alle Fragen rund um MAT ist immer das Literaturverzeichnis der Hersteller, das Internet und Prof. Hansen aus Regensburg.

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                  #9
                  AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                  Wir dokumentiern die Sammelmenge und das retransfundierte Volumen.
                  Als "Qualitätscheck" gibts ne BGA aus dem Retransfusionsbeutel zwecks Hb, Hk, K und N.
                  Nicht, das wir dem Patienten eine hämolytische Lösung mit viel Kalium retransfundieren.
                  Wir bereiten mit HighQualityWash am Fresenius CATS http://www.fresenius.de/internet/fag...ontent/C.A.T.S auf, nur beim Polytrauma/Aneurysma/... gibts das Notfallwaschprogramm.

                  Das CATS ist kein Glockensystem, da ist die vorhandene Reservoirmenge erst mal wurst. In der Regel fragen wir die OP-Pflege nach der Spülmenge, schätzen die Heparinlösung mit ab und bereiten erst ab 500 ml Blut auf. So 1/3 ist dann das Konzentrat im Verhältnis zur geschätzen Blutmenge. Wird aber meistens überschätzt.

                  Servus,
                  Monty
                  Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

                  Kommentar


                    #10
                    AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                    Genau so wie Monty das beschreibt ist es richtig. Bei den Glockensystemen ist die Startmenge wie von mir beschrieben zu berechnen indem die Größe der Glocke mal 3 genommen wird. Bei der C.A.T.S. ist die Menge nicht relevant da direkt auch kleine Mengen aufbereitet werden können. Wenn der Erfahrungswert 500 ml ist dann ist das OK so. Meines Wissens können auch Orthopäd und Hämolyte kleinere Mengen mit guter Qualität aufbereiten. Der Markt gibt noch einiges her, üblich sind die traditionellen Latham Glocken und C.A.T.S

                    Kommentar


                      #11
                      AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                      Hallo zusammen,
                      bei uns wird die Gesamtmenge und das gesammelte Blut (also abzüglich Heparinlösung und Spüllösungen) dokumentiert. Abschließend kommt der Ausdruck der ELECTA auf die Dokumentation und der Hb wird mittels Haemocue oder BGA bestimmt. Eine Chargendokumentation erfolgt bei uns nicht.

                      Gruß
                      Sebastian

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                        #12
                        AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                        Zitat von Apfelwiese
                        Hemocue
                        Da werd ich ja gleich neidisch! :wow:

                        Monty
                        Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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                          #13
                          AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                          Hallo zusammen,
                          dieses ist auch bei uns immer wieder ein Thema, um Blutkonserven einzusparen. Wir sind eine orthop. Fachklinik und setzen bei ausgesuchten Op´s die Autolog von Medtronic ein. Aufbereitet wird das gesammelte Blut aber erst bei einem Reservoirvolumen von ca. 1000 ml. Bisher haben wir ein durchschnittliches Retransfusionsvolumen von 340 ml.
                          Dokumentiert wird die Retransfusionsmenge, der Hb-Wert und die Chargennummern von Sammelsystem und vom Wash-Set. Hierüber gibt es ein Protokollblatt.
                          In der Diskussion sind auch immer wieder Systeme, welche auch geringere Sammelvolumen effektiv aufbereiten können. Habt ihr da vielleicht Vorschläge?

                          Gruß
                          Wolfram

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                            #14
                            AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                            Hallo Wolfram.
                            Gibts irgendne Möglichkeit das du mir euer Protokollblatt mal zukommen lässt?

                            Kommentar


                              #15
                              AW: Qualitätssicherung Cellsaver

                              Hallo Obse,

                              ich werde dir das bisherige Protokollblatt per E-mail zukommen lassen.
                              Da wir aber auch noch an der Optimalversion basteln, sind wir an Verbesserungen immer interessiert.

                              Viele Grüße aus dem verschneiten Olsberg.
                              Wolfram

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