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Pflegenotstand

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  • zwai
    antwortet
    Gedankenexperimente im tagesschau-Podcast

    Fairer Lohn in der Pflege? Was dann?

    Was wäre, wenn Pflegeberufe in Deutschland besser bezahlt würden? Was, wenn sich Krankenhäuser und Altersheime plötzlich kaum noch vor Bewerbungen retten können? Was für Auswirkungen hätte das auf unsere Gesellschaft, auf die Wirtschaft und unseren persönlichen Alltag?

    Diesen Fragen gehen die beiden Korrespondenten Vera Wolfskämpf und Marcel Heberlein aus dem ARD Hauptstadtstudio in Berlin nach und suchen im Zukunfts-Podcast der tagesschau zusammen mit Expertinnen und Experten nach Antworten.

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  • WomBat
    antwortet
    Vielen Dank ihr Zwai! LG, WomBat Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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  • zwai
    antwortet

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  • WomBat
    antwortet
    Lieber Fridolin, ostfriesland und Superfantastisch,

    Vielen herzlichen Dank für die liebe und verständnisvollen Worte!

    WomBat, Danke, ihr seid eine starke Truppe!

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  • Superfantastisch
    antwortet
    hurra, wombat ist wieder da!

    danke für deinen beeindruckenden beitrag. bin auch ganz erstaunt, dass es des thread schon seit 2010 gibt. besonders erstaunlich, dass in dem anfangs verlinkten artikel von 2002 auch einige schlagzeilen gesammelt sind:

    - 1960: „Mangel an Pflegepersonal verursacht Notstand in der Krankenversorgung“, 2
    - 1964: „Arbeitszeit und Krankenpflege – ständige Arbeitsüberlastung in den Krankenhäusern“, 3
    - 1972: „Die großen Probleme im pflegerischen Bereich“, 4
    - 1988: „Akuter Personalmangel in Krankenhäusern bei Pflegeberufen“, 5
    - 1989: „Chaos auf Deutschlands Krankenstationen“.


    da kommt man schon ins grübeln. hat sich seit 1960 überhaupt irgendwas getan?

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  • ostfriesland
    antwortet
    WomBat (alias Christina),

    Deinem und Fridolins Beitrag kann ich nur beipflichten.
    Ich wünsche Dir alles Gute für den neuen Lebensabschnitt und es wäre schön, wenn Du dem Forum trotzdem erhalten bleibst und vielleicht auch ab und zu Deinen "Senf" zu den Themen gibst.

    Ich darf (oder muss) noch knapp zehn Jahre arbeiten (falls sich nichts ändert und wir doch bis 70 oder noch länger dürfen) ... Und wenn ich so zurückblicke, kann ich WomBat nur Recht geben, wir sind an einem Scherbenhaufen angelangt. Man merkt, dass im Herbst Wahlen sind, wieder einmal hört man, es muss mehr für die Pflege getan werden - spätestens nach den Wahlen ist das vergessen und es geht weiter bis bisher oder wird noch schlimmer. Mich wundert es nicht, dass immer weniger den Pflegeberuf ergreifen bzw. im Beruf bis zur Rente bleiben.

    Viele liebe Grüße,
    ostfriesland

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  • fridolin
    antwortet
    Lieber WomBat,
    liebe Christina,
    vielen lieben Dank für Deinen langen Beitrag in dem Du ein weinig Deinen beruflichen Lebensweg bis zur Rente beschreibst.
    Du beschreibst auch Dein Gefühl, gegen Windmühlen gekämft zu haben. Dies kennen Deine engagierten KollegInnen alle sehr gut. Und dann gibt es auch häufig das Gefühl, dass die eigenen KollegInnen bei dem Versuch, etwas aus der Pflege für die Pflege erreichen zu wollen Dir Steine in den Weg gelegt zu bekommen.
    Dies sind auch mit Gründe, die eben auch viele junge, engagierte KollegInnen veranlassen, sich zurück zu ziehen und nichts mehr im Sinne vor Fortschritt in der Pflege zu tun.

    Ich habe Deine Beiträge immer sehr geschätzt und wünsche mir zumindest 3 Dinge für die weitere Zukunft:
    1. alles erdenklich Gute für Deinen neuen Lebensabschnitt und
    2. bleibe auch ohne direkten Kontakt zur Pflege dem Forum treu und
    3. trage weiterhin mit Themen und Kommentaren zum Leben dieses gutem Forums bei.

    Viele liebe Grüße
    fridolin
    (P.S.: ich dürfte ab 01.04. auch den (Un-)Ruhestand genießen, plane aber den 01.04.2022 fest als ersten Unruhetag ein.)

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  • WomBat
    antwortet

    In Anbetracht der Tatsache, dass der von mir begonnene Thread „Pflegenotstand“ seit 17.08.2010 besteht, wird das liebe Forum mir erlauben ein paar Tränen zu hinterlassen. Es tut mir wirklich leid.
    Im Jahr 1974 habe ich meine Ausbildung in der Pflege begonnen und seit 2020 bin ich in Rente. Ich wollte nie Krankenschwester werden, es hat sich so ergeben. Aber irgendwann habe ich den Beruf schätzen gelernt. Patienten haben mir gezeigt, dass ich das gerne mache. Das hat mich aufgebaut. Meine Weiterbildung zur Lehrerin für Pflege in Bad Kreuznach führte mich noch ein Stückchen weiter: Das Wissen, das Pflege eine personen-bezogene Dienstleistung von hohem gesellschaftlichen Wert ist, der Glaube, das meine Berufsgruppe zusammenstehen wird und die unerschütterliche Hoffnung, dass wir „eines Tages“ die Lorbeeren ernten werden (sprich, die Gesellschaft erkennt unseren Wert und geht auf uns ein), haben mich angetrieben. Als Mitglied des DV Pflegewissenschaft und aktive Übersetzerin in der Gruppe um Frau Dr. Ruth Schröck und Frau Elisabeth Drerup habe ich an den pflegewissenschaftlichen Veröffentlichungen des Lambertus Verlags teilgenommen. Im UKS Homburg habe ich in der Krankenpflegeschule unterrichtet, dann auf der Intensivstation AN-01 mehrere Jahre gearbeitet, bevor ich die Leitung der WB I und A und Pädiatrie I + A für fast 20 Jahre übernahm. Diese habe ich neu aufgebaut, vom Kopf auf die Füße gestellt entsprechend der neuen Gesetzgebung Ende der 1990 Anfang der 2000er Jahre. Besonderen Dank an Prof. Dr. R. Larsen und Team, sowie Prof. Dr. T. Volk und Team. Am „Larsen“ habe ich auch mitgewirkt, leider steht dort „Monika Wirthmann“ statt Christina Wirthmann. Ich habe dieses alles sehr gerne gemacht. Ganz besonders habe ich nach wie vor höchsten Respekt vor „meinen J “ Teilnehmerinnen“ und „Teilnehmer“. Nein, sie sind keine „SchülerInnen“ der Fachweiterbildung, sie sind alle Erwachsen, berufserfahren und verdienen es als solche angesprochen zu werden. Es gibt viele Personen, denen ich bis heute dankbar bin.

    Aber nun breitet sich bei mir das Gefühl aus, gegen Windmühlen gekämpft zu haben. Das ist nicht ohne Schmerz. (wie ironisch, habe ich doch auch an dem Thema Schmerz bei Fr. Schröck / Fr. Drerup mitgewirkt).
    Ich habe diesen Thread rückswärtsgelesen. Was wir, das Forum, zusammen seit 2010 hier
    gepostet haben. Die Gedanken die wir ausgetauscht haben, die Hoffnungen und die berechtigte Kritik. Wir befinden uns nun im Jahr 2021, leider vor einem drohenden Scherbenhaufen.
    Es macht mich traurig, dass Gewerkschaft und Pflegekammer wenig bis gar nicht miteinander arbeiten. Mir wäre es lieber, wenn beide sich in ihren jeweiligen Aufgabenbereiche für die Pflege stark machten. Die Eine für Tarifverträge, Arbeitsbedingungen usw., die Andere für Professionalisierung, qualitative Dienstleistung für den Patienten und berufliche Selbstbestimmung für die Pflegenden. Vorausgesetzt, beide sind seriös. Schade nur, wenn sie sich gegenseitig angreifen oder sie gegeneinander ausgespielt werden. Ich bin immer vorsichtig gewesen, bes. wenn es nur das „Eine“ oder das „Andere“ gab, nur Schwarz-Weis Denken, aber keine Zwischentöne. Das tut nicht gut. (Davon kann ich sogar ein Lied singen, obwohl ich nicht singen kann, das ist aber eine andere Geschichte, meine Lieben.) Zusatz: der niedrige Organisationsgrad meiner Berufsgruppe empfinde ich frustrierend.

    Liebes Forum, ich bleibe weiter zuversichtlich, niemals aufgeben.

    Power an die neue Generation der Pflegende!

    Liebe Grüße von Christina Wirthmann, alias WomBat


    In WomBat Manier, noch ein paar Links (Lesen, Lesen, Lesen ist wichtig)
    1. „Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat Vorschläge für eine umfassende Reform zur Verbesserung der Pflegesituation im Freistaat vorgelegt. „Die Pflege ist unabhängig von der Coronapandemie die große gesellschaftliche Herausforderung der kommenden Jahre…“
    2. „Intensivmediziner und Pflegeexperten warnen vor einer massiven Verschärfung des Personalmangels auf den Intensivstationen. „Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Coronapandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen“, sagte Gernot Marx…“
    Beide hier zu finden:
    Thema pflegenotstand (aerzteblatt.de)
    Zuletzt geändert von WomBat; 16.03.2021, 22:57.

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  • fridolin
    antwortet
    Wie kommt die Bundespflegekammer (https://bundespflegekammer.de/starts...ml#positionen2), die m.E. nach nicht rechtmäßig gegründet ist und eine nichssagende Webseite hat auf diese Zahlen?
    Eine Abbrecherquote von angeblich 28%?
    Findet sich auf der Web-Seite der Bundespflegekammer nicht wieder.
    Leider funktioniert die direkte Verlinkung nicht (mehr).

    Ergänzen möchte ich noch Folgendes:
    in unserem Klinikum werden Auszubildende der Pflegeberufe sorfältig ausgewählt.
    Die Ausbildung seitens der Auszubildenden wird sehr selten abgebrochen, diese Qoute liegt nahe bei 0 %.
    Die erzwundene Abbrecherqoute durch Nicht bestehen der Probezeit liegt ca. zwischen 15 und 20 %.
    Diese Differenzierung der Zahlen ist wichtig, um zu sehen ob ein Abbrechen der Ausbildung an z.B. kognitiven oder sozilalen Defiziten liegt oder schlicht an der falschen Berufswahl.

    Viele liebe Grüße
    der sich wundernde
    fridolin
    Zuletzt geändert von fridolin; 11.02.2021, 10:37.

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,
    die Abbrecherquote in der Pflegeausbildung ist hoch: https://www.springerpflege.de/ausbil...ate=2021-02-09
    Gruß

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,
    ich möchte mich noch einmal zu den Klinikschließungen äußern.
    Die Bertelsmannstudie mit Reduzierung der Kliniken ist mir bekannt; neu ist mir, dass die Leopoldina-Stiftung schon 2016 eine Reduzierung der Klinken auf 330 Zentren forderte. https://www.sueddeutsche.de/gesundhe...ssig-1.3221646
    Und hier geht es allgemein um Klinikschließungen https://www.nachdenkseiten.de/?p=68858
    Gruß

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  • rettungsmaus
    antwortet
    Lieber fridolin,

    Ich spreche nicht von Fachliniken. Arbeite selbst in einer Lungenfachklinik
    Ich meine die kleinen Häuser der Grundversorgung. Lebe, wie schon beschrieben, in einem Gebiet mit, meiner Meinung, einer Überversorgung. Ich glaube einfach, dass wir das Personal lieber in den größeren Kliniken brauchen. Damit meine ich nicht nur die Unikliniken!
    Vielleicht sollte einfach mal der wirkliche Bedarf ermittelt werden.

    Gruß
    Heike

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  • fridolin
    antwortet
    Liebe rettungsmaus,
    @all,
    Du hast gerade das Wort "Qualität" in das Spiel gebracht.
    Viele kleine Häuser wurden auch unter dem Aspekt der angelich schlechteren Qualität geschlossen, siehe auch die alte Diskussion um Mindestrmengen.
    Hier wurde, wie bei uns in der BRD so üblich, einmal mehr das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
    Sicherlich trefft es zu, dass bei bestimmten Behandlungen/Strategien "Übung den Meister" macht,aber das ist nicht generell richtig.
    M.E. nach können auch kleine, 80-Betten-KH qualitativ hohe Arbeit leisten,wenn sie nicht den Anspruch der Omnipotenz haben.
    Soll bedeuten: spezialisierte kleine Fachkliniken haben durchaus ihre Existenzberechtigung und stehen oft großen Kliniken in nichts nach.

    Und wenn es um Kosten geht: hier geht es um die Versorgung kranker Menschen, dies darf nicht von Kosten abhängig sein wie zurzeit.
    Das bedeutet nicht, Geld zum Fenster hinaus zu werfen.
    (Dies gescheiht im Gesundheitswesen leider laufend durch den Aufbau neuer, kostenintensiver Verwaltungsstrukturen, z.B. die Pflegekammern, IneK usw.)

    Darum: lass auch die Kleinen leben...

    Viele liebe Grüße
    der heute zynisch und politisch gespülte
    fridolin

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  • rettungsmaus
    antwortet
    Zum Thema Klinikschliessungen

    Bei uns haben sie vor 2 Jahren ein 80 Betten Haus geschlossen. Ich habe immer gesagt, es wäre wesentlich besser dieses Mini Haus zu schließen. Das Personal hat sich umorientiert und ist zum Teil bei uns gelandet. Für meine Meinung durfte ich mir allerdings reichlich Kritik anhören. Von wegen: Wo sollen die denn die alten Leute jetzt hin? Wir haben im Umkreis von 50km mindestens 15 KH. Ich glaube, dass dürfte reichen. Trotzdem tun viele so, als wären wir unter versorgt. Wir sind halt sehr verwöhnt. Jedem so wie er möchte. Kirchlich oder kommunal, katholisch oder evangelisch, privat oder Uni.....
    Über die Fachlichkeit braucht man garnicht reden.
    Bei der Geburtshilfe bin ich allerdings auch der Meinung, dass es nicht geht, sämtliche Stationen und Kreissäle zu schließen. Es rechnet sich leider nicht. Und nicht alle Mütter lassen sich zur "elektiven" Sectio überreden

    Gruß
    Heike

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  • ostfriesland
    antwortet
    Zitat von fridolin Beitrag anzeigen
    Wer jetzt meint, dass dies für die Pflege in der BRD etwas bringen kann, der ist hier schief gewickelt - genau wie bei der Pflegekammer.
    Ich habe auch keinerlei Erwartungen, dass dies etwas bringen wird.

    Liebe Grüße

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