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Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

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  • fridolin
    antwortet
    Ihr Lieben,
    es scheint neue Entwicklungen in der Landespolitik NRW zu geben.
    Wenn sich hinter diesem Link und dessen Inhalt keine Falschmeldung verbirgt, dann ist die Landesregierung NRW sofort abzuwählen!

    Bin für vorgezogene Neuwahlen!!
    Grund: Grandiose Geldverschwendung im Gesundheitswesen.
    Und NEIN, ich bin nicht neidisch auf die 6 Mio. €, die die Pflegekammer jährlich erhält, ich denke nur an die vielen, davon bezahlbaren Pflegekräfte!
    Viele liebe Grüße
    fridolin

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,

    in NRW wachen der Großteil der Pflegekräfte erst auf, wenn sie die Beitragsbescheide der Kammer erhalten, davor ist es für die meisten kein wichtiges Thema.

    Das gleiche passierte ja auch bei uns in Niedersachsen, solange es um die Errichtung ging, interessierte die Meisten das Thema Pflegekammer nicht und häufig bestand eine falsche Annahme über die Aufgaben der Pflegekammer. Ich weiß noch, wie oft ich mir den Mund "fusslig" redete und der Großteil gar nichts hören wollte. Als dann "plötzlich" die Bescheide kamen, war das Geschrei groß ... Glücklicherweise kam es dann doch noch zu einer Umfrage unter allen Pflegekräften, auch wenn die Teilnahmequote doch zu wünschen übrig lies.

    Ich wünsche Euch in NRW, dass es zu einer "Mitgliederbefragung aller Pflegekräfte" kommt und dann hoffentlich die Quote der Teilnehmer hoch ist.

    Liebe Grüße

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  • tildchen
    antwortet
    Fridolin, das wird nichts helfen. Die Pflegekammer kann letztlich die Registrierung und auch die Beitragszahlung einfordern oder per Mahnverfahren einziehen. Die haben die gesetzliche Legitimation dazu.
    Meines Erachtens muss für eine Urabstimmung unter den registrierten Mitgliedern gesorgt werden. Das unterstützt derzeit nur die SPD im NRW Landtag (nächstes Jahr sind doch Wahlen oder?). Alle anderen glauben, dass die repräsentative Umfrage den Willen der 200000 Pflegenden im Land abbildet. Und die Ergebnisse in Schleswig Holstein und NDS zeigen das Gegenteil.
    Eins schafft die Kammer schon…., Pflegende werden wach und wehren sich, nicht für aber gegen die Kammer! Ein paar mehr müssen es aber noch werden!!!

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  • fridolin
    antwortet
    Wie wäre es mit flankierenden passiven Widerstand?
    D.h. konkret die Annahme aller Anschreiben der Pflegekammer zu verweigern und sie ungeöffnet zurück zu schicken?

    Damit auch der Anspruch der Information aller Plfegenden (siehe tildchen) besser erfüllt wird, kann auch jemand, der das Anschrieben geöffnet hat, dies hier eingescannt, natürlich ohne Namen etc - siehe Datenschutz, veröffentlichen.

    viele liebe Grüße
    der passiv widerständler
    fridolin

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  • tildchen
    antwortet
    Hallo zusammen,
    gestern fand in Herne eine Demo gegen die Pflegekammer statt. Es waren etwa 500 Teilnehmer da.
    In der FB- Gruppe „nein zur NRW Pflegekammer“ gibt es Berichte und Fotos und die Termine für neue Aktionen werden bekannt gegeben.

    Der Widerstand formiert sich in NRW, jetzt wo der Errichtungsausschuss in NRW die Registrierungsaufforderungen verschickt und die Leute erfahren was da auf sie zukommt. Und leider gaben noch recht viele null Ahnung was eine Pflegekammer will und wofür sie gut sein soll.
    Informiert eure Kollegen, noch kann man was gegen dieses Konstrukt tun! Tildchen

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,

    nun ist es in NRW bald soweit mit der Pfelgekammer. Der Errichtungsausschuss fordert erst einmal 5 € Mitgliedsbeitrag. Wobei ich denke, später wird dies bestimmt um einiges höher sein.
    https://www.bibliomed-pflege.de/news...tgliedsbeitrag

    Liebe Grüße

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  • fridolin
    antwortet
    ostfriesland,
    leider haben mich private Gründean der Teilnahme gehindert. (Erkrankung einer Angehörigen).
    Es sollen ca. 30 - 40 Teilnehmer*innen gewesen sein, Neue Westfälische hier, Kommentare dazu hier. LZ hier, Kommentare dazu hier.

    In Zeiten des Pflegepersonalmangels ist die Pflegekammer mit Zwangsmitgliedschaft kontraproduktiv.
    Berufsordnung und Pflegequalität sichern?
    Wie denn, wenn es kein Pflegepersonal (warum auch immer) gibr?
    Mein Interesse als Pflegender ist es, AUSREICHEND Pflegepersonal zu haben. Und dies Ausreichend ist NICHT als Schulnote zu verstehen!
    Ausreichend bedeutet: ich kann endlich so umfassend pflegen, wie ich einmal ausgebildet wurde - inklusive Patientengespräche und bin einmal nicht der Hans Wurst, der den Infusionscoctail richtet und appliziert und (fast) gleichzeitig die Pötte schwenkt....
    Und DAZU benötige ich keine Pflegekammer, aber die Gewerkschaft zwingend denn nur sie kann die Taifverträger verhandeln und über eine angemessene Bezahlung mit entsprechenden Arbeitsbedingungen langfristig für mehr Pflegepersonal sorge.

    viele liebe Grüße
    der nix Kammer
    fridolin
    Zuletzt geändert von fridolin; 04.08.2021, 13:35.

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  • ostfriesland
    antwortet
    fridolin,

    und hast Du es zur Demo geschafft? Ich hoffe, es gibt eine rege Beteiligung ...

    Liebe Grüße

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  • fridolin
    antwortet
    Leute werdet wach,
    auch in NRW machen Pflegende krach!

    Kommt alle zur ersten Demo gegen die Pflegekammer NRW am 30.07.2021 in Minden!
    Siehe hier...

    Ich hoffe, es klappt bei mir...
    fridolin

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  • fridolin
    antwortet
    Natürlich kann der AG Fort- und Weiterbildung unterstützen, aber viele tun es nicht.
    Ja, ostfriesland, genau der zweite Halbsatz ist einer der Punkte. Viele Arbeitgeber werden sich die Finger lecken und sagen: "...seht mal selber, ich bin nicht dazu verpflichtet!"
    Es sind ja nicht nur die Fortbildungskosten zu berechnen, sondern auch der Verdienstausfall und die weniger virhandene Freizeit. Viele meiener Kolleg*innen legen genau auf diesen Punkt (Freizeit) viel wert, obwohl sie oft auch einspringen.
    Für Bildungsurlaub gibt es entsprechende Vorschriften, nicht jeder darf Bildungsurlaub anbieten (es muss ein Nachweis über die „Anerkennung der Bildungsveranstaltung“ vorliegen) und die Angebote müssen im Kontext zur Arbeit, Politik oder Geschichte stehen.
    Näheres zu Bildungsurlaub findet Ihr hier.

    Viele liebe Grüße
    der den Sinn der augenblicklichen Pflegekammern strak bezwifelnde
    fridolin

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,

    fridolin, @ wombat, danke für eure Beiträge.

    Natürlich kann der AG Fort- und Weiterbildung unterstützen, aber viele tun es nicht.
    Vor etlichen Jahren machte ich einen Online-Weiterbildung, dabei mussten zwei Präsenztage absolviert werden. Die Kosten des Kurses übernahm ich selbst, hatte meinen AG auch gar nicht darauf angesprochen. Als ich aber wegen Freistellung für einen der Präsenztage (da der zweite ein Samstag war, fiel er sowieso in meine Freizeit) fragte, lautete die Antwort "Du kannst ja Bildungsurlaub dafür beantragen" und das wars. Nur ist es häufig kaum möglich, Bildungsurlaub für derartige Fortbildungen zu bekommen. Da greife ich fridolins Bremer Intensivkongress auf, dort gibt es schon seit Jahren keine Zulassung mehr als Bildungsurlaub in Niedersachsen.
    Ich bin ja bereit Zeit und Kosten in Fortbildung zu investieren, aber warum soll ich alles schultern?
    Im Entwurf des Kammergesetztes der Pflegekammer Niedersachsen war beispielsweise noch die Rede, dass AG sich an den Kosten von Fortbildungen beteiligen müssen; im beschlossenen Kammergesetz keine Rede mehr davon. Und da wundern sich Funktionäre, wenn die Pflegenden keine Kammer wollen, wenn im Gesetz es dann arbeitgeberfreundlich wird.

    Ich kann aber auch Wombats Gründe gut nachvollziehen, vor allem Punkt 3. Gerade bei privaten Konzernen ist Gewinn-Maximierung der wichtigste Punkt.

    Liebe Grüße

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  • WomBat
    antwortet
    Lieber Fridolin, Liebes Forum,
    das war ein großer, gut recherchierter Beitrag!
    Wie schon gesagt, wenn die Mehrheit keine Kammer möchte, kann ich damit leben. Ich bin der Meinung, es wurden Fehler gemacht, z.B. die Aussage „wir sind für Arbeitsbedingungen nicht zuständig“. Kein guter Plan. Wenn ein Beruf anderes definiert, politisch durchsetzt, dann sind Arbeitsbedingungen durchaus im Zuständigkeitsbereich.
    Aber langsam, der Reihenfolge nach:
    1. Verstoß gegen Grundgesetz (Koalitions-, Berufsfreiheit) da bin ich kein guter Ansprechpartner, denn nicht in Rechtswissenschaften firm.
    2. Prüfungsabnahme: Stimmt, überwiegend (aber doch nicht ganz?) von Pflegenden. Allerdings, wer lange Zeit mit Prüfungen zu tun hat, wird wissen dass es wenig Normen, Einheitliches gibt. Die Entscheidungen sind nicht immer evidenz-basiert, kaum pflegewissenschaftlich untermauert (wie denn auch?), oft nach Muster der entsprechenden Pflegeschule. Ebenso in der WB. Prüfungsvorsitzenden sind je nach Land, Ärzte, Anwälte, selten Pflegende. Meine Erfahrung sowohl mit Ärzten wie mit Anwälten sind sehr positiv. Probleme gab es eher mit Pflegenden (die unterschiedliche „Meinungen“ hatten, aber nicht immer gute Argumente). So viel dazu. Ich habe die große Hoffnung, dass mehr Pflegewissenschaft und eine Kammer (oder irgendeine Form beruflicher Vertretung, die ernst genommen wird und Entscheidungskompetenz für pflegefachliche Inhalte hat), eindeutigere Kriterien für prüfungsrelevantes Wissen und Können vermitteln könnte. Das ist evtl. nur Wunschdenken von mir. Deine Frage: was würde sich inhaltlich ändern? Siehe nächsten Punkt
    3. Qualitätssicherung: ich bin fest davon überzeugt, dass nur die Pflege selbst entscheiden kann, was „Pflegequalität“ ist. Und danach müssten sich auch Geschäftsführer richten. (ich greife nach den Sternen, und hoffe dass Irgendwer aus der Pflege das versteht und mitmacht). Nicht umgekehrt. Unsere (z.Z. kaum vorhandene) Pflegewissenschaft beweist (wird beweisen), was pflegerisch sinnvoll ist und was nicht. Wir sagen dem AG, was Gute Pflege ist und nicht umgekehrt. Dadurch wird auch glasklar, dass eine qualifizierte Intensivpflegeperson nicht 3 oder 4 Intensivpatienten betreuen kann (ja, sie kann Feuerwehr Pflege umsetzen, dass sollte aber nicht das Ziel sein). Ein Ärgernis „ausreichende Pflege“! Nicht definiert, hat uns aber ganz schön runtergezogen. Da möchte ich nicht mit-machen. Jeder Patient verdient verdammt gute Pflege. Egal auf welcher Station, in welchem KH. Dafür sollten----ja, ich frage Dich, wer soll dafür sorgen?
    Ich bleibe mal bei diesen Punkten, sonst wird der Beitrag zu lang!
    Noch ein Wort zu 3:
    Mein Erstes Bewerbungsgespräch, 1990, für eine Stelle in einer Krankenpflegeschule. Der Geschäftsführer war auch dabei. Seine Frage an mich: „Wenn wir wüssten, dass zur Mundpflege nur sterile Tupfer Patienten schützen, ich Ihnen aber sage, wir nehmen hier unsterile Tupfer damit wir Geld sparen, wie würden sie sich entscheiden?“

    Viel Spaß mit meinen Gedanken! Als Rentner will ich nicht mit-entscheiden, nur Anstöße geben. Entscheiden muss jeder selbst. Ich bleibe bei dem Wunsch nach Selbstverwaltung. Vielleicht muss Pflege „erwachsener“, solidarischer, sicherer in Sachen Pflege werden bevor sie für Selbstverwaltung ist. Viellicht müssen potenzielle Vertreter der Selbstverwaltung besser werden, attraktivere Angebote machen. Die "Pflege" mehr im Auge behalten.
    Ich weiß es nicht.



    WomBat, Gute Nacht, süße Träume

    PS Fort- und Weiterbildung: die AGer könnten finanziell unterstützen, sie profitieren auch davon.

    Zuletzt geändert von WomBat; 15.07.2021, 00:53.

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  • fridolin
    antwortet
    Ihr Lieben,
    ich möchte nach einem emotionalen Posting die Angelegenheit "Pflegekammer" etwas sachlicher hier einmal von der finanziellen Seite aus Sicht der Pflegenden betrachten.

    Ich habe hier einmal eine Beispielrechnung der Kosten einer Pflegekammer für die Pflegenden aufgestellt.
    Diskutiert wird, dass die Pflegekammer NRW von den Pflegenden einen Beitrag von 120,00 € pro nehmen will.

    Beitrag Pflegekammer: 120,00 €
    Kosten Fortbildung: 117,00 € (32. Symposium Intensivmedizin + Intensivpflege 23. - 25. Feb 2022; 3-Tage Dauerkarte)
    Kosten Bahnfahrt: 109,80 € (Hin- und Rückfahrt mit Zugbindung, ohne Zugbindung deutlich teurer; bei einfacher Fahrt 54,90 €)
    Kosten für Hotel: 300,00 € (3 Tage pro Nacht Spanne ca. 80,00 € - 120 €; Mittelwert von ca. 100,00 € per Internet ermittelt)
    Summe: 646,80 € Was bekomme ich? 12 Punkte für die gesamte Fortbildung.

    Inoffizielle Quellen sagen, dass die schon vor Jahren angedachten 60 Punkte innerhalb von 2 Jahren auch hier umgesetzt werden. Erreiche ich sie nicht, so darf ich dann nicht mehr in meinem erlernten Beruf arbeiten. Wohlgemerkt: der Beruf ist ein Mangelberuf!
    Ich benötige im Durchschnitt pro Jahr 2,5 Fortbildungen mit dieser Punktzahl. (Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind dies 1317,00 € pro Jahr zusätzlich zu den Kosten der Pflegekammer; also +120,00 €.)
    Gesamtkosten: 1437,00 € pro Jahr!

    Nicht berechnet habe ich die Kosten für Verpflegung.

    Beispielhaft berechnen kann ich auch die Kosten für den arbeoitsausfall da ich die FB in meiner Freizeit erledigen muss.

    Im Bereich des TVöD West ergibt sich für die Entgeltgruppe P 9 Stufe 3 ein Stundenlohn von 21,18 €. Dieser ist mit einer täglichen Arbeitszeit von 7,7 Stunden (5 Tg-.-Woche) zu multiplizieren.
    Im Ergebnis steht dann ein Brutto-Arbeitslohn von 163,09 € pro Tag. Dieser ist wiederum mit 3 Tagen zu multiplizieren = 489,26 € die Euch durch eingesetzte Freizeit verloren geht.
    Wer es nicht glaubt, darf gerne nachrechnen. Einen aktuellen Tarifrechner findet Ihr hier.

    Hochgerechnet auf das Jahr und die benötigten Punkte (30 Punkte, bei 12 Punkten pro FB entsteht der Faktor 2,5) bedeutet dies, dass durch verlorene Freizeit 1223,15 € an Verdienstausfall entstehen.

    Viele liebe Grüße
    der rechnende
    fridolin
    Zuletzt geändert von fridolin; 16.07.2021, 09:56.

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  • ostfriesland
    antwortet
    Moin,

    fridolin
    Deinen Frust kann ich gut verstehen! Die "repräsentativen Umfragen" vor der Gründung der Pflegekammer sah bzw. sehe ich auch als Fake an. Man hat ja gesehen, was die Mitglieder der Pflegekammer in Niedersachsen und Schleswig-Holstein von der Organisation hielten.

    Zitat von fridolin: "Mein persönliches Fazit: ich rate jedem jungen Menschen ab, den Pflegebruf zu ergreifen - unter diesen Bedingungen würde ich auch einen anderen Beruf ergreifen."

    Da kann ich Dir nur recht geben.

    Du hast es gut, bald darfst Du in Rente; ich werde mindestens noch acht Jahre vor mir haben ...

    Liebe Güße

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  • fridolin
    antwortet
    Die Gründung Pflegekammer in NRW (und wahrscheinlich auch in den anderen Bundesländern) sowie der Beschluss der Landesregierung verstößt m. E. nach gegen höheres Recht, u.a. gegen das Grundgesetz.
    Der § 117 i. V.m. § 115 Absatz 6 Nummer 1 bis 6 HeilBerG vom und § 3Abs. 1 der Meldeordnung des Errichtungsausschusses der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen ist ein Verstoß gegen Art. 9, Abs. 3 GG (Koalitionsfreiheit) und gegen Art. 12, Abs. 1 GG (Berufsfreiheit).
    Ein weitere Verstoß liegt in der Aufforderung, ohne Wissen der Betroffenen Daten aus den Krankenhäusern zu übermittel. Dies ist ein eindeutiger Verstoß gegen die BDSGV und zwar am Wichtigsten gegen die § 32 (Informationspflicht) und § 36 (Widerspruchsrecht).
    Das ist aus meiner Sicht Rechtsbeugung!
    Davon einmal ab bezweifle ich den Sinn der Kammern.
    Was sollen und vor Allem was darf die Pflegekammer?
    Prüfungsabnahme? - Dies geschieht doch jetzt schon überwiegend von den Pflegenden selbst. Auch wenn ein Arzt/eine Ärztin Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist, was würde sich inhaltlich ändern?
    Qualitätssicherung in der Pflege? - Wer definiert zunächst einmal, was Pflegequaität ausmacht? Mit sicherheit nicht die Kammer. Unter dem engen finanziellen Rahmen in dem die Krankenhäuser stecken wird eder Geschäftsführer entscheiden, wie die Pflegequalität für sein Krankenhaus aussehen darf - wobei 1 GuK für 30 - 35 A3er Pat. ist keine Ausnahme birgt aber mit Sicherheit keine Qualität sondern nur das schnelle Husch Husch Abarbeiten von Anordnungen und somit sehr nachlässiges Arbeiten (Beispiel Hygiene bei Verbandwechsel: Alten Verband abreißen und neuen Verband applizieren = ca. 5 sec., korrektes Arbeiten mit Händehygiene, Arbeitsfläche richten, Pat.-Info, Vor- und Nachbereitung etc. = ca. 15 Min.)
    Unter diesem Punkt versteht die Kammer Verkauf von Zwangs-Fortbildungen!
    Politisch Einfluss nehmen? Der Bundesgesundheitsminister sitzt doch schon auf dem Schoß von Herrn Westerfellhaus, einem der beiden Kammertreiber. Der Einfluss ist gegen die Pflegenden gerichtet. Eine weitere Einflussnhame wird auch in Jahre nicht statt finden. andere Kammern haben auch wenig politischen Einfluss.

    Einer der Haupttreiber ist Herr Westerfellhaus als Berater des Bundegesundheitsministers Jens Spahn und der Oberrentner Herr Niehus als Präsident des Fördervereins Pflegekammer Nordrhein-Westfalen. (Mensch, Niehus, genieße die Rente und lassdie Jungen ran….)
    Sinn der Pflegekammer ist die Stärkung der Fort- und Weiterbildungsstätten und der Arbeitgeber, die von den Zwangsfortbildungen profitieren.
    Bitte nicht falsch verstehen – ich bin für Fort- und Weiterbildung aber nicht zu Lasten der Pflegenden (Zeit und Geld).
    Und als Rentner soll ich auch noch zahlen?
    Für eine Institution die für mich nichts mehr tut und nie tun konnte?
    Das Ergebnis der Befragung von 1500 Pflegenden von ca. 200.000 Pflegenden in NRW ist ein gesteuerter Fake. Wo bitte ist das repräsentativ?
    Die Mehrheit der Pflegenden will keine Pflegekammer, teuere Schei… Herr Laumann und Herr Laschet!
    Was will die Mehrheit der Pflegenden dann?
    Ich glaube, die Mehrheit möchte mehr Geld in der Tasche, mehr Kolleg*innen neben sich und viel mehr Mitspracherecht auf allen Ebenen in ihren Arbeitsbereichen.
    Warum ich das so glaube?
    Ich bin Fachlrankenpfleger für Intensivmedizin, Praxisanleiter und zurzeit freigestelltes Betriebsratsmitglied und habe daher viele Kontakte zu Kolleg*innen, auch über das eigene Klinikum hinaus.
    (btw: nächstes Jahr bin ich - hoffentlich - Rentner… )

    Leider bin ich kein Jurist, sonst würde ich versuchen, die Pflegekammer, den Errichtungsausschuss sowie vor allen Dingen die Landesregierung zu verklagen

    Mein persönliches Fazit: ich rate jedem jungen Menschen ab, den Pflegebruf zu ergreifen - unter diesen Bedingungen würde ich auch èinen anderen Beruf ergreifen.

    viele liebe Grüße
    der heute viel Lesestoff liefernde
    fridolin
    Zuletzt geändert von fridolin; 06.11.2021, 17:16.

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