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Pflegekammer- es geht voran... wenn wir es denn wollen

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  • fridolin
    antwortet
    - sie würde ein Sprachrohr für die Pflegenden darstellen
    - sie würde in die Gesetzgebung einbezogen werden
    - sie würde die Meinung der Mitglieder widerspiegeln
    - sie wäre quasi ein weiteres Standbein neben den Pflegeverbänden
    Genau DAS bezweifle ich sehr stark. Dies kann und wird die Pflegekammer nicht leisten.
    - Wie soll eine Pflegekammer fernab der Basis denn die Meinung eben jener Basis widerspiegeln können?
    - Wie soll die Pflegekammer in den Prozeß der Gesetzgebung mit einbezogen werden? Der ist geregelt und in der BRD gibt es (leider) nur die Möglichkeit, über sog. Lobbyisten Einfluss auf Politiker zu nehmen. Ein großes Ziel, dass leider nicht umsetzbar ist.
    - Ein weiteres Standbein neben den Pflegeverbänden? Hahaha. Was, bitte haben die Pflegeverbände konkret für die Pflege bzw. Verbesserung der Arbeitsbedingungen getan? Der DBFK und auch die anderen sog. anderen (Fach-)Verbände geben nur Statements von sich, bieten aber keine konkrete Hilfe.

    Noch eine Anmerkung zum Bochumer Bund: Der ist keine Gewerkschaft, obwohl er das gerne möchte. Der Verein Bochumer Bund muss die Hürden der Tariffähigkeit noch überwinden, d.h. er muss die Wahrnehmung der Interessen ihrer Mitglieder in deren Eigenschaft als Arbeitnehmer als satzungsgemäße Aufgabe gesetzt haben, willens sein, Tarifverträge abzuschließen, das geltende Tarifrecht anerkennen und die Aufgaben als Tarifpartner erfüllen zu können wozu u.a. auch eine Durchsetzungskraft (hohe Mitgliederzahl der zu vertretenden Berufsgruppe) gegenüber dem Tarifpartner sowie eine Leistungsfähigkeit (finaziell, Streik ist teuer...) gehört.
    Wer sich mit den Zielen des Bochumer Bundes beschäftigt, kann den Eindruck gewinnen das einzigste Ziel wäre dei Einführung der Pflegekammer und damit es etwas netter klingt, 4000,00 € für alle Pflegenden pro Monat.

    Klarstellung zu beiden Themen:
    Pflegekammer:
    kann gut für die Pflege sein wenn a.) die Finanzierung nicht durch die Pflegenden selbst erfolgt und b.) die Zwangsfortbildungen Arbeitgeberfinanziert und in der Arbeitszeit erfolgen und c.) die Ziele klar formuliert sind.
    Bochumer Bund:
    Ist schlecht für die Pflege da es zu einer Spaltung der Beschäftigten führt. Die Idee an sich ein neues Tarifgefüge für die Pflege zu erstellen ist ja nicht schlecht, aber warum nicht innerhalb von ver.di?
    Ein Gewerkschaftlicher Organisationsgrad von ca. 8 bis max. 12 % der Pflegenden wird durch eine neue "Gewerkschaft" nicht steigen, er wird sich auf ver.di und den Bochumer Bund verteilen.
    Das bedeutet de facto eine Verschlechterung der Position innerhalb von ver.di und die lachenden Dritten sind die Arbeitgeber...

    Viele liebe Grüße
    fridolin

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  • Tempo
    antwortet
    Lieber Fridolin, dem muss ich widersprechen!
    So, wie es derzeit ist, ist es ja offensichtlich nicht gut. Diesen Zustand haben wir erreicht ohne Pflegekammer, aber mit Verdi! Es wäre doch vielleicht einfach mal eine Überlegung wert mit einer Pflegekammer und Verdi, bzw Bochumer Bund eine Veränderung herbeizuführen!
    Es gibt viele Argumente für eine Pflegekammer :
    - sie würde als Lobby gegenüber der Politik fungieren und könnte so wesentlich mehr Einfluß nehmen auf anstehende Entscheidungen und Gesetzmäßigkeiten
    - sie würde ein Sprachrohr für die Pflegenden darstellen
    - sie würde in die Gesetzgebung einbezogen werden
    - sie würde die Meinung der Mitglieder widerspiegeln
    - sie wäre quasi ein weiteres Standbein neben den Pflegeverbänden und den Gewerkschaften Bochumer Bund und Verdi
    Die Ärzte, die machen einfach! Der Marburger Bund schnippt mit dem Finger und alles wird umgesetzt, während die Pflege sich in endlos Diskussionen zerreibt und nichts auf die Reihe kriegt, anstatt die Kräfte zu bündeln!

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  • fridolin
    antwortet
    Ihr Lieben,
    nun muss ich mich doch wieder zu Wort melden.
    Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (keine Angst, kein Mediziner sondern Sozialwissenschaftler) hat ein Statement u.a. zum Thema Pflegekammer und Gewerkschaften abgegeben.
    Hat hat ebenso wie ich seine Ansichten geändert und ist vom Befürworter zu einer eher kritischen Sichtweise gelangt.


    Vielleicht gibt der Artikel doch etwas mehr Anlass dachzudenken oder zumindest zu diskutieren.

    Meine Hauptkritikpunkte an den Pflegekammern im Telegrammstiel:
    - Zwangsmitgliedschaft: Pflegende lassen sich nicht gerne zwingen.
    - Kosten: die Pflegenden müssen die Kammern bezahlen.
    - Fortbildungen: Kosten und Zeit gehen zu ÖLasten der Pflegenden.
    - Arbeistbedingungen und Entgelt: sind tariflich zu regeln und Aufgabe der Gewerkschaft.
    - Arbeitsqualität erzeugen: werden durch die Vorgaben der Arbeitgeber limitiert.
    - Berufsethos erstellen: wie bitte solld das gehen? Es müssen alle Pflegenden sich als wertig empfinden.
    - Aus- und Weiterbildung entwickeln: bei gesetzlichem Rahmen sehr schwierig.

    Viele liebe Grüße
    fridolin

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  • WomBat
    antwortet
    Alles Klar Pierre 70!

    Liebes Forum und Fridolin!

    Fridolin, ich habe noch mal nachgelesen und denke, die
    Schlussbemerkungen aus der Bacherlorarbeit von Charleen Thiemann, 2019 sind wichtig genug nochmals zu lesen. Und zu diskutieren.

    „Die Pflegeberufe in Deutschland befinden sich insgesamt in einer prekären Lage. Bereits jetzt besteht ein Fachkräftemängel, sodass gepaart mit steigender Pflegebedürftigkeit bereits 2030 Versorgungslücken prognostiziert werden. Personalmangel und Einsparungen sorgen für eine hohe Arbeitsbelastung, psychische und physische Belastungen sowie Unzufriedenheit mit den Rahmenbedingungen und eine geringe Berufsattraktivität, die unter anderem in einer vergleichsweise hohen Berufswechselabsicht, hoher Teilzeitquote und daher nicht ausreichenden Ausbildungszahlen resultiert.
    Gezielte Maßnahmen erscheinen notwendig, um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu erwirken, die sich sowohl auf finanzielle und personalassoziierte Aspekte, als auch auf eine Stärkung der Rolle und des Tätigkeitsbereiches der Pflege beziehen, die bislang eine eher schwache, oft zuarbeitende Rolle im interdisziplinären Versorgungsteam einnimmt. Insbesondere hierfür wird auch eine Einbringung der Berufsgruppe selbst in Problemlösungsprozesse als erforderlich betrachtet, während der Einfluss der Berufsgruppe im berufspolitischen Bereich bislang gering ist. Anhand der Literatur kann ein positiver Einfluss von Pflegekammern auf Gesetzgebungs- und Problemlösungsprozesse für die Pflege sowie ein Effekt auf die Weiterentwicklung und Professionalisierung aufgezeigt werden. So kann mittels Pflegekammern die Berufsgruppe beratend und/oder mitbestimmend in der Politik an Lösungen mitwirken und die zielgerichtete Umsetzung von Maßnahmen begleiten. Wegen des geringen berufspolitischen Beteiligungsgrad kann in Pflegekammern zudem vorerst die beste Möglichkeit, zur Ermöglichung einer Einbringung gesehen werden.
    Daneben zeigen sich auch verschiedene Wirkungen einer Kammer, die besonders für beruflichen Identität der Pflege als wichtig angesehen werden können. So können konkrete, in der Praxis präsente Vorgaben im Rahmen einer Berufsordnung das pflegerische Selbstverständnis und die berufliche Identifikation stärken. Damit einhergehen kann auch eine Stärkung der Positionierung im interdisziplinären Team und eine von anderen Berufsgruppen losgelöstere Berufsausübung mit dem Fokus auf den eigentlich pflegerischen Aufgaben, da diese den Pflegenden bewusster werden, was durch die Einführung von Vorbehaltsaufgaben zusätzlich gestärkt werden kann. Neben der Berufsattraktivität kann so auch der Professionalisierungsprozess der Pflege positiv beeinflusst werden, wenngleich die Errichtung einer Pflegekammer noch nicht das Erreichen des Professions-Status bedingt.
    Die Pflege kann also ‚von innen heraus‘ gestärkt und zudem das Erlangen einer beruflichen Autonomie gefördert werden.
    Einschränkungen finden sich darin, dass verglichen mit dem Ausland, auf das sich die Darstellung möglicher Einflüsse oftmals stützt, kein Einfluss auf die Ausbildung besteht.
    Ein direkter Einfluss auf Personalschlüssel oder Löhne als relevante Probleme und auch eine sofortige Änderung hinsichtlich der beschriebenen Möglichkeiten, durch die bloße Existenz einer Kammer, sind außerdem nicht zu erwarten. Insgesamt kann aber gesagt werden, dass durch die Mitwirkung an politischen Prozessen zugunsten der Qualität der Pflege, sowie durch eine Stärkung des beruflichen Selbstbildes, Erwartungen an eine positive Veränderung der Rolle von Pflegefachkräften, die Weiterentwicklung der Berufsgruppe und Verbesserung der Arbeitsqualität sowie der Berufsattraktivität gestellt werden können.
    Somit kann eine Möglichkeit des Einflusses von Pflegekammern auf die derzeitige Lage der Pflege nicht vollumfänglich, aber in einigen wichtigen Aspekten bejaht werden.
    Im Rahmen der Auseinandersetzung mit den Positionen der Gegner*innen von Pflegekammern am Beispiel der Pflegekammer Niedersachsen zeigte sich, das vielfältige Gründe für die Ablehnung von Pflegekammern vorliegen. Dabei scheint die relevanteste Begründung die Zwangsmitgliedschaft, verbunden mit einer empfundenen Nutzlosigkeit für die Belange der Berufsgruppe vordergründig zu sein. Dazu kommt eine empfundene Intransparenz der Prozesse rund um die Kammer und bezüglich ihres konkreten Zwecks in Verbindung mit einem Informationsdefizit, welches sich auch in der Literatur bestätigt findet.“

    WomBat, Just do it if it helps

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  • Pierre70
    antwortet
    Vielleicht bin ich missverständlich "rübergekommen". Grundsätzlich bin ich Pro Pflegekammer. Diese sollten allerdings mit Kompetenz besetzt sein.

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  • WomBat
    antwortet
    Neulich gelesen: Pflege: Weg zur berufspolitischen Selbstbestimmung bleibt lang (aerzteblatt.de)

    WomBat

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  • Tempo
    antwortet
    Moin WomBat!
    Danke für das wirklich tolle Statement! Ich denke allerdings, daß sich all die Dinge über eine Pflegekammer gut organisieren und lenken ließen! Ich bin auch der Meinung, dass Pflegekammer und Gewerkschaft gemeinsam viel auf die Beine stellen könnten, beide haben ja jeweils völlig verschiedene Aufgaben!

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  • WomBat
    antwortet
    Leider. Zutiefst enttäuschend.
    https://www.pflegekammer-rlp.de/inde...achkommen.html

    WomBat

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  • WomBat
    antwortet
    Pflegekammer! Pro? Kontra? Ja oder Nein? Dafür oder dagegen?

    Das ist nicht einfach zu beantworten. Insgesamt sieht es in der BRD nicht rosig aus für die Idee. In anderen Länder ist die Pflegekammer längst akzeptiert und implementiert. Ob es dort gleich, besser oder schlechter für die Patienten / für die Pflegende ist, kann nur der beantworten, der entweder dort war oder betroffen ist.
    Das Hauptargument Pro Kammer bedeutet politische Mitsprache. Das Ziel ist eine zunehmend autonome Praxis, zumindest auf dem Weg zu mehr Autonomie im Pflegeberuf. Die Autonomie ist meiner Meinung nach durchaus vorhanden, es wird nur vertuscht. Bsp: was ich alles als Fachkrankenschwester I&A tue, und was davon gewürdigt wird = positiv sanktioniert (überhaupt laut ausgesprochen!), dh es geht bis zum „Honorar“ dafür.

    Ich würde von der Pflegekammer hier in den ersten Jahren nicht zu viel erwarten, ich glaube, es braucht mehr Zeit. Nicht weil ich es den Pflegenden in der Kammer auf Dauer nicht zutraue, sondern weil die Widerstände so groß sind. Dafür gibt es viele Gründe, z.B. historische gewachsene Strukturen, die nicht bereit sind für eine Pflege, die den Mund aufmacht. Nicht nur auf Station, oder im Forum, sondern politisch laut wird und die Erlaubnis besitzt, sich selbst zu organisieren und zu kontrollieren.

    Letztendlich geht der Kampf um die Meinung der Kundschaft, in diesem Fall die Patienten / Klienten / Bewohner. Eine Gesellschaft erkennt den Wert einer Dienstleistung, in diesem Fall „Pflege“ und ist bereit die „professionellen“ entsprechend zu entlohnen, zu ehren, ihnen autonome Praxis zu zugestehen. Das geht nur, wenn die Dienstleister entsprechend sehr gut geschult sind in ihrem Fach, in der Praxis nach besten wissenschaftlichen Standards arbeiten, gute Kommunikatoren sind, eine ausgeprägte „gute Ethik“ leben in der Praxis u.a. Es geht nicht mehr um was in welcher Schicht gemacht wird, es geht um den einzelnen Patienten, darum was „pflegerisch nötig ist“ und was ihm zugutekommt. Was ein pflegerisches Assessment ergeben hat. Es ist schwer, den „Pflegeprozess“ umzusetzen, wenn ein Team immer am Limit arbeitet und an Unterbesetzung leidet. Ich will gar nicht von Ausbildung / Fortbildung / Weiterbildung der Einzelnen Dienstleister sprechen. Ich meine damit Qualifikation, nicht Anzahl der Köpfe und Hände.

    Eine Pflegekammer soll die Praxis der Examinierten definieren und kontrollieren, d.h. Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten und Normen. Damit der Patient immer die best-mögliche /evidenz-basierte Pflege erhält. Es geht danach nicht um die Pflegende selbst, sondern um die Empfänger. Das macht hier Unmut, den die erste Frage ist: Was springt für mich dabei heraus? Fragen wir, was bringt es für die Patienten? Haben sie Vertrauen? Grund zum Vertrauen in alle Pflegekräfte, nicht nur um eine, die zufällig positiv auffällt? Kann er immer gute Versorgung erwarten? Ist das dem Zufall überlassen? Dürfen Pflegende an den Normen vorbei arbeiten, ohne jegliche Kontrolle? Ohne jegliche Sanktion? Es geht um Selbstkontrolle. Jeder kann sich fragen, ob er Selbst -oder doch lieber Fremdkontrolle möchte.


    Aber, wenn ich meine Kundschaft „gut bediene“, gibt es doch irgendwann „Profit“, nämlich Anerkennung für eine gewünschte, nützliche, sinnvolle, nötige, gesundheitsunterstützend, Komplikationen vermeidende, manchmal lebenserhaltende Dienstleistung. Berufe, die solche wertvolle Dienste leisten werden idR von einer Gesellschaft anerkannt und entsprechend positiv sanktioniert. Eine Pflegekammer in der BRD muss zunächst Widerstände, historische gewachsene Fehlinterpretationen von „was ist Pflege“ überwinden. Sie muss gegen Außen kämpfen – es gab und gibt starke Kräfte, die die Pflege nicht aufsteigen lassen wollen. Das geht nicht ohne TOP Ausbildung, Fort- und Weiterbildung, Studiengänge. Dazu sind Pflegehochschulen nötig sowie Pflegeforschung. Nicht zum Selbstzweck, sondern immer um die Pflege für den einzelnen Patienten auf top-niveau zu leisten. Das geht nicht wenn die Ausbildung hinkt, wenn Praxisanleitung nicht stattfindet wie festgelegt. Das geht nicht wenn permanente Unterbesetzung und unfreundliche Arbeitszeiten herrschten Das geht nicht wenn die Entlohnung nicht berauschend ist….usw..

    Hier kommt die Aufgabenteilung, für was eine Gewerkschaft zuständig ist oder ein Berufsverband. Oder eben eine Kammer? Ich bin mit Verdi zufrieden, auch mit der Arbeit verschiedener Berufsverbände, aber, wie Tempo sagt, es ist ein Kuddelmuddel. Der Eine jagt dem Anderem die Stimme ab, es gibt Kämpfe um die Mitglieder. Durch das Kuddelmuddel bleibt der Pflegeberuf auf der Strecke, wie bisher. Und dieses Mal ist der Schlag, der die politische Mitbestimmung tötet, nicht von Außerhalb, sondern aus den eigenen Reihen. Wie so oft, leider.


    WomBat, Liebe Pflegende, so werd das Nix.


    Zum Vergleich:

    Ärztekammern/Landesärztekammern
    ...
    Im Vordergrund der Kompetenzen der Ärztekammern/Landesärztekammern steht die Überwachung der Einhaltung der Berufspflichten und Standesnormen.

    Ferner sind die Landesärztekammern für die Bereiche Weiterbildung sowie Fortbildung zuständig.
    Jede Landesärztekammer hat ihre eigene Weiterbildungsordnung, die für die jeweiligen Mitglieder rechtlich bindend ist.

    Ärztliche Organisationen und Verbände (bundesaerztekammer.de)
    Zuletzt geändert von WomBat; 08.04.2021, 23:06.

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  • Tempo
    antwortet
    Moin zusammen!
    Ich kann die allgemeine Ablehnung der Pflegekammern nach wie vor nicht verstehen und nachvollziehen. Aus meiner Sicht ist das wirklich langfristig die EINZIGE Möglichkeit, um über die Politik auf dauer der Pflege einen anderen Status zu verleihen. So, wie es jetzt ist, ist es ein einziger Kuddelmuddel bestehend aus gaaaanz vielen, gaaaanz wichtigen Leuten, die alle gaaanz schlaue Sachen zu vermelden haben, aber nichts wirklich bewegen! Zugegeben, die Pflegekammer in Nds.hat so ziemlich alles falsch gemacht, was irgendwie ging. Dennoch sehe ich in den Pflegekammern die Einzige Chance dauerhaft ein Sprachrohr für die Pflegenden zu werden

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  • fridolin
    antwortet
    @all,
    WomBat,
    wer sich die Mühe gemacht und durch die von WomBat gepostete Bachelor-Arbeit gelesen hat und wer dann auch noch nach dem unfäbnglichen Literaturverzeichnis weiter gelesen hat, der hat dann hoffentlich noch so viel Engergie gehabt, die Fragen mit Verstand zu lesen.

    Die Kernthese oder auch Schlussfolgerung aus den vielen Seiten vorab ist schon sehr mager
    "Als These bzw. Schlussfolgerung kann hier zunächst gezogen werden, dass die Ablehnung in vielen Hinsichten durch das Fehlen von greifbaren Informationen zustande kommt. Dies bezieht sich sowohl auf die als überraschend empfundene Errichtung einer Kammer, als auch auf das Wissen um gesetzliche Grundlagen und die Begründung einer verpflichtenden Mitgliedschaft sowie die Aufgaben und Ziele und die konkrete Bedeutung dieser für denBerufsstand, mit denen sich nicht identifiziert werden kann."

    Die Fragen haben mich aber dann doch etwas überrascht, so lese ich doch Suggestivfragen.
    Ein Beispiel:
    "Meinst Du, das ist auch etwas,was dafür gesorgt hat, dass hier in Niedersachsen besonders viele Pflegekräfte gegen die Pflegekammer sind?"
    (Anmerkung: Es geht hier um die Transparenz der Pflegekammer)

    Ich habe mir das Erlangen eines B.sc-Abschlusses als mehr wissenaschaftlich orientiert vorgestelt...

    Viele liebe Grüße
    der immer noch nicht von den Pflegekammern in der heutigen Form überzeugte
    fridolin

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  • Pierre70
    antwortet
    Frau Prof. Kellnhauser; Gott hab sie seelig!

    Die Literaturangaben sind gut. Einige davon habe ich schon vor einiger Zeit gelesen. Sehr lesenswert!

    Nützt allerdings nichts, wenn im Jahr 2020 eine Vorstellungsveranstaltung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz in einer Klinik stattfand und die Sprecherin an Naivität nicht zu überbieten war. Begeisterung für die Kammer konnte sie leider auch nicht entfachen. Das wäre ja ein Minimalziel gewesen. Die 2. Person, die gesprochen hat, konnte etwas überzeugen.


    Wünsche allen frohe Ostern!

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  • WomBat
    antwortet
    Hallo!
    Hier eine interessante Arbeit von 2019 zum Thema, das sich sowohl mit Gegner wie Befürworter beschäftigt.
    Für Schnellleser, siehe S. 63 "Schlussbemerkungen".
    https://opus.ostfalia.de/frontdoor/d..._Ablehnung.pdf

    VG, WomBat, wünscht sich große Schritte in Richtung "Professionalisierung", mit spürbar positiven Effekten für den Pflegeberuf
    Zuletzt geändert von WomBat; 11.04.2021, 23:11.

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  • WomBat
    antwortet
    Hallo Fridolin, ich habe die Sichtweise von RLP gepostet. Du hast Recht, zur Meinungsbildung gehören pro und kontra. Ich habe nach vielen kontra Posts nun ein paar Pro Artikel benannt. Ich denke, das ist fair und ausgewogen.

    WmBt, Kammer und Gewerkschaft haben verschiedene Aufgaben

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  • fridolin
    antwortet
    WomBat,
    warum hast Du nur Artikel und Bücher gelistet, die sich positiv oder nur scheinbar etwas kritischer mit dem Thema Pflegekammer auseinander setzen?
    Ich hätte mir ebenso viele kritische Artikel /Bücher zu Thema Pflegekammer gewünscht (und bitte, es muss nicht ver.di sein!), gehört doch aus meiner Sicht die kritische Auseinanderseztung zur Willensbildung hinzu.
    Der heute kritische
    fridolin

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