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| Anästhesiepflege / Intensivpflege Allgemeines Diskussionsforum für alle Aspekte der Anästhesie- & Intensivpflege |
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#1
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Hilfe!!! Kann mir jemand erklären, wie ich den Zusammenhang zwischen einer venösen BGA und dem Volumenhaushalt erklären??? Warum geht da nur ne venöse und keine arterielle??? vielen Dank und schönes wochenende |
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#2
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Moin bruedsch
Volumensituation beurteilen - nur mit der BGA ? Mit Hilfe einer Zentralvenösen BGA lässt sich schon grob das HZV oder ob ein septischer Schock vorliegt beurteilen - aber Volumensituation - da wäre ich auch gespannt.Man kann da sicher mit verschiedenen anderen Werten etwas basteln - aber nur die BGA ? Wie ist denn deine Frage enstanden ? Tschau Dirk Jahnke |
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#3
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Die venöse BGA an sich hat primär erstmal keine Aussagekraft über den Volumenhaushalt, die nicht auch eine arterielle geben könnte, wenn dort Werte wie Hb, Hämatokrit, Elektrolyte gemessen werden.
Ansonsten dient die venöse BGA bei Patienten im Schock dazu, das Verhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf zu diagnostizieren, allerdings benötigt man noch weitere Werte wie Messwerte eines Swan- Ganz Katheters oder eines Piccos und den ZVD um über den Volumenhaushalt eine Aussage machen zu können. Die BGA allein bringt einen da auch nicht weiter, ob arteriell oder venös. Mich würde übrigens auch interessieren, wie diese Frage entstanden ist... |
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#4
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Als ehemals chirurgische Intensivschwester sagt mir das bis jetzt erst mal gar nichts... kann mir da jemand helfen zu verstehen? Wo kann man das komprimiert (und verständlich
) nachlesen?Elisabeth |
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#5
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es soll eine grobe einschätzung des benötigten volumens übers SO2 bei einer venösen BGA möglich sein. liegt der wert um 75 sei alles OB. drunter sei volumenbedürftig, drüber zuviel volumen an bord! es ist nur eine grobe einschätzung, nicht so genau wie PICCO oder ähnliches, aber für postop-patienten ohne solche zugänge reicht es wohl aus... (???) eine anästhesistin meiner station konnte mir sagen, ja klar, so und so gehts, hat mir also den richtwert gegeben, aber die zusammenhänge sind mir immernoch rätselhaft die frage kam im anä-unterricht bei meiner A+I-ausbildung... die antwort bekommen wir erst beim nächsten mal in 2-3wochen. wollte bis dahin nicht mit einem großen "?" im kopf rumlaufen. |
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#6
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Moin Bruedsch
Ist aber eine interessante Auslegung. Klar, niedriger zvenöser SO2 kann Volumenbedarf bedeuten - aber halt auch niedriges HZV bei Herzinsuff und Überwässerung. Grundsätzlich sagt der zvenöse SO2 ja etwas über den Sauerstoffverbrauch aus (grob!). Vorausgesetzt eine gute Oxygenierung liegt vor. Bei schlechtem SO2 wird den Zellen aufgrund des geringen HZV´s wenig Blut angeboten. Folge aus dem wenigen Blut wird das maximale herausgeholt. Ist das HZV tatsächlich aufgrund der fehlenden kardialen Vorlast (Volumen / ZVD) niedrig (Frank Starling Mechanismus) mag der Patient tatsächlich einen Volumenbedarf haben - aber die Herzkraft sollte dann schon bekannt sein. (auf der Inneren ist es meist eher die fehlende Herzkraft )Würde hier aber eher auf eine invasive RR Kurve (unduliert),ZVD und die Herzfrequenz schauen.Die Schlussfolgerung mit dem hohem SO2 und der Volumenüberlastung ist mir allerdings neu. Sehe das eher als Ausdruck eines septischen Schocks mit entsprechenden öffnen von Kollateralen, daraus resultierenden niedrigem systemischen Widerstand und entsprechender peripherer Gewebshypoxie(messbar mit dem Lactat, in der BGA metabolische Azidose) bei normalem/hohem HZV. Einen Volumenbedarf schließt das aber nicht aus! Ich weiß, dass ein niedriger zentralvenöser SO2 bei unseren Herzchirurgen eher zu Dobutamin als zur Volumengabe führt ![]() Bei uns wird er nur in Ausnahmen z.B. Differenzierung hyperdynamer/ hypodynamer Schock bestimmt.(bei fehlen eines HZV´s Monitoring) Anästhesisten haben da vielleicht einen anderen Ansatz. Zusammenfassend sehe ich den zentralvenösen SO2 also eher im Zusammenhang mit dem HZV. Tschau Dirk Jahnke |
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#7
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vielen dank!
und schönen tag noch! bis bald ![]() |
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#8
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Des Rätsels Lösung: Bei konstantem Sauerstoffverbrauch steigt die Ausschöpfung des O2 des verbleibenden zirkulierenden Volumens, dementsprechend sinkt der SO2wert. Das venöse SO2 liegt bei einem relativen Volumenmangel damit unter 75. Neben einer Hypovolämie kann es sich ebenfalls um eine Kreislaufinsuffizienz oder aber eine Hypoxie handeln. Jetzt find ich das ganze auch ziemlich logisch und finde das kann auch mal häufiger angewand werden... wünsch euch alles gute bis bald Britta |
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#9
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Hallo!
Bei uns heißt es nach einer zentral-venösen BGA mit O2-Sättigung unter 70% immer direkt: "Dann gib' mal Dobutrex auf 2!" - Meint 250mg/50ml mit 2ml/h. Um das HZV zu steigern. |
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#10
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Auch ne möglichkeit! Aber reicht das, um die Volumensituation zu ändern/verbessern? Oder anders gefragt: Internistisch oder anästhesistische Station? Gruß Britta |