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| Anästhesiepflege / Intensivpflege Allgemeines Diskussionsforum für alle Aspekte der Anästhesie- & Intensivpflege |
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#1
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Moin,
mich würde interssieren, wie bei Euch auf Station die Umlagerung des oralen Tubus geregelt ist. Bei uns gibt es immer wieder Diskussionen, ob der Tubus einmal pro 24 Std. umgelagert werden soll oder es nicht sinnvoller sei ihn pro Schicht einmal umzulagern. Welche Mittel nehmt Ihr zur Mundpflege? Freue mich schon auf Eure Antworten. Geändert von ostfriesland (21.05.2005 um 16:55 Uhr). |
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#2
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Moin zurück!
Wie oft ist denn bei euch so pro Tag eine Mundpflege üblich? Ich hoffe doch, min. 1x / Schicht! Und wo ist denn dann das Problem, bei jeder der Mundpflegen auch den Tubus auf die andere Seite zu legen? ![]()
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"Ich heiße Superfantastisch. Ich trinke Schampus mit Lachsfisch." |
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#3
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Moin,
natürlich machen wir einmal pro Schicht Mudpflege. Es gibt nur Diskussionen wegen der Häufigkeit des Umlagerns - es gibt Meinungen einmal pro Tag reicht, denn die Reizungen durch die Umlagerung wären größer als der Nutzen. Tschau |
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#4
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Also ich mache 2 - 3 mal pro Schicht Mundpflege bei meinen beatmeten Patienten (Kunden), ... aber der Tubus wird bei uns nur ein mal am Tag umgelagert.
Ist doch ein gewisser Mehraufwand! Gut, ich muss gestehen, dass nicht alle Patienten nach Extubation nochmal bronchoskopiert werden, aber ich behaupte jetzt mal ins Blaue hinein, dass es deswegen trotzdem nicht viel mehr Tracheaschäden oder sogar Nekrosen gegeben hat. Wenn man den Cuff nicht bis zum Anschlag aufpumpt!!! Aber beweisen kann ich es leider halt auch nicht. |
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#5
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Hi Mobitz.
Zitat:
Zwei bis dreimal pro Schicht Mundpflege durchführen und dann von einem Mehraufwand sprechen, wenn's um's Tubusumlagern geht? So richtig ernst meinst du das nicht, oder? Ich bin bewiesenermaßen nicht der große Mundpflege-Papst, aber wie lässt sich denn Mundpflege überhaupt nur einmal pro Schicht vernünftig durchführen, wenn man den Tubus dabei so garnicht umlagert? , hhe
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#6
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Naja, ... 3 mal ist sicher hoch gegriffen!
Aber 2 mal schon realistisch. Ich arbeite in einer Einrichtung, in der der anästhesiologische Chefarzt immernoch auf die SDD schwört, ... wir führen diese durch. Dazu gehört für mich Absaugen, Mundpflege und dann Applikation. Und da das in den Schichten 2 - 3 mal vorkommt wird dann auch die Mundpflege durchgeführt (zumindest im Idealfall). Es gibt sich immer Situationen oder Arbeitstage, an denen das nicht so klappt (aber nichts unserem Chef erzählen!!! ) Aber man muss dann ja nicht jedes Mal den Tubus gleich umlagern. Ich wechsel bei der Intimtoilette ja auch nicht jedes Mal den DK! ![]() (Ich gebe zu ein überspitztes, aber auch nicht ganz erst gemeintes Gegenbeispiel. )Wir fixieren die Tuben ja mit Pflaster, ... das würde dann halt auch jedes Mal heißen mit Benzin reinigen, neues Pflaster schneiden etc., ... das ist dann irgendwann ein wenig zu viel Aufwand. Mit gebrauchsfertigen Fixierungen ist es vielleicht schneller gemacht, da muss ich aber leider zugeben, dass ich damit nicht so die Erfahrung habe!!! ![]() |
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#7
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Zitat:
SDD wird hier zwar auch (noch) praktiziert, aber das Schema besteht dabei aus 4 Applikationen (10.00 / 16.00 / 22.00 / 04.00), im Idealfall also 4 Mundpflegen entsprechend. Zitat:
Was spricht dagegen? Zitat:
Zitat:
Da du vorher von SDD gesprochen hast: auch Langlieger bekommen von euch während der kompletten Beatmungstage Pflaster um Tubus und Mund gewickelt, das 1x/Tag gewechselt wird? So richtig vorstellen kann ich mir das im Moment nicht, aber rein gefühlsmäßig wäre es vielleicht mal eine Überlegung wert, nach einer Alternative zum Pflaster zu suchen. Zitat:
Eben. Stellt sich die Frage, was das geringe Übel ist: den Tubus 24h/Tag an einen Mundwinkel drücken oder 3-4x/Tag um 4cm von links nach rechts bewegen. Aber back to topic: Zitat:
Was spricht dagegen, wenn der Tubus nicht zufällig mit Pflaster festgepappt wird? Noch 150 Minuten, hhe
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#8
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Hallo nach Ostfriesland!
Zitat:
Die Tubusumlagerungsfrage wird zwar nicht ausdrücklich beantwortet, aber zur Mund- und Gesichtspflege an sich sowie zu den Pflegemitteln findest du einige Informationen in dem Praxisbericht von Marco Monnig: Spezielle Gesichtspflege bei einer Patientin nach LTX Schönen Gruß, hhe
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#9
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Zitat:
Und davor halt auch absaugen und Mundpflege! Somit 8mal am Tag auf 3 Schichten verteilt! Zitat:
Zitat:
Und bis sich das ändert, ... PFLASTER! Zitat:
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#10
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Hallo Mobitz.
Zitat:
Für eine Prophlaxe, die die Mortalität nicht signifikant senken kann, finde ich 'dreistündlich' ganz schön oft. Wie Marco Monnig es schon an dieser Stelle beschrieben hat, reichen für eine Senkung der Rate der pulmonalen Infekte auch 6stündliche Gaben. Davon ganz abgesehen, wäre ich als Patient sicherlich nicht begeistert, wenn mir alle drei Stunden jemand im Mund herumwischen würde. Zitat:
Wenn ich's mir so recht überlege: ein bischen schon .Alle drei Stunden ist für eine Tubusumlagerung garantiert übertrieben, aber auf der anderen Seite lässt sich der Tubus mit kaum einem anderen Verfahren schneller fixieren als mit Pflaster, sodass der Lagewechsel sicherlich auch öfter als 1x/24 durchgeführt werden kann, ohne direkt Überstunden machen zu müssen. Bei euch kommt halt so eins zum anderen: 3stündliche PTA-Gaben, Fixierung des Tubus mit Pflaster ... da ist es in der Tat schwierig, einen sinnvollen Kompromiss zu finden, solange sich nichts ändert. Sonnige Grüße, hhe
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