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Anästhesiepflege / Intensivpflege Allgemeines Diskussionsforum für alle Aspekte der Anästhesie- & Intensivpflege

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  #1  
Alt 28.09.2004, 17:08
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r.dubb r.dubb ist offline
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Standard "Weaning - Protokoll"

Bin auf der Suche nach diversen "Weaning - Protokollen". Mich würde insbesondere interessieren in welchen Kliniken nach einem solchen Protokoll entwöhnt wird, wie die Zusammenarbeit ärztlicher-pflegerischer Dienst organisiert ist und ob ggf. solch ein Protokoll zur Verfügung gestellt werden kann.

:five:

Vielen Dank
__________________
Rolf Dubb
Landesbeauftragter DGF
Baden-Württemberg
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  #2  
Alt 28.09.2004, 18:14
Benutzerbild von Hanno H. Endres
Hanno H. Endres Hanno H. Endres ist offline
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Standard

Hallo Rolf.

Zitat:
Zitat von r.dubb
Bin auf der Suche nach diversen "Weaning - Protokollen".

Als ersten Ansatz dazu ein Beitrag von Peter Nydahl aus der Fachzeitschrift intensiv, den wir hier mit freundlicher Genehmigung des Georg Thieme-Verlags einstellen dürfen.

-> http://www.zwai.net/pflege/Intensiv/...on_im_Weaning/

Herzliche Grüße,

hhe
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  #3  
Alt 04.10.2004, 22:25
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Pimboli Pimboli ist offline
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Standard

Cooler Artikel,
gibt es das Protokoll auch als PDF, ist immer so aufwändig das nachzusetzen :o
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  #4  
Alt 05.10.2004, 01:07
Peter Nydahl Peter Nydahl ist offline
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Peter Nydahl ist mehrfach positiv aufgefallenPeter Nydahl ist mehrfach positiv aufgefallen
Standard Protokolle anpassen

Guten Abend zusammen

Ja, weaning scheint sich ganz unterschiedlich gestalten zu lassen. Belegt ist, dass auch Nicht-Ärzte anhand klarer Richtlinien weanen können und dass es auch für Ärzte gilt, dass die Nutzung von Richtlinien schneller zur erfolgreichen Extubation führt, als wenn jeder macht, was er / sie gerade so denkt.
Unter: http://www.ed4nurses.com/protocol.htm ist ein Beispiel zu finden, dass aber ausdrücklich angepasst werden muss –und dies ist ein sehr guter Gedanke! Auf unserer Station sind wir nahezu pädagogisch vorgegangen, d.h. wir haben nur die Parameter genutzt, die im Team bekannt sind, um in das vorhandene Wissen Struktur zu bringen und um neuen MitarbeiterInnen dieses Wissen beizubringen.
Interessant war nebenbei, dass ich als Mann viel mit Diagrammen und Pfeilen gearbeitet habe, die von den männlichen Kollegen sofort verstanden worden sind, die Kolleginnen fanden sie aber eher unübersichtlich und zogen eine Textversion vor ;-) Also auch hier muss die „Zielgruppe“ berücksichtigt werden.
Übrigens ist es bei uns so, dass wir die Anordnung zum weanen von den Ärzten kommt („der kann jetzt geweant werden“) und wir machen dann alles bis auf die Extubation -ich kenne aber auch andere Stationen, auf denen nur von ärztlicher Seite geweant wird...
cu Peter
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  #5  
Alt 20.11.2004, 13:26
Benutzerbild von Hanno H. Endres
Hanno H. Endres Hanno H. Endres ist offline
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Beiträge: 772
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

Auch zum Thema Weaning hat sich die Firma Dräger Medical eine Innovation ausgedacht:

Zitat:
Pressemitteilung Dräger Medical AG & Co. KGaA 70 / 2004

EvitaXL mit automatischer Beatmungsentwöhnung in Kombination mit neuer Software-Option zur lungenprotektiven Beatmung

Lübeck, 19. November 2004 - Auf der Medica 2004 präsentiert die Dräger Medical AG & Co. KGaA ihr vollendetes Konzept der schonenden intensivmedizinischen Beatmung mit der EvitaXL. Durch die automatische Entwöhnung mittels des wissensbasierten Weaningsystems SmartCare™/PS am Ende der Beatmungskette gelingt es, die Liegezeit auf der Intensivstation zu verringern und die Dauer der Intensivbeatmung zu verkürzen. Darüber hinaus verspricht die Optimierung der Einstellungen während der kritischen Anfangsphase der Beatmung, den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Erreicht wird dieses Ziel mit der Kombination des so genannten Lung Protection Packages (Software-Option zur lungenprotektiven Beatmung) und SmartCare.

Die ersten Erkenntnisse einer Multi-Center-Studie unter der Leitung von Laurent Brochard, MD, Professor für Intensivmedizin, Hôpital Henri Mondor, Créteil, France, präsentiert auf dem Europäischen Kongress für Intensivmedizin ESICM im Oktober 2004 in Berlin , belegen, dass durch den Einsatz von SmartCare die Therapiezeit signifikant verkürzt und damit im Ergebnis Kosten gesenkt werden. Auf fünf Intensivstationen verschiedener Universitätskliniken in Frankreich, Spanien, Belgien und der Schweiz wurden im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von neun Monaten 74 Patienten mit SmartCare und 71 Patienten mittels herkömmlichen Protokollen von der Intensivbeatmung entwöhnt.

Das vorläufige Ergebnis: Bei Nutzung von SmartCare sank die durchschnittliche Dauer der Entwöhnung von vier auf zwei Tage, die Dauer der Beatmung selbst von neun auf sechs Tage und die Liegezeit auf der Intensivstation sank von 17 auf 12 Tage.

Die jetzt mögliche Kombination von SmartCare mit dem Lung Protection Package soll diese Therapie- und Kostenerfolge noch steigern. Dreh- und Angelpunkt dieser neuen Option der lungenprotektiven Beatmung sind unterschiedliche Einstellhilfen, um für jeden Patienten die individuell notwendigen Volumina- und Druck-Verhältnisse und deren Kombination abzulesen, einzustellen und die dadurch erzielten Veränderungen für das klinische Personal anschaulich sichtbar zu machen. Das Ziel: ein schonender Gasaustausch, bei dem typische Nebenwirkungen wie Überdehnungen oder schädigendes Zusammenfallen von einzelnen Alveolen oder der gesamten Lunge vermieden wird.

Die neue Software-Option umfasst QuickSet™ (unmittelbares Verstellen von Parametern in Echtzeit), PressureLink (Kopplung von Inspirationsdruck und positiv endexpiratorischem Druck) und die Darstellung von Recruitment-Trends. Mit diesen Funktionen können unterschiedliche Recruitment Manöver gesteuert werden. Andererseits werden mittels des Manövers "Low Flow PV Loop" die elastischen Eigenschaften der Lunge während der Ein- und Ausatmung in einer PV-Schleife aufgezeichnet, anhand derer die Einstellungen der EvitaXL optimiert werden können.

Über Dräger Medical:
Dräger Medical ist einer der weltweit führenden Hersteller medizintechnischer Geräte. Die Dräger Medical AG & Co. KGaA ist der umsatzstärkste Teilkonzern der Drägerwerk AG (gegründet 1889) und ein Joint Venture zwischen der Drägerwerk AG (65 Prozent) und der Siemens AG (35 Prozent). Der Teilkonzern bietet Produkte, Dienstleistungen und integrierte CareArea™-Lösungen entlang der Patientenprozesskette: von der Notfallmedizin, über den Perioperativen Bereich, der Intensiv- und Perinatalmedizin bis hin zu Home Care. Die Dräger Medical hat ihren Hauptsitz in Lübeck und beschäftigt weltweit rund 6.000 Mitarbeiter. Davon sind knapp die Hälfte im kundennahen Vertrieb und Service beschäftigt. Entwicklungs- und Fertigungsstandorte sind Lübeck/Deutschland, Best/Niederlande, Hatboro, Telford und Danvers/USA sowie Shanghai/China. Das Unternehmen hat in nahezu 50 Ländern Vertriebs- und Servicetochter-gesellschaften und ist in über 190 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr (=Kalenderjahr) 2003 hat das Unternehmen seinen Umsatz um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 917,7 Mio Euro gesteigert und verbuchte ein operatives Ergebnis (EBIT) von 91,4 Mio Euro. Damit ist das Unternehmen mit durchschnittlich 7 Prozent p.a. schneller als der Markt gewachsen und hat sein EBIT in den ersten drei Jahren des Turn-Arounds von 9,1 Mio Euro im Jahr 2000 auf 91,4 Mio Euro in 2003 gesteigert. Die innovativen Konzepte der Dräger Medical für den klinischen Akutbereich sind das Ergebnis einer deutlichen Fokussierung auf Kernkompetenzen, einer über hundertjährigen Erfahrung, stetiger Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eines intensiven Dialogs mit Kunden. Ziel des Unternehmens ist es, die Qualität der Patientenversorgung zu steigern und gleichzeitig die Effizienz klinischer Prozesse zu erhöhen und so auch einen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen zu leisten. www.draeger-medical.com.


Kontakt:

Drägerwerk AG:
Vanina Herbst, Investor Relations
Telefon +49 (451) 8 82-2685
vanina.herbst@draeger.com

Dräger Medical AG & Co. KGaA:
Birgit Diekmann, Public Relations
Phone +49 (451) 8 82-1215
birgit.diekmann@draeger.com

Was soll man davon halten?
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  #6  
Alt 21.11.2004, 15:01
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

Hallo,
wir haben seit einem halben Jahr die Evita XL. Das Weaning Programm wurde erst zweimal von ärztlichen Kollegen ausprobiert. Die Evita hört sich dann an wie ein "Game-Boy",nervt schon etwas. Bei den zwei Probeläufen blieb es dann auch erstmal. Wir weanen nach dem Privat-Modell: Dr. schaut um die Ecke"Wie siehts aus?" Schwester antwortet:"Ich sag bescheidt, wenn wir extubieren können".
Wie läufts bei euch ?

Gruß PICCOlina
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  #7  
Alt 21.11.2004, 16:20
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

Genauso! Leider!
Aber diese SmartCare Geschichte hört sich doch ganz interessant an! Wo liegen die die Probleme denn genau, ausser das XL sich wie ein Gameboy anhört?
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  #8  
Alt 21.11.2004, 17:59
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

Hallo!

Das Privat-Modell finde ich positiv, denn es zeigt nicht nur was Pflegende tun, sondern was sie können. Eine besondere Form der „Verantwortungsübernahme“ mitsamt dem fachlichen know-how (Verzeihung, mein Denglisch ist nicht gerade gut). Auch wenn es in den Bereich der inoffiziellen Kompetenzen fällt, dh ohne die entsprechenden „positiven gesellschaftlichen Sanktionen“! Dadurch, ich meine „von Ärzten runter delegiertes“, führt in vielen Fällen dazu, dass Pflegende in dem Bereich besonders fit werden.

Nachdenklich macht mich nur eines: wenn ich unsere „Tätigkeitslisten“ bzw. Aufgaben lese, steht das Weaning nie ausdrücklich drin. Warum trauen wir uns nicht, tatsächlich (und öffentlich) zu sagen, was wir alles tun? Da hab’ ich eine Ahnung (leider übel), es fällt in den Tabu-Bereich, weil wir keine Vorbehaltsaufgaben haben. Den diese sind nach wie vor im ärztlichen Bereich zu finden (siehe Brief von Herr Notz nochmals). Manche Ärzte regen sich (schon) auf, wenn wir nicht mehr von Assistenz, sondern „Mitwirkung“ sprechen. Dabei tun wir manches ganz alleine. Und das schon sehr lange.

So, jetzt hab’ ich einiges an Frust abgelassen,

WomBat, Danke für’s Zuhören liebes Forum

PS Frau Rüdebusch hat es vor einiger Zeit öffentlich agesprochen, dafür bin ich ihr dankbar
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  #9  
Alt 21.11.2004, 18:34
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

Vor lauter Frust habe ich folgendes nicht mitgeteilt (eine weiteres Weaning Protokoll von Madrid, Spanien). Auch wenn das erwähnte T-Stück nicht meinem Geschmack entspricht, finde ich die anderen Daten, z.B. die Einschätzungen, gut gelungen.

http://www.ccjm.org/pdffiles/Frutos-Vivar503.pdf

Die Antwort auf ein automatisiertes Weaning Verfahren von Dräger: ich glaube weiterhin an altmodische Handarbeit.

Korrektur letzter Beitrag: Fr. Rüdebusch hat es aNgesprochen. (Vertipper, der kleine Teufel)

WomBat, …..macht Atemübungen zur Zeit….
(besonders Ausatmen, kann man durch Frust eine Hyperkapnie entwickeln?)
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  #10  
Alt 21.11.2004, 19:23
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Standard AW: "Weaning - Protokoll"

@ Tempo

Die XL wird vom Doc mit den fürs Weaning wichtigen Eckdaten gefüttert und die Maschine regelt sich dann von allein. Wenn z.B.der Patient mit Cpap nicht zurecht kommt, stellt sie sich selbst wieder auf z.B. Bipap um. (Sie misst endex. CO2). immer wenn sie etwas macht, gibt sie Warntöne.
Hört sich doch soweit ganz gut an....,
aber mir ist nicht wohl dabei, mich auf eine Maschine zu verlassen. Wozu ist mir die Krankenbeobachtung so wichtig? Ich kann dem Patienten ansehen, wie es ihm geht, lange bevor die XL das mitbekommt.
Meine Kollegen und ich stehen doch rund um die Uhr am Bett, wer kennt den Pat. wohl am besten? Das "Ding" dass Meßwerte analysiert?
Und noch ein klitzekleines Problem am Schluß, der Doc gibt der XL die Daten ein..... tja..... er ist der behandelnde Arzt, er wird seinen Pat. doch bestens kennen, oder?

Also ich bin weiterhin für das "Privat-Modell"

Grüße PICCOlina
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