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Thema: Besuchszeiten

  1. #1
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    Frage Besuchszeiten

    MoinMoin
    Hatte heute mal wieder eine schöne Diskussion auf der Station zum Thema Besuchszeiten.
    Bei uns folgendermaßen geregelt:
    Offene Zeiten, keine Altersbeschränkung.

    Frage:
    Wie ist das so bei euch geregelt und wie findet ihr das dann.
    Auf Antworten freut sich
    Der Fred

  2. #2
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Moin,
    wir haben Besuchszeiten von 13 - 19 Uhr, keine Zeitbeschränkung inbezug auf die Dauer des Besuches, allerdings max. 2 Personen je Patient; Kinder dürfen in der Regel nicht auf die Intensivstation. In Ausnahmefällen und vorheriger Rücksprache werden auch vormittags Besuche erlaubt.

  3. #3
    bearly ist offline registrierter Benutzer
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    Standard AW: Besuchszeiten

    - nur enge angehörige
    - 2/patient
    - keine kinder (nur ab 14 nach unserem ermessen ausnahmen)
    - 14-18:00 und 18-20:00
    - ausnahmen nach absprache
    - vor station telefon, über das sich alle angehörigen auf unserem schnurlosen melden, welches immer einer des pflegteams pro schicht besetzt
    - alle angehörigen erhalten eine visitenkarte mit unserer durchwahl aufs schnurlose-dürfen alle jederzeit anrufen (das spart viel glaubts mir an besucherverkehr)
    - ausnahmen selbstverständlich in besonderen fällen

    zusätzlich:
    wir haben einen flyer entworfen, welcher n jeden besucher und patienten verteilt wird-dort wird der ganze tagesablauf, das "gepiepe" auf station, der besuch, das anrufen, der unsinn eines morgendlichen besuches während die gnze diagnostik läuft u.ä. dinge so erklärt, dass nach eiführung eine deutliche toleranz-erhöhung für unsere medizinisch/pflegerische arbeit seitens der mit unserem klientel verbundenen angehörigen festzustellen war.

    na j, die ultimativ-lösung ist das auch nicht.....

  4. #4
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Mahlzeit!

    Bei uns auf der Intensivstation gibt es keine festen Besuchszeiten. Die Angehörigen/Freunde können jederzeit kommen. Die Besucherzahl pro Patient versuchen wir jedoch auf 2 Personen zu beschränken, sonst wird`s zu eng im Zimmer und zu stressig für Patient und Pflegepersonal. Wir hatten durchaus auch schon Kinder unter 14 Jahren zu Besuch, das geschah jedoch nach Rücksprache mit dem Stationsarzt. Ansonsten läuft`s wie überall, Besucher klingeln an der Tür, wir melden uns über Sprechanlage mit "..und bitte eine Schutzkittel anziehen und die Hände desinfizieren blablabla....."

    Ich persönlich begrüße diese lockere Besucherregelung da wir bei uns größtenteils Kardiochirurgische Patienten in der postoperativen Phase betreuen. Diese Patientengruppe neigt ja bekanntlich zum Durchgangssyndrom !!! Intensiver und nicht zeitlich begrenzter Kontakt v.a. dieser Patienten mit ihren nahen Angehörigen hat schon wahre "Wunder" bewirkt!

    Mfg Obs-Pfleger

  5. #5
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Wir hatten auch "offene Besuchszeit" bis vor etwa einem Jahr, es konnte immer und jederzeit und so lange wie man wollte besucht werden, maximal jedoch 2 Besucher pro Patient am Bett, Kinder generell erst ab 14 Jahren.

    Mittlerweile haben wir uns jedoch zu einer gewissen Einschränkung der Uhrzeiten geeinigt, da der "Ansturm" und "Durchmarsch" tagtäglich bei einer Belegung von bis zu 20 Patienten einfach Überhand nahm.
    Dauerndes Klingeln, wir haben eine Gegensprechanlage mit Kamera im Kanzelbereich, Abholen an der Tür (wir holen die Angehörigen grundsätzlich zumindest beim ersten Besuch und dann je nach Zustand des Patienten vorn an der Tür ab), dauerndes rein und raus, Angehörige, die teilweise auch spätabends und nachts dauerhaft anwesend waren, obwohl es dem zugehörigen Patienten nicht akut schlecht ging führte zu einer erheblichen Unruhe auf der Station, nicht zuletzt, weil wir sowohl Ein- als auch Zweibettzimmer haben und manche Patienten durch den Besucheransturm des Nachbarn nie zur Ruhe kommen konnten. Manche Angehörige gehörten schon fast mit zum Inventar :-) und das war teilweise alles andere als angenehm für uns! Andere Besucher waren immer noch unzufrieden, weil sie wegen diagnostischer Eingriffe oder pflegerischer Versorgung etwas warten mussten- man kann es eben nie allen recht machen.

    Jetzt haben wir offizielle Besuchzeiten von 10 bis 13h und von 15 bis 19h und damit sind wir bisher sehr zufrieden. Innerhalb dieser Zeiten sollte es jedem möglich sein, seinen Besuch zu erledigen und wir halten diese Zeiten auch ein. Die Dauer des Besuchs beschränkt sich also auf das Ende der offiziellen Besuchszeit.
    "Besucherfreie" Zeiten auf Station sind sehr angenehm, besonders, wenn man das Gegenteil kennt :-)
    Selbstverständlich bestätigen Ausnahmen die Regel- Neuaufnahmen, akute Verschlechterung des Gesundheitszustandes, Sterbefälle- da sind wir dann flexibel auch was die Anzahl der Besucher betrifft pro Bett, besonders bei Sterbenden.
    Wir haben auch vor der Station im Wartebereich eine Informationsbroschüre zum Mitnehmen über die Intensiv, auch mit Angabe unserer Telefonnummern ausliegen. So können sich die Wartenden schonmal etwas "vorbereiten". Häufig beziehen wir die Angehörigen auch in pflegerische Maßnahmen ein, lassen sie beim Betten helfen, wenn sie das möchten, sodass sie nicht aus dem Zimmer geschickt werden, wenn Lagern des Patienten etc. anfällt.
    Anrufen können die Angehörigen jederzeit, wir geben aber nur Auskunft am Telefon an den nächsten Angehörigen und dann müssen sich die Leute innerhalb der Familie untereinander informieren.

    Habe es auch anders kennen gelernt auf einer Station während meiner FWB, da gab es genau zwei Stunden Besuchszeit am Tag, eine morgens und eine abends.
    Das halte ich persönlich für sehr kurz, vor allem, weil die Angehörigen auch nicht länger bleiben durften, wenn sie innerhalb dieser Zeit wegen was auch immer nicht zum Patienten hineindurften.

  6. #6
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    Idee AW: Besuchszeiten

    Zitat Zitat von Miss Honey
    ... Kinder generell erst ab 14 Jahren.
    Da gabs mal eine Untersuchung - im intensiv-ticker [intensiv 2004; 12: 260-261] haben wir folgendes dazu geschrieben:

    Alexander Loos und Michael Pirsch haben im Rahmen ihres Studiums die Besuchsregelungen für Kinder auf Intensivstationen untersucht. Bislang gibt es hierzu kaum Literatur zu dem Nutzen, den Gefahren und den Rahmenbedingungen.

    Die noch häufig vor den Stationen vorzufindenden Hinweisschilder zeigen, dass die Regelungen sehr unterschiedlich gehandhabt werden und dass der Sinn einer Altersbeschränkung von den Pflegenden erst auf Nachfrage reflektiert wird.

    Dazu haben die beiden Studierenden der EFH Darmstadt Fragebögen in 163 deutsche Kliniken geschickt. Erfragt wurden die institutionellen Regelungen, die Abweichungen davon, die Besuchszeiten, Hilfsangebote und Broschüren sowie die Besuchsregelungen für Kinder. Zusätzlich wurden die Pflegenden nach Ausgrenzungs- und Integrationsargumenten befragt.

    Die ersten Ergebnisse spiegeln deutlich die sehr uneinheitliche Handhabung der Besuchszeiten wider:

    Mehr als drei Viertel der Stationen haben feste Besuchszeiten. Knapp 60 % weichen jedoch „oft” davon ab, immerhin 34 % tun dies „gelegentlich”.

    In 65 % der Kliniken gibt es keine besonderen Besuchszeiten für Kinder. Ein Drittel der übrigen Kliniken gewährt Kindern ab dem 12. Lebensjahr Einlass, knappe 60 % erst am dem 14.

    Als Hauptgrund gegen den Besuch von Kindern auf Erwachsenenintensivstationen spricht für 57 % der Befragten die psychische Belastung für das Kind. 37 % sehen hygienische Aspekte im Sinne einer wechselseitigen Infektionsgefahr.

    Auf der anderen Seite empfinden über 22 % das „System Familie” und die „Eltern-Kind-Beziehung” als einen der wichtigsten Gründe für den Besuch der Kinder. 10 % sehen einen positiven psychischen Effekt für den Patienten, die Hälfte davon immerhin noch für das Kind.

    Insgesamt sprachen sich knapp 58 % generell gegen den Besuch von Kindern auf Intensivstationen aus, 42 % dafür [http://www.pflegewissenschaft.org/be...egelungen.html].

    Die Meinungen darüber, ob Kinder als Besucher nun eine Be- oder Entlastung für den Patienten darstellen, gehen also noch weit auseinander. Ebenso sind die Einflüsse auf die Kinder noch weitestgehend unerforscht.

    Den hygienischen Aspekt als Kontra-Argument haben jedoch Daschner et al. bereits im Jahre 2000 entkräftet: „Gesunde Kinder jeden Alters dürfen aus hygienischer Sicht auf eine Intensivstation mitgenommen werden” [Anaesthesist 2000; 49: 96 - 101].

    hhe

  7. #7
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    Daumen hoch AW: Besuchszeiten

    Guten Abend,

    bei uns dürfen Angehörige den ganzen Tag auf Station, die ersten Tage aber nur eine halbe Std bleiben. Kinder ab 12 Jahren dürfen nicht auf Station, aber nur wg. der Infektionsgefahr für unsere transplantierten Pat.
    In den "Normalbett" Zimmern keine Einschränkungen was die Besuchszeit/Dauer angeht.

    Grüße Groha

  8. #8
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Zitat Zitat von Groha
    bei uns dürfen Angehörige den ganzen Tag auf Station, die ersten Tage aber nur eine halbe Std bleiben...
    ... weil ???
    Nein, ich bin nicht die Signatur - ich putze hier nur!

  9. #9
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Zu viel Streß für die Pat. Aber ehrlich gesagt weis ich es nicht genau, war schon immer so.....

  10. #10
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    Standard AW: Besuchszeiten

    Beispiel von einer Kinder-IPS:
    Besuchszeiten ganztägig, auch später am Abend.
    Die Eltern werden allerdings darauf hingewiesen, dass diag., therap. oder pflegerische Massnahmen bei dem eigenen Kind oder den im gleichen Raum untergebrachten kleinen Patienten einen Besuch verhindern können.

    Die Beteiligung der Eltern an der pflegerischen Versorgung ist gewünscht, wird gefördert (Känguruhen) und mittels Terminkalender organisiert.
    Und die Gewissheit, immer anrufen zu können, auch vor der Frühschicht des Vaters, erleichtert vieles, auf beiden Seiten.

    Zum Thema Kinder als Besuch:'früher' wurde dies abgelehnt aus Sorge um die erwachsenen Patienten, als Schutz vor noch nicht ausgebrochenen Kinderkrankheiten.

    Aus dem Erleben in der eigenen Familie denke ich, dass Vorsicht geboten ist, wenn jüngere Kinder zu Besuchen mitgenommen werden, die psychische Belastung der Kinder ist nicht zu unterschätzen. Der Anblick von Oma oder Opa im Krankenhaus auf der Normalstation kann schon belastend genug sein, ich würde eigenen kleinen Kindern den intubierten Opa jedenfalls ersparen.

    Gruss vom Rhein, Madi
    Die Absicht bestimmt die Sicht.

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