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Thema: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

  1. #41
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Um eventuelle Missverständnisse aufzuklären: Ich bin nicht für die Akademisierung der grundlegenden Aus- und Bildung in der Pflege weil ich denke, alle die heute in der Pflege arbeiten sind unfähig (und können nur waschen, trocken-legen usw. und das auch nur halb-wissend, wie Elisabeth beständig behauptet). Ich bin dafür, weil wir beschissene Umstände haben, für die Patienten und für unsere berufliche Entwicklung (die wiederum den Patienten zugute kommen sollte). Ich hege die Hoffnung, dass eine bessere AusBildung nicht nur den Patienten zugute kommt, sondern auch unserer Berufsgruppe hilft aus dem tiefen Tal eines Tages heraus zukommen. Der Übergang wird nicht spaßig werden. Ich sehe aber keine Alternative, so wie es jetzt ist, kann es nicht besser werden. Dazu kommt, ich möchte den jüngeren Pflegenden unter uns nicht zumuten, wie es bei mir war. Von der Ausbildung und über viele Jahre, ja bis heute. Die Jüngeren sollen sich so bilden können und dürfen, dass sie sehr gute Pflege leisten und dass sie anderen Berufsgruppen auf Augenhöhe in die Augen schauen können und ihre Argumente auf den Tisch legen. (Falls jemand glaubt, ich meinte damit, ich und meine heutigen KollegInnen könnten anderen Berufsgruppen nicht in die Augen sehen und unser pflegerisches Ding verteidigen, dann irrt sie/er sich. Es ist nur verdammt mühsam, wenn so viele um uns herum Angst haben und das eben nicht tun. Warum auch immer.) Danach wird es nicht von “Alleine” so kommen, ich hoffe aber, es wird BESSER wie es jetzt ist und 100 Jahre war. Die arme Agnes würde sich im Grab drehen, wenn sie wüsste wo wie heute stehen. Ich schätze meine KollegInnen von heute und wünschen uns ein bessere Zukunft. Deswegen.

    WomBat

    da war Florence N. schon sehr pfiffig. Sie hat eine Wochenstation wegen miserabler Hygiene schließen lassen. Das ist Macht. Frag mal heute nach multi-resistenten und wenn es im Alltag interessiert. Und so weiter...
    Pflegefachkräfte sind nicht teuer, sie sind unbezahlbar!

  2. #42
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Liebe KollegInnen,
    kennt Ihr die Vorschläge der Bund-Länder Arbeitsgruppe "Weiterentwicklung der Pflegeberufe" hier: "Eckpunkte zur Vorbereitung eines neuen Pflegeberufsgesetzes"?
    Dort steht schpn Wesentliches fest und meines Erachtens nach wird das nach der Bundestagswahl in ein neues Pflegegesetz münden.

    Ich habe Euch die Eckpunkte als PDF-Datei angehängt.

    Viele Stellen sind absolut kritisch zu hinterfragen, z. B. wird öfter von einer Aufwertung der Praxisbegleitung und Praxisanleitung gesprochen, doch ist ist nirgends erkennbar, wie diese Aufwertung aussehen soll?
    Klar ist, dass bestimmte Stellen wie z.B. die Lehrkäfte in Krnkenpflegeschulen, nur noch mit akademisierten KollegInnen besetzt werden sollen. Auch der Bestandsschutz ist aufgenommen.

    Demnach soll die duale Ausbildung - hier Krankenpflegeschule, da Uni bzw FH (zunächst) bestand haben.

    Ansonsten gibt es aus meiner Sicht mehr Fragen als Antworten.
    Viele liebe Grüße
    der durchaus die Akademiker in unseren Reihen begrüßende
    fridolin
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  3. #43
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Pflege kann jeder- das wird alltäglich bewiesen und das net nur in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.
    Professionell Pflegen kann man nur mit einer entsprechenden Ausbildung, die meines Erachtens nur eine akademische sein kann.

    Schlussendlich landen wir also wieder bei der Frage: Was ist Pflege? Und was unterscheidet Pflege von Professioneller Pflege?

    Wenn ich schon argumentieren will, dann muss cih es auch der Politik verständlich machen, die Pflege leider mit Grundpflege gleichsetzt. Und ausschließlich die Behandlungspflege, dass was aus dem ärztl. Bereich delegiert wird, als Professionelle Pflege ansieht.

    Einhergehend mit der Akademisierung braucht es in D wahrscheinlich die Einführung eines neuen Begriffes- Pflegetherapie. Damit ließe sich unterscheiden zwischen Pflege á la "waschen, füttern, trocken legen"/Skalen ausfüllen und nach Drehbuchstandard arbeiten und der geplanten Pflege nach wissenschaftlich untermauerten Kriterien inklusive der verantwortungsvoller Delegation und Anleitung der "Hilfskräfte".

    Und ja- ich kann nachvollziehen, dass so manche Pflegekraft ihre Felle davon schwimmen sieht, wenn sie schaut, welche Anforderungen eigentlich für eine Professionelle Pflege notwendig sind. Es steht jedem frei, sich weiterzubilden oder eben auch nicht. Wir sollten damit aufhören uns für alles und alle verantwortlich zu fühlen.

    Elisabeth

  4. #44
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Sorry, Elisabeth,
    aber gerade beim
    "waschen, füttern, trocken legen"
    lässt sich sehr viel über den Zustand und den Veränderungen des Patienten erfahren.
    Und ist es nicht gerade das, was professionelles Handeln in der Pflege ausmacht?
    Das Wahrnehmen von Auffälligkeiten kann eben nicht jeder und darum kann auch nicht ein Jeder pflegen -und schon gar nicht professionell pflegen!

    Viele liebe Grüße
    der hoffentlich immer professionelle
    fridolin
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  5. #45
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Wp liegt das Problem? Ich kann nur etwas erkennen, wenn ich den Pat. selber wasche? Wie macht das der Doc? Der delegiert auch die Diagnostik.

    Wahrnehmen kann eine Hilfskraft nur das, worauf ich sie aufmerksam mache. Das kann net funzen, weil man ja net alles im voraus ahnen kann? Richtig. Aber auch eine GuK/AP ist net perfekt und erkennt net alles, selbst dann net, wenn sie selber "wäscht, füttert und trocken legt".

    Kann es sein, dass es wir uns nicht trauen, verantwortungsvoll zu delegieren und Hilfskräfte entsprechend anzuleiten? Woran liegt das?

    Im angloamerkanischen Raum arbeitet die Hilfskraft nach einer ganz konkreten Ansage- dem Standard. Sie bekommt Instrumente in die Hand für die Beobachtung- die Skalen und Checklisten. Damit sie diese Mittel nutzen kann, wird sie entsprechend patientenorientiert angeleitet.
    Ein System, dass in D undenkbar scheint. Dabei hat die Realität uns längst überholt. Gibt nur einen Unterschied- wir haben keine Vorgaben für die Mindestausbildung von Fach- und Hilfskräften.

    Elisabeth

  6. #46
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Zitat Zitat von Elisabeth
    Wp liegt das Problem? Ich kann nur etwas erkennen, wenn ich den Pat. selber wasche? Wie macht das der Doc? Der delegiert auch die Diagnostik.
    Also, ich würde das "waschen, füttern, trocken legen" gerne delegieren.

  7. #47
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Ich glaube wir können das drehen und wenden wie wir wollen, die Zukunft des Fachkräftemangels wird uns keine andere Möglichkeit bieten als zuzulassen das unterstützendes Personal uns Arbeit abnimmt. Und es wäre doch schön wenn wir darauf vorbereitet wären. Es wäre doch seltsam, wenn wir dann die gleiche Arbeit verichten würden wie die sogenannten Hilfskräfte. Dann könnte man uns ja auch gleich bezahhlen.

    ...Aber zum Glück gibt es da ja noch die Bachelorpfleger, die kann man dann ja zu höherem berufen und die " einfachen Pfleger stehen dann mit den Helfern auf einer Stufe", Super!

    Gruß Tobi

  8. #48
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Zitat Zitat von Frogger
    Also, ich würde das "waschen, füttern, trocken legen" gerne delegieren.
    Das ist jetzt aber sehr böse in den Augen so einiger Pflegekräfte.

    @Tobi- siehst du dich auf dem Niveau eines Helfers? Ich hoffe mal nicht.

    Es muss defintiv möglich sein in einer Übergangszeit- und vielleicht net nur da- entsprechende WB zu besuchen um ebenfalls als BA anerkannt zu werden.

    Elisabeth

  9. #49
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Es ist immer ein großer Unterschied wie ich selber mein Niveau einschätze und was die Politik vorgibt. Ich habe große Befürchtungen vor einer "Zweiklassengesellschaft" in der Pflegeausbildung.

    Gruß Tobi

  10. #50
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    Standard AW: Pflege an die Hochschule und dann ans Bett

    Gibt immer zwei... welche, die den Stempel aufdrücken und welche, die sich diesen aufdrücken lassen.

    Ergo: ein bisken mehr Selbstbewusstsein Herr Kollege.

    Die zwei Klassen gibt es unter den Pflegenden längst. Man deckt nur gerne den Mantel des Schweigens drüber. Es kann ja net sein, was net sein darf.

    Elisabeth

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