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Thema: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

  1. #71
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    *g* Es braucht dummerweise net nur Häuptlinge sondern auch Indianer. Nur leider traut sich niemand, dies auch öffentlich zu sagen. Obwohl- *grübel*- hatte da net schon mal in der Ärzteteitung einer öffentlich angezweifelt, dass man für jedwede Pflegetätigkeit hochqualifiziert sein muss?

    Stellt sich die Frage: wieviel Indianer und Häuptlinge braucht es wirklich? Denn das Geld dürfte kaum reichen, um alle hoch zu bezahlen.

    Elisabeth

  2. #72
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    wieviel Indianer und Häuptlinge braucht es wirklich?
    Um bei dem netten Bild zu bleiben:
    Ein Indianerstamm hat zukünftig einen Indianer und 50 Häuptlinge!

    Nette Vorstellung: alle Häuptlinge wollen, dass der eine Indianer 50 verschiedene Dinge gleichzeitig tut.

    Na, kommt Euch das Bild nicht bekannt vor?

    Viele liebe Grüße
    der Oberhäuptlingsindianer
    fridolin

    P.S.: Gab es nicht so etwas ähnliches mit Ruderern?
    Geändert von fridolin (15.08.2013 um 12:56 Uhr)
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  3. #73
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    Total Bachelor- Mastersystem - Umsetzung a la Deutschland....

  4. #74
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    und wir verdienen zu wenig! oder verdienen wie was wir verdienen?


    http://www.patientenbeauftragter.de/...legeberufe.pdf

    arnold

  5. #75
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    Vielen Dank, Arnold für den Link.

    teilweise böse Aussagen, die ohne Kommentar nicht richtig sind.
    Ein Beispiel aus der Zusammenfassung:
    Frauen in Pflegeberufen verdienen grundsätzlich weniger als männliche Kollegen.
    Warum aber ist das so? Die meisten Frauen in den Pflegeberufen arbeiten in Teilzeit, in der Regel aus traditionellen familliären Gründen, die Männer in Vollzeit.

    D.h.: auch Veröffentlichungen von der Bundesregierung müssen mit wachem Auge gelesen und in den richtigen Zusammenhang gebracht werden.

    Und Gefährlich sind derartige Aussagen auch, werfen sie doch ein falsches Licht auf die Pflege.

    Es gibt in diesem Sinne noch ein paar Beispiele, die dürfen gerne andere KollegInnen finden und kommentieren.

    Viele liebe Grüße
    fridolin,
    der gerade denkt: nicht immer ich...
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  6. #76
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    was mich zum Bsp. wundert...wenn man überlegt, dass alle den gleichen Tarifvertrag haben....kann ein Unterschied in diesem Beruf zw. man(n) und frau eigentlich nicht sein!
    so Long arnold

  7. #77
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    Dito, Arnold.
    Der Unterschied kann sich nur über die Teilzeitarbeit erklären lassen - sonst ist etwas faul im Staate Dänemark...
    Viele liebe Grüße
    fridolin
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  8. #78
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    Der geschlechterspezifische Unterschied wird in der Studie ja eigentlich gut erklärt:
    "...ungleiche Verteilung auf die Leistungsgruppen ..."
    ""...Besetzung der unterschiedlichen Hierarchieebenen (vertikale Segregation)..."
    "...geringeren Dauer der Berufserfahrung (wenn Frauen z.B. wegen Familienarbeit die Erwerbsarbeit unterbrechen) ..."
    "...größeren Konzentration der Frauen in kleineren Betrieben, in Betrieben ohne Tarifbindung..."
    "...etc...."

    Ich wundere mich immer wieder, dass so etwas dann überhaupt in eine Statistik mit eingepflegt wird. Die Botschaft, die dabei mitschwingt ist ja immer: Männer verdienen mehr bei gleicher Arbeit. Das ist aber, wie Arnold ja schon angeführt hat, bei tarifgebundener Arbeit sowieso nicht möglich.
    Tatsächlich gibt es natürlich auch innerhalb eines Unternehmens durchaus Unterschiede in der Bezahlung, diese lassen sich aber auch immer durch unterschiedliche Tarife erklären (Stichwort: alter Arbeitsvertrag versus neuerer Arbeitsvertrag). Bei vergleichbarer Ausgangssituation gibt es eben keinen Unterschied mehr.

    Was mir hingegen bei dieser Studie gut gefällt ist, dass man hier endlich mal nicht die Mittelwerte der Gehälter, sondern die Medianwerte verglichen hat.
    Interessant ist dabei die Erkenntnis, dass wir in der Fachkrankenpflege sogar mehr verdienen, als der Median-Facharbeiter. Hätte man hier den Mittelwert genommen, wäre das Ergebnis sehr wahrscheinlich anders.

    Schönen Gruß vom
    pflegerli

  9. #79
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    yep...durchaus...allerdings fragt sich nur in wie weit ?! ?! Also man verdient einfach nichts in der Fachpflege in Deutschland und da brauch ich auch keinerlei Studie. Daher ist es interessanter tatsächlich freiberuflich tätig zu sein und vor allem, weil dort endlich die Fachpflege auch angemessen honoriert wird. Also dies bedeutet, dass es dort Staffelungen betreffend der Qualifikationen gibt. Die freiberufliche Pflege ist dahingehend um Welten weiter und staffelt ganz klar nach Qualifikationen, was in der Festanstellung schon lange üerfällig ist und vor allem angemessen.

    In Deutschland ist ganz klar sehr Vieles längst überfällig: Personalmindestbesetzung, so dass dieses niemals durch Schlupflöcher ausgehebelt werden kann;
    eine gescheite Praxisbegleitung durch PA `s (was ich aktuell als die Mindesanforderung ansehe und dies am Liebsten in einer längeren Weiterbildung sehen würde mit mind. 400 h.) ;
    eine angemessene Honorierung und Anerkennung der Fachpflege
    und und und....
    also ihr gebt Euch mit dem Mindestmaß zufrieden ?

  10. #80
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    Standard AW: Verdienen Pflegende zu wenig? (Kommentar von Prof. Ostermann)

    Nö, aber leider eine Person von Junge Pflege DBfK...

    Gefunden auf der Homepage "Station24":


    Innenansichten

    Dominik Bruch ist Gesundheits- und Krankenpfleger, Pflegewissenschaftler (B.A.), Student an der City University London (Health Service Research, M.Sc.) und Mitglied in der AG Junge Pflege im DBfK Nordwest. Wenn er nicht gerade im Dienst der Pflege um die Welt reist, ist er auch sonst viel unterwegs, immer darum bemüht, Menschen zu begegnen und Neues über sich und seinen Beruf zu lernen. Trotz des Jet-Set-Lebens erreicht man ihn gut per eMail und auf Twitter als @bruchdo.


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    Mehr Lohn = weniger Stellen?
    Veröffentlichungsdatum 03.07.14 11:51


    Verdi fordert für die Pflege einen Mindestlohn von 12,50 € pro Stunde. Das klingt erstmal gut, birgt aber eine Gefahr: den Stellenabbau. Deshalb reicht es nicht aus, mehr Lohn zu verlangen. Wir brauchen weitere Forderungen. Wir müssen ein sinnvolles Patienten-Pflegefachpersonen-Verhältnis gesetzlich verankern. Und was „sinnvoll“ ist, kann nur die Pflege selbst formulieren, weil niemand mehr über unsere tägliche Arbeit weiß als wir.

    Aber der Reihenfolge nach: Grundlegend versucht Verdi den derzeitigen durchschnittlichen Lohn von 8 € im Osten bzw. 9 € im Westen Deutschlands auf 12,50 € anzuheben. Dabei ist der leitende Grund, dass der Pflegeberuf dadurch attraktiver werden soll. Meiner Meinung nach grundsätzlich eine gute Idee, wäre da nicht die Gefahr eines erneuten Stellenabbaus, der logischerweise nicht gerade zuträglich für die Attraktivität des Berufes wäre. Warum diese Gefahr besteht, möchte ich anhand eines Rechenbeispiels erläutern.

    Das geht leider nur mit etwas Mathematik, aber ich verspreche, es ist gar nicht so kompliziert. Wer sich die Rechnerei trotzdem ersparen will oder mir vertraut, kann direkt zum abschließenden Fazit springen. Für alle anderen stelle ich zuerst kurz die Angaben zur Personalmenge innerhalb der Pflege dar und anschließend deren Durchschnittsverdienst, um dann mein Argument darzulegen.

    Ausgangslage

    2011 haben insgesamt etwa 1,3 Millionen Personen in der Pflege gearbeitet - 951.893 in Heimen bei ambulanten Pflegediensten, 312.962 in Krankenhäusern. Zusammen verdienen sie laut einer Erhebung aus dem Jahr 2013 zwischen 1.850 € als Helfer/in in der Krankenpflege und 3.310 € als OP-Pflegefachperson. Der Einfachheit halber rechne ich mit dem Durchschnittslohn von 2.410 € im Monat. Wenn man die gesamte Personalmenge mit dem Durchschnittseinkommen multipliziert, ergibt sich ein monatlicher Aufwand von rund 3 Milliarden €.

    Derzeitige Kosten

    Die Verdi-Forderung nach einem Mindest-Stundenlohn von 8 bzw. 9 € auf 12,50 € würde eine Steigerung von 56% (bei 8 €) bzw. 38% (bei 9 €) auf den Durchschnittslohn bedeuten. Um die Rechnung zu vereinfachen, bilden wir aus beiden Verdiensten den Mittelwert. Für 8,50 € betrüge die Steigerung 47%. Damit würde sich der Durchschnittslohn 2.410 € auf 3.542,70 € erhöhen.Nun gibt es zwei mögliche Szenarien.

    Szenario 1: Gleiche Ausgaben bei erhöhtem Lohn führt zu weniger Pflegenden

    Mit dem Gesamtbetrag von ca. 3 Milliarden € als Grundlage könnten bei einem Durchschnittsgehalt von 3.542,70 € insgesamt ca. 860.000 Pflegepersonen bezahlt werden. Das wären 404.439 Personen weniger als mit heutigem Gehalt.

    Seznario 2: Gleiche Anzahl Pflegender bei höherem Lohn führt zu mehr Ausgaben

    Wenn die Personalstärke von ca. 1,3 Millionen Personen dagegen gleich bleiben soll, müssten bei einem gestiegenen Durchschnittsgehalt von 3.542,70 € der Gesamtlohnbetrag steigen und zwar auf rund 4,5 Milliarden €. Das wären insgesamt ca. 1,4 Milliarden € mehr als bisher

    Was ist wahrscheinlicher?

    Nach dieser kleinen Rechenübung lässt sich also sagen, dass eine Lohnsteigerung wie von Verdi gefordert, zwei mögliche Folgen haben kann: Entweder mehr Ausgaben oder aber weniger Pflegende. Klingt ganz logisch, oder? Aber was ist wohl realistischer? Weniger Personal oder mehr Geld für die Pflege?

    Meine Meinung dazu ist sehr klar: In Zeiten, in denen jeder Cent umgedreht wird, wird niemand freiwillig mehr Ausgaben leisten. Eine Reduktion der Arbeitnehmer ist also die logische Schlussfolgerung. Doch wie soll man die Arbeit, die ohnehin schon kaum zu bewältigen ist, mit weniger Kollegen schaffen?

    Lässt sich daraus also schlussfolgern, dass Pflegekräfte keine weiteren Forderungen nach mehr Gehalt stellen sollen? Auch die Antwort ist sehr einfach: Nein! Aber wie kann der Abbau von Stellen dann verhindert werden?

    Wie kann der Abbau von Stellen dann verhindert werden?

    Auch darauf gibt es eine sehr einfache (oder eher naive?) Antwort: Mit einer Pflegekraft-Patienten-Ratio. Wenn pro Pflegekraft per Gesetz nur sechs Patienten und Patientinnen (als Beispiel) auf der Station aufgenommen werden dürfen, dann bleibt Kliniken, Pflegeheimen und anderen Institutionen nichts anderes übrig, als diese Anzahl an Pflegefachpersonen anzustellen.

    Meine Forderung daher: Zusätzlich zu den Vertragsverhandlungen durch die Gewerkschaft müssen alle Pflegefachpersonen Sorge dafür tragen, dass Parteien, Berufsverbände und andere Akteure Forderungen nach einer angemessenen Pflege-Patienten-Ratio stellen. Was „angemessen“ ist, soll hierbei durch Experten festgelegt werden, die aber nur aus der eigenen Berufsgruppe kommen können - denn wer sonst hätte Expertise in der pflegerischen Versorgung, wenn nicht die Pflegenden selbst.

    Zum Abschluss möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass es durchaus Möglichkeiten innerhalb des Gesundheitswesens gibt, um Finanzmittel gerechter zu verteilen und somit eine Gehaltssteigerung möglich zu machen. Das würde aber starke Umstrukturierungen oder Eingriffe in große Lobbyverbände erfordern und ist – meiner Meinung nach – daher nicht so „einfach“ umsetzbar, wie es eine Pflegekraft-PatientenIn-Ratio sein könnte.

    Ihnen hat dieser Artikel gefallen, Sie verstehen Teile des Argumentes nicht oder haben Beiträge zu der oben angestoßenen Diskussion? Ich freue mich sehr auf Ihre E-Mail.


    Literatur

    Um die Rechnung nachvollziehen zu können, finden Sie hier die Daten des Statistischen Bundesamts:

    Destatis, no date: Eckdaten Krankenhäuser (Zugriff: 16.04.2014)
    Destatis (2014): Gesundheitsausgaben (Zugriff: 16.04.2014)
    geschrieben von Dominik Bruch

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