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Thema: Rik Fluid Overlay

  1. #1
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    Standard Rik Fluid Overlay

    Hallo zusammen,

    auf meiner (noch) Heimatstation geht das Gerücht um, auf einer Rick Overlay sei das lagern nicht mehr notwendig. Besonders das Lagern mit Lagerungshilfen (Kissen etc.) sei Kontraproduktiv...

    Allerdings hatte ich schon häufig Patienten die trotz allem an den Fersen durch mangelnde Freilagerung aufgegangen sind, oder zumindest Schmerzen angegeben wurden. Wie handhabt ihr das, wie schätzt ihr die Matte allgemein ein?
    Geändert von Dave (15.07.2010 um 21:19 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    was ist bitte rik fluid overlay?
    SO LONG ARNOLD

  3. #3
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

  4. #4
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Hallo Dave nutzt ihr diese spezielle Matte auf der Intensivstation oder im OP und für welches Patientengut!?.

    Es gibt sicher spezielle Situation in denen es sinnvoll ist den Patienten nicht sonderlich zu bewegen, z.B. beim schweren SHT oder bei kritischen hämodynamischen Verhältnisssen. Und wenn dann eine Matte den Anschein hat das Dekutitusrisiko zu minimieren ist das gut, aber ansonsten bringt es meiner Meinung nach nur Vorteile den Patient zu bewegen bzw in andere Positionen zu lagern.

    Außerdem sollte man mal nachfragen ob mit dieser Matte eine 45 Grad OK Hochlage möglich ist, um hier nochmal einen anderen Thread aufzugreifen.

    Gruß Tobi

  5. #5
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Also wir nutzen die Matten auf der IPS, sie sind von der Handhabung her eigentlich ganz normale Gelmatten (allerdings recht schwer geschätzt 50kg). Wir sind eine herzchirurgische Station.

    Meine Frage bezog sich natürlich nicht auf Patienten die Aufgrund ihrer Gesamtsituation nicht bewegt werden sollten, sondern auf den nomalen, (einigermaßen) stabilen (nicht Körpergewicht ;-)) Patienten.

  6. #6
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Meine Erfahrung: Physik siegt immer!

    Decubitalulcera sind eine Zusammenspiel von
    Druck + Fläche + Zeit.

    An vielen stellen des Körpers entsteht eine Läsion nicht durch Druck von Außen, sondern als Druck von Innen: Beispiel Fersen.

    Ich kenne das Produkt nicht, aber zu sagen:

    "Keine Bewegung mehr nötig" oder "Verhindert jeden Dekubitus"

    sind Verkaufstaktiken.

    Abgesehn davon gibt es ja auch noch mehr Gründe an einen Patieten hin und wieder eine Lagerung bzw. Positionsänderung vorzunehmen.

  7. #7
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Wir verwenden die RIC regelmäßig bei unseren imobilen Patienten. Solange sie beatmet werden, verwenden wir die Therakair von KCI. Da dies aber immer mit einem gewissen Geräuschpegel verbunden ist und das Körpergefühl mit dieser Wechseldruckmatratze auch nicht besonders gefördert wird, steigen wir relativ schnell auf die RIC um. Natürlich werden die Patienten regelmäßig (Braden Skala abhängig) gelagert.
    Ich persönlich halte nicht viel von dieser Matatratze. Die Patienten lassen sich sehr schwer "hochziehen" weil die Oberfläche sehr rau ist und wir sehr viel Kraft aufwenden müssen bzw. manche Patienten kaum einen cm bewegt bekommen. Ausserdem finde ich diese Matratze sehr hart und schwer! Die Patienten kommen, sobald sie mobilisierungsfähig sind, auf eine Superweichmatratze.
    Wir haben eine große Gefäßchirurgie und somit das entsprechende Patientenklientel. Wir lagern und mobilisieren mit eigener KG recht schnell und sehr viel. Dadurch haben wir mittlerweile eine recht geringe Dekubitizahl. Aber ob das an den Matratzen liegt.... glaube ich weniger.....

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  8. #8
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Bei uns gibt es zur Zeit (leider) einen gewissen RIC-Hype, so das extrem viele Patienten auf den Gel-Matten liegen....die von dir beschriebenen Probleme kann ich weitgehend bestätigen, besonders schön finde ich wenn die Matratzen auf einem konventionellen (manuell zu bedienenden) Bett liegen.... rückenschonendes Arbeite ist was anderes!

    Unser Problem bezüglich der Lagerung in der Kardiochirurgie ist natürlich auch, die eingeschränkte Lagerungsoption nach Sterontomie, da wir angewiesen sind die Patiente gerade in der Anfangszeit post OP, weder auf die Seite noch auf den Bauch drehen zu dürfen, was gerade bei Patienten mit massiven pulmonalen Problemen bisweilen wenig erbaulich ist.


    Was die Wechseldrucksysteme angeht, unsere Patienten mit IABP oder offenem Thorax liegen natürlich auf Therakair-Matratzen! (Stand-by-Lager sei dank auch immer schnell verfügbar) Nur haben die natürlich in der späteren Phase auch ihre negativen Seiten...(Weaning, Mobilisation etc.)

  9. #9
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Zitat Zitat von Dave
    besonders schön finde ich wenn die Matratzen auf einem konventionellen (manuell zu bedienenden) Bett liegen.... rückenschonendes Arbeite ist was anderes!
    Na dann viel Spass....Gott sei dank haben wir nur elekrische Betten! Das stelle ich mir grauenhaft vor da die Matratzen wirklich sauschwer sind
    Wir können unsere Betten nach rechts und links kurbeln und somit liegen die Patienten zwar in Rückenlage aber eben bis zu 30° rechts oder links. Wir lagern aber auch ganz "konventionell" mit Lagerungskissen ect. Manchmal reicht ja auch eine Mirkolagerung mit einem "Fritzchen" auf einer Seite im Flankenbereich.

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  10. #10
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    Standard AW: Rik Fluid Overlay

    Zitat Zitat von rettungsmaus
    [...] Die Patienten kommen, sobald sie mobilisierungsfähig sind, auf eine Superweichmatratze. [...]
    Unabhängig von der detaillierten Wahl der Matratze/des Lagerungssystems- warum entscheidet Ihr Euch ausgerechnet für eine Superweichlagerung bei Patienten, die mobilierungsfähig sind? Gerade dieser Patientengruppe werden die eigenen Ressourcen (die Mobilität und Wahrnehmung) durch eine Superweichlagerung doch wieder genommen bzw. signifikant eingeschränkt?

    Gruß
    Ole

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