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Thema: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

  1. #1
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    Standard Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Aus dem Forum „Krankenschwester.de“. siehe unten

    Pflegende brauchen schon ein gehörige Portion Ambiguitätstoleranz, aber das hier ist schlicht überfordernd, selbst nach vielen, vielen Jahren

    so zwischen
    DelgationsWahn,

    Eingansvoraussetzung „Hauptschulabschluss“ für die Ausbildung (evtl. bald – nächsten Monat ???) und

    Akademiserung der Pflege.

    Woher soll man/frau vor lauter Ambiguität noch flüchten?


    Zugangsvoraussetzung GuK: Hauptschule?

    http://www.krankenschwester.de/forum...uptschule.html

    WomBat

  2. #2
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    Daumen runter AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    vor ein paar Jahren wurde vom gleichen Berufsverband gefordert
    nur noch mit Abitur....
    hmmm

    so long arnold

  3. #3
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    Ausrufezeichen AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    so und jetzt kommen die Stellungsnahmen:
    Zitat aus dem aktuellen DBfK Newsletter:
    DBfK lehnt Deprofessionalisierungsinitiative der Regierungsparteien ab

    Die Fraktionen der SPD und der CDU/CSU schlagen ihrem Änderungsantrag (BT-Drucksache 16(14)0527: Artikel 12a) zum Entwurf des Gesetzes zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer Vorschriften (BT-Drucksache 16/12256) vor, den Zugang zu den nach Krankenpflegegesetz geregelten Berufen für Hauptschulabsolvent/innen zu öffnen. Deutschland hat schon heute im EU-Vergleich die niedrigsten Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankheitspflege und in der Vergangenheit aktiv verhindert, dass die Anforderungen auf das allgemein übliche Niveau der anderen EU-Staaten (mindestens 12 Jahre allgemeine Schulbildung) angehoben wurde. Mit Ausnahme Deutschlands und Luxemburgs haben alle EU-Mitgliedsstaaten inzwischen die Ausbildung an Hochschulen bzw. hochschulähnliche Institutionen verlagert. Damit ist die deutsche Ausbildung nach Krankenpflegegesetz systemisch und strukturell auf dem Niveau von 1997 stehen geblieben.
    In Übereinstimmung mit der Auffassung des Deutschen Pflegerates würde nach Ansicht des DBfK eine gesetzliche Regelung, wie im Änderungsantrag vorgesehen, den Anforderungen der EU-Richtlinie 2005/36/EG nicht entsprechen. Zudem handelt es sich um einen materielle Änderung des Krankenpflegegesetzes und bedarf damit nach DBfK-Auffassung der Zustimmung durch den Bundesrat.

    Der DBfK lehnt die vorgeschlagene Gesetzesänderung ab. Sie ist kein Beitrag zur Professionalisierung der Pflegeberufe und dem zukünftigen Qualifizierungs- und Kompetenzbedarf diametral entgegengesetzt.

    Die Pressemitteilung und Stellungnahme des DBfK unter: http://www.dbfk.de => Aktuelles und im Downloadbereich http://www.dbfk.de/service/download/berufspolitik.php
    Die Bundestagsdrucksachen zur Anhörung am 6. Mai unter: http://www.bundestag.de/ausschuesse/...Drs/index.html
    Die Stellungnahme des DPR unter: http://www.deutscher-pflegerat.de


    so long arnold

  4. #4
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    In der Zwischenzeit habe ich auch die Stellungnahme des DBfK gefunden und gelesen. Das ist gut so. Es freut mich, dass DPR und DBfk so rasch reagiert haben.

    Es kann nicht sein, was da "angehört" werden soll. Wieder ein Beispiel, von "Allen, die bei der Pflege meinen, mitreden zu können". Ich unterstelle diesen "Allen" (wer auch immer sie sind), dass sie keine blassen Schimmer überhaupt einer Ahnung (siehe Definition von Ahnung) davon haben.

    Die denken wohl immer noch, JEDER kann pflegen. Wirklich Schade, dass sich große Teile der Gesellschaft erst mit Pflege befassen (wie mit dem Tod) wenn es längst zu ernst geworden ist. Das hat nichts mit Schwarzmalerei zu tun - ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Menschen sich intensiv'enst (gerade ein Wort erfunden ) mit den Details eines Autos, eines Handys, einer Reise (oder schlicht nur mit einem einzigen Wellness-Hotel) befassen, bei der Pflege aber erst hingucken...wenn...wenn nix mehr geht. Und die Lobbyisten, die am Werk sind, um 12a zu verändern...na ja, klingt irgendwie nach Zocken (wie bei den Banker) für mich.

    WomBat, so, habe fertig (für heute zumindest)

  5. #5
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Was spricht denn dagegen, dass auch Hauptschüler über einen längeren Weg in unseren Beruf einsteigen können??
    Bin da allerdings nicht ganz neutral, da unsere Tochter auch zur Hauptschule geht (macht dort ihre FOS) und wir uns ständig rechtfertigen müssen warum UNSERE Tochter nur zur Hauptschule geht....

    Ich bin nicht der Meinung, dass jeder Hauptschüler nun in die Krankenpflegeschule rennen soll oder das die Türen für ALLE offenstehen sollte aber wenn die Schüler (leider erst nach ihrer Schulzeit) erkannt haben, dass Bildung und Engagement unerläßlich sind um einen Beruf zu erlernen, warum sollen wir ihnen die Türen vor der Nase verschließen?

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  6. #6
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Hallo!

    Mögliche Lösung: Ein Eingangstest. Wer den besteht kann die Ausbildung machen egal welche Schulbildung er hat. Ich weiß aber auch nicht wie der Test gestaltet sein sollte. Allerdings birgt das die "gefahr" das auch einige Abiturienten daran scheitern können.

    Cu Simon
    Alles wird gut !!!

  7. #7
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Zitat Zitat von FireBIPAP
    Allerdings birgt das die "gefahr" das auch einige Abiturienten daran scheitern können.

    Hallo Simon,

    welche Gefahr??
    Es müssen doch nicht alle in der Krankenpflege studieren, oder? Nur Häuptlinge bringen uns auch nicht weiter.

    Gruß
    Heike
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  8. #8
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Checklisten und Drehbuchstandards- die Geister die wir beschwörten in den letzten Jahren als Allheilmittel wenden sich nun gegen uns. In der Hauptschule lernt man lesen und das dürfte ausreichend sein.
    Studium- Fachwissen... für viele von uns wohl ein Rotes Tuch. Pflegeexperten werden als störend empfunden und ausgegrenzt.

    Wer braucht schon Fachwissen, wenn er lernt, dass (professionelle) Pflege nach Checkliste und Dregbuchstandard durch zu führen ist. Hauptsache der Pat./ Bew. ist satt und sauber.

    Elisabeth

  9. #9
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Zitat Zitat von Elisabeth
    In der Hauptschule lernt man lesen und das dürfte ausreichend sein.
    Wer braucht schon Fachwissen, wenn er lernt, dass (professionelle) Pflege nach Checkliste und Dregbuchstandard durch zu führen ist. Hauptsache der Pat./ Bew. ist satt und sauber.
    Was soll dieser Beitrag nun ganz genau??? Hauptschüler = nicht in der Lage zu denken und zu handeln? Nur nach Checkliste und Drehbuchstandard?
    Wie schon geschrieben, es kann nicht nur Akademiker geben sondern auch Ausführende. Das heißt doch nicht, dass wir nicht nach fundiertem Wissen (das Pflegeexperten erforscht haben) arbeiten.
    Verstehe ich jetzt nicht so ganz.

    Aber, ich bin hier wohl nicht wirklich der beste Diskussionspartner da ich zu viel mit meinem Mutterherz denke und nicht nur "die Hauptschüler" sehe sondern viel mehr die jungen Menschen mit ihren unterschiedlichen Biografien und Geschichten.


    Gruß
    Heike
    Geändert von rettungsmaus (02.05.2009 um 12:24 Uhr) Grund: Ergänzung
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  10. #10
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    Standard AW: Bald Hauptschule als Eingangsvoraussetzung?

    Fakten sollten nicht mit Emotionen beantwortet werden.

    Fakt: Der Bedarf an billigen und willigen Fachkräften wird in den nächsten Jahren steigen. Ein Anfang erleben wir gerade mit der Einführung der Pflegeassistenten.

    Fakt: Das Fachwissen hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Dieses Wissen ist nicht mehr in einer Ausbildung von drei Jahren vermittelbar. Es geht um mehr, als nur um das Erlernen von Handgriffen.

    Fakt: Wenn Pflege nicht restlos in den Hilfsbereich abrutschen will, dann braucht es eine Grundlage auf der mit den anderen Berufsgruppen diskutiert werdden kann. Dazu gehört die Fähigkeit Forschungsergebnisse bewerten und selbständig Handlungen daraus ableiten zu können.

    Fakt: Um eigenverantwortlich arbeiten zu können, bedarf es mehr als nur der Fähigkeit Handlungen unreflektiert kopieren zu können und dies als Fachwissen zu deklarieren.

    Fakt: Ca. 80% der derzeitig aktiven Pflegekräfte haben nicht den Wissensstand, der ein eigenständiges und eigenverantwortliches Entscheiden im Sinne von Pflegetherapie möglich macht.

    Elisabeth

    PS Hauptschüler haben die Möglichkeit als Pflegehelfer zu arbeiten.

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