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Thema: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

  1. #1
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    Schreiben Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Hallo!
    Ihr kennt das sicher, ihr habt Patienten die eigentlich nichts trinken dürfen und trotz massivster Bemühungen (Infusionen, Eiswürfel lutschen....) haben die PAt. ein unerträgliches Durstgefühl.

    Was macht Ihr dagegen?? Irgendwelche Geheimtips?
    Lg aus dem Süden
    Topo
    wieder hier....

  2. #2
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Problem: Unerträgliches Durstgefühl

    Ätiologie:
    Durst
    das im Dienste der Wasserregulation auftretende, Flüssigkeitsaufnahme (Trinken) veranlassende komplexe Gemeingefühl („Durstgefühl“). Wird ausgelöst durch Trockenheit im Rachenraum u. hirnwärts gerichtete Impulse über den IX. u. X. Hirnnerv sowie – als Trinkbedürfnis – von Osmorezeptoren (Salzkonzentration pro Flüssigkeitsmenge) im Hypothalamus, die gleichzeitig auch die Ausschüttungen von Vasopressin auslösen. http://www.gesundheit.de/roche/
    Außerdem scheinen (Dehnungs)rezeptoren im Magen und Duodenumbereich eine Rolle bei der Durstentstehung zu spielen.
    http://books.google.de/books?id=0HLn...sult#PPA734,M1

    Wie sieht es mit der Speichelproduktion aus? Stichwort: Xerostomie ggf. bedingt durch Medikamente

    Symptom: ???

    Jeder Mediziner therapiert ein Symptom nicht einfach mal so- er diagnostiziert und schreitet dann zur Tat. Pflege kann das auch- da bin ich ganz sicher.

    Also welche "Diagnose" stellst du außer oraler Flüssigkeitskarenz. Welche Symptome hat der Pat. genau außer dem Durstgefühl?


    Elisabeth

  3. #3
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    @ Elisabeth

    Verkomplizieren wir das Thema doch bitte nicht weiter...

    Eine einfache Frage verlangt auch nach einer einfachen und brauchbaren Antwort.

    Wenn der Patient ausreichend "gewässert" ist und trotzdem Durst verspürt, aber nichts trinken darf, dann muss man eben in die Trickkiste greifen. Aber ein Patentrezept habe ich leider auch nicht. Die einen geben sich mit Eiswürfeln zufrieden, andere nicht. Was auch (manchmal) gut hilft, ist ein nasser Waschlappen, den man zum Daranherumsaugen reichen kann. Ist zwar nicht unbedingt eine elegante Art, aber für die Psyche bringt's etwas.

    Martin

  4. #4
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Jau- warum macht der Mediziner überhaupt ne Diagnostik. Der Medizinmann kann doch gefälligst seine Vodookiste aufmachen und ein paar Sprüche loslassen- und schwupp, schon ist der Pat. zufrieden. *grummel*

    Wann fängt Pflege endlich an zu denken und nicht nur einfach zu handeln. Ein Symptom ernst nehmen und der Ursache auf den Grund gehen und dann handeln wäre schon mal der erste Schritt in die Richtung Professionelle Pflege.

    Elisabeth

  5. #5
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    MF-PGW2005,

    habe nichts gegen Deine Trickkiste.

    Ist aber die uralte Art, Pflegende, die Hinterfragen, Maultot zu machen.

    Dabei bleibt der Durst und neues Denken wird be- und verhindert.

    WomBat, für was sind voreilige Schlussfolgerung eigentlich gut? findet Brainstorming und Träumen ganz gut.

    PS viele wichtige Erfindungen sind so entstanden...

  6. #6
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Hallöchen!
    Also ich wollte das Thema auch nicht so verkompliziert haben, es war nur eine einfache Frage. Außerdem setzte ich von mir persönlich voraus, dass ich mir die Ursache sehr wohl überlege.
    @Elisabeth: Ich will Dich hier nicht angreifen, Dein Ansatz ist natürlich gut.

    Als professionelle Pflegekraft setze ich Hausverstand voraus, nur manchmal eben sind ganz einfache Tricks von anderen Pflegekräften ganz hilfreich. Es tut sich in allen Sektoren (Aromatherapie usw.) so viel, da kann man nicht immer alles wissen.
    wieder hier....

  7. #7
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Aus meiner Sicht ist es kein verkompliziertes Denken- es ist für die Pflege eher ungwohnt in diesen Kategorien zu denken.

    Versuch ich es also nochmal andersrum: Was hast du denn als Ursache alles ausgeschlossen? Und bleibt wirklich nur die trockene Rachenhinterwand übrig? Speichelproduktion?

    Elisabeth

  8. #8
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    "Wann fängt Pflege endlich an zu denken und nicht nur einfach zu handeln. Ein Symptom ernst nehmen und der Ursache auf den Grund gehen und dann handeln wäre schon mal der erste Schritt in die Richtung Professionelle Pflege."

    Ich stimme grundsätzlich zu. Nur stelle ich mir gleichzeitig die Frage, an welcher Stelle sich das lohnt, analytisch vorzugehen und zu einem Ergebnis zu kommen und wann nicht. Nach 10 Jahren Erfahrung in der Intensivpflege und einem fast abgeschlossenen Studium in Gesundheits-und Pflegewissenschaften wage ich von mir zu behaupten, dass ich ein professionelles Pflegeverständnis, ein mehr als ausgeprägtes analytisches Denken sowie ausgeprägte fachliche Kompetenzen besitze! Gepaart mit einem gelebten Berufsideal, von dem sich manch jüngere Kollegin / manch jüngerer Kollege noch ne Scheibe abschneiden kann! Aber das steht auf einem anderen Blatt Papier...

    "Ist aber die uralte Art, Pflegende, die Hinterfragen, Maultot zu machen."

    Wenn meine Art zu schreiben so empfunden wird, jemanden mundtot machen zu wollen, dann frage ich mich, wie ausgeprägt die Toleranz hier ist? Vielleicht ist es auch die Tatsache der Anonymität in einem Forum.
    Tut mir leid, aber haben wir nichts Wichtiges zu tun, als ein bestehendes Durstgefühl auseinander zu diagnostizieren? Die Vorgehensweise ist natürlich richtig und wird von mir befürwortet, aber ich stelle mir die Frage, an welcher Stelle sie angebracht ist?
    Sorry (und ich betone nochmals, dann ich niemanden angreifen oder mundtot machen möchte), aber mit tollen Definitionen von Begrifflichkeiten kann ich persönlich nichts anfangen. Ich bin trotz theoretischen Studiums ein Mann der Praxis und arbeite analytisch, nur habe ich in meinen ganzen Berufsjahren (auch mit ärztlicher Denk-Unterstützung) für manche Probleme keine logische und vernünftige Lösung gefunden, akzeptiere dies, improvisiere dann eben und kann ein Symptom durch den Griff in die Trickkiste angehen. Ich lasse mich aber trotzdem gern belehren, wenn jemand eine plausible Erklärung mit einer nachweisbar erfolgreichen Lösung hat!

    Martin

  9. #9
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    [QUOTE=MF-PGW2005....einem fast abgeschlossenen Studium in Gesundheits-und Pflegewissenschaften wage ich von mir zu behaupten, dass ich ein professionelles Pflegeverständnis, ein mehr als ausgeprägtes analytisches Denken sowie ausgeprägte fachliche Kompetenzen besitze! ...[/QUOTE]

    Es tut mir leid. Aber dazu fällt mir nur ein: ist das Geld für dieses Studium wirklich gut angelegt gewesen? Wahrscheinlich lohnt es nur, wenn man über entsprechende Grundkenntnisse verfügt und nicht sich selbst als Maßstab aller Dinge nimmt.

    Hochmut kommt vor den Fall- sagten schon unsere Altvorderen.

    Analytisch denken bedeutet: Anatomie und Physiologie beherrschen, Pathophysiologie erkennen, Symptome einschätzen können auf der Grundlage der Kenntnisse. Maßnahmen bewerten können ob der Sinnhaftigkeit. Erklären können, warum eine Maßnahme wirkt.

    Dieses analytische Denken- gern auch als Pflegeprozess beschrieben:
    Pflegediagnose-Ursache-Symptome
    Ressourcen
    Ziele
    Maßnahmen
    Evaluation
    fehlt mir bei deinen bisherigen Komentaren völlig. Theorie soll Praxis unterstützen, schnell und effizient zu arbeiten und nicht lange Versuchsreihen anzulegen mit Pflegemythen.

    Elisabeth

  10. #10
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    Standard AW: Unerträgliches Durstgefühl bei ICU Patienten

    Eh das Ganz hier in eine Kaskade von Beleidigungen mündet, breche ich die Diskussion an dieser Stelle ab. Es ist mit einfach zu blöd und ich muss mir von einer mir unbekannten Person wohl nicht sagen lassen, dass die Studienkosten fraglich falsch angelegt waren! Eine besondere Gabe, anhand von Einträgen einen Menschen kennen zu wollen. Ich bewundere die Gabe, verzichte aber gern darauf!

    Meine Grundkenntnisse habe ich aus Büchern und aus der Praxis. Dazu muss ich keine Definitionen runterbeten. Wenn das Deine Art ist, den Pflegeprozess (der mir durchaus bekannt ist und den ich als Basiswissen voraussetze und darum nicht schriftlich darauf eingehe) zu durchlaufen, dann bitteschön!

    Auch wie Du auf Versuchsreihen kommst, ist mir schleiherhaft. Aber egal. Und danke für den Hinweis, wie man zitiert. Auch wenn ich es etwas anders gemacht habe, scheinst Du es verstanden zu haben.

    In diesem Sinne: Viel Erfolg im Beruf!

    Martin

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