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Thema: EWS - Early Warning Score

  1. #1
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    Standard EWS - Early Warning Score

    tach die damen und herren...

    beschäftige mich gerade ein bischen damit.
    finde lieder nur englische texte...

    benutzt das von euch jemand im krankenhaus?
    hat jemand deutsche texte?

    wir wollen es den peripheren an die hand geben, damit das notfallteam nicht immer "in der letzten" minute angerufen wird...

    vielen dank
    Die Dinge sind nie so wie sie sind, sie sind immer das, was wir daraus machen.

  2. #2
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    Idee AW: EWS - Early Warning Score

    Hallo Frunsi,

    leider kenne ich auch nur englischsprachige Literatur zu dem Thema....... aber unter http://www.uni-duesseldorf.de/Intens...dgenmilles.pdf findest du innerhalb der Präsentation den Early warning score in Kombination mit einem Handlungs- Algorithmus für die Normalstation!

    Herzliche Grüsse
    Sabine
    Tatsachen muß man kennen, bevor man sie verdrehen kann ( M. Twain )

  3. #3
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    tach

    vielen dank!

    so wie ich das sehe, ist das ganze in deutschen KH´s noch nicht so angekommen .. oder?
    Die Dinge sind nie so wie sie sind, sie sind immer das, was wir daraus machen.

  4. #4
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    Hallo Zusammen,

    möchte dieses Thema noch einmal aufgreifen da es bei uns im Haus evtl. von Bedeutung werden könnte. Ich würde mich gerne dafür stark machen, weil ich es als äußerst wichtig ansehe und die Problematik der "zu spät" verlegten Patienten bei uns schon recht heftig ist. (zu spät erkannte Sepsis ect.)

    Kennt jemand noch ein paar gute Artikel? Habe mich im Internet schon schlau gemacht. Sehr verbreitet ist EWS hier in unseren Breiten scheinbar immer noch nicht.

    Gruß
    Heike
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  5. #5
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    In unserer Sprache sind mir bekannt:

    DieSchwesterDerPfleger 7 2008
    Early Warning Score: Frühwarnsystem für Allgemeinstationen, Jochen Sauer (auch später in PflegenIntensiv 2009)

    Unsere Freunde aus Österreich haben folgendes im Netz:
    http://www.johanniter.at/arc/data/oe...rhofen9.05.pdf

    Meine (schlichte) Gedanken dazu:

    Analog zu der „golden hour“ oder „time is brain“ müsste es hier z.B. heißen:

    „enough time is life“ (genügend Zeit -auf Intensiv- ist Leben)

    „survival is one day more“ (Überleben ist ein Tag mehr – auf Intensivstation)

    „time is life“ (Zeit -auf Intensiv- ist Leben)

    Bin wohl nicht so gut mit „slogans“, vielleicht hat hier jemand eine zündende Idee, für das was ich meine, aber nicht ausdrücken kann!


    WomBat, statt verfrühter Entlassung, bin ich im Einzelfall für ein wenig mehr Zeit für den Patienten auf einer Intensivstation, nach meiner Erfahrung reichen manchmal 1 bis 2 Tage schon aus…um sein Leben zu erhalten

    siehe auch Critical Care Outreach (wiederhole ich mich jetzt?)

    geändert wegen vertippt! ich kenne Menschen, die sagen:
    DieSchwesterDerNeger (hat nichts mit dem Verlag zu tun, rein berufspolitisch )

  6. #6
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    Hallo WomBat,

    den Artikel:

    DieSchwesterDerPfleger 7 2008
    Early Warning Score: Frühwarnsystem für Allgemeinstationen, Jochen Sauer (auch später in PflegenIntensiv 2009)

    habe ich schon vorliegen.
    Den Artikel aus Östereich habe ich auch schon.
    Ich befürchte, dass mal wieder die meisten Infos in englischer Sprache verfasst sind.
    "Überleben ist ein Tag mehr auf der Intensivstation..." finde ich zwar vom Grundsatz her vernünftig aber leider nicht immer machbar. Bei uns stehen bzw. liegen die Patienten leider schon Schlange (um nicht zu sagen teilw. auf dem Flur ) und somit wird, interdisziplinär, um jedes freie Bett gekämpft.
    Mein Ansatz wäre es, die Stationen zu sensibilisieren um die Schwerstkranken herauszufiltern und zu uns zu legen bevor es mal wieder fast zu spät ist. (Sepsis z.B.) Fühzeitiges Erkennen einer Sepsis sollte doch auch auf den chirurgischen Stationen möglich sein.......t´schuldigung, aber wir haben gerade wieder mal so einen Fall wo wahrscheinlich alles viel zu spät erkannt (Wochenende) wurde und die Verlegung auf die ITS leider zu spät erfolgte.....


    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  7. #7
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    Deine Befürchtung stimmt. Ob wir es wollen oder nicht, Englisch ist die „Wissenschaftssprache“.

    „…"Überleben ist ein Tag mehr auf der Intensivstation..." finde ich zwar vom Grundsatz her vernünftig aber leider nicht immer machbar“.
    Warum ist es nicht machbar? Wer hat Interesse daran, dass es entweder Machbar oder Nicht-Machbar ist? Dazu fallen mir bestimmt noch 50 Fragen ein.

    Mein Fokus war mehr auf die Entlassung des Intensivpatienten gerichtet, sowie die Zeit danach. Aber ich bin uneingeschränkt Deiner Meinung, dass die Zeit vorher von ebenso großer Bedeutung für das Überleben ist. Dazu habe ich mehr Fragen als Antworten. Warum werden Patienten von den Stationen zu spät auf Intensiv verlegt? Hat es etwas mit der Ausbildung von Pflegenden und Ärzten zu tun? Oder mit Personalmangel? Oder mit schlichter Ignoranz gepaart mit Kompetenzillusionen? Oder vielleicht „Job-Denken“? Laufen die ganzen „Qualitäts-Offensiven“ wirklich in eine sinnvolle Richtung? Was bedeutet uns ein Menschenleben? Was darf es kosten? Mit was beschäftigen sich die vielen Ma-Nager?

    Neulich wurde eine ca. 65jährige (vorher guter AZ) im Lungenödem von Station zu uns gebracht. Aus den Eintragungen wurde klar, dass sie schon länger „daran gebaut“ hatte. Es gibt so viele mögliche Verläufe – ich meine jetzt nicht die, die in 3 Sekunden zum Gau führen (massive Lungenembolie z.B), sondern die, die sich in Std. oder Tagen langsam entwickeln. Sepsis, Lungenödem, Ileus, Neuro-Kisten, Herz-Kreislaufinsuffs und andere Organinsuffs, manchmal post-op Nachblutungen usw. Mehr Schulung? Mehr Personal? Mehr Verlaufsdoku? Scores für die wichtigsten 1001 Erkrankungen? Ich weis es nicht. Leider habe ich es auch schon so oft gesehen, auch in „zertifizierten“ Häuser mit garantiert gelebter Philosophie. Eigentlich recht sündhaft, wenn ich das Gesundheitssystem mal so betrachte.

    Liebe Rettungsmaus, Dein Ansatz finde ich sehr gut. Wie würdest Du vorgehen um zum Ziel zu kommen?

    Wombat

  8. #8
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    Tja, mehr Schulungen....mehr Sensibilisierung....mehr Personal....wer hat die bessere Lobby im KH, das Personal?die Verwaltung?die Ärzte oder evtl doch der Patient?

    Ich hätte, lieber WomBat, auch mindestens 50 Fragen zu diesem Thema.

    Mein Vorschlag fängt eigentlich im ganz Kleinen an. A.Valentin aus Wien hat in seinem Vortrag ein einfaches Score von "Subbe et al" miteingebracht. Darin geht es um einfache Parameter die von jeder Pflegekraft zu ermitteln sind. Vieleicht kann somit wenigstens mal ein gewisses Gespür für kritisch Kranke erzeugt werden.
    Ich kann einfach nicht so ganz nachvollziehen, warum es nicht möglich sein soll bei 30 Patienten auf einer Station zu erkennen, welche Patienten auf Autopilot laufen können und bei welchen Kranken vieleicht doch auch mal häufiger geschaut und Vitalzeichenkontrollen durchgeführt werden müßten. Gut, ich arbeite nun schon seit 20 Jahren nicht mehr auf einer "Normalstation" und kann mir nur beschränkt vorstellen, wie es heutzutage dort abläuft. Aber es sind doch nicht 30 Patienten so schwer erkrankt und pflegebedürftig....Mir fehlt leider bei vielen unserer Kollegen der "medizinische Blick". Oder ist es zuviel verlangt???? Ich weiß es nicht. Vieleicht sind wir auch zu sehr darauf getrimmt worden und können uns somit nicht vorstellen, dass nicht alle so denken und sehen...
    Leider ist es bei uns im Hause noch nicht einmal möglich bei Neuaufnahmen, die im Schockraum landen, eine einfache Laktatbestimmung hinzubekommen. Das BGA Gerät steht im selben Raum!!!
    Die ganze Sache ist natürlich nicht als primä pflegerisches Problem anzusehen aber ich behaupte mal, dass es mindestens genauso pflegerische wie medizinische Pflicht wäre Verschlechterungen bei Patienten zu erkennen und entsprechend zu handeln.

    Viele unserer Patienten werden sehr großzügig schnell auf die Normalstation verlegt. Auch hier wieder die Fragen, die du auch schon gestellt hast. Wer entscheidet was das Beste für die Patienten ist? Und um was geht es eigentlich bei diesen Entscheidungen? Studien dazu sind eigentlich sehr eindeutig.

    Somit wären also für mich Schulungen und Kommunikation die ersten Schritte. Die könnte ich mitbeeinflussen. Alles andere, mehr Personal ect, ist wieder eine reine berufspolitische Diskussion. Das alte Lied also

    Gruß
    Heike
    Wer zuletzt lacht stirbt fröhlich

  9. #9
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    PC AW: EWS - Early Warning Score

    Liebe zwai.netter,
    WomBat und rettungsmaus habe das Problem gut auf den Punkt gebracht.
    Zitat WomBat:
    "Dazu habe ich mehr Fragen als Antworten. Warum werden Patienten von den Stationen zu spät auf Intensiv verlegt? Hat es etwas mit der Ausbildung von Pflegenden und Ärzten zu tun? Oder mit Personalmangel? Oder mit schlichter Ignoranz gepaart mit Kompetenzillusionen? Oder vielleicht „Job-Denken“? Laufen die ganzen „Qualitäts-Offensiven“ wirklich in eine sinnvolle Richtung? Was bedeutet uns ein Menschenleben? Was darf es kosten? Mit was beschäftigen sich die vielen Ma-Nager?"

    Dazu meine persönliche Meinung:
    Mit der reinen Ausbildung von Ärzten und Pflegenden hat das wohl eher wenig zu tun, die ist zum Teil sehr hochwertig. Eher mit den anderen fragen von WomBat.
    Das größte Hindernis bei der Entwicklung von Kompetenzen und deren Anwendung ist der Mensch selber - soll heißen, wir stehen uns oft selbst im Weg.
    Hier stimmt mit Sicherheit die These von WomBat, dass hier oft "Ignoranz gepaart mit Kompetenzillusionen" im Gange ist oder mit meinen Worten: oft werden, weil es einfacher und bequemer ist, wichtige Anzeichen einer drohenden Komplikation übersehen und oft wird die eigene Kompetenz grenzenlos überschätzt - es werden die entsprechenden "Fachleute" nicht zu Rate gezogen nach dem Motto "...wir können alles selbst viel besser...".
    Das "Job-Denken" - jetzt mache ich mal eben hier etwas, egal was und bekommen jeden Monat regelmässig meine Kohle auf das Konto ist noch näher zu betrachten, da ich glaube, das viele Pflegende aber auch Ärzte zu Beginn ihrer Krankenhaustätigkeit einmal anders gedacht haben.
    Natürlich laufen die ganzen "Qualitätsoffensiven" in die falsche Richtung. Anstatt Gelder zweckgebunden für die Steigerung der Qualität vor Ort auszugeben, werden "Vorschriften" erlassen, die dazu führen, dass die Krankenhäuser sich ein Zertifikat nach dem Anderen an die Tür nageln können, ohne an der Basis (Pflege, Ärzte) eine wirkliche Steigerung der Versorgungsqualität zu erreichen.
    Hier wäre es meine Erachtens nach besser, die Gelder zweckgebunden für "qualitätsgebundene Praxisanleitung" von bereits examinierten Pflegepersonal vor Ort bzw. analog auch im ärztlichen Dienst auszugeben.
    Das trifft auch genau das Statement von rettungsmaus. "Schulungen und Kommunikation" sind wirklich "die ersten Schritte" zu einer Steigerung der Pflegequalität.
    Meine Meinung, dass vor Ort während der normalen Arbeit Anleitungen zur Steigerung der Pflegequalität durch entsprechend qualifizierte und mit Kompetenzen augestattete Praxisanleiter/-innen stattfinden muss, habe ich hier schon mehrfach geäußert, wenn ich mich nicht irre.
    Doch auch bei unserer PDL stösst dieses Thema auf "taube Ohren", da es hierfür keine Gelder gibt.
    Wow, nun habe ich aber viel geschrieben und so nebenbei einen neuen Berufszweig erfunden: die "qualitätsgebundene Praxisanleitung von bereits examinierten Pflegepersonal vor Ort"...
    Ich hoffe das Lesen fällt Euch nicht allzu schwer und freue ich auf Eure Kommentare.
    Viele liebe Grüße
    der (an-)leitende
    fridolin
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

  10. #10
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    Standard AW: EWS - Early Warning Score

    Zitat Zitat von fridolin
    Natürlich laufen die ganzen "Qualitätsoffensiven" in die falsche Richtung. Anstatt Gelder zweckgebunden für die Steigerung der Qualität vor Ort auszugeben, werden "Vorschriften" erlassen, die dazu führen, dass die Krankenhäuser sich ein Zertifikat nach dem Anderen an die Tür nageln können, ohne an der Basis (Pflege, Ärzte) eine wirkliche Steigerung der Versorgungsqualität zu erreichen.
    Lieber fridolin,

    tja, wir sind auch zertifiziert.....und es ist genauso wie du beschrieben hast. Das ist das, was ich so erschreckend aber leider auch schon fast desillusioniert betrachte. Es wird ein QM-Handbuch ins Intranet gestellt und kaum beachtet weil es an grundlegenden Sachen scheitert z.B. an der mangelden Kommunikation innerhalb und zwischen den Berufsgruppen. Bei uns ganz gravierend weil: interdisziplinäre Abteilung.

    Die Steigerung der Versorgungsqualität bekommen wir, denke ich, nur mit gegenseitigem Zuhören und Zusammenarbeiten hin. Ich bin vieleicht ein wenig naiv aber für mich ist die richtige Kommunikation das wichtigste Mittel.

    Praxisanleiter für ausgebildetes Personal. Warum nicht! Ist auch ein Ansatz. Vieleicht, wenn die Fortbildungspflicht für Pflegende eingeführt ist (ich hoffe sehr darauf...), könnte dies somit von erfahrenen Kräften (Vorbilder!!!, die meiner Meinung nach im Alltag immer mehr und mehr fehlen) durchgeführt werden.

    Gruß
    Heike
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