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Thema: Schmerzkathetervisite

  1. #1
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    1

    Standard Schmerzkathetervisite

    Hallo, mich würde zu diesem Thema mal interessieren, wie in euren/ ihren Abteilungen damit verfahren wird. Ich bin Leitung einer Anästhesiepflegeabteilung in einem Orthopädischen Fachkrankenhaus mit ca. 300 Betten. Wir betreuen 1 zu 1 5 OP-Säale und eine weitere Pflegekraft betreut eine angrenzenden Aufwachraum mit 5 Plätzen. Viele Patienten erhalten bei uns sog. Schmerzkatheter, 3 in 1, Scalenus, usw. die über eine Schmerzpumpe mit Lokalanästhestika versorgt werden. Die Katheter wurden bisher auf peripheren Stationen von einem Anästhesisten betreut. Nun habe ich die Anordnung bekommen, jawoll die Anordnung, daß unsere Abteilung die Kathetervisite übernehmen soll. Das bedeutet VW und das wechseln der Lokalanästhetika- Infusionsbeutel. Ich bin für Neuerungen sehr aufgeschlossen, finde es aber doch sehr merkwürdig, das sich ein Kollege ausschleusen soll und für ca. 1 1/2 damit beschäftigt sein wird. Meine Frage: Wie ist es mit der rechtlichen Seite, gibt es nicht noch andere Lösungswege, Ideen, Vorschläge ?
    Schönen Gruß aus Hannover
    hohni1000

  2. #2
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    Standard AW: Schmerzkathetervisite

    Bei uns (700 Betten Schwerpunktversorgung) übernimmt der Anästhesist der am Tag den Notarztdienst hat, die Schmerzvisite, bzw. "Schmerzkathetervisite" (überwiegend PDK`s und PCA-Pumpen). Danach dann der Bereitschaftsdienst der Anästhesie. Somit ist der Notarzt in seiner einsatzfreien Zeit beschäftigt.

    Gruß der Randbayer
    At a cardiac arrest, the first procedure is to take your own pulse

  3. #3
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    Standard AW: Schmerzkathetervisite

    Moin!

    Wir haben ca. 1400 Betten (Maximalversorgung). Bei uns gibt es für die PDA-Katheter einen von der Anästhesie gestellten "Schmerzdienst", welcher die postoperative Nachsorge der Patienten mit PDA-Katheter bzw. mit PCEA-Pumpe betreut! Dieser Schmerzdienst besteht aus einem Anästhesisten und einer Pflegekraft Anästhesie, das Team wechselt die Beutel falls sie leer sind, ist für die Verbände des Katheters zuständig und behebt Störungen der Pumpe!

    Mfg Obs-Pfleger
    ..."Früher haben wir Obse immer mit doppel p in der Mitte geschrieben - Oppse halt".....

  4. #4
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    Standard AW: Schmerzkathetervisite

    Hallo Kollegen,

    primär denke ich das eine Schmerzvisite fachlich durch Anästhesiefachpflegekräfte gut leistbar ist.
    Aufgabengebietsausweitungen haben aber immer auch etwas mit Stellenargumentation zu tun. Soll bedeuten: wie ist die "Anordnung" die du beschreibst zu verstehen:
    eher als befohlene "Abordnung" da nichts sonst zu tun ist,
    oder als Erweiterung Eures Tätigkeitsspektrums?

    erstere würde ich nicht ohne weitere Diskussion gelten lassen, zweiteres durchaus positiv betrachten, denn wer viel kann macht sich schließlich auch unentbehrlich...

    Weiterhin ist es notwendig den Handlungsspielraum der eingesetzten Pflegefachkräfte zu definieren, z.B. einen Algorhitmus festzuschreiben in welchem der Handlungsrahmen festgelegt wird, in welchem die Pflegenden frei entscheiden und therapieren können.

    Dann wird durchaus ein Schuh daraus, zu sagen das die Pflege den wichtigen Schmerzdienst übernehmen kann.

    ggf. könnt ihr aber auch eine Ebene höher einsteigen, z. B. wenn Ihr dafür keine Stellen bekommt: einfach anbieten die Fortbildung der Pflege auf den Stationen durchzuführen und damit den anästhesiologischen Schmerz- und Katheterdienst überflüssig machen...
    hat den Vorteil für Euch etwas delegieren zu können und den Vorteil für die Station stellenrelevante Argumente zu bekommen,

    also Vorsicht!!

    Gruß, T.

  5. #5
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    Standard AW: Schmerzkathetervisite

    Hallo!

    Bei uns geht der Anästhesist der Schmerztherapie morgens die Runde, ändert die Dosierungen, entfernt ggf. regionale oder peridurale Katheter, dokumentiert Besonderheiten. Die Fachkraft des Schmerzdienstes geht am Nachmittag/Mittag nach Rücksprache über Besonderheiten durch die Stationen. Die Aufgaben sind PCA-Spritzenwechsel, Verbandswechsel PDK/periphere regionale Katheter (überwiegend regionale Schmerzkatheter), Beutel- und Systemwechsel, Gerätemanagement, Dokumentation der Ruhe-/Belastungschmerzen anhand VAS/NAS, ... . Das Ganze nimmt so etwa 2-3 Stunden in Anspruch, sobald es personell geht, kommt noch ein Kollege mit extra Materialwagen nach und arbeitet parallel die Liste weiter mit ab. Beide Kollegen dokumentieren ihren Arbeitsaufwand nach Stunden, um evtl. eine weitere Planstelle rechtfertigen zu können.
    Probleme bei Katheterpatienten ausserhalb der Arbeitszeit des pflegerischen Schmerzdienstes müssen die Dienstärzte der Anästhesieabteilung übernehmen.

    Gruß,
    Monty
    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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