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Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

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    AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

    Liebe KollegInnen,
    woher stammt die Zahl von 1,2 Mill. Pflegekräften? Wen oder was beinhaltet diese Zahl?
    Wenn meine Festplatte unter der Schädeldecke keinen allzu großen Sprung hat, so ist aus meiner Erinnerung her die Zahl der Gesundheits- und Krankenschwestern/-pflegern viel geringer.
    Meiner springenden Festplatte entlocke ich ständig eine Zahl von ca. 350.000 bis 250.000 (Quelle: statistisches Bundesamt), in den Jahren abnehmend.
    Leider habe ich diese Zahl auf den Servern so nicht wieder gefunden - schade eigentlich.
    Aber auch andere Veröffentlichungen geben ähnliche Zahlen mit Quelle statistisches Bundesamt an.
    Vielleicht könnt Ihr mir hier einmal auf die Sprünge helfen.

    @Elisabeth,


    @Sören,


    Lieber Sören,
    wäre es nicht viel sinnvoller, endlich die "Entkoppelung" von Pflege und Ärzten zu erreichen? Denn die (Nazi-)Gesetzgebung macht uns hier zu einem dem Arzt untergeordneten medizinischen Hilfsberuf - somit sind wir im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern keine selbstständige Berufsgruppe.

    ein starker Verband, in dem sich alle anderen Verbände in Wohlgefallen auflösen

    Zwangsabgabe an ominöse Verbände und freiwillige Registrierung.

    Viele liebe Grüße
    fridolin - mit den Sprung in der Festplatte
    immer gelegentlich manchmal
    Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

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      AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich



      2005

      717.000 Krankenpflegekräfte (3jähriges Examen)
      + 310.000 Altenpfleger (3jähriges Examen)
      = 1.027.000

      + 220.000 Krankenpflegehilfen (Ausbildung unklar)
      + 8000 Heilerziehungspfleger (2-5 Jahre Ausbildung)

      = 1.255.000 Pflegekräfte insgesamt in allen Branchen

      Statistik 2004 http://www.gbe-bund.de/gbe10/owards....98&p_sprache=D

      Elisabeth

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        AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

        Zitat von fridolin
        Liebe KollegInnen,
        woher stammt die Zahl von 1,2 Mill. Pflegekräften? Wen oder was beinhaltet diese Zahl?
        Das ist halt so ein Kreuz mit den Statistiken. je nachdem, wen man alles zu den Pflegekräften rechnet, kann man sich die Gesamtsumme zusammenbasteln.
        Eine Übersicht findest du zB hier: PDF des Sachverständigenrates, Tabelle 2, Seite 86 (3,6MB).
        Da wird dann klar, dass sich in den 1,2Mio alle GuKP + GuKKP (ca 699000), alle PflegehelferInnen (ca 220000) und alle Altenpflegekräfte + Altenpflegehelfer (ca 310000) wiederfinden (Statistik von 2005). Der DPR spricht dann von "beruflich Pflegenden".

        Gruß pflegerli
        Zuletzt geändert von pflegerli; 03.01.2008, 13:07.

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          AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

          ... zu langsam...

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            AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

            Wieso- wir haben unterschiedliche Datenquellen. Vielen Dank auch für den Hinweis wie die Zahl zustande kommt.
            Ich hatte die Zahlen auch vom DPR und müßte mich jetzt eigentlich korrigieren. Meines Erachtens gehört die Helfer nicht in diese Rechnung. Aber beim DPR gehts wahrscheinlich nicht so um die Professionelle Pflege sondern um Mitgliedsbeiträge.

            Elisabeth

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              AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

              Wenn man sich als professionell pflegende Fachkraft sehen will, sollte man sich auch so verhalten, d.h. Fort- und Weiterbildung. Aber ohne "sanften" Druck gehts auch bei sonst engagierten Kollegen nicht ganz so leicht. Wenn ich mal einen leidigen Sprung zu den ärztlichen Kollegen des therapeutischen Teams machen darf: Seit die es mit ihrer zertifizierten Fortbildung und Punktesystem bei den jeweiligen Landeskammern sehr genau nehmen, hat sich die Zahl der Teilnehmer an den regelmäßigen Fortbildungen drastisch erhöht. Ob´s Auswirkungen auf die Arbeit hat? Weiß ich nicht, ist aber natürlich denkbar. Da kennt doch sicher jemand eine Studie, oder? Der Pflege ist dieses System leider zu unsozial! Also keine Kontrolle, kein Druck, kein Aufwand, keine Verbessung, kein besseres Ergebnis.
              Dann wären wir wieder beim Thema "Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich". Ansonsten geht doch eh jeder lieber den Weg des geringsten Widerstandes, d.h. dahinwursteln wie schon vor 10 Jahren.

              Pro:
              Registrierung aller beruflich Pflegenden, Erlaubnis der Berufsausübung
              Fortbildungspflicht, Punktesystem

              Contra:
              ???


              Monty
              Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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                AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                Ich sehe es genau so wie Elisabeth. Eine Mitgliedschaft sollte für jeden in diesem Beruf verpflichtend sein - und das in einem neuen, übergeordneten Verband!
                Ich habe noch knapp 20 Jahre bis zur Rente und ich glaube nicht, daß ich das in meinem Berufsleben noch erleben werde!
                Wie gründet man eigentlich einen neuen Verband?

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                  AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                  Die Gründung ist relativ einfach. Es müssen sich 7 Freunde finden. Eine Satzung muss für den Verband her. Dann gibts die Gründungsversammlung auf der die Satzung und der Vorstand gewählt wird. Ein Notar bestätigt das reale Personen im Vorstand sind. Ein Vereinsregister gibts bei jedem Amtsgericht- dort eintragen lassen....

                  Und dann kommt die große Hürde: Aus 7 Mitgliedern ca. 1 Mill. zu machen.

                  Zitat von Monty
                  Aber ohne "sanften" Druck gehts auch bei sonst engagierten Kollegen nicht ganz so leicht.
                  Und diesen "sanften Druck" kann ein Verband leider nicht ausüben. Dafür fehlen rechtliche Möglichkeiten.

                  Zitat von Monty
                  Ansonsten geht doch eh jeder lieber den Weg des geringsten Widerstandes, d.h. dahinwursteln wie schon vor 10 Jahren.
                  Und das wird das Ende jeglicher Bemühungen sein. Die Politik hat kein Interesse an einer neuen Macht- der geballten Formation der Pflegekräfte.

                  Elisabeth

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                    AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                    Tja, Elisabeth, da hast du leider recht. Ohne die Politik wird das nichts werden, wenn´s um eine rechtlich geforderte registrierte Pflege geht.
                    Wie macht man der Regierung klar, dass das Volk etwas vom ihr will? Petition? Druck auf die Bundestagsabgeordneten seines Wahlkreises? Vielleicht ist die Idee bei denen einfach noch nicht abgekommen.
                    "Wir sind das Volk!" Oder so ähnlich. Wie verschaffen wir uns Gehör?

                    Monty
                    Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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                      AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                      @ fridolin,
                      zu den Zahlen: das ist ja ein Punkt, warum es eine zwanghafte Registrierung (wie in anderen europ.Ländern) geben muß. Wir brauchen nicht die Zahl derer, die einmal Examen gemacht haben, sonder die derer, die den Beruf ausüben. Da wir diese Zahlen nicht haben können wir den Politikern nicht belegen, dass wir die vielen gerade abgeschafften Ausbildungsplätze mehr als wieder brauchen. Dann können wir uns so professionell verwalten, dass es auch eine Chance gibt professionell pflegerische Aufgaben zu definieren. Der Weg über die elektr. Gesundheitskarte und allem was daraus folgt ist zwar merkwürdig, aber letztlich unsere große Chance ohne das Wort Pflegekammer in den Mund zu nehmen genau solche Strukturen zu etablieren. Auch das Handwerk ist hier besser aufgestallt.
                      Gruß
                      Sören
                      wat mut dat mut

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                        AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                        Liebes Forum,
                        danke für die schnelle Hilfe.
                        Da aber offensichtlich oft jede Berufsgruppe, die ein "P" im Namen führt, mitgezählt wird, kann ich mir die Zahl von 1,2 Mill. erklären.
                        Hier müssen die Voraussetzungen klar definiert werden:
                        > mindestens eine Ausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger -schwester und einer Tätigkeit in diesem Bereich, sei es stationär oder ambulant. Und wenn ich mich nicht täusche, reden aktuelle Zahlen dann von gut 250.000 Personen.
                        Dies erscheint mir auch realistisch.
                        Die hochgeschönte Zahl von 1,2 Mill. soll doch nur einen effektiven Mangel kaschieren, damit im Gesundheitswesen noch mehr Geld eingespart werden kann...
                        Die Lösung liegt mit Sicherheit nicht in Zwangsvereinen, sondern in vernünftiger Selbstorganisation.
                        Viele liebe Grüße
                        fridolin
                        immer gelegentlich manchmal
                        Wahlspruch: Dormicum macht den dicksten Bären stumm...

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                          AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                          Da muß man Sören eindeutig recht geben, sogar Berufe mit deutlich weniger Verantwortung für Leib und Leben seiner Mitmenschen sind besser registriert und verwaltet als wir. Man kann sich seinen Handwerker aussuchen und weiß, ob er eine Meisterprüfung abgelegt hat, sein Handwerk ordentlich macht, ...
                          Es würde sich doch keiner einen Handwerker ohne oder mit fraglicher Reputation ins Haus holen, wenn er die Wahl hätte. Nur in Krankenhaus hat man wohl keine Wahl, da darf jeder Pflegen, egal ob er noch irgendwie up to date ist oder nicht!
                          Warum entscheidet eigentlich nicht der Kunde (Pat.) wie er gepflegt werden will, weiß er es nicht besser oder ist es ihm egal? Bei einer Firma, die mangelnde Ware produziert, wird doch auch auf Qualität gepocht oder keiner kauft mehr was. Wenn die freie Marktwirtschaft immer mehr ins Gesundheitswesen drängt, stellt sich die Frage, ob es nicht zwangsläufig zu Regulationsmechanismen kommt.
                          Interessanterweise wurde bei uns vor kurzem der Zentralsteri zertifiziert, seitdem dürfen gewisse Personen manche Tätigkeiten nicht mehr durchführen, auch wenn´s für den Betrieb eher unpraktisch ist (z.B. einzelne Steri-Arbeiten am Wochenende durch OP- oder Assistenzpersonal) und sicher mehr Geld kostet, weil ein Sterimitarbeiter extra kommen muß. Mittlerweile wird doch alles mögliche zertifiziert, nur die Pflege braucht Qualität offensichtlich nicht nachweisen.
                          In unserem Staat wird doch alles mögliche reguliert und wenn es die Breite der Fahrbahnmarkierung auf ner Dorfstraße ist. Das Gesundheitssystem ist doch auch öffentliche Aufgabe. Wovor haben die entsprechenden Leute in der Politik Angst, gewisse Rahmenbedingungen zu fordern?

                          Monty
                          Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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                            AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                            Zitat von Sören Lösche
                            @ fridolin,
                            zu den Zahlen: das ist ja ein Punkt, warum es eine zwanghafte Registrierung (wie in anderen europ.Ländern) geben muß. Wir brauchen nicht die Zahl derer, die einmal Examen gemacht haben, sonder die derer, die den Beruf ausüben. Da wir diese Zahlen nicht haben können wir den Politikern nicht belegen, dass wir die vielen gerade abgeschafften Ausbildungsplätze mehr als wieder brauchen.
                            Die Argumentation ist fast schon peinlich: Bitte die URLs in den Beiträgen http://forum.zwai.net/showpost.php?p=9659&postcount=108 und http://forum.zwai.net/showpost.php?p=9657&postcount=107 besuchen. Das Statistische Bundesamt kann dir sogar mitteilen, wieviel Teilzeit gearbeitet wird. Es gibt Aussagen zur Ausbildung. das Einzigste was fehlt, ist der Weiterbildungsstand. Und der ist uninteressant, da es keine Vorgaben gibt, wer was tun darf.

                            Dann können wir uns so professionell verwalten, dass es auch eine Chance gibt professionell pflegerische Aufgaben zu definieren. Der Weg über die elektr. Gesundheitskarte und allem was daraus folgt ist zwar merkwürdig, aber letztlich unsere große Chance ohne das Wort Pflegekammer in den Mund zu nehmen genau solche Strukturen zu etablieren. Auch das Handwerk ist hier besser aufgestallt.
                            Was willst du denn da verwalten? Anzahl der Pflegekräfte mit oder ohneWeiterbildung?
                            Die Antwort der Politik: Na und. Wozu soll das gut sein? Kostet Geld. Mitarbeiter will mehr Geld. Die Arbeit kann man auch ohne Fachspezialisierung machen. Überhaupt: welche Fachausbildung ist denn für welche Tätigkeit nötig? Muss eine Anästhesieschwester die Intensivpfelge beherrschen, wenn sie doch nur aushilfsweise dort arebiten wird alle paar Monate.

                            Für mich klingt da so ein bischen Angst vor dem Untergang des eigenen Vereins durch. Aber vielleicht geht der Verein ja auch in einer neuen Organisationsform auf.
                            Eine Kammer- eine Pflegekammer- kann diese Aufgabe übernehmen: Festlegung von Vorbehaltsaufgaben und Qualifizierungsprofieln.

                            Das macht man nicht nebenbei (ich weiß wovon ich rede). Da braucht es Hauptamtliche. Die kosten Geld. Die Registrierung kostet Geld. Und da Pflegekräfte ja offensichtlcih alle schwäbischer Abstammung sind wird eine Pflichtregistrierung nicht zu umgehen sein.
                            Freiwillig funzt nicht: 1 Mill. dreijährig examniniertes Personal und davon 4500 registriert.

                            Elisabeth

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                              AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                              Wir sollten uns dann vielleicht langsam mal Gedanken darüber machen, ob wir denn der ganzen Diskussion auch mal Taten folgen lassen wollen, z.B in Form eines neuen Verbandes!

                              Kommentar


                                AW: Pflegequalität und Patientensicherheit im Intensivpflegebereich

                                Zitat von Tempo
                                Wir sollten uns dann vielleicht langsam mal Gedanken darüber machen, ob wir denn der ganzen Diskussion auch mal Taten folgen lassen wollen, z.B in Form eines neuen Verbandes!
                                Aber ohne eine eindeutige rechtliche Grundlage wieder ein Verband neben den Anderen! Ohne Rechtssicherheit und Verbindlichkeit wird´s so laufen wie mit allen Verbänden. Man kann keinen Verband gründen und das Recht beanspruchen, daß alle da rein müssen, außer voher sind die rechtlichen Rahmenbedingungen festgelegt. Egal wie träge und desinteressiert die Politik ist oder erscheint, ohne die Bundesregierung geht´s nicht. Sonst hast du einen neuen Verband, der wieder nur einer Legitimation hinterherläuft!

                                Monty
                                Kein Puls, kein Ton, wir kommen schon!

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