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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Funkzeuge im Bauch



zwai
19.07.2006, 12:41
Die z.B. aus den FIFA WM (TM)-Tickets (http://aktive-fans.de/01a9d793ed0d8ca08/01a9d793ed0d92a17/50146095d90d19303.html) bekannte Radio Frequency Identification-Technologie (RFID (http://de.wikipedia.org/wiki/RFID)) könnte künftig Chirurgen bei der Suche nach im Patienten vergessenen Tupfern behilflich sein.

In der Zeitschrift "ARCHIVES OF SURGERY (http://archsurg.ama-assn.org/cgi/content/abstract/141/7/659)" wurde jetzt ein handliches Gerät vorgestellt, das mit RFID-Chips versehene OP-Utensilien innerhalb von drei Sekunden präzise lokalisieren kann - auch durch die Bauchdecke.
Das mühsame, prä- und postoperative Zählen der Tupfer (welche OP-Schwester hat schon mehr als zehn Finger?) könnte man sich somit genauso sparen wie die sonst im schlechtesten Fall erforderliche Re-Laparatomie.

Die Idee hat leider nur zwei Haken:
1. Für den Einsatz im großen Stil ist die Technologie derzeit noch nicht bezahlbar und
2. sind die RFID-Chips relativ mühelos manipulierbar (http://www.rf-dump.org/)- auch durch den Operateur:
zu leicht könnte der hinterlassene Tupfer arglosen Patienten als neue Herzklappe "verkauft" werden ...

Zumindest teilweise identische Bedenken äußert Spiegel Online (SPON) (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,427257,00.html). (hhe)