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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : elektronische BTM-Karteikarte



m.podo
21.12.2005, 13:42
Hallo zusammen,
durch Zufall bin ich auf diese Seite gestossen; finde sie ganz attraktiv, werde sie bestimmt regelmäßig besuchen und habe schon die erste Frage:
Im Aufwachraum trägt unser MA die verbrauchten Ampullen der BTM`s in die Karteikarten ein. Aus verschiedenen Gründen kommt es regelmäßig zu Rechenfehlern oder Schreibfehlern. Dann ist es ein enormer Aufwand den Fehler zu finden und zu verbessern.
Daher bin ich auf der Suche nach einem BTM-Verwaltungsprogramm für den PC , in das ich die verbrauchten Ampullen eintragen kann. Somit müssten zumindest die Fehler wegen unsauberer Schreibweise bzw. Rechenfehlern ausgemerzt werden.
Kennt jemand von Euch solch ein Programm, kann es mir und seine Bezugsquelle nennen.

Vielen Dank schon einmal.

m.podo

R.Fischer
21.12.2005, 14:47
Hi Podo!

Dieses Problem liegt mir auch schon seit längerem auf der Leber. Am besten mit einem Scanner-/Barcodeprogramm, dann könnte man zu jeder Ampulle gleich die Packung einscannen und das Schreiben würde sich auf den Patientennamen reduzieren.

Also, bitte bitte gebt uns eine positive Antwort!!!!


Gruß aus dem verschneiten Schwabenland von Rainer.

Monty
21.12.2005, 19:12
Hi!

Elektronische Lösung sind durchaus ganz nützlich, ist es aber bei dieser Sache nicht etwas überzogen?
Bei uns läuft es so:
Bei AWR-Beginn wird eine gewisse Menge (10-15 Amp.) aus dem BtM-Schrank entnommen und in ein normales Buch eingetragen. Die Ampullen liegen in unserem Arbeitsbereich neben dem Schreibtisch. In diesem Buch wird während dem Betrieb jeweils zu dem Pat.Namen 1/2 oder 1 Amp. eingeschrieben. So kann man zwischendurch auch mal hochrechnen. Am Dienstende oder bei Übergabe an den Spätdienst oder den Bereitschaftsdienst wird dann ins BtM-Buch eingetragen. Die Mannschaft ist ja noch da, falls die Schrift etwas undeutlich ist. Der Zeitaufwand ist während der Arbeit minimal ("Name" und "1/2-1" Amp.) und zum Eintragen ins Btm-Buch gehen vielleicht 5 Min. drauf. Wenn mal ein Eintrag vergessen wurde, kann mal ja nochmal die Kollegen fragen.
Und seien wir doch mal ehrlich, wenn ne halbe Amp. in der Doku fehlt, findet sich schon ein Pat. der sie "vermutlich" gebraucht hat. Wenn ein Kollege BtM´s klauen will, kann er im OP genug mitgehen lassen, ohne das es jemand merkt. Das sowas recht einfach ist, hat sicher schon jeder in seinem eigenen Krankenhaus mitbekommen. Sonst müsste jeder doppelt im BtM-Umgang kontrolliert werden! Wer hat soviel Personal? Traurig, aber wahr!

Gruß, Monty

Groha
22.12.2005, 17:03
Ich glaube es sollte möglich sein am ende der Schicht sein BTM-Buch zu kontrollieren evtl mit der ablösenden Schicht. Außerdem wenn man immer gleich sein BTM austrägt, kann nix vergessen werden.
Sind elektronische BTM-Bücher überhaupt vom Gesetz her erlaubt bzw fälschungssicher?
Grüße Groha

nimmbecks
23.12.2005, 16:24
Hallo,
Bei uns hat sich die Kontrolle am Ende der Schicht bewährt, wer vergessen hat etwas auszutragen, bringt einen "Giftkuchen" mit, das wirkt ganz grandios und wenn es doch mal schief läuft hilft der Kuchen, daß alles nicht so eng gesehen wird.
:-o

Monty
23.12.2005, 18:35
Super, das mit dem "Giftkuchen". Wenn wir das einführen, kriegen wir vermutlich Ärger mit der Betriebsärztin wegen Gesundheitsgefährdung während der Arbeitszeit. :mosh:

Monty

Vera H.
18.03.2007, 22:49
Hallo,

ich bin in diesem Forum neu und weiss eigentlich garnicht ob ich hier richtig bin. Eine ähnliches Thema habe ich, so glaube ich, in diesem Forum schon einmal gelesen, konnte Ihn aber nicht mehr finden. So habe ich in ähnlicher Form schon in einem anderen Forum wegen des gleichen Problems nachgeschaut, aber noch keine ausreichende Antwort bekommen.

Ich bin vor kurzem auf eine BTM-Verwaltung per EDV gestossen und habe mir die Software für die herkömmliche BTM-Führung und eine für die patientenbezogene Nachweisführung runtergeladen.

Auf meinem privaten PC habe ich beide Versionen ausprobiert und bin damit auf Anhieb gut zurechtgekommen. Wir haben dann unsere BTM-Führung zweigleisig gefahren.

1. herkömmlicher, handschriftlicher Nachweis
2. Führung per neuer Software

Wir sind letztendlich zu dem Schluss gekommen diese Software auch über den 60 Tagetestzeitraum hinaus zu verwenden, also zu kaufen und auch in weiteren Bereichen einzusetzen.

1. Kennt bzw. setzt jemand von euch diese Software ein?

2. Wie sind eure Erfahrung mit der patientenbezogenen Nachweisführung mit dieser Software?

3. Wie sind eure Erfahrung mit der herkömlichen BTM-Führung mit dieser Software?


Firmennamen darf ich hier im Forum sicher nicht nennen, [...] (Anm. d. Red.: Korrekt. Die Hinweise auf die Software wurden daher entfernt.)
Eure Meinungen sind mir wichtig.

Danke im voraus

Vera

Monty
19.03.2007, 12:24
Hallo!
Wie ist es denn bei dem Programm mit der Rechtssicherheit bzgl. Unterschrift, BtMG, ...?
Wie steht den der verantwortliche Ober-/Chefarzt dazu, der ist ja auch für den BtM-Bestand verantwortlich und hält den Kopf hin?!

Gruß, Monty

Smokejumper
19.03.2007, 14:13
Tag,
also ich hatte auf der Medica ein Produkt gesehen vom belgischen Hersteller "BELDICO". www.beldico-is.be
Die haben Modul-Schränke, oder fahrbare Wägen entwickelt wo das Medikament eingegeben wird, der Patienten-Barcode, und der Pfleger der die Ampullen entnimmt muss sich auch einscannen oder eintippen (weiss dies nicht mehr sogenau). Ansonsten gibt es kein Gift. Ich kann also immer den aktuellen Bestand abfragen.
Nur der wichtigste Faktor ist mir nicht bekannt: PREIS :D
Schönen Tag.

Vera H.
19.03.2007, 14:27
Hallo Monty,

das Programm wurde in unserer Abteilung, von ärztlicher Seite, sehr positiv aufgenommen. Es ist relativ simpel zu bedienen. Zugang zum Programm und Bestandsveränderungen können nur mit Passwort erfolgen. Wir drucken die entsprechenden Nachweise einmal monatlich aus und dann wird unterschrieben.

Wenn eine zugangsberechtigte Pflegekraft eine Bestandsveränderung vorgenommen hat, wird die Personal-ID mit ausgedruckt, so dass jeder weiss, wer für den Eintrag verantwortlich war und unterschreiben muss. Ebenso wird bei der Bestandsveränderung der anordnende Mediziner mit angegeben und dessen Name steht auch im Ausdruck.

Einen schnellen Überblick über die Bestandsmenge und den Verlauf des aktuellen Tages kann man sich über den Startbildschirm anzeigen lassen. Dazu wird nicht das ganze Programm gestartet und es ist nicht einmal eine Passworteingabe notwendig.

Unseres Erachtens bietet das Programm viele Vorteile und ist einfach zu bedienen. Vor allen Dingen kommen keine Rechenfehler und dadurch bedingte Korrekturen mehr vor. Fehlende Eintragungen kann man schnell ausfindig machen. Falsche Eintragungen kann man durch eine Stornobuchung rückgängig machen aber nicht löschen.

Die BtMVV erlaubt ausdrücklich die Nachweisführung per EDV, es muss nur jederzeit ein Ausdruck möglich sein und der muss dem amtlichen Formblatt entsprechen.

Ebenso schönen Tag

Broesel
20.03.2007, 16:51
Hallo

Also ich finde das ist alles ein bisschen viel des Guten....:wow:

Wenn es noch nicht einmal mehr möglich ist eins und eins zusammen zu zählen, dann weiß ich auch nicht wo das noch hin führen soll.....:schock:

das man jetzt für alles nen Computer oder Programm braucht kann ich net verstehen...bald sitzen wir nur noch vor dem Rechner und stehen gar net mehr am Patientenbett.

Es braucht nur wenige Sekunden nen Namen und die Menge in ein Buch zu schreiben und wenn ich die Ampullen raus nehme schaue ich noch kurz drüber ob der eingetragene Bestand auch noch stimmt.

In aller Überheblichkeit.... wäre es nicht schön einen Schrank zu haben, der erkennt wer das Medikament aus dem Schrank nimmt, die Vorhandene Restmenge registriert und automatisch das nachbestellt was aus geht.:bravo:

gruß

Broesel

Vera H.
20.03.2007, 20:56
Hallo Broesel,

ich bin seit 1972 im medizinischen Bereich tätig, habe viele Jahre auf einer chirurgischen Intensiv, in verschiedenen Anästhesieabteilungen und auch auf Pflegestationen gearbeitet und musste leider immer wieder feststellen, dass viele Kollegen und Kolleginnen die Grundrechenarten nicht beherschen. Wo das Alles hinführt kann ich Dir auch nicht sagen. Ich weiss aus langjähriger Anästhesie-Erfahrung, wenn einmal bestimmte Hilfsmittel zur Verfügung stehen, werden sie innerhalb weniger Jahre zum Standard.

Gruß Vera

Vera H.
27.03.2007, 18:39
Hallo,

also ich bin wirklich sehr enttäuscht, dass sich von den 637 Lesern dieser Beiträge nur 8 (ACHT) People dazu äussern. Da hätte ich doch etwas mehr erwartet. Zumindest hätte ich erwartet, dass es Kollegen in diesem Forum gibt, die diese Software bereits benutzen und über ihre Erfahrungen etwas mitteilen können.

Na, trotzdem einen schönen Gruß und bitte nicht böse sein

Eure Vera

Hanno H. Endres
27.03.2007, 19:26
Hallo Vera.


Da hätte ich doch etwas mehr erwartet. Zumindest hätte ich erwartet, dass es Kollegen in diesem Forum gibt, die diese Software bereits benutzen und über ihre Erfahrungen etwas mitteilen können.

Tja, tut mir leid - aber so kann man sich in einer Software irren.

Wünscht mehr Erfolg an anderer Stelle (http://www.medizin-forum.de/phpbb/viewtopic.php?p=264605):

hhe

Vera H.
27.03.2007, 21:24
Hallo Hanno,

danke für Dein Mitgefühl. Es ist sicher eher mangelndes Interesse etwas Neues auszuprobieren bzw. sich damit zu beschäftigen oder die Scheu davor. Es könnte ja sein das es mit Arbeit verbunden ist.


Zitat von Broesel
das man jetzt für alles nen Computer oder Programm braucht kann ich net verstehen...bald sitzen wir nur noch vor dem Rechner und stehen gar net mehr am Patientenbett.

Für mein Teil ist das erst einmal beendet.

Danke

Vera