Vollständige Version anzeigen : intensive72-Blog Stunde 25 - 48
Rahmenprogramm 25.10.2005
11.00 Uhr Umgang mit dem AED** (Zelt)
11.00 Uhr: Demonstration CellSaver (http://www.zwai.net/pflege/Anaesthesie/Journal/Anaesthesie/Qualitaetssicherung_bei_der_maschinellen_Autotrans fusion/)*
15.00 Uhr Schlaganfall (Zelt)
15.15 Ihr: Podiumsdiskussion: Besucher auf der Intensivstation
17.15 Uhr: lebensbedrohliche Infektionen
18.00 Uhr: Demonstration CellSaver (http://www.zwai.net/pflege/Anaesthesie/Journal/Anaesthesie/Qualitaetssicherung_bei_der_maschinellen_Autotrans fusion/)*
19.15 Uhr: Patiententestament – pro / contra
20.15 Uhr: Therapieabbruch auf der Intensivstation
(Änderungen vorbehalten)
* Methode zur Eigenblut-Rückgewinnungsmethode
** Automatischer Defibrillator
Guten Morgen und herzlich willkommen zu den zweiten 24 Stunden 'Projekt intensive 72'.
Pünktlich zur 25. Stunde melden wir uns wieder aus der gläsernen Intensivstation auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen.
Die Wetterregie scheint heute deutlich besser mitzuspielen als gestern - trotz des bewölkten Himmels konnte noch kein Tropfen auf dem intensive72-Truck ausgemacht werden.
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Genau wie gestern (http://forum.zwai.net/showthread.php?t=641) berichten wir auch heute wieder über die aktuellen Ereignisse rund um das Projekt.
Wie immer bei mir im Studio für den Pflegesport: Holger Beuse.
Der Rettungsdienst hat die ersten Patienten bereits gebracht - es kann weitergehen! (hhe)
Der Vormittag beginnt mit der Anlage eines zentralvenösen Katheters bei der Intensivpatientin auf Platz zwei:
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Das erste Video des heutigen Tages zeigt die Aufnahme und Erstversorgung der o.g. Patientin:
-> http://zwai.de/intensive72/video/intensive72_6.wmv (WMV, 4,42 MB)
Gleichzeitig können wir ab jetzt stündlich mehr Bilder im praktischen Galerie-Format anbieten; besten Dank an die Medi-Learns in Kiel für den schnellen Support!
-> Intensive72 - Galerien (http://www.zwai.net/galerien/)
Regen bringt Besucher-Segen:
Ganz so falsch lag wetteronline zwar nicht, allerdings überrascht es, dass der Vormittag dort schon um 11.00 Uhr endet - pünktlich zur ersten CellSaver-Demonstration regnet es bereits wieder wie gestern zu besten Zeiten.
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Fachkrankenpfleger Rouven Schlaghecke demonstriert die Funktion eines automatischen Defibrillators (AED). Doch passives Konsumverhalten gibt's hier nicht: Die Besucher sollen selbst mal mit dem Gerät arbeiten.
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Mit dem AED wird die Defibrillation zum Kinderspiel - auch ohne medizinische Vorkenntnisse ist der Laie in den Lage, durch die Anweisungen des selbsterklärenden Gerätes lebensbedrohende Herzrhythmus-Störungen zu beheben.
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Weitere Bilder des heutigen Tages sind nun in der Galerie zusammengefasst:
-> http://www.zwai.net/galerien/categories.php?cat_id=21
Regentropfen ... die an meine Intensivstation klopfen ...
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So richtig gut meint es die Wetter-Regie noch immer nicht mit uns, wie dieser Blick aus dem Fenster (!) beweist.
Der intensive72-Truck hält dem Regenschwall aber hervorragend stand - jedem Besucher können wir insofern ohne Bedenken trockene Füße garantieren.
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Durch das Vormittagsprogramm führen Britta Wüstnienhaus (rechts) und Dietmar Marwood.
Zwischenzeitlich steht ein weiteres Video zur Verfügung:
Video 6: Defibrillation mit dem AED (WMV, 4,42 MB) (http://zwai.de/intensive72/video/intensive72_6.wmv)
Also doch:
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Anders als gestern hier (http://forum.zwai.net/showpost.php?p=4557&postcount=27) behauptet, ist auch Schuhwerk der Marke Birkenstock im Einsatz.
Der Interesse der Besucher ist überwältigend :bravo:
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Halb Essen scheint mittlerweile die intensive72-Station besucht zu haben.
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A propos "scheint": Zwar scheint die Sonne immer noch nicht, aber der Regen macht wenigstens gerade Mittagspause.
Fachkrankenpfleger und zwai-Autor Simon Lang (http://www.zwai.net/pflege/Intensiv/Journal/Intensivpflege/Hirntod_und_Organspende/) (rechts) freut sich zusammen mit seinem ärztlichen Assistenten über die bevorstehende Extubation seiner Patientin.
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Immer neue Fallbeispiele präsentieren die Pflegenden ihrem Publikum.
Derzeit wird die besondere Lagerung einer Patientin mit Halbseitenlähmung vorgeführt:
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Für die Kollegen auf Bettenplatz Nummer eins ist der nächste Notfallpatient angemeldet.
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In der kleinen Blog-Pause wurde der erste Notfallpatient erfolgreich behandelt und konnte bereits wieder verlegt werden.
Das frisch gemachte Bett wird aber nicht lange leer bleiben:
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In genau diesem Moment übergibt der Rettungsdienst einen polytraumatisierten Patienten an das Team der Intensivstation.
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Noch während der Übergabe des Notarztes und der Rettungsassistenten erfolgen bereits die fortführende Diagnostik und Therapie.
Die Diagnostik ergibt eine schwere Schädel-Hirn-Verletzung, die eine Computer-Tomographie (CT) erforderlich macht.
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Während der Patient in der Simulation natürlich physisch im intensive72-Truck verbleibt, stellen wir uns in der Zwischenzeit den Transport in die Radiologie vor.
John F. Kennedy habe oft das Raumfahrtzentrum von Cape Canaveral besucht, heißt es. Bei einem der Besuche sei er auf einen Mann getroffen, der eine Halle fegte. Kennedy habe gefragt: "Und was ist Ihr Job hier?!“ Der Mann habe geantwortet: "Einen Menschen auf den Mond bringen, Mr. President.“
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Intensivstationen haben mit bemannter Raumfahrt wenig zu tun. Hier möchte man primär, dass Menschen weiter ein irdisches Dasein führen können. Aber ohne Reinigungskräfte würde kaum ein Patient erfolgreich behandelt werden können, denn Hygiene und Sauberkeit sind Grundvoraussetzungen für eine gute Intensivtherapie. (holbeu)
Mit dem nächsten Fallbeispiel wird der Vortrag von Stefan Juchems eingeleitet.
Die neue Patientin, die als Notfall intubiert und beatmet vom Rettungsdienst eingeliefert wird, leidet unter einem Bronchial-Karzinom und hat im Vorfeld eine Patientenverfügung verfasst.
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In der Patientenverfügung werden lebensverlängernde, intensivmedizinische Maßnahmen eindeutig abgelehnt.
Manchmal stößt die Intensivmedizin an ihre Grenzen oder Patienten verfügen, dass sie diese Grenzen gar nicht erst ausloten möchten.
Dann ist es Aufgabe aller Beteiligten, die Patienten auf ihrem letzten Weg menschenwürdig zu begleiten und ihnen ein friedliches Sterben zu ermöglichen.
Die Patientin in unserem Fallbeispiel wird von der Intensivstation in ein Hospiz gebracht.
Stefan Juchems, Fachkinderkrankenpfleger und Student der Pflegewissenschaft, hatte einen interessanten Vortrag zum Thema "Therapieabbruch auf der Intensivstation" im Gepäck.
Doch in der "Emergency-Room"-Hektik der intensive72 konnte er sich nur schwer Gehör verschaffen. Nichtsdestotrotz hatten viele Besucher starkes Interesse, von ihm etwas zu Patientenverfügung, Therapieabbruch etc. zu erfahren. In einer Reihe von Einzelgesprächen konnte Juchems dem Informationsbedarf entgegenkommen.
Knapp vier regenfreie Stunden haben für gute Besucherzahlen vor Ort gesorgt. Auch für die Präsentation des CellSavers zur intra- und postoperativen Eigenblutrückgewinnung interessieren sich zahlreiche Besucher.
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Auch im Intensivbereich beziehen sich die Betten nicht von selbst.
Und weil bei intensive72 die Hygiene keinesfalls klein geschrieben wird, demonstrieren die Pflegenden ganz nebenbei, wie sich diese Tätigkeit innerhalb von 30,45 Sekunden erledigen lässt.
Viele Hände - schnelles Ende:
>>> zum Video >>> (http://zwai.de/intensive72/video/intensive72_8.wmv) (WMV, 919 kb)
Nach der erfolgreichen Wiederbelebung (vgl. Video Nummer 5 (http://zwai.de/intensive72/video/intensive72_5.wmv)) geht es als nächstes an die Ursachenforschung. Dazu wird ein 12-Kanal-Elektrokardiogramm abgeleitet, das ebenfalls in einem Video dargestellt wird:
>>> zum Video >>> (http://zwai.de/intensive72/video/intensive72_9.wmv) (WMV, 1,5 MB)
'interdisziplinär' ist ein weiteres Merkmal der Intensivstation auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen.
Nach den operativen Fällen der letzten Stunde hat der Rettungsdienst nun eine Patientin mit Pilzvergiftung auf die Therapiestation gebracht.
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Die lokale Kaufmannschaft widmet sich der Gesundheitsberatung. Papier-Handtücher in einer Kaffee-Bar am Platze gemahnen zum raschen Einschreiten im Falle von Herzbeschwerden.
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Es wird langsam Abend. Wir wünschen dieser wachen Patientin, der es offensichtlich schon wieder besser geht, eine ruhige Nacht. :schlafen:
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Doch schon kündigt sich ein ernsthafter Notfall an...
... Die Kekse an den Info-Ständen gehen zu Neige! :schock:
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Für den intensive72-Nachtdienst beginnt die Schicht mit der Aufnahme eines Patienten im Status asthmaticus - das Pfeiffen der Lungen ist auf der ganzen Station zu hören:
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Das therapeutische Team beginnt mit der Inhalations- und Atemtherapie.
Weitere Präparate, sog. Bronchospasmolytika, werden über den Venenzugang verabreicht.
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In der zweiten intensive72-Nacht befinden sich zwei Überwachungspatienten auf der gläsernsten aller gläsernen Intensivstationen.
Der zuerst aufgenommene Patient im Status asthmaticus konnte psychisch wie physisch stabilisiert werden und verbleibt bis zur Verlegung am kommenden Vormittag in der Obhut des intensive72-Teams.
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Die letzte Neuaufnahme der heutigen Nacht wird ebenfalls kein sog. 'Langlieger': der leicht alkoholisierte Mitzwanziger ist auf dem Nachhauseweg gestürzt und hat sich dabei ein Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades ('Gehirnerschütterung') zugezogen. Die Intensivüberwachung bis zum Morgen stellt sicher, dass eventuelle Komplikationen zeitnah erkannt und behandelt werden können.
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Der zweite Tag 'intensive72' geht langsam, aber sicher zu Ende.
Weiterhin ungebrochen ist das öffentliche Interesse: neben zahlreichen Medienberichten und hunderten Besuchern vor Ort wurde die Live-Übertragung über 30.000 Mal (in Worten dreißigtausend x) abgerufen.
Für Rückmeldungen steht im Übrigen der Feedback-Thread (http://www.forum.zwai.net/showthread.php?t=645) auch unregistrierten Benutzern zur Verfügung.
Wir bedanken uns für's Zuschauen und -lesen, morgen nach dem Aufstehen geht's weiter. (http://forum.zwai.net/showthread.php?t=646)
Die Cam bleibt weiterhin online.
Es verabschieden für heute sich die intensive72-Blogger mit einer innovativen Atemtherapiebeutelinspirationsverstärkung:
Hanno H. Endres & Holger Beuse
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