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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fast Track - Welche Anforderungen gibt es an die ANÄ-(INT-) Pflege



Michl
10.06.2005, 14:40
Hallo KollegInnen!

Hat jemand bereits Erfahrung mit der Fasttrack-Chirurgie. Welche Pflemassnahmen/-standards ergeben sich für die Anästhesiepflege bzw. Intensivpflege ?

Bitte um Hilfestellung, da im Internet über Fast Track und Pflege nicht viel zu finden ist!

Danke
Michl

maiwald
10.06.2005, 15:52
Hallo,

wir sind in den Anfängen. Standardisierte Vorbereitung der Patienten ist das A und O. Hier müssen alle Zahnrädchen der Krankenanstalt ineinandergreifen, sonst entsteht nur Chaos. Alte Zöpfe wie tagelange Nahrungskarenz werden gnadenlos abgeschnitten. Rascher Kostaufbau, rasche Mobilisation uns rasche Entlassung sind das Ziel.
D.h. Einsatz von Regionalanästhesieverfahren, am besten in Kombination zur ITN und TIVA oder balancierte ITN mit Sevo- oder Desflurane. Scheint auf dem ersten Blick teuer, ist es aber nicht, da durch die schnelle Entlassung auch wieder Geld in die Kassen kommt.

Schönes Wochenende..! :)

maiwald
16.06.2005, 09:34
Hallo,

ich habe da noch etwas gefunden: http://www.charite.de/ch/chir/chir/ft_karteneu.pdf

Auf der Site der Charité ist einiges zum Thema zu finden.

Schönen Tach noch...

Ambu das Beuteltier
19.06.2005, 22:15
Hi Michl,
hi all

beim "fast-tracking" geht es im Prinzip um eine Methode der Prozessoptimierung.

Alles wird notiert, durchleutet, man versucht Schwachstellen aufzudecken,

ein optimaler Prozess wird ausgedacht und versucht zu implementieren, dazu gehören dementsprechend detaillierte Behandlungspfade von der Aufnahme bis zur Entlassung, bestenfalls sogar darüber hinaus.

Eine Patientenbehandlung wird hier als Pfad "track" dargestellt und dessen Optimierung ist das Ziel.

nehmen wir das Beispiel irgend einer häufigen Operation im Bereich Colon-Chirurgie.

Hierzu gibt es dann nicht nur standartisierte Operationsverfahren (z.B. minimal invasiv) und Narkosetechniken, sondern auch entsprechende Pfad-Angaben für die Physiotherapie, die Pflege, die Küche/Ernährungsberatung, ärztliche Interventionen, einfach alle Beteiligten sind auf das Konzept geschult und ziehen quasi an einem Strang.

ein Konzept die geforderten Liegezeitverkürzungen umzusetzten.


Ein Vorteil der Sache:
Man macht sich umfassend Gedanken was eigentlich zu einer erfolgreichen Patientenbehandlung in einem Krankenhaus so alles notwendig ist und wie viele verschiedene Kleinigkeiten Dinge verzögern können.


Gruß, T.