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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Schmerzdienst durch Pflegepersonal



hobbit
04.03.2005, 18:41
hallole, bei uns wollen uns die Anästhesisten in den Schmerzdienst auf den peripheren Stationen einbinden. Wer hat damit Erfahrung und wenn ja in welcher Form. Wer hat auch speziell Erfahrung mit der Wirksamkeit von Plexuskathetern ( bie uns funktionieren mind. 60% nicht ausreichend und es muss dann IV. zusätzlich etwas gegeben werden, werden dann am 1.postop. tag gezogen; macht das SINN?)?
:danke: :danke: :danke: :danke: :danke: :danke: :danke: :danke: :danke

Markus
04.03.2005, 18:54
Hallo!

An meinem Klinikum gibt es ein Projekt "Schmerzservice".
Schau mal bitte unter www.uk-koeln.de .

Gruß und schönes Wochenende

Markus

Ambu das Beuteltier
04.03.2005, 20:45
Die Schmerzen der Patienten sind ein interdisziplinäres Problem. Also sollte das auch ebenso gelöst werden. Seid froh wenn sich die Anästhesisten den anderen Berufsgruppen öffnen und so offensichtlich ein Gesamtkonzept verwirklichen wollen!

Für Pflegende sollte es fachlich keinerlei Probleme darstellen alle Verfahren moderner Schmerztherapie zu beherrschen und zu bedienen. Das Problem ist wohl eher auf der zeitlichen Schiene zu finden. Denn die umfangreiche und genaue Einschätung von Schmerzzuständen und entsprechend die adäquate Reaktion hierauf ist kaum ein Nebenjob!

Das ist aber dann ein stellenpolitisches Problem des einzelnen Krankenhauses.

Wenn aber alle an einem Strang ziehen, also die Schmerzverursacher, die Schmerztherapeuten und die am Krankenbett hauptsächlich tätigen (also wir) kann doch ein gutes Konzept daraus werden!

Gruß, T.

"Patienten erwarten im Krankenhaus Schmerzen und werden dabei regelmäßig von Ärzten und Pflegenden nicht enttäuscht" D. Eastwood, britischer Anästhesist

hobbit
05.03.2005, 16:34
hallo Markus,
danke für die Info, aber das Projekt Schmerzservice finde ich nicht an der Uni- Köln?
Danke Gruß
hobbit

hobbit
05.03.2005, 16:43
hallo, Ambu,
ich sehe die Schmerztherapie sehr wohl auch als interdisziplinär an, genau dies ist aber mein Problem. Unsere Anästhesisten wollen mit uns eine "Monopolstellung", d.h sobald der Pat. Schmerzen hat soll sich die Anästhesie darum kümmern.
Wir haben schon die IV- PCA`s auf den peripheren Stationen die ohne Probleme laufen. Bei den PDA`s die mit PCA und Naropin/ Sufenta und Plexuskatheter die mit PCA und Naropin bestückt werden sollte sehe ich für die Kollegen auf Station die zeitlichen Probleme um diese Pat. zeitlich zu betreuen um die Komplikationsrate so gering wie möglich zu halten. Ebenso ist es für uns von der Anästhesiepflege ein zeitliches- personelles- und qualifikations- Problem....

Monty
09.03.2005, 22:28
Hallo!

Wende dich doch an den Abteilungsleiter Pflege Anästhesie/Intensiv der BG-Unfallklinik Murnau (www.bgu-murnau.de). Der Pflegedienst der Druckkammer-Abteilung kümmert sich in Verbindung mit der Anästhesie um den "Schmerzdienst", v.a. um Regionalanästhesie durch periphere Nervenblockaden. Durch den hohen Anteil der Regionalanästhesie bei OP und Physiotherapie haben die einige Erfahrung.

Gruß, Monty

winti
12.03.2005, 19:07
hallole, bei uns wollen uns die Anästhesisten in den Schmerzdienst auf den peripheren Stationen einbinden. Wer hat damit Erfahrung

Hallo,

bei uns wurden am Anfang die peripoheren Stationen ausgeschlossen. Das ist Terrain der Anesthesie und wir regeln das und ihr seid alle zu bloed.
So ueberspritz kann man die Einstellung der Anesthesisten resuemieren.
Nun haben wir das Problem dass edie Stationen nichts mehr von Schmerztherapie wissen wollen.
^PCA werden so schnell wie moeglich entfernt, Plexuskatheter sollen wir so schnell wie moeglich entfernen da es sie bei der Arbeit stoert. Und bei jedem kleinen Problem werden wir gerufen. Letzedens wurde ich gerufen weil eine PCA piepste. Auf der Station angekommen stellt ich fest dass der Stecker nicht richtig drin war und die Batterien mittlerweile leer waren. Also Netzstecker rein und neue Batterien.

Wenn Ihr die Stationen mit einbindet dan von anfang an und nichts anordnen sondern im Konsens ein Ziel erreichen.
Bei uns wurde das nicht gemacht und jetzt herscht "Krieg" :(

mfg
Winti

WomBat
13.03.2005, 19:11
Winti,

so 'was ähnliches habe ich auch (leider) erlebt. Hoffentlich findet "ihr" Lösungen, denn...

der Patient ist nicht die Stelle um "unsere Krankenhaus - Abteilungs - und sonstige" Kriege auszutragen.

Die WHO Idee des "interdisziplinären Teams" scheint noch weit weg (auch leider).

Diese Kritik ist nicht an Dich gerichtet, sondern an unser "System", in dem wir immer wieder zu "kleinen Rädchen" degradiert werden - jedenfalls wird's versucht.

Durchhalten, irgendwer muss den Schmerz nehmen.

WomBat,
findet Schmerztherapie wichtig, sinnvoll, würdevoll und vieles andere mehr. (Pflege könnte hier viel mehr tun, wenn sie es nur dürfte...)

winti
14.03.2005, 07:35
findet Schmerztherapie wichtig, sinnvoll, würdevoll und vieles andere mehr. (Pflege könnte hier viel mehr tun, wenn sie es nur dürfte...)

Hi WomBat

dies ist meine Meinung, das schlimme ist dass hier in Luxemburg die Pflege mehr tun darf sie es aber nicht will.
Der Krieg geht einfach weiter. Und auf einigen Stationen weiss niemeand mehr warum es zu dieser Situation gekommen ist jedoch wird daran festgehalten.

Und der Patient leidet und irgendwann werde auch ich die Sch..... voll haben mich jedes mal rumzuaergern warum dies oder das nicht gemacht wurde.
:(

winti

WomBat
14.03.2005, 20:04
Hallo Winti!

AH, Luxembourg! Wieso wollen die nicht - ich meine, aus deren Sicht?

Kann mir schon einiges dabei denken - nutzt aber nix, wenn Du mir nicht sagst, was für Gründe die haben... :) bleibe ich beim reinen spekulieren darüber.

WomBat, Curious as a Cat

winti
14.03.2005, 22:38
Hallo Winti!

AH, Luxembourg! Wieso wollen die nicht - ich meine, aus deren Sicht?

Kann mir schon einiges dabei denken - nutzt aber nix, wenn Du mir nicht sagst, was für Gründe die haben... :) bleibe ich beim reinen spekulieren darüber.

WomBat, Curious as a Cat

Hallo WomBat,

siehe mein erstes Posting. am Anfang wurden Sie fuer zu Bloed empfunden und durften nicht daran teilnehmen. Dies war der "Elite"vorbehalten und das sind die Anaesthesiepfleger. dieser Quatsch hat sich so eingebuergert dass einige es wirklich glaubten.
Dann mussten Sie mithelfen da es anders nicht ging und alle schalteten auf Stur: wird sind zu bloed kapieren es nicht nein macht ihr lieber weiter.
Und diese bloede Auseinandersetzung haelt sich schon einige Jahre und ist nicht wegzukriegen.

winti

Friedrich Maier
17.03.2005, 21:27
Hallo Hobbit,
schau doch mal unter www.nerveblocks.de. Dort findest du viele Info´s bezüglich Kathetertechniken in der Regionalanästhesie. Übrigens werden dort Workshops angeboten. Sehr lohnend! Anfang April findet der nächste statt.

Grüße Friedrich :jubel:

Ambu das Beuteltier
20.03.2005, 17:22
hallo hobbit, hallo alle,

Das mit der Monopolstellung hat zwei Seiten wie ich finde.
Die eine ist sicherlich das es ersteinmal so ankommt als wollen die Anästhesiesten sich aufspielen den Experten markieren usw.
dann kann bei den anderen leicht ein blöder Eindruck entstehen:
es war alles falsch was wir in den letzten Jahren gemacht haben, und sowas schmerzt und wird auch nicht toleriert (wiso sollen wir hjetzt auch noch Schmerzen haben, dafür sind doch die Patienten da...)

die andere Seite ist aber: Irgend jemand muss die Organisation in die Hand nehmen und alles koordinieren, organisieren, usw.
Dazu ist die Anästhesiologie einfach gut geeignet, da diese gewohnt sind an Schnittstellenbereichen im Krankenhaus zu arbeiten und weil sie Schmerztherapeuten sind.

Natürlich geht so etwas aber nur gut wenn im ganzen Haus Akzeptanz geschaffen wird.
Dazu gehören Schulungen über lange Zeiträume, multiprofessionelle und interdisziplinäre Einbindung der Beteiligten (Schmerzzirkel oder so), ein verständliches Konzept und anerkannte Algorithmen.

Gebt der Sache Zeit, bleibt dran, die Patienten werden es danken!

Gruß, T.

der stete Tropfen höhlt den Schmerz... ;)

Ambu das Beuteltier
20.03.2005, 17:25
noch ein link:

http://www.schmerzfreies-krankenhaus.de/

Gruß, T.

Ambu das Beuteltier
20.03.2005, 17:29
oder zur Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege, unter Veröffentlichungen den Auszug des Expertenstandards Schmerzmanagement Pflege ansehen:
http://www.dnqp.de/#Ver%F6ffentlichungen:

Gruß, T.