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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : EDV - Dienstpläne, Arbeitszeitkonten, Stechuhren und, und und...



Tempo
27.01.2005, 15:06
Moin Zusammen!
In unserer Klinik wird z. Zt., wie in vielen anderen Kliniken auch, so ziemlich alles in Frage gestellt und überdacht!
Es soll u.A. ein EDV gestützter Dienstplan eingeführt werden. Man unterscheidet Systheme mit und ohne Arbeitszeiterfassung! Es wird über Arbeitszeitkonten und Stechuhren diskutiert!
Welche Erfahrungen habt Ihr in Euren Häusern damit gemacht?

Markus
27.01.2005, 20:25
Hallo!

Ich bzw, wir arbeiten schon länger mit EDV-Dienstplänen.

So sehr ich am Anfang meinen heißgeliebten Bleistift und mein Radiergummi auch vermißt habe, jetzt kann ich es mir definitiv nicht mehr anders vorstellen.

Wir arbeiten mit SP-Expert. Das Programm kann recht flexibel bzw. individuell gestaltet werden. Man braucht schon eine gewisse Übung, um mit allen Parametern parat zu kommen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Du siehst mit einem Blick schon während der Planung: Dienstbesetzung Früh - Spät - Nacht, farblich unterschieden, Du siehst wie die einzelnen Mitarbeiter "bilanziert", also plus- oder Minusstunden, Du "klickst" einen Tag an und siehst die komplette Dienstbesetzung, Du kannst jedem Mitarbeiter Qualifikationen zuordnen usw. ...!

Man muss aber auch wissen, jeder Mitarbeiter wird "durchsichtiger", d.h. mit einem Klick bekomme ich z.B. die kompletten Krankheitstage eines MA ...!

Das Programm ist auch in der Lage mir den Dienstplan zu schreiben, nachdem ich Mindestbesetzung, Qualifikation und Wunschdienste eingegeben habe.

Auch die Monatlichen Abrechnungen sind nicht mehr so zeitaufwendig wie früher.

Kurz: Eigentlich profitieren alle davon.

markus

Gordon Duisburg
01.02.2005, 11:36
Hallo zusammen,

es ist wohl unabdinglich geworden, Dienstpläne EDV-unterstützt zu gestalten.

Die Sache mit der Arbeitszeiterfassung und den Stechuhren kann für uns nur von Vorteil sein.
In meiner alten Klinik haben sie für eine "TESTPHASE" einen Monat lang gestempelt. Danach haben sie die Uhren mit der Begründung : "nicht notwendig" wieder abgeschafft.... die wollten nicht wahr haben, wie viele nicht registrierte Überstunden es Monat für Monat in Ihrem Haus gibt... ha.

Die Auszüge der Stempeluhren haben wir nie gesehen...

Also... vielleicht ist so eine Zeiterfassung gar nicht so übel.. :mosh:

Tempo
03.02.2005, 10:23
Die KH's wissen schon, warum sie solcherlei Dinge nicht einführen...!

somsanit
16.02.2005, 20:06
Gude, Servus und Hallo,

wir arbeiten seit einigen Jahren schon mit EDV-gestützten Dienstplänen, zunächst mit einer Eigenkomposition auf Excelbasis, seit etwa 4 Jahren mit Orbis von der Fa. SIEDA. Dienstplangestaltung mit Bleistift kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen. Alleine die Planung für 28 Mitarbeiter, die auf einem 10-Wochen-Rahmendienstplan basiert, dauert gerade noch etwa 3-4 Stunden, die AZ-Erfassung etwa eine Stunde.
Jede Menge Berichte (Leistungsübersichten, AZ-Kontenübersichten, etc.) bringen Transparenz (und damit auch Akzeptanz) für die Mitarbeiter.

Also für mich ist jede andere Form der Dienstplanerei antiquiert.

Grüsse vom Untermain

R.Fischer
19.02.2005, 09:51
Liebe Kollegen!

Wir arbeiten seit ca. 2 Jahren mit dem EDV- Dienstplan und sind äußerst zufrieden damit.
Änderungen sowie das Erstellen des Dienst- und Urlaubsplanes gehen schneller und ohne Schmierereien. Auch Statistiken über FB, Fehlzeiten etc sind auf einen Klick da. Ausdrucke kann ich für jeden Mitarbeiter separat machen.
Ich möchte es wahrlich nicht mehr missen! :mosh:
Dienstzeiterfassung per Stechuhr haben wir noch nicht, wird aber gerade ausprobiert.

Viele Grüße aus dem kalten weißen Schwabenland-
Rainer.

Zorro
01.03.2005, 12:07
Hallo,

wir erfassen seit knapp fünf Jahren elektronisch unsere Arbeitszeit. Ausgehend von einem selbstgestrickten Zeiterfassungsprogramm unserer EDV-Abteilung für die Gruppe der Arbeiter (Reinigungsdienst, Logistik, Gärtnerei u.ä.) ist inzwischen ein Dienstplan- und Zeiterfassungsprogramm für alle Angestellten der Klinik entstanden. Ich kann mich nur positiv dazu äußern. So werden getauschte Dienste z.B. automatisch vom System erfasst und evtl. geplante Arbeitszeitüberschreitungen gar nicht erst zugelassen. Einziger Nachteil ist, dass jegliche Mehrarbeit (die dadurch wunderbar transparent wurde) zusätzlich von der Stationsleitung im System quittiert werden muß, aber damit habe ich als gemeiner Pfleger ja kein Problem. Außen vor ist zur Zeit noch der ärztliche Dienst, die immer noch an der Umsetzung der Arbeitszeitenregelung basteln.

Papuga
21.05.2006, 10:42
Hallo zusammen,

es ist wohl unabdinglich geworden, Dienstpläne EDV-unterstützt zu gestalten.

Die Sache mit der Arbeitszeiterfassung und den Stechuhren kann für uns nur von Vorteil sein.
In meiner alten Klinik haben sie für eine "TESTPHASE" einen Monat lang gestempelt. Danach haben sie die Uhren mit der Begründung : "nicht notwendig" wieder abgeschafft.... die wollten nicht wahr haben, wie viele nicht registrierte Überstunden es Monat für Monat in Ihrem Haus gibt... ha.

Die Auszüge der Stempeluhren haben wir nie gesehen...

Also... vielleicht ist so eine Zeiterfassung gar nicht so übel.. :mosh:

Also bei uns im Haus sind die Zeiterfassungsgeräte nach Jahren abgeschafft worden und wir trauern immer noch hinter diesen Dingern her. Jede Mehrarbeitsminute war erfasst. Es ist im Rahmen von Sparmassnahmen abgeschafft worden. Wer schreibt jetzt schon Überminuten auf? Keiner. Und wenn, dann heißt es, wir mögen doch bitte keine Krümeldezimalzahlen in den Dienstplan schreiben....das könne man nur so sehr aufwendig zusammenrechnen.:motz:

Hanno H. Endres
21.05.2006, 16:57
Und wenn, dann heißt es, wir mögen doch bitte keine Krümeldezimalzahlen in den Dienstplan schreiben...

Was sagt denn der Personalrat dazu?

Ansonsten hilft wohl nur großzügiges Aufrunden der Mehrarbeitsminuten, oder? ;)

Schönen Sonntag,

hhe

Papuga
21.05.2006, 19:54
:-o
bin neuerdings erst zu einem dazu gewählt worden (mav)..
mal sehen...
papuga

Miss Honey
21.05.2006, 21:58
Ich kann mich meinen Vorrednern bezüglich der EDV gestützten Dienstplangestaltung nur anschliessen, möchte es nicht mehr missen!
In unsererm Haus haben wir seit Jahren ein Zeiterfassungssystem und ich finde, es hat für uns Pflegende nur Vorteile. Abgesehen von den "schleichenden" Überstunden, die so endlich mal erfasst sind ist es bei uns so geregelt, dass Dienstbeginn gleich Stempelzeit ist.
Also 6 Uhr Dienstanfang heisst 6 Uhr Einstempeln und nicht 6 Uhr gestiefelt und gespornt auf Station. So wird endlich die Wege- und Umziehzeit berücksichtigt, die uns beim Tragen von Bereichskleidung gewährt werden muss.
Die Ausdrucke der Zeiten sind für die Mitarbeiter frei zugänglich.
Gewiss wird aber auch erfasst, wenn man mal eher Feierabend macht, was ja meistens ohne Stempeln gern mal unter den Tisch fallen gelassen wird.
Da muss mancher schonmal aufpassen, dass er nicht ins Minus rutscht...
Liebe Grüsse

R.Fischer
22.05.2006, 10:27
Immer aufrunden, sage ich als Dienstplanvorgesetzter.
Macht es einfacher mit dem Rechnen und ohne bestehende Überstunden glaubt einem doch kein Arbeitgeber, daß man seine Mitarbeiter im bestehenden oder sogar erweiterten Umfang braucht.

Gruß aus dem sonnigen Schwaben von Rainer.

Superfantastisch
24.01.2007, 09:50
eine frage an die profis, die schon mit "stechuhren" gesegnet sind (uns steht sowas wohl auch bevor) - wie ist das bei euch geregelt, wenn man mal fünf minuten zu früh oder gar fünft minuten zu spät kommt? gibts dann sofort fünf plus oder 5 minusminuten aufs arbeitszeitkonto?

Obs-Pfleger
24.01.2007, 11:57
Moin!

Wir haben seit kurzem eine "elektronische Stechuhr", jeder Mitarbeiter logt sich mit seinem Mitarbeiterausweis bei Dienstbeginn ein und nach Dienstschluss aus. Komme ich z.b. 5 Minuten zu früh wird das nicht als 5 plus Minuten angerechnet, gehe ich allerdings auch nur 1 Minute zu früh oder komme 1 Minute zu spät wird das sofort als minus angerechnet!

Mfg Obs-Pfleger

akgl
26.01.2007, 22:17
Hallo,
wir arbeiten schon lange mit elektronischem Dienstplan und Arbeitszeiterfassung.
Wichtig ist am Anfang Regeln aufzustellen. Wer darf was bearbeiten und wieviel Freiheit gibt man jedem einzelnem Mitarbeiter. Bei uns kann jeder bis zu 1 Stunde am Tag + machen wenn es nötig ist.Eine gewisse Gleitzeit ist also möglich. Minustunden bzw. - minuten werden natürlich auch berechnet. Die Leitung sollte ein Auge darauf haben dass dies nicht falsch genutzt wird. Bei kurzen Wechseln (Einhaltung der Ruhezeiten) kann man zwar eher kommen aber das System gibt die Zeiten erst ab Einhaltung der Ruhezeit frei. Gibt es einen berechtigten Grund warum die Ruhezeiten nicht eingehalten wurden (wie etwa einspringen wegen Krankheitsausfall) dann können diese Zeiten freigeschaltet werden durch die Leitung (mit entsprechender Begründung). Nach Ablauf des Dienstplanes bekommt jeder Mitarbeiter automatisch einen Ausdruck über alle Vorgänge auf seinem Arbeitszeitkonto. Diese sollten überprüft werden um bei Fehlern diese mit der Leitung entsprechend zu korrigieren. Manchmal geht einem trotz Fehlermeldungen des Systems etwas durch die Lappen.
AKGL:-o

Zorro
30.01.2007, 10:02
wie ist das bei euch geregelt, wenn man mal fünf minuten zu früh oder gar fünft minuten zu spät kommt?
Wer zu früh kommt, ist halt früher da. Das taucht in der Monatszeitabrechnung als unquittierte Zusatzzeit auf. Wenn ich in der Zeit was gearbeitet habe, lass ich mir die Zeit quittieren. (Macht ganz unproblematisch die Stationsleitung).
Wer zu spät kommt, hat die Möglichkeit die Verspätung an die Dienstzeit dran zuhängen, geht bis zu 15 Minuten automatisch. Oder er/sie macht halt minus. Klingt kompliziert, ist es aber nicht.
Grundsätzlich möchte ich auf die elektronische Zeiterfassung nicht mehr verzichten. Die wenigen Nachteile (wenn ich zwei Minuten früher gehe, sind die zwei Minuten weg, aber wenn ich zwei Minuten länger bleibe, muss ich mir die extra quittieren lassen) werden durch die Vorteile (wie etwa mehr Transparenz, bessere Überblick für mich, weniger Papierkram) mehr als ausgewogen.

Superfantastisch
02.02.2007, 08:31
erstmal danke für die vielen antworten! ist schon vieles klarer, jetzt.


sehe ich das richtig, dass das jedes haus so regeln kann, wie es will?

akgl
02.02.2007, 14:53
Hallo,
es muss das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden und die Betimmungen des TVÖD (bzw. was auf euer KH zutrifft). Und bei uns wurde noch der Betriebsrat ins Boot geholt, damit alle zufrieden waren. Es ist halt Ansichtssache wieviel Freiraum (+ Stunden zu bekommen durch Mehrarbeit)jedem gelassen wird, oder ob jede kleine Änderung durch die Leitung freigegeben werden muss.
Teilweise wird es in den Abteilungen auch unterschiedlich gehandhabt, alles eine Frage der Programmierung.
Gruß akgl:jubel:

Tempo
09.08.2007, 19:49
Hat jemand Erfahrungen mit dem Dienstplanprogramm "Francis"??