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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Ernährung des Klienten mit ARDS



mikhag
18.01.2005, 21:46
Hallo erst einmal.
Bin noch neu hier, naja schaun ma mal

Wer von euch hat Erfahrung mit Spezialkost für ARDS Klienten?
Wenn ja welchen % Fettanteil gebt ihr und in welcher Konzentation sind enterale Antioxidanzien enthalten? Welche Erfolge konntet ihr erziehlen? Hattet ihr überhaupt Erfolge?

Freue mich auf eure Erfahrungen, Bis dann.

Tobi Bo
19.01.2005, 16:49
hallo!

Manchmal geben wir bei ARDS Oxepa (http://www.abbott.de/Medizinische_Ernaehrung/Produkte/Sondennahrung/Oxepa/oxepa.html), allerdings auch nicht immer.

Ob es wirklich aber wirklich was bringt, ist ohne genaue Untersuchung nicht zu sagen - im Alltag fehlt einfach die Kontrollgruppe.

Gibt es eigentlich auch noch andere Sondenernährungen außer Oxepa, die für ARDS geeignet ist? Ich kenne jedenfalls nur die.

Kollegiale Grüße,

Tobi

FireBIPAP
20.01.2005, 01:21
Hi!

Dito, auch wir geben Oxepa.
aber mal "unter uns", ich konnte noch nie feststellen warum ein PATIENT sein ARDS überlebt hat. Lag es am RespiStar-Bett, an der frühzeitigen erkennung, an den Medikamenten, an der Ernährung, an dem Therapeutischem Team .....

Cu Simon

Christoph
20.01.2005, 20:22
Hallo

wir geben unserern Patienten nur Standardernährung mit der Unterscheidung zwischen Diabetes oder nicht. Allerdings ernähren wir auch in einer Mischform zwischen parenteral und enteral. der vollständige enterale Kostaufbau (2000 - 3000 KCal) wird nicht angestrebt. ziel ist eindeutig die Aufrechterhaltung der Magen-, Darmpassage. Das gelingt meist, wenn nicht noch eine Darischämie oder Cholezystitis dazwischen kommt. Ich kenne zwar einige Studien über die verschiedensten speziellen Sondenkosten konnte praktisch aber zwischen Durchfall( z.B. Stresson) oder kein Durchfall entscheiden. Die von den Firmen finanzierten Studien zeigen wohl auch nur was Ihnen gut passt.

Grüße :confused:

Christoph

mikhag
21.01.2005, 10:20
Erst einmal danke für eure Infos.

Zum Punkt Oxepa, es gibt noch andere, eigentlich hat jeder Hersteller so sein eigenes Produkt. Es ist leider nur so, das auf Grund von Kostenüberlegungen die teure Vorhaltung solcher Ernährung häufig abgeschmettert wird.
Die Studie welche die Evidenz der enteralen Antioxidation und antiinflammatorischen Wirkung von verschiedenen Fett und Eiweisarten klar belegt ist sicherlich auch unseren Medizinern bekannt. Deshalb hoffte ich darauf, das jemand von euch vieleicht eine kostenneutrale Alternative bei sich im Einsatz hat. Über den Sinn dieser Art der Kostenersparniss lohnt es sich nicht zu reden. Deshalb suchte ich nach Lösungen.
Nochmal Danke, vieleicht hat ja noch jemand was Parat.

Superfantastisch
21.01.2005, 18:06
Zum Punkt Oxepa, es gibt noch andere, eigentlich hat jeder Hersteller so sein eigenes Produkt.

... und seine eigene studie :mad:



Deshalb hoffte ich darauf, das jemand von euch vieleicht eine kostenneutrale Alternative bei sich im Einsatz hat.

Was meinst du damit? Unter kostenneutral verstehe ich erstmal "geschenkt"

:confused:

Christoph
25.01.2005, 22:38
Hallo Mikhag

sind die 30 Euro mehr pro Tag wirklich der entscheidende Punkt ? :confused:
Vielleicht muss amn das mit der Verwaltung oder Ärzteschaft immer wieder mal diskutieren und in Zusammenhang mit dem Tagessatz eines Patienten auf Intensiv stellen ?
Ich wünsche Dir viel Erfolg und bin froh wieder mal unsere noch vorhandenen Spielräume zu sehen.

Grüße
Christoph

grobie
30.03.2005, 12:10
Hey!

Das Substrat "Nephro-Intensiv" oder "Intensiv" von der Firma Vitasyn sind extrem hochkalorisch und zum großen Teil fettbasiert. Sie ist z.T etwas günstiger als "Opexa".
Eine Kostenrechnung man wirtschaftlichen Gesichtspunten ist oft eine gute Argumentationsgrundlage. Was kostet ein Tag mit ARDS? Wieviel kostet das Substart? Wieviel spart man an Medikamenten ein? ... ... Das ist eine ernüchternde Rechnerei, aber sie hat bei uns immer zum Erfolg geführt.

Mit den besten Grüssen

grobie