Vollständige Version anzeigen : Soldaten in der Fachausbildung
Moin Zusammen!
Wir haben im Rahmen der FWB gerade den dritten Soldaten bei uns. Unsere Erfahrungen sind sehr durchwachsen. Bei zweien fehlte elementares Basiswissen in jeder Form. Dennoch sollen diese Kollegen die FWB machen, damit sie dann auch bei Auslandseinsätzen eingesetzt werden können.
Welche Erfahrungen gibt es in anderen Kliniken?
PICCOlina
18.01.2005, 10:35
Ehrlich gesagt,
habe ich davon noch nie gehört, hast Du mehr Infos?
Die müssen doch auch ein Examen vorzuweisen haben und braucht man nicht auch Intensiverfahrung um zur Weiterbildung zugelassen zu werden?
Gruß PICCOlina
ostfriesland
18.01.2005, 12:57
Hallo,
das Problem kenne ich auch, allerdings ist dies schon etwa 10 Jahre her. Damals wurden an der Klinik auch Soldaten für die Zeit des Fachweiterbildungslehrganges beschäftigt - und einigen fehlte komplett das Wissen; aber trotzdem wurden auch diese durch den Kurs geschleift und bekamen am Ende auch die erfolgreiche Teilnahme am Kurs bestätigt - natürlich gab es auch einige die ihr Examen vorweisen konnte, aber einige wurden auch ohne dieses zum Kurs zugelassen, es reichte aus wenn diese bei der Bundeswehr im Sanitätsbereich eingesetzt waren.
Gruß
Nina Tent
18.01.2005, 18:20
natürlich gab es auch einige die ihr Examen vorweisen konnte, aber einige wurden auch ohne dieses zum Kurs zugelassen, es reichte aus wenn diese bei der Bundeswehr im Sanitätsbereich eingesetzt waren.
Gruß
Tja, das ist doch die Lösung! :D
Viele Weiterbildungsstätten stehen doch vor dem aus, da den zivilen Kliniken die Ausbildung zu teuer ist.
Was liegt da näher, als die Kurse mit Uniformierten aufzufüllen?
"Das mögliche Einsatzgebiet (der Bundeswehr) ist die ganze Welt (http://www.goethe.de/in/d/frames/schulen/laku/bundeswehr2.html)", sagt Herr Struck. Ist also ein expandierender Sektor. Und überall, wo sich junge Menschen gegenseitig kampfunfähig kämpfen, müssen sie auch wieder zusammengeflickt werden (bei den geburtenschwachen Jahrgängen bleibt keine Alternative).
Und wenn die Ausbildungsqualität der Pflegenden schon im zivilen Sektor vielen (Trägern und Kostenträgern) herzlich egal ist, dann soll's in der Truppe wohl auch nicht so schlimm sein. Ist schließlich kein Urlaub (http://www.deadkennedys.com/images/albums/ffrv/lyrics.htm#13).
Peace,
Nina
Ambu das Beuteltier
18.01.2005, 20:29
soso..."die ganze welt"
was bitte hat die deutsche Bundeswehr in dieser großen Welt verloren?
ist es das was unsere Größten mit "harmonisierung der Beziehungen zu den USA" meinen? Einfach mitmischen und dann dementsprechend die neu erschlossenen und globalisierten Märkte besser kontrollieren können?
Na ja ich will das lieber nicht weiter ausführen...
Na Dankeschön, sollen sie doch bitte lieber für die Finanzierung und Entsendung von vorhandenem Fachpersonal "mit der Truppe" sorgen anstatt halbwissende "Hajopeis" mit zweifelhaftem Status in die Welt zu entlassen. Wem sollen diese "Fach-Sanitätsoffiziere" denn helfen können?
Gefährlich, gefährlich.
Gruß, T. :wut:
Hallo, vor ca. 20 Jahren hatten wir nacheinander 4 Bundeswehrler in der Weiterbildung - auch mit oben erwähnten Voraussetzungen und Erfahrung. Alle hatten aber zumindest Anästhesieerfahrung; einer ist noch hier am Haus beschäftigt.
Vor einigen Wochen gab es eine Anfrage der Bundeswehr, 3 Kandidaten zu schicken. Bei uns findet aber eine Pause statt, so dass "weitergesucht" wurde.
Nach dem KP-Gesetz vor 1985 erhielten Sanitätssoldaten nach 4 Jahren die Anerkennung als Krankenpfleger. Mir sind einige Betroffene bekannt, welche auch in leitenden Positionen in Zvilkrankenhäusern arbeiten.
PICCOlina
19.01.2005, 10:17
Verstehe ich nicht ganz,
ich dachte die Ausbildung ist gesetzlich geregelt. (3 Jahre Lernen plus Examen).
Wie kann es dann sein, dass es nach 4 (oder wieviel auch immer) Jahren eine Anerkennung gibt. Ohne Examen? :motz:
Komisch oder?
Das erschließt ja gefährliche Möglichkeiten....
Vielleicht sind dort die Ärzte auch einfach nur mehr als 10 Jahre dabei und haben eine Anerkennung erworben ;)
Gruß PICCOlina
arnold kaltwasser
19.01.2005, 11:08
...
Nach dem Gesetz erhalten Sanitätssoldaten nach 4(?) Jahren die Anerkennung als Krankenpfleger. Mir sind einige Betroffene bekannt, welche auch in leitenden Positionen in Zvilkrankenhäusern arbeiten.
Hallo Dieter,
gilt das auch nach dem neuen Krankenpflegegesetz?
cu arnold
FireBIPAP
19.01.2005, 11:41
Hi!
@ Nina: Toller Beitrag. Kann es sein dass du selber beim Bund bist?:D
@ didi9: Das ist ja ein echter Hammer! Ich muß gestehen mir war auch nicht bekannt dass Leute "nach 4 Jahren Sanni " Krankenpfleger mit Examen werden können. Und dass dann besagte Leute "noch so durch die Weiterbildung geschliffen" werden und ihr zweites Staatsexamen bekommen.... Naja. :(
Ich hoffe in der wirklichkeit werden auch weiterhin nicht ausreichend qualifizierte oder motivierte Leute ihr Staatsexamen nicht schaffen, in beiden Ausbildungen.
Nichts gegen unsere Bundeswehr, bitte nicht falsch verstehen!!!
Aber warum machen die Jungs nicht genau die gleichen Ausbildungen mit den gleichen vorraussetzungen wie wir Bürger auch?
Cu Simon (ex ZIVI)
Hallo Arnold:
Im KPG 1985 wurde zur KP-Ausbildung nur noch eine Verkürzung von einem Jahr anerkannt. Im neuen Gesetz ist nichts mehr zu finden. Deswegen müssten die drei Interessenten die Anerkennung von vor 1985 haben.
Niedersachsen ist ( leider ) das erste Bundesland, welches keine zweijährige Intensiverfahrung verlangt. Man kann theoretisch direkt nach der Krankenpflegeausbildung mit der FWB weitermachen. Die Bundeswehr nutzt das ausgiebig aus indem sie die Anwärter praktisch aus dem gesamten Bundesgebiet hierher schickt. Für die Fachweiterbildungsstätten ist das sehr attraktiv wegens der Kohle, außerdem sind die Soldaten völlig freigestellt und brauchen bei ihren Intensiv - und Anästhesieeinsätzen niemanden zum Gegenrotieren!
In den Bundeswehreigenen Krankenhäusern ( z.B. Koblenz ) wird auch ein mindestens zweijähriger Intensivnachweis verlangt.
Die Leute sind z.T. völlig unerfahren und entsprechend auch total überfordert. Es gibt auch wohltuende Ausnahmen wie ich zum Beispiel gerade erlebe. Aber dennoch können sie natürlich niemals einem " alten Hasen " mit schon 5-9 Jähriger Intensiverfahrung das Wasser reichen. Eine Kollegin von der Bundeswehr meinte tatsächlich mal zu mir, daß wir mit zweierlei Maß beurteilen sollten. Das geht dann doch zu weit. Bei einigen ist es schon ein unheimlicher Gedanke, wenn sie eines Tages auf die Menschheit losgelassen werden. Ich bin auch der Meinung, daß die Bundeswehr weder sich noch den FWBteilnehmern einen Gefallen damit tut.
Hallo Tempo!
Eine zweijährige Intensiverfahrung wird in keiner der ca. 14 Weiterbildungsordnungen verlangt: meist eine 2 jährige (u.U. 18 Monate) Berufserfahrung, davon mindestens 6 Monate auf der ITS (u.U. in der Anästhesie).
Haben denn die Bw-ler ihre Anerkennung schon vor 1985 erhalten?
Nein. Die die jetzt dabei sind haben alle eine Krankenpflegeausbildung absolviert, aber mehr auch nicht. Intensiv - und Anästhesie ist bei den meisten völliges Neuland.
PICCOlina
19.01.2005, 22:47
Wenigstens haben sie ein Examen...
Das mit der Anerkennung finde ich viel schlimmer. Wenn das wirklich wahr ist, sehen wir mal wieder, welchen Stellenwert unsere Ausbildung genießt :wut:
Brauchste nix lernen, das bischen geht auch ohne. Und durch die FWB bringen wir dich auch noch. Und jetzt wegtreten!
Ich glaub mir wird grad schlecht :(
PICCOlina
moosmuffel
20.01.2005, 00:04
Hallo zusammen,
mag mich hier auch zu Wort melden. Selbst wenn mich das Treuepunkte kostet. :) ( warn Scherz)
Also zum Thema: Mit der Anerkennung vor 1985 kenn ich mich auch nicht aus. Aber wie schon angedeutet müssen schon seit einiger Zeit alle, also auch Soldaten, dafür lernen und Examen machen wenn sie Krankenpfleger heissen wollen.
Es ist möglich das es bei unseren Streitkräften einige Pflegekräfte gibt die nicht in der Praxis stehen und folglich mit der Arbeit im Zivilbereich auch nicht zurecht kommen, ABER bevor hier in einem Forum von Fachkräften über einen Teil unserer Berufgruppe solche " Scheisshausparolen" verbreitet werden und Grüchte über Neckermann-Pflegekräfte die Runde machen möchte ich doch darum bitten die Problematik sachlicher anzugehen.
Warum geht man dann nicht offener damit um und geht auf die Lerndefizite ein, es gibt auch zivile Pflegekräfte die jeder Beschreibung spotten.
Außerdem trifft dieses Defizit garantiert nicht auf alle zu, wie schon angedeutet stellen auch BWK´s bzw. BWZK´s ( Bundeswehrkrankenhäuser die im übrigen auch Zivilisten versorgen) Ansprüche an ihre Mitarbeiter.
Es mag nicht alles toll sein bei unseren getarnten Kollegen aber die rennen auch nicht mehr mit dem Sperr ums Feuer.
Und bevor Gerüchte aufkommen ich bin Reservist und hab mein Examen nach meiner aktiven Zeit in einem zivilen Krankenhaus gemacht.
mfg
PICCOlina
20.01.2005, 02:25
Hallo Moosmuffel,
Ich hoffe, Ihre Wortwahl liegt an der nächtlichen Stunde.
Hier gibt Niemand ....parolen von sich.
Nach diesem Beitrag wird Ihr Verlangen nach einer sachlichen Diskussion sicher nicht mehr bedient werden können!
Gruß PICCOlina
@Moosmuffel
Es ist ja bis jetzt niemand verunglimpft worden. Aber in dieser Diskussion schält sich doch deutlich heraus, daß die Kollegen von der Bundeswehr mit erheblichen Defiziten zu kämpfen haben und diese sind innerhalb einer zweijährigen Fachausbildung unmöglich zu kompensieren!
Das Problem liegt also bei der Bundeswehr. Diese sollte ihre Leute nicht einfach so in's "Kaltwasser ;) ;) "schmeissen, sondern ein Jahr vorlaufzeit einräumen. Damit wäre im Grunde schon allen ein Stück weit geholfen!
arnold kaltwasser
20.01.2005, 09:41
Jetzt muss ich als ehemaliger Zivildienstleistender doch mal ne Lanze für die Bundeswehrler brechen:
Die Motivation der Bundeswehrsoldaten ihren Beruf auszuüben (auch in der Krankenpflege) ist so hoch und unterschiedlich wie bei anderen Berufsgruppen auch. Die BW Soldaten die ich bisher kennengelernt habe waren alle motiviert (im positiven Sinne) und genauso gut wie alle anderen auch!
so long aus dem kalten Reutlingen
arnold
PS ich würde heute wieder Zivi machen :D
arnold kaltwasser
20.01.2005, 09:42
Diese sollte ihre Leute nicht einfach so in's "Kaltwasser ;) ;) "schmeissen, ...!
muss ich das persönlich nehmen? :schock:
so long arnold kaltwasser
Hallo Leute,
ich habe 1983/84 meine Wehrpflicht als Sanitätssoldat geleistet.
Damals war die Regelung so, dass man nach 15 Monaten (und mehreren bestandenen bw-eigenen Prüfungen) und Nachweis von soundsovielen Wochen Tätigkeit im Klinikbereich die staatliche Anerkennung als Krankenpflegehelfer hätte beim Regierungspräsidenten beantragen können. Längerdienende, mit weiteren Prüfungen, hätten demnach in zivilen Kliniken zur Weiterbildung zugelassen werden können.
So ist uns damals gesagt worden, welche gesetzliche Grundlage dazu Pate stand, weiß ich nicht.
Ich selbst bin über diese Brücke nicht gegangen, da mir die 15 Monate BW, von denen ich ganze 3 Monate im Krankenhaus gearbeitet hatte, als Ausbildung nicht genügt hatten.
Ich habe danach eine ganz normale Ausbildung durchgezogen.
Ich hoffe, etwas zur Erhellung beigetragen zu haben.
Michael
Hallo Tempo,
Niedersachsen ist ( leider ) das erste Bundesland, welches keine zweijährige Intensiverfahrung verlangt. Man kann theoretisch direkt nach der Krankenpflegeausbildung mit der FWB weitermachen.
Das stimmt so (leider) nicht.
Jede Weiterbildungsstätte konnte schon immer in eigener Regie Ausnahmen zulassen.
Bei meiner Fachausbildung 1993/95 waren mehrere Kollegen dabei, die von der Krankenpflegeschule einfach nur einen Hörsaal weiter gerutscht sind.
Das hängt immer am Bedarf der einzelnen Kliniken.
arnold kaltwasser
20.01.2005, 10:05
...Jede Weiterbildungsstätte konnte schon immer in eigener Regie Ausnahmen zulassen.
...
Das hängt immer am Bedarf der einzelnen Kliniken.
Das geht in BaWü glücklicherweise nicht mehr so einfach:
Jede Ausnahme muss mit einer Einzelfallbegründung beim Regierungspräsidium durchgesetzt werden
immer noch kalt arnold
Finde ich auch gut so,
aber, welcher RegPräs wehrt sich denn, wenn eine Landesregierung kommt und will mal -schwupps-einige Sondergenehmigungen?
So geschehen im Saarland in den 90er Jahren.
Da hat Saarberg/Ruhrkohle massenhaft, sprich zu Tausenden, Leute entlassen und wer noch nicht über 40 war und rechtzeitig das Weite gesucht hatte, fand sich plötzlich wieder in Weiß in irgend einer Klinik wieder.
Umschulung bezahlte komplett das Land!
Und einige von denen fanden sich natürlich, weil da ja auch Mangel war, in den diversen Fachweiterbildungen wieder.
Aber viele von denen sind nicht unbedingt die schlechtesten Kollegen, wohlgemerkt. ;)
muss ich das persönlich nehmen? :schock:
so long arnold kaltwasser
Nein! Natürlich nicht!! Nix für ungut.
Hanno H. Endres
24.01.2005, 19:21
@ Tempo: :D
@ alle: wer lieber über Voraussetzungen als über Soldaten in der Weiterbildung diskutieren möchte, kann hier (http://forum.zwai.net/showthread.php?t=354) weitermachen.
Es teilt auseinander, was auseinander gehört,
hhe
pinguinfilm
30.08.2006, 08:14
für eine Dokumentation des MDR suchen wir nach BW Angehörigen die im Kosovo oder in anderen Ländern Auslandseinsätze gefahren haben und uns etwas über ihre Erfahrungen dort erzählen können.
Uns liegt vor allem daran zu erfahren, wie haben sich die Menschen während des Auslandseinsatzes verändert, ihre Einstellung zum Leben, zu ihrem Beruf. Fragen nach dem Glauben, der Wirklichkeit in anderen Gesellschaftssystemen.
Wer von uns Sie redaktionell betreut, entscheiden wir noch.
In dem Film werden Polizisten aus UNMIg Einsätzen und BW Angehörige zu Wort kommen. Dreharbeiten vor Ort sind auch evtl. möglich. Ansonsten Heimkehrer.
Wir suchen nach solchen Menschen für die Kriegseinsätze gar kein Problem sind und die sogar danach suchen - ebenso wie solche die durch schlimme Erlebnisse posttraumatische Probleme bekommen haben.
Es geht in dem Film auch um die Frage : Wie werden diese Menschen wieder in unserer Gesellschaft aufgenommen ? Was können Freunde, Bekannte aber auch die BW tun um ihnen zu helfen usw.
Ich habe Ihre Adresse von Ihrer Seite und von Wolfgang Jaspers.
Es wäre schön, könnten wir in Kontakt treten und Sie uns möglicher Weise helfen mit Ihrer Erfahrung solche Menschen zu finden.
Mit besten Grüßen,
Markus Thöß
moosmuffel
30.08.2006, 22:35
Hallo Herr Thöß,
ich für meinen Teil kann Ihnen leider nicht weiterhelfen, aber Fragen sie doch mal beim Reservistenverband oder dem zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr oder bei den Komandeuren der BWK´s an vielleicht können die ihnen weiterhelfen. Vielleicht gibts auch auch schon erste Erfahrungen der KSES oder der Medivac´s.
mfg
guten tach ..
bin hier neu und nur durch zufall auf dieses thema gestossen ...
jetzt muss ich mich wohl gleich outen:
bin seit 13 jahren bei der bw in sandienst und bin berufsoldat
war in 7 auslandseinsätzen
seit 5 jahren hab ich meinen FP
ich hoffe, ich kann etwas licht ans ende des tunnels bringen:
(werde jetzt mal ein bisschen was schreiben, was ich mir so gemerkt hab)
http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd4w3DPICSYGZbn76kT CxoJRUfV-P_NxUfW_9AP2C3IhyR0dFRQC-8hiw/delta/base64xml/L3dJdyEvd0ZNQUFzQUMvNElVRS82X0FfMjMy
so das ist mal die offizielle aktuelle seite
zu der anerkennungssache von 1985 ..
nötig dazu war der sog SAN V lehrgang (Fachlehrgang zum Feldwebel).
wenn man dann 4 jahre in einer entsprechenden verwendung gearbeitet hat, konnten man sich den krankenpfleger anerkennen lassen. aber nicht examinierter krankenpfleger, sondern das teil hieß staatlich anerkannter krankenpfleger ...
dieses system gibt es nicht mehr ...
ich hatte das glück noch das "alte" system zu sehen (mit san I, II, V) und jetzt das neu system mit der zaw (zivile aus-und weiterbilung) schiene "wachsen" zusehen.
das altes system war auf den kalten krieg zugeschnitten, sowie die erfahrungen als dem WK II.
durch die bekannte lageänderung musst sich auch der Sandienst anpassen.
es wurde als erstes der San II gestrichen und durch den zivilen Rettungssanitäter ersetzt.
der San V wird seit einiger zeit durch den Rettungsassistenten ersetzt.
die bundeswehr hatte erkannt, dass man mehr qualifizierte fachkräfte benötigt. vorallem wegen der auslandseinsätze.
eines der grossen probleme ist "die in übunghaltung"...
die zahl der soldaten ist eingeschränkt, dh viele müssen, vorallem in der truppe, doppeljobs machen .. sind einerseits krankenpfleger und müssen eine zug führen und materialbewirtschaftung (und das ist ein graus!) machen.
weil die parxiserfahrung lernt man nur in der praxis ..
jetzt stellt euch vor, einer der krankenpfleger ist und in der "Truppe" war, bekommt gesagt "sie machen ab XX.XX.XXXX die fachausbildung". und schon kommt jemand in ein krankenhaus auf ein intensiv .. und alle fragen sich wieso ist der nicht fit? manchen müssen die ausbildung machen und wollen diese nicht. bei der bundeswehr läuft das alles etwas anders, da werden nicht unbedingt die drangenommen, die die besten sind.. leider kann ich die frage nicht beantworten, nach welchen kriterien da ausgesucht wird, das fragen wir uns auch manchmal, wenn wir welche bekommen. mein tip.. redet mit den leuten ordentlich und vernüftig .. das hilft meist .. Soldaten (gerade die aus der truppe, sind ein bisschen anders gestrickt) .. aber wer, der länger als 5 jahre auf icu ist, ist noch normal (ihr wißt wie´s gemeint ist!)
zur ausbildung werden aber nur krankenpfleger mit examen zugelassen und zwar mit den vorschriften des jeweiligen landes ... da gibt es für bw keine ausnahmen..
ich hab selbst bei der bw krankenpflege gelernt und meinen FP an einer zivilen schule gemacht .. bei uns ist das allerdings kein problem, weil "unser" bw krankenhaus voll in die städtische krankenhausversorung eingebunden ist und auch sehr anerkannt ist.
ich hoffe, ich konnte jetzt etwas aufklären.
falls was missverständlich ist, oder noch fragen da sind, bitte posten! ich versuche alles so gut es mir möglich ist zu beantworten!!
moosmuffel
10.10.2006, 01:33
Hallo Garmin,
Danke für deinen Beitrag. Schön das sich auch jemand aus der Truppe am Forum beteilligt so kommen wir doch weiter....
mfg
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