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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : non-invasive-airwaymanagement (war: myICU)



pfennixfux
20.07.2004, 10:38
non-invasive-airwaymanagement machen wir mit unserem CPAP gerät der fa. b+p. ist im grunde genommen nicht schlecht, bin ein voller befürworter der nichtinvasiven beatmung, aber erfahrungsgemäß haben wir gesehen daß wenn es die ersten 36-48h stunden nur geringfügig verbessert, dann ist das mittel der wahl die intubation für 48h. die dauerbeatmung der patienten mit dem cpap gerät strapaziert die patienten doch zu sehr.
dann bis dahin
pfennixfux

PICCOlina
25.07.2004, 16:12
Hallo
Wir haben mit der nicht invasiven Beatmung gute Erfahrungen gemacht.
Mit einem Dräger- Gerät(eigentlich zur Heimbeatmung) und Maske läuft das bei uns prima.
Wir nutzen diese Methode um bei haematologischen Patienten mit Pc-Pneumonie (Pneumocystis carinii) oder "Pilze in der Lunge" die Intubation zu umgehen. Das ist viel besser als CPAP- (das schaffen diese Pat. kräftemässig nicht)
Und die dadurch gewonnene "wache" Zeit ist für die meist jungen Pat.und deren Angehörige enorm wichtig.
Ein Versuch ist es alle mal für alle Pat. wert, wenn dadurch die Intubation verhindert, oder vielleicht rausgezögert werden kann. Zumindest bei Pat. wo eine lange Beatmungszeit zu erahnen ist.

PICCOlina

volkerallwicher
02.01.2006, 14:49
also ich finde eine Intubation ist dann notwendig wenn sie notwendig ist und die Extubation erfolgt so spät als nötig und so schnell als möglich...
die Standardzahlen, die Du hier so aufstellst scheinen mir doch ein wenig sehr verallgemeinernd...
aber es stimmt mit Maske beatmen für Tage ist sehr schwierig,
vor allem die Druckstellenprobleme sind irgendwie noch nicht so recht behoben...

Sebastian B
08.01.2006, 00:42
also, ich kann in punkto niv nur sagen ,daß wir von 100 patienten mit akuter resp. insuffizenz 5 mit niv behandeln können.das patientengut besteht allerdings aus onko/hämat.oftmals nach knochenmarktransplantation mit den folgen der aplasie und den daraus resultierenden komplkationen.eine invasive beatmung bei z.b. PCP ist da unumgänglich ,zumal die patienten meist am ende ihrer kräfte sind.viele grüße sebi

Dirk Jahnke
08.01.2006, 10:10
Moin Moin

Wir sehen hier Patienten sowohl aus dem Bereich Hämatologie/Onkologie wie aus den anderen Bereichen der aufgrund internistischer Erkrankungen bedingten resp. Insuffizienz.

Allg. werden Patienten mit einer resp. partial Insuf. zunächst mit continious CPAP versorgt. Druckstellen sind dabei aufgrund der moderaten CPAP Drücke <=10 und dem damit verbundenen geringen Problemen mit der Maske eher ein kleines Problem. Alternativ gibt es ja noch den Helm oder gerade bei dieser Patientengruppe auch NasenCPAP.
Einen Patienten in der Aplasie mit Pneumonie aufgrund einer global Insuf. NIV zu beatmen erscheint mir aufgrund der Gesamtproblematik (meist ja mit Sepsis) eher frustran. Selbst unter CPAP kommt es in den meisten Fällen nach 24 Stunden zur intubation. In dieser Zeit haben die Patienten und die Angehörigen tatsächlich noch Zeit mit einander zu kommunizieren. Der Verlauf bei diesem Bereich der Grunderkrankung wirkt ja auch hochproportional schlecht. Zum Verständnis ist es dabei wichtig zu wissen das auf unseren onkologischen Stationen bereits CPAP-Maske eingesetzt wird.

Intubation und Beatmung ist gerade hier nur symptomatisch und verschlechtert das outcome so das ein Versuch mit nicht invasiven Mitteln wie CPAP-Maske oder NIV immer eine Überlegung Wert sein sollte. In der Regel erscheint mir NIV aufgrund der Indikation und der damit verbundenen schwere der Erkrankung eher frustran bei CPAP (wenn auch als PSV am Respirator) bei partial Insuff. habe ich da weniger bedenken.

@volkerallwicher

Die Notwendigkeit zur Intubation wird aber in jeder Klinik anders gesehen! Gerade ein Austausch über die Plattform Internet macht das Klar. Aber ein lokaler Blick über den Klinikrand zeigt das auch schon. Gerade beim Lungenödem wird in Kliniken ohne CPAP Maske eher Intubiert. CPAP Maske und NIV verschieben bzw verhindern in vielen Fällen die Intubation. Kliniken die diese Maßnahmen erfolgreich einsetzen werden die Indikation zur Intubation anders sehen als Kliniken ohne diese Maßnahmen. Und von denen gibt es noch viele !

Insofern stimme ich deinem zweiten Satz aber zu - zum jetzigen Zeitpunkt sind lokale Zahlen eher wenig aussagekräftig.



Tschau
Dirk Jahnke