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Ambu das Beuteltier
24.12.2004, 02:50
Hallo Kollegen,

der Jahreszeit entsprechend:

Welche ist die günstigste Methode am "kalten Finger" die Sauerstoffsättigung valide zu messen?

Jeder kennt das Problem (und ich meine nicht die eigenen kalten Finger morgens beim Eiskratzen nach dem Dienst) des zentralisierten, oder sonstwie an Extremitäten unterkühlten Patienten die Werte der Pulsoxymetrie glaubhaft verwerten zu wollen.

Welche Methoden habt Ihr auf Lager um die Messwerte zu verbesssern?
Mich interessiert Euer Vorgehen bei schlechter Qualität des gemessenen Pulses.
Wo messt Ihr alternativ?

weihnachtlicher Gruß, T.

Michael
24.12.2004, 14:03
Hallo Ambu,

wahlweise auch am Zeh, meist dem 2.
Der ist nämlich der größte von allen und nicht zu dick.
Wenn da nicht, dann haben wir noch so Spezialdinger, die zwackt man ans Ohrläppchen. Wie die genau heißen, weiß ich auch nicht.
Und wenn da keine vernünftigen Werte bei rumkommen, sollte man allgemein die Vitalzeichen kontrollieren ... :hihi:

ostfriesland
25.12.2004, 03:34
Moin,
neben der Messung am Zeh gibt es bei uns alternativ auch Sättigungsmesser für das Ohr. Sollte dort auch keine Messung möglich sein, kann man diese in Ausnahmefällen auch an der Nase befestigen.
Gruß

Markus
25.12.2004, 11:25
Wir verwenden z.T. Klebesättigungen und bringen diese bei zentralisierten Patienten auf der Stirne an.

Ein "Moin Moin" aus dem Rheinland und Allen die heute ebenfalls arbeiten müssen, trotzdem einen ruhigen Dienst!

Markus :jubel:

Ambu das Beuteltier
25.12.2004, 13:38
Weihnachtliches Ahoi in die Republik!


Hey Michael:
also das mit den "Vitalzeichen kontrollieren" hatte ich aufgrund des Forums in dem wir uns befinden vorausgesetzt.

Moin Ostfriesland:
hast du auch die Erfahrung gemacht das diejenigen Sensoren die am Finger bestens funktionieren dann an anderen Akren am schlechtesten passen (z.B. am Ohrläppchen keinen Puls finden)

Hey Markus,

wie funktioniert die Technik auf der Stirn? Wie wird hierbei eine Pulswelle erkannt und wie kann dort Kappillarblut "durch"leuchtet werden?


Gruß auch an alle tapferen Weihnachtsschaffer...Grüßt mir die diesjährigen Choledochussyndrome!!!!
T.

Michael
25.12.2004, 15:02
Hallo Ambu,

Hey Michael:
also das mit den "Vitalzeichen kontrollieren" hatte ich aufgrund des Forums in dem wir uns befinden vorausgesetzt.[QUOTE]


Wenn du dich da mal nicht vertust !
Manchmal habe ich das Gefühl, dass gerade unser "Jungnachwuchs" vergessen hat, warum sie Augen, Ohren, Nase usw. haben.
Letzte Woche hat mich ein "Frischling" gefragt, ob es sehr schlimm sei, wenn er seinem Patienten nicht den Blutdruck messen könne, er habe keine Manschette für den automatischen NIP finden können.
Meinen Tip, es doch mal mit dem althergebrachten manuellen Gerät zu versuchen, quittierte er mit einem "Dafür hätte ich ja keine Intensivpflege lernen brauchen!" Bravo
Mein Mund stand noch stundenlang offen.

grünkittel
26.12.2004, 01:21
Letzte Woche hat mich ein "Frischling" gefragt, ob es sehr schlimm sei, wenn er seinem Patienten nicht den Blutdruck messen könne, er habe keine Manschette für den automatischen NIP finden können.
Meinen Tip, es doch mal mit dem althergebrachten manuellen Gerät zu versuchen, quittierte er mit einem "Dafür hätte ich ja keine Intensivpflege lernen brauchen!" Bravo
Mein Mund stand noch stundenlang offen.
Hättest ihm mal sagen sollen das er gerade deswegen die Ausbildung genacht hat. Auf einen Knopf drücken kann jeder, aber seinen Kopf einschalten und ein Problem anzugehen und zu lösen ist halt etwas komplexer.

Aber so ist das mit der Technik, wenn sie funktioniert ist alles schön. Klappt es mal nicht, stehen viele auf dem Schlauch weil sie sich nicht mehr an die Basics erinnern können.

Gruß
Lars

ostfriesland
26.12.2004, 03:18
Hallo Ambu das Beuteltier,
ja. die Erfahrung das Fingerclips am Ohr häufig nicht messen habe ich auch gemacht.
Ideal wären manchmal ja Klebeelektroden, aber leider gibt es diese selten, da diese ziemlich teuer sind.
Grúß

Markus
27.12.2004, 19:23
Stimmt! Klebeelektroden sind verdammt teuer! Wir setzen sie auch nicht routinemäßig ein. Wie die Messung an der Stirn erfolgt? Ich muß ja ehrlich zugeben ... da habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich könnte mir vorstellen ... Stirn... "Haut, Kappilaren direkt auf Knochen" ... das könnte eine Rolle spielen. Probiert es mal bitte aus, man hat eine excellente Ableitung incl. Pulskurve.

Markus

PICCOlina
28.12.2004, 15:24
Frag doch mal einen "Frischling" , die müssen das doch noch aktueller abrufbereit haben, falls das nicht unter Deiner Würde ist :D

Gruß Piccolina, die das nicht böse meint, aber es klang so überheblich :-o

Ps.: Wenn ich mich noch recht erinnere: Die Sonde sendet Licht (infra-rot und rotlicht), das ins Gewebe geht und da zum Teil resorbiert wird. Oxydiertes/reduziertes Haemoglobin ist anders "lichtdurchlässig". Der Detektor wandelt das in elektrische Signale. Vermehrte Durchblutung macht wieder anders lichtdurchlässig. So sieht man die Pulskontur, weil nur das pulsierende Blut "erfasst" wird. (Photoplety.. irendwas, hab ich vergessen).
Aber wenn "das Ding" auf der Stirn klebt, wie kann der Detektor dann die Lichtmenge/Wellenlänge des gewebedurchgangenen Lichts messen? Wenns irgendwie knochentechnisch ist (Reflektion?), müsste es ja auch auf dem Nasenrücken oder Schienbein funktionieren, oder :confused: Geht`s da auch?(hoffentlich versteht mich jemand, wer des geschriebenen Wortes mächtig ist, ist wahrhaft mächtig :-o )

Michael
28.12.2004, 17:12
Hallo Piccolina,

wenn mich nicht alles täuscht, sollte dein Wort wohl Plethysmografie heißen.
Aber ansonsten hast du das gut erklärt.
Bravo
So haben es auch meine "Frischlinge", die übrigens im Sommer "dran" kommen,auch erklärt.
Bei Kindern mißt man ja hauptsächlich über auf die Stirn angebrachte Pflaster.
Scheinbar hängt das mit der Dichte des Gewebes zusammen.

PICCOlina
28.12.2004, 18:41
Komisch,
mein 4-Ohren Modell ist wohl etwas unausgewogen, warum nur lese ich Deine Postings als überheblich?. Das ist mir in 17 Jahren Intensiv nur selten passiert. Aber schön, dass ich doch noch so viel behalten habe, wie einer Deiner Frischlinge, da bin ich wohl noch jung und aufgeschlossen geblieben ;)

Eine ratlose PICCOlina :confused:

Michael
28.12.2004, 19:22
Hallo Piccolina,


Eine ratlose PICCOlina

Nichts liegt mir ferner, ehrlich.
Wenn ich überheblich klinge in deinen Ohren, dann möchte ich mich hiermit entschuldigen. (Und gleichzeitig beim nächsten Kongreß zum Versöhnungsbier einladen! :-o )
Ich habe zugegebendermaßen manchmal einen flapsigen Umgangston, auch in der Klinik, aber genau so, wie ich austeile, kann ich auch wegstecken. :)
Na ja, und "Frischlinge" heißen sie halt bei uns.

PICCOlina
28.12.2004, 19:30
Angenommen, wo bleibt mein Bier? :D

Gruß PICCOlina

Hanno H. Endres
28.12.2004, 19:31
Ich hab euch mal einen neuen Spezial-Smiley zur Verfügüng gestellt ...

:peace: ,

hhe

PICCOlina
28.12.2004, 19:40
Ich hab euch mal einen neuen Spezial-Smiley zur Verfügüng gestellt ...

:peace: ,

hhe

Wenn Du den mal nicht für den Kollegen Beuse brauchst....

PICCOlina
28.12.2004, 19:43
So,
jetzt weiß ich aber immer noch nicht, wie das mit der Messung auf Der Stirn funktioniert? :confused:
Wer weiß was???

Michael
28.12.2004, 19:47
Ich werde morgen mal zu den Pädiatern rüber marschieren.
Und wehe, die wissens auch nicht .......

Ambu das Beuteltier
28.12.2004, 21:48
also der Herr "Standardwerk"-Verfasser R. Larsen schreibt hierzu auch nur oberflächliche Erklärungen (leider)
er schreibt:
"Klebeelektroden (Kinderanästhesie) sollten nur am Hand- oder Fußrücken platziert werden, da ihre Kalibrierung oft über knöcherne Strukturen erfolgt"

Tja soweit also nun der (inoffizielle) Papst der Intensivpflegeliteratur.

Piccolina hatte also ganz recht vermutet!

Aber ich bleibe mal am Thema dran...denn wenn es nur den "Larsen" zum Nachschlagen gäbe wären wir ja auch noch nicht so weit in unserem Beruf!

Gruß, T.

R.Fischer
29.12.2004, 15:02
Hallo Piccolina!

Ja, selbst auf dem Nasenrücken funktionieren die Dinger, echt wahr! :mosh:

Wir kleben sie so gut wie überallhin, wo wir hoffen, noch ein Signal zu finden.

Was manchmal auch hilft ist das Einreiben der betreffenden Stelle mit Finalgonsalbe - brennt aber höllisch bei wachen Patienten. :(

Viele Grüße aus Schwaben-
Rainer.

Holger Beuse
29.12.2004, 15:40
Was manchmal auch hilft ist das Einreiben der betreffenden Stelle mit Finalgonsalbe - brennt aber höllisch bei wachen Patienten. :(

Brennt wahrscheinlich auch höllisch bei nicht ganz so wachen Patienten, sie können's nur nicht so kommunizieren.

Gruz,
HolBeu

R.Fischer
29.12.2004, 17:01
Brennt wahrscheinlich auch höllisch bei nicht ganz so wachen Patienten, sie können's nur nicht so kommunizieren.

Gruz,
HolBeu


Ich arbeite in der Anästhesie, da gibt es keine Patienten, die "nicht ganz so" wach sind. ;)

(Finalgon tut auf jeden Fall nicht so weh wie operiert zu werden)

Und wenn's drauf ankommt würde ich es nach Rücksprache mit dem jeweiligen Patienten auf jeden Fall auch beim wachen Patienten machen (hab's bei mir selbst auch schon mal ausprobiert, sooooo schlimm iss es nu auch wieder nich...)

Grüßle,Rainer.

Christoph
29.12.2004, 20:48
Sagt mal
wer stellt die Klebedinger für die Stirn eigentlich her und wie heissen die. wär ja mal ganz nett so etwas auszuprobieren. Vielleicht könnt Ihr ja auch sagen was sie genau kosten, zwischen teuer und ganz teuer liegen ja doch ein paar Euro.

Vielen Dank ( ich suche immer noch den durchbluteten Zeh!!)

Christoph

R.Fischer
29.12.2004, 21:08
Sagt mal
wer stellt die Klebedinger für die Stirn eigentlich her und wie heissen die. wär ja mal ganz nett so etwas auszuprobieren. Vielleicht könnt Ihr ja auch sagen was sie genau kosten, zwischen teuer und ganz teuer liegen ja doch ein paar Euro.

Vielen Dank ( ich suche immer noch den durchbluteten Zeh!!)

Christoph


Hallo Christoph!

Die Sensoren gibt es z.B. von Tyco (MAX-R, eigentlich gedacht für den Nasenrücken, geht aber auch an der Stirn).

Die haben noch einige andere Spezialsensoren und Geräte im Angebot, unter anderem auch speziell für Zehen. :D

Falls Du sie brauchst geb' ich Dir gerne die Adresse vom Vertreter für Süddeutschland.

Über die Preise kann ich Dir leider keine Auskunft geben, handelt bei uns der Einkauf aus. :confused:

Viele Grüße aus Schwaben-
Rainer.

Christoph
05.01.2005, 10:58
Hallo Rainer


Vielen Dank !! Die Adresse von dem TYKO Vertreter habe ich. Ich werde mich bei dem einfach mal melden.

Einen schönen Feiertag für alle in Süddeutschland !!!

Christoph :)

Tobi Bo
10.01.2005, 18:20
Welche ist die günstigste Methode am "kalten Finger" die Sauerstoffsättigung valide zu messen?

die fingersensoren passen ja auch auf die zehen oder auf die ohrmuschel. wenn man dann trotzdem nichts mehr messen kann (stirnsensoren haben wir nicht), dann gehts halt nicht. hab schon diverse fälle erlebt, wo einfach wegen zentralisation bei maximaler katecholamintherapie einfach nichts zu machen war. wir haben dann ein paar gasemehr gemacht.

kollegiale grüße,

tobi

fridolin
14.02.2005, 22:26
Liebes Forum,
hier Einiges zur SpO2 - Messung.
Die Messung erfolgt nach dem Opto-elektronischen Prinzip. (Im Übrigen schon 1972 entwickelt):schock:
Zwei Leuchtdioden (LED`s) senden Licht mit roter (660 nm) und infraroter (920 nm) Wellenlänge aus. Dem Gegenüber
liegt der Photodetektor (Phototransistor oder -diode), der somit die Strahlungsintensität mißt. Sauerstoffgesättigtes Blut
absorbiert rotes Licht anders als sauerstoffarmes Blut.
Bleiben noch Gewebedicke, Knochen, Hautfarbe und venöses Blut.
Natürlich würde auch hierdurch das Messergebnis beeinflußt, wenn
man sich nicht eines Trickes bedient hätte. Bei der Systole herscht max. Absorption, bei der Diastole minimale Absorption.:five:
Also wird aus der Differenz (zwischen max. und min. Absorption) die Sauerstoffsättigung errechnet und angezeigt. Als
"Abfallprodukt" fällt die Pulsfrequenz, die auch angezeigt wird, an.
Die Anzeige auf dem Monitor geschieht häufig in Kurvenform, neben der Anzeige steht häufig die Abkürzung "Pleth".
Dieses Wort steht für "Plethysmographie", eigentlich ein Verfahren zur Bestimmung des Atemwiderstandes und des
intrathorakalem Gasvolumens durch Atemstrommessungen.......
Das häufig verwandte Wort "Pulsoxymetrie" gibt einen Hinweis auf das technische Messverfahren. Der Messfühler mißt
"Sauerstoff" (Oxygen) und "Puls".
Wichtig wäre noch der Hinweis auf die enorme Störanfälligkeit, die sich aus dem technischen Verfahren (siehe Oben) ergibt.
Eine häufige Störquelle ist Umgebungslicht (Sonne, OP - Lampen) - Abhilfe: Lichtquelle oben, Sensor unten.
Eine weitere Störquelle ist eben eine periphere Minderdurchblutung.
Auch hier ist eine sinnvolle SpO2-Messung schlichtweg nicht möglich.
Die bereits genannten "Tricks" (Finalgon) sind eigentlich sinnlos, da nur kurzfristig Meßergebnisse zu erzielen sind, deren Wert
m. E.eher zweifelhaft ist.
Es gibt noch weitaus mehr Fehlerquellen, deren Nennung ich mir hier allerdings erspare.
Nun zu den bereits diskutierten Sensoren: Es gibt neben den bekannten Fingersensoren die sogenannten Y - Sensoren
als da wären a.) mit festem Clip und b.) mit Klebe- oder auch z. T. klettband.
Als mögliche Meßstellen kommen natürlich alle Finder sowie Zehen in
Frage. Auch die Ohrläppchen sowie die obere Ohrmuschel sind mögliche Meßstellen. In Ausnahmefällen und / oder bei
Kleinkindern kann die Stirn sowie nur bei Kleinkindern der Fußballen oder die Hand in Frage kommen. Auch eine Messung an
den Nasenflügel (Hygiene!) ist theoretisch möglich, ebenso die Messung
an der Nasenspitze. Hier stellt sich jedoch die Frage nach sinnvollen Meßergebnissen!?!
Ein alter Technikerspruch lautet: "Wer nicht weiß, was er mißt, mißt mist"
Ich glaube, das reicht für's Erste.
Vielen Dank für die Mühe des Lesens:schlafen:
fridolin

Ambu das Beuteltier
14.02.2005, 22:35
Als
"Abfallprodukt" fällt die Pulsfrequenz, die auch angezeigt wird, an.

fridolin


Hey, Dankeschön!

Prima Erklärung!


Witzig finde ich immer im herzchirurgischen wenn das Herz offensichtlich über einige Zeit nicht schlägt und der Monitor trotzdem eine intakte Pusfrequenz ausgibt.

Klasse Maschinen sind das...
Gruß, T. :mosh:

fridolin
15.02.2005, 20:20
Hey, Dankeschön!

Prima Erklärung!


Witzig finde ich immer im herzchirurgischen wenn das Herz offensichtlich über einige Zeit nicht schlägt und der Monitor trotzdem eine intakte Pusfrequenz ausgibt.

Klasse Maschinen sind das...
Gruß, T. :mosh:

Hallo, Ambu das Beuteltier,
vielen Dank für die Loorbeeren - nach 23 intensiven Jahren sollte
man so etwas zumindest grob wissen. Ich hoffe, ich habe mich auch verständlich genug ausgedrückt. :jubel:

Du schreibst: "...und der Monitor trotzdem eine intakte Pusfrequenz
ausgibt..."
Was genau gibt Dir hier Rätsel auf?:rolleyes:
Meinst Du den SpO2 - Monitor?
Und was macht ihr mit den Pat., dessen Herz einige Zeit nicht schlägt,
d.h. er wird doch mit Sauerstoff bzw. über eine Herz-Lungen-Maschine versorgt?
Oder meinst Du das Phänomen, daß die Geräte unter bestimmten
Umständen auch ohne Pat. auch einen Wert (in der Regel ca. 85%)
anzeigen können? Hier die Erklärung dafür: Ein Teil des Lichtes der LED`s
fällt ungefiltert (Gewebe und Gefäße fehlen) auf den Sensor und das Gerät
zeigt den Wert seiner internen Kalibrierung an. Ähnliches passiert auch bei starkem Umgebunslicht (Xenon).
Gruß zum effektivem Beuteln
fridolin

Ambu das Beuteltier
15.02.2005, 20:32
Hey Fridolin,
es geht nicht immer um die rationale Antwort!
(,it der du natürlich völlig richtig liegst)


Es geht um den Eindruck!
irgend wann hat sich halt mal eingeprägt das die zu fühlende oder gemessene Pulswelle Ergebniss eines schlagenden Herzens ist. Wenn ich also über die Tücher schaue und ein stehendes Herz betrachte bei toll übertragener Pulsfrequenz so ist das natürlich das Ergebnis der HLM-Arbeit aber im Augenblick wirkt die Situation schräg und verkehrt.

Danke trotzdem,
Gruß, T. :bravo:

(auch ein "alter Hase")

fridolin
15.02.2005, 20:49
Hallo Ambu,
ich freue mich natürlich über jede nette Beobachtung und deren Interpretationsmöglichkeiten - aber die Ratio geht genauso wie
das Gegenteil eben manchmal mit mir durch.
Es tut mir leid - manchmal verstehe ich die feinsinnige Art nicht - dann bin ich gerade ratio gesteuert.
Aber - ich habe noch einen Nachtrag speziell für Piccolina:
SpO2 -messung verträgt sich nicht mit Nagellack.
Ergo: Krankenschwestern mit Nagellack können kein SpO2 messen - oder? :D
:danke: für Deine/Eure Aufmerksamkeit
Grüße aus der weißen Winterlandschaft
fridolin :mosh:

Pro-Po-Fol
17.02.2005, 13:51
Stimmt! Klebeelektroden sind verdammt teuer! Wir setzen sie auch nicht routinemäßig ein. Wie die Messung an der Stirn erfolgt? Ich muß ja ehrlich zugeben ... da habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Ich könnte mir vorstellen ... Stirn... "Haut, Kappilaren direkt auf Knochen" ... das könnte eine Rolle spielen. Probiert es mal bitte aus, man hat eine excellente Ableitung incl. Pulskurve.

Markus


Hallo, Markus

Nimmt man dafür eine ganz normale Klebesättigung???

nimmbecks
25.02.2005, 00:05
Es gibt doch so viele Seiten, wo es genau drinsteht, wie es geht, etwa
http://www.mcc-med.de/homepage/pdf/ox_fibel.pdf (Spitze!!!!) oder
http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2004/2004-48/2004-48-394.PDF :confused:

Leider steht nirgens drin, weshalb man zum Beispiel mit dem Fingerklip am (lackierten) Bettgitter auch eine prima 100 % Sättigung erhält .... ;)

fridolin
25.02.2005, 14:14
Es gibt doch so viele Seiten, wo es genau drinsteht, wie es geht...[
Hallo nimmbecks! Und auch alle Anderen
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?:wut:
Eine einfachere Erklärung findest Du hier...
http://forum.zwai.net/showthread.php?t=295&page=3&pp=10
...von mir...
Dein Problem der sauerstoffgesättigten Bettgitter liegt zum Einen an der internen Kalibrierung des Meßgerätes sowie zum Anderen an äußeren Faktoren wie z. B. Fremdlicht. :wow: (Ist auch indirekt in Deinem Link beschrieben...)
Aus dem Schnee grüßt
fridolin
(Leider ohne Schneeman)

R.Fischer
25.02.2005, 16:13
Hallo fridolin!

Meines Erachtens sind die exakten Meßwerte nicht unbedingt die wichtigen Faktoren.

Bei uns in der Anästhesie kommt es meist mehr auf die Vergleichswerte an, und wenn ich einen Wert durch einen Trick gewonnen habe kann ich diesen dann mit einem anderen genauso erarbeiteten Wert halt vergleichen.

Wenn ich dann einen exakten Wert brauche kann ich immer noch eine BGA abnehmen.

Einziges Problem dabei: habe ich eine schlechte Pulsoxymetrie wegen Zentralisation werde ich wahrscheinlich auch Probleme kriegen die Arterie zu treffen. :wut:

Also: halt doch wieder die alten Tricks (z.B. Finalgon)!! ;)

Viele Grüße aus Schwaben sendet Dir ein vergleichbar lange in der Anästhesie ausharrender Rainer.

fridolin
25.02.2005, 20:29
[QUOTE=R.Fischer]
...Meines Erachtens sind die exakten Meßwerte nicht unbedingt die wichtigen Faktoren.
Bei uns in der Anästhesie kommt es meist mehr auf die Vergleichswerte an....

Wenn ich dann einen exakten Wert brauche kann ich immer noch eine BGA abnehmen./QUOTE]

Lieber langausharrender Rainer,
aus dem im Vergleich zu Schwaben in Ostwestfalen wahrscheinlich geringeren Schneemengen zunächst schöne Grüße. Es schneit gerade draußen - jo ist den schon Weihnachten?
Richtig ist, absolute Meßwerte sind nicht so wichtig wie der Verlauf bzw. Vergleich. Weiterhin ist es auch korrekt, daß nur die BGA (wohlgemerkt im Normalbetrieb und nicht während der Forschung) relativ exakte Werte liefert und somit als Grundlage für das Handeln genommen wird (...werden muß). Weiterhin darf aber nicht vergessen werden, daß unter Umständen auch die per BGA gemessene art. O2-Sättigung fehlerhaft sein kann, da die O2- Sättigung bei allen BGA - Geräten anhand der Sauerstoffbindungskurve errechnet wird.
Wie sinnvoll ist das "Überlisten", wenn ich mir über die konstante Zuverlässigkeit des Meßwertes während der O.P. - Dauer nicht sicher sein kann? Lieber kein Finalgon, ggf. auf die Messung verzichten, bevor falsch gemessene Werte zu Irritationen und möglicher Weise auch zu Fehlhandlungen führen. Lieber die Pat. in der Einleitung mit einer art. Kanüle bzw. art. Katheter versorgen, um auch BGA`s problemlos entnehmen zu können.
Außerdem wird die hohe Fehleranfälligkeit (z.B. Dyshämoglobine, Insuline...) der SpO2 - Messung in der Regel komplett ausgeblendet - nicht nur von Pflegepersonal, auch von Ärzten. :mosh:
Ich glaube, morgen werde ich erst einmal einen Schneemann bauen und bei ihm eine Meßreihe zu SpO2-Messung durchführen...ob das wohl sinnvolle Meßergebnisse ergibt?
:danke: für die Aufmerksamkeit
es grüßt den Rest der Pflegenden
fridolin

fridolin
14.11.2016, 12:12
Neulich gab es, ich glaube bei Kaufland, ein Pulsoxymeter für schlappe knappe 20,00 € zu kaufen.
Dann schaut einmal auf die Preise für Geräte (https://www.praxisdienst.de/Notfall/Reanimation+und+UEberwachung/Pulsoximetrie/Pulsoximeter/Nellcor+PM10N+Handheld+Pulsoximeter.html) im Kh-Bereich. :schock:
Wer sich da wohl bereichert? :motz:

Viele liebe Grüße
fridolin