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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Larynxmasken



Michl
13.11.2004, 10:08
hi kollegen!
wir bekommen larynxmasken. ich möchte gerene von euch wissen wie ihr die masken aufbereitet und die aufbereitung dokumentiert.
müssen die masken sterilisiert werden, oder genügt eine thermische bzw. chemische desinfektion,
wie dokumentiert ihr die aufbereitung
wie oft werden sie tatsächlich verwendet (in der beschreibung steht, daß sie nur 40x verwendet werden darf)

LG

Volker Neumann
14.11.2004, 13:38
Moin!
Ganz ehrlich? Bis sie auseinanderfallen sind sie bei uns im Einsatz. Aufbereitet werden sie in unserer Zentralsterilisation und wir bekommen sie eingetütet und steril wieder. Der sichere Tod einer Larynxmaske ist Silikonspray. Das hört der Hersteller bestimmt nicht gerne, was wir da machen. Wer sicher gehen will, kann ja auch mal über Einmalmaterial nachdenken.
Viel Spaß noch :)
Ich arbeite bei berechtigter Indikation sehr gerne damit.
Tschüß Volker

maiwald
16.11.2004, 08:08
undefined
Hallo,

LaMas sollten lt. Hersteller sterilisiert werden. Dies muß auch vom Steri dokumentiert werden (40 x). Ab der 41. Anwendung ist dann der schwarze Peter auf der Anwenderseite. Einmalprodukte stellen eine Alternative dar, aber hier muß man auch nach den Kosten schauen, was manchmal nicht so einfach ist, da der Steri oftmals gar keine Zahlen liefern kann.

Viel Vergnügen noch mit LaMas...

andreasuhl
16.11.2004, 08:47
Larynxmasken dürfen nach Herstellerangabe nur 40 x verwendet, d.h. auch aufbereitet werden.
Dazu gehört zu jeder Maske eine Begleitkarte auf der die Aufbereitung dokumentiert wird.
Bei den derzeitigen Beschaffungskosten für eine Maske enstehen Kosten von ca. 5 € pro Einsatz plus Kosten für die Aufbereitung. Wir gehen von Aufbereitungskosten in Höhe von ca. 2 € aus. Dies beinhaltet das Waschen der Maske in einer Waschmaschine, anschließend einschweißen in Folie und Sterilisieren.Somit entstehen Gesamtkosten von ca.7 € pro Einsatz.

Wir haben die Begleitkarten in der Zentralsterilisation deponiert, sodaß dort die Dokumentation erfolgt.

Die Dokumentation ist ernst zu nehmen, da es in einigen Bundesländern bereits zu Kontrollen durch die Aufsichtsbehörden kam.

Alternativ bietet sich der Einsatz von Einmalmasken an.
Wir haben verschiedenen Anbieter erprobt und sind weitestgehend zufrieden.Bei Stückpreisen von ca.6 € ist die Maske auch wirtschaftlich vertretbar.

Derzeit sind als Einmalartikel Standard-Masken sowie Fastrach-Masken am Markt.
Neuere Modelle, wie LMA-Proseal gibt es nur wiederverwendbar.

Michl
16.11.2004, 22:52
Danke für die aufschlussreichen Informationen über die LaMas. Mittlerweile haben wir die erste Lieferung der Larynxmasken bekommen. :confused: Gibt es keine Software zur Dokumentation anstelle der Karten. Wenn ich mir vorstelle bei 50 oder mehr Masken die Nummern der aufzubereitenden Masken rauszusuchen, wird man "alt" :eek: .
Gruß an alle Kollegen
Michl

Sr.Berta
30.01.2005, 19:51
Hallo Michl!
Wir haben uns einen Ordner angeschafft und die Karten einsortiert, zuerst nach LaMa-Größe und dann noch nach der erster Zahl. Lamas, die 40mal aufbereitet wurden, bekommen einen roten Klebestreifen, dann ist klar, dass man nach der Numer nicht mehr suchen muss. Ist immer noch lästig, aber doch etwas vereinfacht.
Gruß Berta

Ambu das Beuteltier
30.01.2005, 23:12
Ganz ehrlich? Bis sie auseinanderfallen sind sie bei uns im Einsatz. Volker



Hallo Volker,
auch mal erhlich:
ich kenne und bewege mich ja auch in der Realität, aber

Wer nicht zum Merhfachgebrauch bestimmte Artikel (oder eben über die von dem Hersteller vorgegebene Anzahl der Benutzungen hinaus) resterilisiert oder anderweitig aufbereitet und am Patienten anwendet ist selbst (juristisch betrachtet) ein Hersteller von Medizinprodukten und muss alle damit einhergehenden Auflagen erfüllen!

Den Schuh möchte ich mir ehrlich gesagt nicht so gerne anziehen.

Wir arbeiten doch alle am Patienten, oder?


Gruß, T.

andreasuhl
31.01.2005, 08:05
Bei LMA Vertrieb gibt es eine Verwaltungssoftware für die Masken.
Gruss
Andreas

Michl
01.02.2005, 22:31
@ Berta
Eure Idee mit der Mappe finde ich gut. Aber ist eine derartige Aufzeichnung der Aufbereitung wirklich notwendig. Was macht Ihr mit dem LaMas nach der 40. Verwendung (rote Kartenmarkierung bedeutet nicht mehr verwenden oder bedeutet das, daß die Maske ab nun eigenverantwortlich weiterverwendet wird ?

@ Andreasuhl
Ich habe auf die Internetseite von LMA geschaut, aber keinen Hinweis auf eine Verwaltungssoftware gefunden.
Kannst Du mir einen Hinweis geben, wie und wo man diese bekommt.


Michl

Gordon Duisburg
02.02.2005, 11:44
Hi

Wir haben das Problem einfach abgewälzt... :)

Wir geben die Masken, wie das andere Sterilgut einfach zum Steri...

Da liegen die Karten der einzelnen Masken, und die Junx vom Steri führen Buch über die Anzahl der Sterilisationen...

Irgendwann kommt dann ein Vermerk, daß eine bestimmte Größe neu bestellt werden muß...

ist ziemlich praktisch, wie ich fnde. :)

arnold kaltwasser
02.02.2005, 12:33
Hi

Wir haben das Problem einfach abgewälzt... :)

Wir geben die Masken, wie das andere Sterilgut einfach zum Steri...

Da liegen die Karten der einzelnen Masken, und die Junx vom Steri führen Buch über die Anzahl der Sterilisationen...

Irgendwann kommt dann ein Vermerk, daß eine bestimmte Größe neu bestellt werden muß...

ist ziemlich praktisch, wie ich fnde. :)

:hihi: das finden die Junx :D vom Steri bestimmt auch :jubel:
so long arnold

andreasuhl
02.02.2005, 12:39
Hallo Michl,
uns wurde das Programm vom Aussendiesnt vorgestellt. Also, einfach den zuständigen Aussendienstmitarbeiter ansprechen dann müsste es klappen.

Wir benutzen das Programm nicht da bei uns der Zentralsteri. die Karten führt.Organisatorisch sieht das so aus :
Neue Masken werden von uns mit Karte zum Steri geschickt-
dort werden sie eingetütet und sterilisiert-
zurück zu uns und gelagert-
Masken werden nach Gebrauch von uns gewaschen-
Sauber zum Steri geschickt-
dort eingetütet und sterilisiert-
und wieder zu uns usw.
Die Sterimitarbeiter führen die Karten!!
Ist der 40.Einsatz erreicht bekommen wir die Maske mit Karte zur Nachbestellung.
Klingt kompliziert ist für uns aber komfortabel.

Ob unsere Zentralsterilisation das Programm benutzen wird liegt in deren Händen.

Gruss

Andreas Uhl

Sr.Berta
02.02.2005, 16:53
Hallo Michl!
Ja, Aufzeichnung der Aufbereitung ist schon notwendig, sonst weißt du ja nicht, wie oft das Ding schon durchgelaufen ist. Und nach der 40sten Aufbereitung darf eine Larynxmaske eigentlich nicht mehr verwendet werden...
Grüßle Berta

Michl
03.02.2005, 21:49
@andreas
Von welcher Firma ist der Aussendienstmitarbeiter, der Dir das Prog vorgestellt hat ?
Kannst Du mir eine grobe Beschreibung mitteilen.

Danke
Michl :bravo:

andreasuhl
04.02.2005, 08:18
Hallo Michl

mein Ansprechpartner ist Herr Wittwer von LMA Deutschland.
gruss
Andreas Uhl

winti
05.02.2005, 11:06
müssen die masken sterilisiert werden, oder genügt eine thermische bzw. chemische desinfektion,

wie oft werden sie tatsächlich verwendet (in der beschreibung steht, daß sie nur 40x verwendet werden darf)

LG

Hallo,

unsere LMA gehen in die Steri nachdem wir sie gut durchgespuelt haben. Ist schon vorgekommen dass Masken mit strilisierten Resten des letzen Nutzers zurueckkamen. Die Steri-spuelmachinen schaffen eben nicht immer alles zu putzen, wenn die LMA erst am Ende des Tages hineinkommen.

Benutzt werden Sie bis sie auseinanderfallen, was aber bis jetzt noch nicht zu Problemen gefuehrt hat.

Winti

hobbit
03.03.2005, 17:27
Wir haben so zeimlich alle Lama`s die`s gibt. Fasttrach, Lama classic und Proseal. Wir bereiten diese auch im Steri auf aber - ehrlicherweise- dokumentieren diese nicht. Wir haben Lama`s die trotz ca 5 Jahre in Gbrauch noch top in Schuss sind und andere die wir gerade mal 1 Jahr in Gebrauch ahben schon Herniationen und Materialermüdungen aufweisen. Bei Kosten von ca 180.- Euro pro Lama (Lama Proseal) stellt sich mir die Frage ob wir dieser Herstellerangabe folgen müsssen?
Wir jetzt auch verschiedene Einmallama`s ausprobiert und überlegenuns umzusteigen. Bei "Prozesskosten" (outgesoucte Zentralsteris haben dies untersucht) von 2,67€ pro Lama und Aúfbereitungsgang und angenommenem 40maligen Gebrauch von 4,50€ "Verschleisskosten" rechnet sich die Beschaffung von Einmal- Lama`s (Preis Einmallama`s inclusive Müllgebühren?). Ich stelle mir auch vor wenn ich als Pat. eine Lama` erhalte die vorher voller Schleim war... und uns auch auffällt das trotz korrekter Aufbereitung hin und wieder Reste dran sind (sichtbare wandern natürlich umgehend in den Steri.)...iiihhh
In USA und in england werden jetzt wohl immer mehr Einmalmat. ( wo es möglich war) angeschafft als bekannt wurde, dass BSE über Mehrwegprodukte übertragen werden kann. BSE kann über einen bestimmten Steri- gang eliminiert werden, aber werden alle Lama`s deswegen zweimal durchgeschickt?
Leider hat die Fa. LMA noch das Patent auf den Lama Proseal die absolut top sind (wer diese nicht kennt: haben ein zusätzliches Drainagerohr über die ein Absaugkatheter - orange - in den Magen vorgeschoben werden kann - . vorteil: geringere Aspirationsgefahr, geringerer Verbrauch von Muskelrelax. damit auch weniger HWS- Probleme bei Pat. - Muskeltonus bleibt erhalten, bei Op- bedingter Indikation Gabe eines kürzer wirksamen Relaxans, meist Erhalt der Spontanatmung mit Minimierung aller daraus folgenden Komplikationen), diese wäre als Einmalart. hervorrragend (nicht für MRT).

hobbit :)

Ambu das Beuteltier
04.03.2005, 20:25
Larynxmasken sind, bei richtiger Indikation und Anwendung, eine große Bereicherung der anästhesiologischen Atemwegszugangsmöglichkeiten. Ich halte es aber für vor dem Patienten nicht verantwortbar, die vom Hersteller vorgegebenen und dem Artikel zugeordneten Wiederaufbereitungswege und Maximalen Anwendungszahlen zu überschreiten. Klar sollte jede Klinik, die diese Vorgaben meint nicht erfüllen zu können, dann lieber auf Einwegprodukte zurückgreifen. Das Problem der Verfügbarkeit einzelner Variationen der Lamas als Einwegprodukt wird sich in absehbarer Zeit verflüchtigen. Da stehen sicherlich einige in den Startlöchern.
Interessant bleibt dann abzuwarten ob die Hersteller der Originalmasken denn dann diese Zahlen zur Benutzungsdauer entsprechend anheben werden.

Was macht ihr denn mit den Lamas die ihre Lebenszeit vor der angegebenen Lebensdauer auf Grund von Materialschwäche im Abwurf beenden?

Gruß, T.

Michl
05.03.2005, 16:58
Hi Kollegen und -innen,
wir verwenden die masken nun schon einige Wochen und funktioniert prima. Die Aufbereitung geschieht als thermische Desinfektion. Danach werden sie eingeschweisst. Unsere Aufzeichnungen erledigen wir in einer Mappe (wie bei Sr. Berta). Ich hoffe aber auf eine EDV-gestützte Lösung. Ich möchte auf Knopfdruck den Maskenstand abfragen, wann Masken nachzubestellen sind usw. . Bezüglich Verwendungsdauer bin ich auch der Meinung, daß die Masken sicher länger als 40x aufbereitet werden können. Mit entsprechenden Aufzeichnungen könnte man den Hersteller "beweisen", dass die masken eine wesentlich längere Lebensdauer haben, als von den "Herren" vorgegeben. Was die Einmalprodukte betrifft, bin ich noch skeptisch, ob die Kosten wirklich mit den der wiederverwendbaren Lamas verglichen werden kann, wenn die Aufbereitungen mehr als 50x durchgeführt werden können.

Gruß
Michl

R.Fischer
06.03.2005, 08:31
Liebe Kollegen!

Wir haben bei uns festgestellt, daß die Larynxmasken inzwischen längst nicht mehr so oft aufbereitet werden können (thermische und chemische Desinfektion) wie früher und deshalb unsere Kosten für Lama's sprunghaft in die Höhe gestiegen sind - egal warum, ob schlechteres Material oder ungeschickte Anästhesisten.
Wir sind deshalb nun auf Einmalartikel umgestiegen und konnten so die Kosten wieder senken! :bravo:
Außerdem möchte auch ich als Patient keine benutzte und vielleicht nicht mehr ganz so saubere Mehrweg-Lama 'reingeschoben bekommen... :(
Ach, Hobbit, warum relaxiert ihr die Patienten überhaupt bei einer Lama? Machen wir nie, man muß dann halt recht früh das Ding wieder rausziehen aber ansonsten klappt das hervorragend.

Viele Grüße aus Schwaben,
Rainer.

Michl
06.03.2005, 19:30
Hallo R.Fischer!
Ich lese immer von 1xMasken. Bei welcher Firma kauft Ihr die denn ein ? Beim selben Hersteller wie die wiederverwendbaren (= LMA-Deutschland, oder gib es schon andere Firmen, die diese nachbauen). Was kostet Euch z. B. eine Classic #4 als wiederverwendbare bzw. als Einmalmaterial in €
Wäre echt interessant !!

Gruss Michl :danke:

R.Fischer
07.03.2005, 06:59
Hallo Michl!

Einmal-LMA's gibt es schon von einigen Firmen (u.a. LMA, Portex, Tyco).
Im Moment verwenden wir -nach einigem Ausprobieren- Portex-Masken, die kosten so zwischen 3 und 4 Euro.
Ist aber Verhandlungssache mit den Herstellern.

Viele Grüße-
Rainer.

Michl
31.03.2005, 22:05
Liebe Kollgegen,
Habe in einem anderen Forum gelesen, daß es eine Software zur vereinfachten Verwaltung der Aufbereitungsnachweise gibt. :-p
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