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zwai
29.03.2011, 11:39
Neues Berufsbild: Chirurgischer Operationsassistent

Asklepios verabschiedet erste Absolventen des Weiterbildungsprojektes

Wiesbaden, 29. März 2011. Mit einer Feierstunde in Wiesbaden haben die Asklepios Kliniken die ersten zehn Absolventen des Weiterbildungskurses zum Chirurgischen Operationsassistenten (COA) verabschiedet. Das gemeinsame Projekt des Asklepios Bildungszentrums Wiesbaden und des Chirurgischen Zentrums der Asklepios Paulinen Klinik wurde in enger Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie entwickelt und sieht die Einbeziehung nicht-ärztlicher Berufe in chirurgische Behandlungsteams vor.


„Mit dem bundesweit einmaligen Weiterbildungsprojekt COA leistet Asklepios einmal mehr Pionierarbeit, wenn es darum geht, neue Berufs-Perspektiven im Gesundheitswesen aufzuzeigen“, sagte Dr. rer. pol. Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken, anlässlich der Verabschiedung der COA-Absolventen in Wiesbaden. Besonders erfreut zeigte sich Dr. Kaltenbach, dass der bereits im Dezember gestartete zweite COA-Kurs auf nunmehr 15 Teilnehmer angewachsen ist, darunter auch ein Auszubildender aus der Schweiz und eine junge Frau von der Bundeswehr. Professor Dr. Dr. med. Karl-Heinrich Link, Direktor des Chirurgischen Zentrums der Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden, lobte das große Engagement und den hohen Leistungsstand der COA-Absolventen und erinnerte auch an den Mut der Kursteilnehmer, sich an dieses neue Berufsbild heranzuwagen.

COA-Weiterbildung: 2500 Stunden Theorie und Praxis

Die Chirurgischen Operationsassistenten führen nach der erfolgreichen, 18 Monate währenden Weiterbildung spezialisierte Assistenzaufgaben im medizinischen und operationstechnischen Bereich unter Aufsicht eines Arztes durch. Die Weiterbildung umfasst insgesamt 2540 Stunden: Davon entfallen 640 Stunden auf den theoretischen Unterricht; die restlichen 1900 Stunden sind für Praxisblöcke vorgesehen. Das Curriculum wurde auf Initiative von Professor Link eng mit der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie abgestimmt.

Für Karin Rupprecht, Leiterin des Bildungszentrums Wiesbaden, liegen die Vorteile des neuen Weiterbildungsangebots für alle Beteiligten auf der Hand: „Die Chirurgischen Operationsassistenten sind eine Entlastung für unsere Ärzteteams – aber gleichzeitig bietet sich den Kursteilnehmern auch eine große Chance zum beruflichen Fortkommen, denn beim Gehalt werden die COA zwischen den Operationstechnischen Assistenten (OTA) und den Assistenzärzten eingruppiert.“ Voraussetzung für die Zulassung zur COA-Ausbildung ist die Qualifikation zur Fachkrankenpflegekraft im OP und eine definierte Berufserfahrung. Um die Kriterien für die COA-Ausbildung zu erfüllen, benötigt ein OTA eine Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren, Gesundheits- und Krankenpflegekräfte müssen mindestens fünf Jahre Berufserfahrung im Operationsdienst mitbringen.

Kontakt für weitere Informationen:
Karin Rupprecht
Leiterin des Asklepios Bildungszentrums Wiesbaden
Tel.: +49 (0) 611 847 2603
www.asklepios.com/bildungszentrumwiesbaden

Elisabeth
29.03.2011, 14:01
Und wieder wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben, die am Dorfrand wahrscheinlich verenden wird, weil der mögliche Einsatz sich auf ein Haus begrenzt. Gerade wurde ja beschlossen: keine Substitution, keine Delegation.

Elisabeth

Hermelin
30.03.2011, 10:52
Und wieder wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben, die am Dorfrand wahrscheinlich verenden wird, weil der mögliche Einsatz sich auf ein Haus begrenzt. Gerade wurde ja beschlossen: keine Substitution, keine Delegation.

Elisabeth

Selbst wenn es sich nur auf ein Haus begrenzt sind die Verursacher doch wir Pflegenden.
jedes Mal wenn wir sagen: „Nicht meine Aufgabe" wird geschaut ob es für die Aufgabe nicht einen Nachfrager gibt. Ist dieser Vorhanden wird der Bedarf ermittelt und das Produkt angeboten. Der Markt regelt dann das weitere.

Ich sage mal so: Ich kenne keine Berufsgruppe die für mehr neue Berufsbilder sorgt als wir Pflegenden

Elisabeth
30.03.2011, 13:41
Ich sage mal so: Ich keine Berufsgruppe die für mehr neue Berufsbilder sorgt als wir Pflegenden

Dem ist nix hinzuzufügen. Deswegen sollte man auch net jammern, wenn der eigne Arbeitsplatz demnächst von einer ATA, OTA oder I-PK (http://forum.zwai.net/showthread.php?t=2004&highlight=Grundausbildung+Intensivpflege%23) besetzt wird.

Elisabeth

rettungsmaus
30.03.2011, 15:42
Ich sage mal so: Ich keine Berufsgruppe die für mehr neue Berufsbilder sorgt als wir Pflegenden

Genau daran verzweifle ich auch manchmal.....:(
Wir haben hier freie Marktwirtschaft und somit regelt die Nachfrage das Angebot....


Gruß
Heike

Hermelin
30.03.2011, 17:56
Genau daran verzweifle ich auch manchmal.....:(
Wir haben hier freie Marktwirtschaft und somit regelt die Nachfrage das Angebot....
Gruß
Heike

Und nicht zu vergessen auch eine soziale Marktwirtschaft

Problem ist nur das „Pflege“ kein homogenes Produkt ist und der Gesundheitsmarkt
kein vollkommener Markt im Sinne der VWL ist. Vermutlich ist Pflege auch das einzige Gut welches eine vollkommene Preiselastizität aufweist.

Sören Lösche
31.03.2011, 08:05
Viele Op´s wollen so etwas. Nach meiner Interpretation wechselt man dann aber zu ärztlichen Bereich, und nimmt dort bestimmte Aufgaben war.
Bei uns sind Studenten als 400 € Jobber zum Hakenhalten engagiert. Die Pflege kümmenrt sich nicht darum, aber es klappt.
Sören

fridolin
01.04.2011, 15:04
Bei uns wird Pflegepersonal aus dem OP - Bereich speziell weiter qualifiziert - und darf dann auch Hautschnitte und -Nähte durchführen. Wird durch die operierenden Ärzte angefordert und bekommt zusätzlich Knete, Tacken Geld!
Zeitlich gehört es zur Arbeitszeit.
Viele liebe Grüße
und aus meiner Sicht der besserer Weg als 400 € Hakenhalter
fridolin

Elisabeth
01.04.2011, 15:13
Zeitlich gehört es zur Arbeitszeit.

Scheint eine der wenigen Einrichtungen zu sein, die noch Zeit zuviel hatten um solche Tätigkeiten mit übernehmen zu können.

Elisabeth

Hermelin
01.04.2011, 20:35
Scheint eine der wenigen Einrichtungen zu sein, die noch Zeit zuviel hatten um solche Tätigkeiten mit übernehmen zu können.

Elisabeth

Stand da nicht


Wird durch die operierenden Ärzte angefordert und bekommt zusätzlich Knete,
fridolin

Also, da haben wir es doch wieder: Angebot und Nachfrage. Zusätzliche Arbeit wird zusätzlich entlohnt. Sonst würde es doch auch hier ein anderer machen, oder?

Elisabeth
01.04.2011, 21:43
Wenn PK Zeit hat, ärztl Tätigkeiten (auf AO und net selbständig) zu übernehmen, dann muss es zeitliche Ressourcen gegeben haben.

*grübel* Führen wir mit solchen Aktionen net das Gejammere bezüglich Personalmangels ad absurdum?

Elisabeth

Hermelin
01.04.2011, 21:56
Nein, es bedeutet nur eine Verschiebung von tätigkeiten und eine Verlagerung bzw. Delegatioan an Kollegen.

beispiel.
Du gehst in ein geschäft und die Verkäufer sind beschäftigt, dann wünscht Du Dir doch, dass die die Arbeit kurz beiseite schieben und Dich bedienen, schließlich drohst Du mit Umsatz.

Ich denke nciht das die erwähnten Kollegen alles stehn und liegen lassen, aber machbar erscheint mir das.

Elisabeth
02.04.2011, 12:44
Welche Tätigkeiten delegieren denn die Kollegen an wen?

Elisabeth

Sören Lösche
04.04.2011, 08:07
Ich würde erstmal fridolin fragen, ob es nicht ne zusätzliche Stelle erbracht hat, wenn zusätzliche Aufgaben übernommen werden.
Sören

fridolin
04.04.2011, 14:50
Auch unsere Krankenhausleitung hat das Rad nicht neu erfunden.
Und natürlich: wenn genügend OP`s dieser Art anfallen, gibt es auch zusätzliche Stellen. Aufpassen muss man dann allerdings, dass nicht der Vorteil (die zusätzliche Knete) zum Nachteil wird indem sie in die zusätzlichen Stellen umgerechnet wird.
Da auch bei uns (siehe oben) Personalknappheit herrscht, war die Vorstellung, evtl. Zeiten in denen Bereitschaftsdienst oder auch Rufdienst ist, zu nutzen. In wie Weit dies so umgesetzt ist, müsste ich erfragen.
Ich glaube, dass die Diskussion über das "WIE" der Umsetzung hier nicht so wichtig ist sondern die Tatsache, dass versucht wird einen relativ neuen Weg zu gehen in dem Pflege auch Aufgaben außerhalb des ursprünglichen Aufgabenbereiches übernimmt.
Was daraus wird und ob es auch auf die Pflege positive Effekte (außer Geld) hat, bleibt genau zu beobachten.
Viele liebe Grüße
fridolin