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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herzalarm / Notfallteam im Krankenhaus



chrischi6660
06.10.2004, 17:13
Hallo,

ich habe diese Thema erstellt um mal zu erfahren wie es bei euch in der Klinik geregelt ist, wenn es ein Notfall auf einer peripheren Station gibt.
Wir haben bei uns auf der ITS ein Notfalltelefon eingerichtet mit der Nummer 4000 und diese ist jeder Schwester u.s.w. im Haus bekannt. Gibt es in der Klinik einen Notfall b.z.w. eine Reanimation, klingelt es bei uns ziemlich schrill und einer sprintet zum Tel.. Nach kurzer Absprache laufen ein Arzt und eine erfahrene Schwester los um der Station zur Hilfe zu eilen( mit allem Pingelpangel was so dazu gehört). Das ist der Punkt, wo die Meinung der Pflegedienstleitung und mir auseinander geht, die Pflegedienstleiterin ist der Meinung, dass jede Schwester eine Reanimation, mit allem was dazu gehört durchführen können muss und wir sollen auf unserer Station bleiben :wut: . Die Praxis zeigt aber das es anders ist, es scheitert z.B. schon beim anreichen zur Intubation (wie rum nun das Laryngoskop halten) oder was ist Suprarenin u.s.w.. Dass Schwestern von "Normalstation" dies nicht beherschen finde ich nicht so schlimm, denn jeder wird langsam aber sicher ein "Fachidiot" und es gibt Dinge, die diese Schwestern besser beherschen als ich. Leider sehen das bestimmte Leute anders. So nun habe ich von meinem Problem erzählt und würde jetzt gern mal wissen, wie es bei euch geregelt ist oder ob ihr ganz anderer Meinung seit als ich.

Würde mich über rege Beteiligung freuen. :jubel:

MfG
Chrischi

Nina Tent
06.10.2004, 17:53
die Pflegedienstleiterin ist der Meinung, dass jede Schwester eine Reanimation, mit allem was dazu gehört durchführen können muss und wir sollen auf unserer Station bleiben

Hallo Chrischi.

Ist ja toll von der PDL, dass sie alle Schwestern und Pfleger im Haus für omnipotent hält. Und ebenso hanebüchend!
Ich gebe Dir in Sachen Fachidiotentum vollkommen recht. Es ist nicht schlimm, dass die KollegInnen auf den Regelpflegestationen keine Rea-Experten sind. Woher sollen sie es können? Der Ablauf ist so komplex, da hilft auch das beste Training wenig, wenn die Routine fehlt.

Bei uns ist es so, dass jede Pflegekraft 1 x jährlich im Basic Life Support trainiert wird, um im Notfall die Zeit bis zum Eintreffen des Rea-Teams möglichst sinnvoll zu überbrücken. Das sollte dann auch jede/r wirklich können.

Aber für die Feinarbeit gibt's das Rea-Team, ein Arzt und eine Pflegekraft von der Intensivstation, wie bei Euch erreichbar über eine einheitliche "Herzalarm"-Nummer.

Alles andere ist Murks.

Nina

PICCOlina
06.10.2004, 20:23
@ Nina
Wieviel Routine hast Du denn? Wie oft reanimierst Du?
Ist es nicht zu einfach zu behaupten, alles andere sei Murks? :)

@ Chrischi
So ein ähnliches Problem hatten wir auch: Telefon klingelt, Arzt und Schwester laufen los, mit vollem "Mastbaum". Manchmal war schon alles wieder gut, bis wir da waren. Das hat ziemlich genervt.
Seit 2 Jahren läuft halbjährlich eine Megacode Training. Das hat es gebracht. Seitdem sind die "peripheren" Kollegen viel sicherer. Nur wenn es mit dem dortigen Arzt/Schwester Team nicht läuft, klingelt das Nottelefon. Wir bekommen dann nur noch Info, ob ein Patient zu uns kommt.Das hört sich jetzt langwierig an, endscheidet sich aber innerhalb kurzer Zeit. Wenn wir dazugeholt werden, ist der Patient meist schon intubiert, wenn nötig, aber für den kurzen Transport noch nicht stabil genug, oder es gibt ein Defi Problem.
Auf jeden Fall sind meine Kollegen durchaus in der Lage zu reanimieren!
Wir laufen zwar immer noch viel, aber es läuft deutlich besser. Und die Kollegen bekommen die nötige Routine.
Ich kann ein "verschärftes" Training nur empfehlen.

Gruß PICCOlina

Michael
06.10.2004, 21:29
Hallo Forum,

ich habe in Deutschland in mehreren Kliniken gearbeitet.
Überall gab es ein "Rotes Telefon" und ein Notfallteam.
Trotz jährlichem Mega-Code-Training fehlt vielen Kolleg/innen einfach die Routine.
Wo ich jetzt bin, läuft vieles anders ab.
Wir arbeiten mit DECT-Telefonen, die pro Schicht fest zugeteilt werden.wer das Telefon Herzalarm hat, muss verpflichtend Anästhesiepfleger/Schwester sein. So will es das Gesetz.
Das hat einen guten Grund, da es dir passieren kann, dass du deine Zugänge selbst legen musst und auch beatmest/intubierst, wenn nötig.
Warum?
Weil nicht unbedingt zwingend ein Arzt im Haus sein muss, und du als Anästhesiefachkraft diese Tätigkeiten in deinem Tätigkeitskatalog stehen hast.
Wir haben jetzt auf allen peripheren Stationen semi-automatische Defis hängen, auch läuft das Mega-Code-Training gut, aber der Ausbildungsstand vieler Kolleg/innen ist teilweise noch sehr lückenhaft.

Grüße an alle

Michael

Pimboli
07.10.2004, 09:14
Wenn ich so genau drüber nachdenke, kenne ich irgendwie kein Krankenhaus, das kein Herzalarm Team hat. Gerade im Notfall kommt es auf routinierte Handlungsabläufe an, die sich zwischen Arzt und Pflegefachperson von der Intensivstation eingespielt haben. Dieses betrifft vor allem den Bereich der ACLS-Maßnahmen. Hier wird eine Pflegefachperson von einer Belegstation (trotz eventueller Schulungen) doch viel zu selten mit konfrontiert. Die Pflegefachperson der Intensivstation kann hier im Sinne der Patientensicherheit doch viel routinierter agieren. Außerdem wird sie ja im Rahmen ihrer Fachausbildung speziell für dieses Situationen ausgebildet. :wut:

arnold kaltwasser
07.10.2004, 13:15
Die Pflegefachperson der Intensivstation kann hier im Sinne der Patientensicherheit doch viel routinierter agieren. Außerdem wird sie ja im Rahmen ihrer Fachausbildung speziell für dieses Situationen ausgebildet.

Interessanterweise überleben in der BRD nur ca. 8% eine Reanimation und den USA ca. 40% :confused:

so long arnold

http://www.bundesaerztekammer.de/25/10Pressemitteilungen/J2004/200401085.html

Derweissehai
07.10.2004, 14:06
Hallösche,
Bei uns im Haus ist es so geregelt das es eine Notrufnummer gibt die über die Telefonzentrale an die ICU´s und an alle Funker die wesentlichen Info´s weitergibt.

Das Team was dann startet ist bunt gemischt, beteiligt am Herzalarm sind primär die Anästhesisten und Internisten, aber es springen auch Nephrologen Gynäkologen uvm ...

Was die Pflege betrifft gibt es leider keine feste Regelung, wir Handhaben das so das einer von uns (ICU) fragt ob wir mitgehen sollen. Oftmals ist es so das wir dann nicht mitgehen, ausser es ist ein Herzalarm aus der Psychatrie da sind die Kollegen immer sehr erpicht drauf das jemand von uns mitgeht.Auch wenn ein Herzalarm aus der Radiologie kommt sind wir auch immer sehr gern gesehen :D


Interessanterweise überleben in der BRD nur ca. 8% eine Reanimation und den USA ca. 40%

Ich habe neulich auf unserem Megacode Training gehört das diese große Differenz in der Erfolgsquote darin begründet ist das sich in den USA viel rigider an die Notfallalgorhythmen gehalten wird. Aus meiner Erfahrung wird das in der Praxis nicht so gehandhabt, ausser beim Kammerflimmern da sich dieser Algorhythmus wirklich bewährt hat.Es würde mich interessieren wie denn so eure Erfahrungen sind.

Unser Megacode Training findet leider nur 1x im Jahr statt :( , und da kann natürlich nicht jeder daran teilnehmen, und das obwohl der Erfolg eigentlich für sich sprechen sollte. Da viele Kollegen von den Normalstationen sich deutlich sicherer fühlen und auch die Berührungsängste mit den ungewohnten Instrumenten wie Laryngoskop & Ambu & Maske verlieren.Ich denke auch das es ganz normal ist das man zum Fachidiot wird so blöd das leider ist ...

Da liegt es aber dann an der PDL über Fortbildung, solche Fähigkeiten zu trainieren und zu erhalten :rolleyes:

Ciao Aaron

Tempo
07.10.2004, 16:08
Wenn es bei uns im Hause einen Notfall gibt, wird ein Rea - Pfleger und ein Anästhesist über eine Notfallnummer informiert. Diese sprinten dann los und erledigen alles erforderliche auf der peripheren Station. Anschließend kommt der Patient zu uns auf die ITS. Wenn es zu 2 Notfällen gleichzeitig kommt müssen wir durchstarten. Im Großen und Ganzen funktioniert das ganz gut!

Pimboli
07.10.2004, 16:19
Interessanterweise überleben in der BRD nur ca. 8% eine Reanimation und den USA ca. 40% :confused:

so long arnold

http://www.bundesaerztekammer.de/25/20040108/200401085.html

Kann man denn die Normalstationen in den USA mit unseren vergleichen, oder wie meinst Du das? Die Amis haben doch sogar für Venenzugänge Spezialisten... :confused:

Ducky
07.10.2004, 16:53
Hallo,
Bei uns im Haus ist es so geregelt das über eine Notfallnummer ein Arzt und eine Pflegekraft der ITV dazugerufen wird. Die Pflegekräfte (welche 1x jahr als Pflichtveranstaltung geschult werden) der "peripheren" Station leiten bereits die Reanimation ein. Trotz Training sind sie immer froh wenn sie die Leute von der ITV ankommen sehen.
Ich denke auch das die Routine und Erfahrung alleine schon beim Aufziehen der Medikamentem, eine nicht zitternde Hand alles wesentlich zügiger angereicht bekommt.
Ein Artikel im Deutschen Ärzteblatt berichtet von dem Vorwurf, das viele Krankenhäuser nicht in der Lage sind ihre Patienten innerhalb von 3-5 Minuten zu reanimieren :(

http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=41580

und fordert die Ausbildung der an der Reanimation beteiligten Personen. Die präklinische 8% Überlebensrate bei Reanimationen in Deutschland scheint dies zu bestätigen.

http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/01/21/010a0203.asp?cat=/medizin/herzkreislauf/khk

Weiß jemand wie die klinische Erfolgsquote liegt und die auf einer Intensivstationim Vergleich Deutschland und USA???? Dazu habe ich leider nichts finden können.

chrischi6660
07.10.2004, 17:28
Hallo,

erstmal Danke, dass ihr alle so fleißig geschrieben habt. Wir haben schon mal das Problem das ein Mega Code Training bei uns keine Pflichtveranstaltung ist.
Unser Kurs ist auch viel zu selten angesetzt, selbst wenn alle wollten würde jeder nur alle 2-3 Jahre dran sein :( . Wichtig denke ich, ist auch die die psychische Belastung der Schwester (von der betroffenen Station) die den Patient oft schon länger(vielleicht auch noch die Angehörigen) kennt und dadurch vielleicht auch erstmal "schockiert" ist und in ihrem Handeln gehemmt. Da ist ein Rea.-Team mit wesentlich mehr Abstand dabei und spult die Algorhythmen routinierter und mit mehr Abstand ab. Aus der Praxis in unserer Klinik muss ich auch sagen, dass die Ärzte oft sehr schlecht ausgebildet sind oder in der Akutsituation den Kopf verlieren. Bei ca. 10-12 Reanimationen im Jahr habe ich erst 2x einen Intubierten Patienten vorgefunden und oft sind wir vor dem Stationsarzt zur Stelle. Auch habe ich erlebt, dass noch nicht mal eine Laienrea. begonnen wurde obwohl genug Kräfte vor Ort waren. Noch eine Frage: kann ein Mega Code Training auch von Fachpflegepersonal durchgeführt werden?
Achso was verstehen die Ami´s unter erfolgreicher :jubel: Reanimation? :D

Bis dann

Chrischi

Hanno H. Endres
07.10.2004, 20:07
Hi Arnold.


Interessanterweise überleben in der BRD nur ca. 8% eine Reanimation und den USA ca. 40%

Dazu kenne ich noch andere Zahlen (herausgegeben von der DGAI):


Insofern ist es auch kein Wunder, dass sich die Erfolgsquote der Reanimationen seit 20 Jahren nicht mehr verändert hat und nach wie vor zwischen 15 Prozent und 20 Prozent verharrt.

-> http://www.medizin-texte.de/Anaesthesisten/Anaesthesiecongress2003/Wiederbelebung.htm

Bzw. auch -> http://www.reanimationsregister.de/

http://www.rippenspreizer.com/forum/images/smilies/blaulicht.gif,

hhe

grünkittel
08.10.2004, 19:06
Auch bei uns in der Klinik ist es so, dass es ein Notfalltelefon auf der Intensiv gibt. Wenn die Eierkiste rappelt springt ein vor jeder Schicht fest eingeteiltes Team, bestehend aus 3 Pflegekräften und dem Diensthabenden Anästheten, los. Des Nächtens, wenn Assistenten Dienst haben, werden auch wir von der Anästhesiepflege angepiept, um sozusagen "unterstützend ;) " mitzuhelfen. Unser neuer Chef möchter aber, dass bei jedem Notfall ein Anästhesiepfleger mit von der Partie ist.

moosmuffel
15.10.2004, 22:06
Hi Chrischi ,

also 2. Meldung aus FFM . Bei uns ist es so geregelt ( mein letzter Wissensstand) Wir teilen neuerdings unsere Klinik in 3 Bereiche.
Die Internisten besetzten von Ihrer Intensivstation ein Rea - Team u. die Anästhesie besetzt ein Rea-Team diese beiden Teams bestehen aus mind. einem Doc u. einer Pflegekraft.( können auch mehr Ärzte sein weil in der Anästhesie die Notfallcodes auf mehreren Pager gemeldet werden) Alarmierung läuft über das hauseigene Pagersystem mit speziellen Notfallcodes ( aus dem Code geht die Station hervor) Du gibst also 8 Zahlen ins Telefon ein und fertig.
Das 3. Team besetzt die Chir.- Anästhesiologische Intensivstation mit einem Doc u. einer Pflegekraft sowie einem Mitarbeiter unseres innerbetrieblichen Patiententransportes mit KFZ , Hintergrund: dieses Team bedient den Aussenbereich ( Parkplatz , Cafeteria, Parkanlage und alle entfernt liegenden Kliniken).
Natürlich gibts auch in unserer Klinik regelmäßig Rea -Fortbildungen und Notfallwägen auf den peripheren Stationen. Ich gebe dir auch recht das man mit der Zeit Fachidiot wird. egal wo!!! auch auf Intensiv!!!
Bei manchen Schwestern und oder Ärzten gibts da bestimmt auch Nachholbedarf, trotzdem sollte man nicht vergessen das auch bei einem Notfall auf einer peripheren Station es noch andere Pat. gibt die auch Probleme haben und wenn die Schwester allein ist oder zu zweit bei 20 oder 30 Pat. ist man froh wenn es ein Team gibt welches bei diesem Problem unterstützt. Und ich denk jeder von uns weiß das eine Rea (oder anderer Notfall) nicht mit dem positiven oder negativem Ergebnis endet sondern die Nachbereitung häufig mindestens nochmal soviel Zeit frisst.

mfg

P.S. grüss dich Aaron

DGF-online
02.11.2004, 07:11
>>>
Hallo,
wieder ich, wieder eine Frage...
...und zwar: Kann mir vielleicht wer sagen, wie die vielleicht gesetzliche Regelung ist, in welchen Abständen Krankenpflegepersonal/Anästhesiepersonal an Reanimationsschulungen teilnehmen sollte ? Wo stehen entsprechende Richtlinien ?
Bereits jetzt vielen Dank und liebe Grüße !

Tobi Bo
04.11.2004, 12:30
Kann mir vielleicht wer sagen, wie die vielleicht gesetzliche Regelung ist, in welchen Abständen Krankenpflegepersonal/Anästhesiepersonal an Reanimationsschulungen teilnehmen sollte ?

meines wissens gibt's da gar keine Regelung. Da die Krankenpflege bekanntlich zu gar keiner Mindest-Fortbildung im jahr verpflichtet ist, kann jeder das machen, was er machen möchte oder lässt es einfach bleiben. :cool:

möglicherweise gibt es hier und da hausinterne regelungen oder dienstanweisungen, aber gesetzlich muss sich kein pflegender fortbilden lassen.

andere meinungen?

Michael
04.11.2004, 16:55
andere meinungen?
Nö, nur Ergänzungen.
Im Französisch sprechenden Ausland ist man da einen (oder mehrere) Schritte weiter.
Es gibt mehrmals im Jahr sog. "Formations obligatoires", deren Besuch verpflichtend ist und auch kontrolliert wird.
Jede Klinik ist ausserdem verpflichtet, einen MA zur Koordination der Weiterbildungsangebote hauptamtlich abzustellen.

WomBat
04.11.2004, 19:36
Bei uns war mal eine US Schwester zu Besuch zwecks Erfahrungsaustausch, usw.
Sie war der Zeit die Pflegedienstleitung (ähhh, Direktorin) einer mittelgroßen Klinik, mitsamt Dr. Titel in der Pflege. Irgendwann sagte sie, sie müsse heute abend noch lernen.

Wir - mit Fragezeichen im Gesicht?

Antwort: Sie hatte gerade ihren BLS/ACLS Kurs gemacht (wiederholt zum xxten mal) und musste nun Lernen um am nächsten Tag die Prüfung dazu abzulegen. Diesen Kurs mit Prüfung muss auch sie alle zwei Jahre wiederholen, sonst ist die Lizenz weg.

andreasuhl
16.11.2004, 08:26
Bei uns hat sich bewährt:
definiertes Notfallteam, Anästhesist, Anästhesiepflege, Chirurg
Alarm über Gruppenruf - Pieper
Notfallwagen in allen Bereichen
Jährliche Schulung der Mitarbeiter auf Station
-> im Umgang mit dem Notfallwagen
-> Reanimation
Notfalltasche und Defibrillator wird vom Anästhesisten mitgebracht

scrabbel
09.10.2005, 17:57
Hallo zusammen!

Ich befinde mich gerade in der Fachweiterbildung Intensiv/Anästhesiepflege und bin dabei meine Facharbeit zu schreiben. Dabei geht es um das Thema "Herzalarm". In unserem Haus stellt eine der anästhesiologischen Intensivstationen den Herzalarm, der die Normalpflegestationen und die Funktionsbereiche im Notfall versorgt. In meiner Facharbeit möchte ich Möglichkeiten und Alternativen zur besseren Struktur und Organisation des Herzalarms, sowie ein Einarbeitungsschema für neue Mitarbeiter für den Herzalarm bearbeiten.
Dazu hab ich folgende Fragen an euch:

1.Gibt es bei euch in der Klinik einen Herzalarm? Wenn ja, wer stellt ihn?

2.Wie werden neue Mitarbeiter mit dem Herzalarm vertraut gemacht,bzw.
eingearbeitet?

3.Über welches Equipment verfügt ihr (Wagen,Rucksack,kompletter Monitor
mit RR,HF etc.oder nur Defibrillator mit EKG- Überwachung)?

4.Mit wieviel Personen rückt ihr bei einer Alarmierung aus?

5.Mit welchen Medikamenten ist euer Herzalarm bestückt?

Ich hoffe auf viele Antwortet und bin sehr gespannt :danke:

masi74
12.10.2005, 20:22
Hallo!

Habe vor kurzen meine Facharbeit zum Thema " Notfallmanagement im KH" abgeschlossen.
Im allg. stand ich vor dem Problem das es kaum aussagekräftige Literatur zu diesem Thema gibt.
Ich habe aber aktiv an einem neuen Konzept der Notfallalamierung in meinem KH mitgearbeitet.So konnte ich diese in die Facharbeit einbringen.
Wir haben eine interdiziplinäre Its. Wir arbeiten mit einem selbsterarbeiteten Notfallwagen mit Defi, Notfallkoffer "Ulmer II" ,Integriertes O2 Flachensystem mit Absaugung. Notruf geht über ein notrufsystem auf its ein. Team besteht aus einem ITS Mitarbeiter und Arzt!(Internist)
Die Mitarbeiter auf unser ITS sind auf MEGA CODE im Rahmen der ACLS geschult. Die Mitarbeiter der Stationen nach BLS. Halbjährliche Schulungen sind im Hause Pflichtveranstaltung. Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen bin aber immer für Fragen offen.

Gruss Masi74

andreasuhl
13.10.2005, 09:06
Notfallteam : 1 Anästhesie-Facharzt, 1 Anästhesie- Assistenzarzt, 1 Anästhesie-Schwester/Pfleger, 1 Chirurg

Ausrüstung : Rucksack, Defi/EKG, alle gägngigen Medikamente

Notfallwagen auf allen Stationen/Leistungsstellen wie Phys.Th.etc.

Alarm über Pieper - Gruppenruf, Sprechdurchsage

Einheitliche Notfalltelefonnummer, Ruf geht zum Pförtner, der macht Sprechdurchsage

Personal wird regelmäßig geschult, Reanimation und verhalten im Notfall

Verwaltung der Notfallwagen ( 29 ) durch Anästhesieabteilung, regelmäßige Kontrollen und Materialtausch

Tobi Bo
13.10.2005, 14:46
Notfallteam : ... , 1 Chirurg

Stimmt, einer muss ja auch den Wagen schieben!

:D ,

Tobi

Tobi Bo
16.10.2005, 14:14
OK, nochmal ernsthaft nachgefragt: welche rolle spielt der Chirurg in dem notfallteam bei euch genau, andreas?

scrabbel
16.10.2005, 19:58
Hallo Leute,
danke für eure Antworten..
:dafuer: :danke:

andreasuhl
24.10.2005, 09:54
Was macht der Chirurg im Notfallteam?

Wir sind ein rein chirurgisches Fachkrankenhaus.
Der Chirurg ist als Ansprechpartner für das Notfallteam bei Notfällen im stationären Bereich dabei. Die notfallmedizinische Versorgung wird durch das Anästhesieteam durchgeführt.

arnold kaltwasser
13.04.2006, 07:58
Interessanterweise überleben in der BRD nur ca. 8% eine Reanimation und den USA ca. 40% :confused:

so long arnold

http://www.bundesaerztekammer.de/25/20040108/200401085.html
Der Link hat sich anscheineng geändert...
http://www.bundesaerztekammer.de/25/10Pressemitteilungen/J2004/200401085.html
so long arnold

Annalena
13.04.2006, 16:44
Hallo bei uns im Hause gibt es das Notfalltelefon noch nicht soll
aber eingeführt werden welches ich nicht begeisternd finde ..
Wir haben eine 6 Betten Intensiv momentan immer kontinuirlich 4 Beatmungen
mit allem Pipapo . Und sind jeweils FD2 SD2 ND2 besetzt
Wir müssen viele Sachen machen Nachts die Pforte über Telefon und und und .
Und sollen jetzt noch die Peripherie mit Reanimationen Unterstützen .
Das Heißt dann das einer allein auf Station ist . Das kann ich nicht als gut verheißen denn unser Intensivarzt der Zentrale Aufnahme NAW und chir.Ambulanz mitmacht dann natürlich auch mitgeht und die 15 Minuten die er am TAg dann mal mit uns was klären kann wieder nicht da ist .
Ich finde bei so einer Situation eher nicht gut. Aber die Stationen sagen trotz Megacode das sie dafür nicht qualifiziert genug sind .Ich bin schon seit 1999 In diesem Krankenhaus und habe bihher auch nur 5 Reanimationen mitgemacht und denke wenn man dieses erlernen will dann kann man das auch aber das ist das Problem .Unsere Peripheren Station sagen das sie schon genug am Hut haben ...... Wie es wohl immer ist aber was richtig arbeiten heißt können sie nicht versteh sind halt meist alles alte Hasen, welche noch genüßlich Frühstücken und bei PC arbeit die Hände vor dem Kopf schlagen ....
So das ist meine Meinung dazu .Ich wünsche euch allen noch einen schönen TAg
liebe Grüße Annalena

Spiny Norman
13.04.2006, 23:15
So das ist meine Meinung dazu

Dinsdale ???

Miss Honey
15.04.2006, 13:23
Habe jetzt hier mehrfach gelesen, dass ihr Euch zu Schichtbeginn fest absprecht, wer aus dem Team zur Rea rennt im Notfall.
Das hat sich bei uns eher nicht bewährt, da dieser Kollege dann häufig in dem Moment, in dem das Telefon läutetet, unabkömmlich war- auf Toilette, in der Pause, am Extubieren...
Daher läuft bei uns derjenige, der grade die meiste Zeit bzw. die wenigsten Patienten hat, das klärt sich innerhalb Sekunden nach Annahme des Gespräches.
Und wie ist das mit jungen Kollegen, wenn immer nur ein "Erfahrener" läuft? Nehmt Ihr die dann zusätzlich mit, damit sie Routine erlernen können? Solche Dinge wie Reanimation lernt man trotz Theorie und Algorithmen nach wie vor nur durch Learning by Doing, wie ich leider immer wieder und viel zu häufig bei unserern jungen Ärzten feststellen muss.
Mit dabei ein Arzt der internistischen Abteilung (leider, mir persönlich wäre ein Anästhesist lieber :-), da wir eine interdispiplinäre Station sind, haben wir auch Anästhesisten im Anwesenheitsdienst, aber Reas werden nach wie vor von den Internisten bzw. Kardiologen betreut) und das ganze Ausrüstungsschnickschnack.

Es gibt übrigens Studien zum Thema Fortbildungen, die besagen, dass die Effektivität der Wissenserhaltung nur gewährleistet ist (immerhin zu 80%), wenn die Fortbildungsmaßnahme spätenstens alle 6 Monate (!!!) wiederholt wird. Einmal jährlich ist demnach definitiv zu wenig.

Randbayer
15.04.2006, 14:15
Hallo Leute!

Warum ist eine Reanimationsfortbildung oder besser ein Megacodetraining für unseren Berufstand Pflicht?

Ich habe in einem Haus gearbeitet in dem die Situation bis vor einigen Jahren noch wie folgt aussah. Zwei Reanimationsfortbildungen auf 20-25 Teilnehmer begrenzt für 1600 Mitarbeiter.

Heute sieht es nun so aus.
Die Pflegekräfte der beiden Intensivstationen und der Anästhesie übernehmen in wöchentlicher Rotation, den Reanimationsfunker und sind somit im ganzen Haus und Außengelände für Reanimationen/Notfälle zuständig. Jährlich muss jeder Mitarbeiter dieser Bereiche an einem Megacodetraining teilnehmen (PFLICHT). Es gibt mehrere Termine. Die am Reanimationsteam teilnehmenden Ärzte (alle Disziplinen) sind ebenfalls verpflichtet.
Auf den einzelnen Abteilungen gibt es sogenannte Multiplikatoren, die die Ausbildung auf den Stationen durchführen. Diese Multiplikatoren werden mind. 1 mal jährlich auf den neustens Stand gebracht (1 Tagesfortbildung durch die Anästhesie inkl. Kinderreanimation). Die Multiplikatoren bieten mehrere 2 Stundenausbildungen (25% Theorie + 75% Praxis) für die Mitarbeiter ihrer Abteilung an. Jeder Mitarbeiter (Pflege) ist durch den Arbeitgeber verpflichtet einmal pro Jahr daran teilzunehmen, sowie jedes zweite Jahr an einem Tagesseminar. Dies wird dokumentiert und in der Mitarbeiterakte hinterlegt.
Das Reanimationsteam wird über eine einheitliche Nummer gerufen. Mit Notfallwagen (ggf mit Notfallrucksack und Defi) macht sich das Reanimationteam auf den Weg. Dieses Konzept hat sich, so ein Kollege, schon mehrfachst bezahlt gemacht, was den Reanimationserfolg betrifft.

Der Randbayer

Groha
20.04.2006, 02:14
Hallo zusammen,
bei uns im Klinikum kommt ein Reateam der Cardiologischenintensivstation auf die allg. Stationen. Alarmiert wird unter der Telnr 112 (also leicht zu merken), wird dann von der Telefonzentrale angefunkt. Es kommen immer 2 Schwestern/Pfleger ein Assi und ein OA der Anästhesie. Diese sind alle im Anäthesieaussenbereich tätig, also zuständig für ALLE Notfälle in der Klinik, dem Schockraum, dem Notfall-OP (wenn alle anderen belegt sind) und dem Kreissaal.
Die Intensivstationen bekommen die Rea´s meistens alleine hin. ;)
Für alle Pflegenden ist einmal im Jahr eine Rea-Fortbildung Pflicht.

Grüße aus dem :streik:enden Bayern
Groha

staiger11
23.04.2006, 12:50
Hallo,

bei uns ist das so geregelt, das wir mit einem Arzt und Material von der Intensiv auf die Station gehen. Wobei die Schwestern von Station aber auch jährlich von uns Intensivpersonal geschult werden, und so zeigt sich die Erfahrung, dann auch gut mitarbeiten. Übrigens besprechen wir jeden Notfall nach.

Gruß Franko;)

Mäckes
24.04.2006, 12:30
Tach zusammen

Wir haben zwei Notfallteams zum einen aus der Zentralen Notaufnahme bestehend aus dem diensthabenden Anästhesisten und der Pflegekraftzum anderen stellt die internistische ITS auch noch ein Notfallteam.
Seit geraumer Zeit wird das Intensivpersonal im Megacode ausgebildet.
Es zeigt sich jedoch, das der Teufel im Detail steckt. Während auf einer ITS das Personal erfahren und besonnen in solchen Situationen handelt kommen immer wieder Notfälle von den Normalstationen auf die ITS wo kaum oder gar keine Notfallmassnahmen getroffen wurden.
Hier zeigt sich eben das Problem, das es sehr schwierig ist in einem großen Haus alle Mitarbeiter in Reanimation oder sagar Mega-Code zu schulen.

:mosh:
Euer Mäckes

Aestiva1
26.04.2006, 17:53
Hallo zusammen,

bei uns läuft es folgendermaßen ab.
Tag und Nacht ist die Anästhesie für die Hausrettung sowie Polytraumaversorgung in der Rettungsstelle und die Notsectio zuständig. Das Team besteht aus einem Arzt manchmal auch zwei und einer Anästhesiepflegekraft. Alarmiert wird über einen Notfallpieper oder der Rufanlage. Ausgestattet mit einem Defi und einem sehr schweren Notfallkoffer, der die Arme schon mal lang werden läßt auf dem Sprint durchs Haus und das Haus ist groß.*Zwinker*

Boggy
01.05.2006, 21:13
Hallo,
was mich ein wenig an der ganzen Diskussion stört ist das Argument, dass es schwierig ist, das Personal regelmäßig zu schulen. Bin selber nebenbei als Erste Hilfe-Ausbilder in der Breitenausbildung tätig und kann daher mit gutem Gewissen behaupten, dass das reine Erklären des Ablaufschemas vom Auffinden einer Person bis zum Beginn der CPR beim Laien ca. 1 Stunde dauert. Dazu kommen noch 10 Minuten praktisches Üben pro Teilnehmer.

Wieviel Zeit muss dann also bei Krankenschwestern und Krankenpflegern veranschlagt werden? Kann ich von jemandem, der drei Jahre lang medizinisch ausgebildet wurde, nicht erwarten, dass er/sie die Laienreanimation beherrscht? Genügt es nicht, dass Neuerungen im Ablaufschema (die nicht besonders häufig sind) durch eine Rundinfo veröffentlicht werden und jeder 10 Minuten pro Jahr üben kann? Ich gebe zu, dass eine Reanimation auf den meisten Stationen nicht zum Alltag gehört, aber für mich ist die Kenntis über den Ablauf einer Reanimation ganz profanes BASISWISSEN.

Die Frage, die sich mir stellt ist, welchen Umfang das Ganze hat. Muss jeder vernünftige Herzkompressionen hinkriegen? Ja! Muss jeder vernünftig mit einem Beatmungsbeutel umgehen können? Nicht unbedingt, aber auf jeden Fall mit einer Taschenmaske! Sollte es jedem klar sein, dass es in der Natur einer Reanimation liegt, den Stationsablauf gehörig zu stören? Das hoffe ich inständig!

So, das musste ich jetzt mal loswerden :motz:

Gruss
Christoph

nimmbecks
09.05.2006, 22:25
Hallo,

auch wir rennen von Intensiv, die Kollegen von den Stationen fangen natürlich schon mal an. Frage ist es, ob es sinnvoll ist, daß jemand in einem (sich meist im Bauzustand befindlichen) Haus herumrennt, um dann etwas fortzuführen, das nach den 2-5 Minuten, die man in der Regel braucht, entweden bis dahin gut gemanagt wurde oder dann eine miserable Prognose hat.
Bei uns sind aber auch eher die Ärzte ein Problem, die sich zu Haufen formatieren und dann zu keiner Entscheidung,geschweige denn zu einem Algorithmus fähig sind. Ich kann mir kaum vorstellen, daß das überall gut funktioniert.

BIC
29.06.2007, 18:59
Guten Abend liebe Forumsbesucher,

ich arbeite auf einer Intensivstation. Wir haben 6 Betten, direkt nebenan noch 4 AWR-Betten (werden als ITS-Betten mitbelegt). Es gibt drei Beatmungsplätze (zeitweise 4).

Die tägliche Besetzung ist 3-2-2 (also 15 Std. lang 2 Pk im Dienst, die restlichen Std. 3 Pk).

Nun soll ein Rea-Team gebildet werden; sprich: ein diensthabender Doc plus Pk aus ITS sollen für das gesamte Krankenhaus die Rea-Bereitschaft abdecken. Bedeuten würde das, das wenn eine Rea auf Peripherstation läuft, die ITS mit nur einer Pk besetzt ist.

Wie gehe ich als Pk der Station damit um? Unsere ltd. PDL will das unbedingt umsetzen.

Vielen Dank schon im voraus für eure Hilfe und Beiträge

BIC

rettungsmaus
03.07.2007, 21:46
Also wir wechseln uns mit dem Rea Funk ab. Ab 08.00 Uhr übernehmen wir (ITS) ab 16.00 und am Wochenende ist die Notfallambulanz "dran". Somit haben wir in unserem Haus den Arbeitaufwand etwas geteilt um die vorhandenen Arbeitsabläufe bzw. Arbeitsspitzen mit dem Abziehen von Pflegkräften nicht zu verschärfen. Finde ich eine sehr gute Lösung!

@bic,

könntet ihr nicht mit der Ambulanz oder Anästhesie sprechen und in der Phase wo eure Station schlechter besetzt ist die anderen "laufen" lassen?

Gruß
Heike

BIC
03.07.2007, 22:19
Hallo Heike,

ist grundsätzlich eine gute Idee. Nun kommt das Aber:

- bei uns gehören Anästhesie und ITS zusammen, und in beiden Bereiche gibt
es nur eine Minimumbesetzung (auch keine Ablösung für bspl.weise Pausen
etc. möglich, Üstd. etc. sind an der Tagesordnung)
- Notfallambulanz und Aufnahmebereich gehören zusammen und haben in den
Bereichen schon Probleme genug (Notfallamb. und Aufnahmebereich in
verschiedenen Etagen, auch dort minimale Besetzung = 1 Pflegekraft)

Wir denken weiter nach...

Einen schönen Abend noch
Grüße von BIC

Monty
04.07.2007, 04:03
Hallo!

Bei so einer Personalstärke auf ITS wird´s richtig schwierig. Ich weiss ja nicht wie die Rechtsgrundlage für die Besetzung einer ITS ist, aber ein Kollege allein ist sicher nicht verantwortbar, wenn er sich nicht in kürzester Zeit Hilfe holen kann (da Rea-Team kann er ja schlecht zurückpfeifen, oder? :hihi: ).
Wie hoch ist denn die Alamierungsfrequenz dieses Rea-Teams? Laufen die nur auf Reanimationen oder auch auf alle anderen Notfälle im Haus (Besucher-Synkope, Krampfanfall,...)? Wie oft passiert denn so was bei euch?
Wenn ihr da am Tag mehrmals ausrückt, ist das auf Dauer nicht machbar, es bleibt ja auch Arbeit liegen.
Und nach dem Motto: "es wird ja schon alles gut gehen in der Zeit" kann sich doch keine PDL verantwortungsvoll so was leisten.
Was sagt denn der OA/CA der Abteilung dazu, es geht ja schließlich auch um die Patientensicherheit und -therapie!
Insgesamt scheint das ja wohl ein generelles Personalproblem zu sein, die PDL kann da nicht einfach mit dem Kopf durch die Wand. Argumentiert mit der Patientensicherheit und holt euch die Meinung des Betriebsrates ein.
In dieser Konstellation wäre ich da wohl eher :dagegen:

Gruß,
Monty

dieter.goltz
05.07.2007, 04:44
Guten Morgen, unser Reateam wird ausschließlich von der Intensivstation gestellt. Ein entsprechneder Alarmplan ist vorhanden. Das Notfallteam besteht aus der Pflegekraft von der Intensivstation und dem diensthabenden Anästhesisten der Intensivstation. Das Stationspersonal übernimmt während der Reanimation die Herzdruckmassage. Das Intensivpflegepersonal die Assistenz.
Das Stationspersonal wird einmal jährlich zum Thema Reanimation geschult.Schwerpunkte sind :
1. Notfallplan
2. Alarmierung
3. Erkennen des Herz-Kreislaufstillstandes
4. Korrekte Durchführung der Wiederbelebung
5. Bergung einer Person (z.B. mittels Schaufeltrage)
6. Notfallwagen
7. Trouble shooting (Auswertung durchgeführter Reanimationen auf der Abteilung
Trotzdem fehlt dem Stationspersonal Erfahrung und Routine.
Viele Grüße aus dem regnerischen Norden.