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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MRSA in aller Munde



prometheus
24.09.2004, 18:46
Hallo !

Wer von Euch hat die Diskusssion bzw. Medienberichte verfolgt, die in den letzten Tagen auf eine zunehmende MRSA-Problematik in deutschen Kliniken hingewiesen haben. Unter anderem wurden hier Äußerungen von sich gegeben, daß man Kliniken öffentlich nennen wolle, in denen MRSA eine größere Rolle spielt, um so unseren "Kunden" die Möglichkeit zu geben, solche Häuser zu meiden ! - Was denkt Ihr darüber ? - würde hier gern eine Diskussionsrunde dazu starten :

Hoffe auf rege Beteiligung ! :)

r.dubb
24.09.2004, 21:26
Hallo !

Wer von Euch hat die Diskusssion bzw. Medienberichte verfolgt, die in den letzten Tagen auf eine zunehmende MRSA-Problematik in deutschen Kliniken hingewiesen haben. Unter anderem wurden hier Äußerungen von sich gegeben, daß man Kliniken öffentlich nennen wolle, in denen MRSA eine größere Rolle spielt, um so unseren "Kunden" die Möglichkeit zu geben, solche Häuser zu meiden ! - Was denkt Ihr darüber ? - würde hier gern eine Diskussionsrunde dazu starten :

Hoffe auf rege Beteiligung ! :)
Nicht ganz zum Thema, aber die Bemerkung sei trotzdem erlaubt:

Rede von Bundespräsident Johannes Rau auf dem 107. Deutschen Ärztetag am 18. Mai 2004 in Bremen:

"Gesundheit ist ein hohes Gut, aber sie ist keine Ware. Ärzte sind keine Anbieter, und Patienten sind keine Kunden. Ich halte nichts davon, unser ganzes Leben in Begriffe der Betriebswirtschaft zu pressen. die medizinische Versorgung darf nicht auf eine "Dienstleistung" reduziert werden."

Gruss

prometheus
25.09.2004, 21:39
...der Begriff "Kunde" war ironisch gemeint ... daher auch die " " ....Begrifflichkeiten sollten bitte nicht höher bewertet werden, als die Sache / das Thema selbst ! ;)

chrischi6660
26.09.2004, 09:16
Hallo !

Wer von Euch hat die Diskusssion bzw. Medienberichte verfolgt, die in den letzten Tagen auf eine zunehmende MRSA-Problematik in deutschen Kliniken hingewiesen haben. Unter anderem wurden hier Äußerungen von sich gegeben, daß man Kliniken öffentlich nennen wolle, in denen MRSA eine größere Rolle spielt, um so unseren "Kunden" die Möglichkeit zu geben, solche Häuser zu meiden ! - Was denkt Ihr darüber ? - würde hier gern eine Diskussionsrunde dazu starten :

Hoffe auf rege Beteiligung ! :)

Hallo!

Ich denke es wäre mal wieder ein Schritt in die falsche Richtung! Denn aus meiner Sicht müsste es dann auch ein bundesweit einheitliches mikrobiologisches Monitoring geben, welches genau die Frequenz der Abstriche bzw. Untersuchung auf MRSA vorgibt. Kliniken die aus Verantwortungsbewußtsein häufig dieses Monitoring durchführen, werden zwangsläufig auch öfter MRSA finden und Stationen bzw. Kliniken, die gar nicht oder nur auf Verdacht abstreichen, um Kosten zu sparen, wären ungerechter Weise im Vorteil.

MfG
Chrischi

Monty
26.09.2004, 13:28
Hallo!
Hab zwar diese Diskussionen nicht verfolgen können, kenne aber diese Problematik nur zu gut. Ob sich der Patient es aussuchen sollte, eine solche gebrandmarkte Klinik zu vermeiden, hat durchaus eine gewisse Brisanz.
An unserer Klinik soll ab nächstem Jahr eine Infektionsstation entstehen, in der interdisziplinär alle MRSA-Pat. behandelt werden sollen. Das allein kann den Ruf einer Klinik ja schon ruinieren. Aber was soll man machen, wenn aufgrund der Spezialisierung und des Versorgungsauftrages man eine überregionale Anlaufstelle ist. Selbst wenn man ein mikrobiologisches Screening vorab verlangt (ist bei einer Notfallverlegung eh nicht möglich), kann man dann bei positivem Befund den Pat. ablehnen? Wir können das nicht! Erstens entspricht es nicht der Klinikpolitik und soll man einem Pat. wg. MRSA eine schlechtere Versorgung zumuten oder sogar den Tod in Kauf nehmen. Sicher nicht, oder? Wir bekommen oft Pat. aus weiter entfernten Kliniken und aus dem Ausland und wir wissen, dass dies durchaus seine einzige Chance auf eine angemessene Wiederherstellung oder auf sein Leben ist. Darf man ihm das verwehren?
Wir haben uns auf diese Situation eingestellt und sind darauf vorbereitet. Jeder verdächtige Pat. (Klinikaufenthalt länger als zur Notfallversorgung; aus dem Ausland, vor allem Italien und andere südliche Ländere; mikrobiologische Verdachtsanamnese z.B. nekrotisierende Fasciitis, Gasbrand) wird isoliert und komplett abgestrichen. Hierfür haben wir 3 spezielle Isolierzimmer auf der ITS. Ein entsprechender Dekontaminationsversuch, eine antibiotische Therapie bei entsprechender Klinik und mikrobiologische Überwachung ist natürlich Pflicht.
Bei neu aufgetretenen MRSA-Kolonisationen durch auswärtigem Klinikaufenthalt sind die Chancen auf dauerhafte MRSA-Freiheit nicht so schlecht wie man meint. Dazu müssen sich allerdings die Pflegekräfte an einen Plan halten und vor allem die Ärzte sich mikrobiologisch etwas besser informieren. Uralte Standard-Antibiose nützt da nicht viel.

Klinken als MRSA-Zonen zu deklarieren ist sicher nicht der richtige Weg. Eine nationale Überwachung und Beratung durch Experten, gesetzlich vorgeschriebene Hygienestandards und rationale und restriktive Antibiotikahandhabung ist der wohl sinnvollere Weg.

Wie sieht´s denn in Ländern aus, in denen es diese ausschweifende Problematik nicht gibt? Wer kennt internationale Vergleiche?

Gruß, Monty

Tempo
26.09.2004, 17:44
Ich habe mal gehört, daß in Belgien bei jedem Patienten der im KH aufgenommen wird MRSA - Abstriche gemacht werden; ebenso bei allen in medizinischen Berufen tätigen Mitarbeiter. Das hat man schon vor Jahren eingeführt und entsprechend stehen die Belgier in Sachen MRSA/ORSA Heute wohl besser da. Da das alles auch sehr kostenintensiv ist, wird das in Deutschland sicherlich kein Thema werden. In den hiesigen Kliniken wird es mehr nach dem Motto "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" gehändelt.
Einen Standart gibt es leider nicht, so das jede Klinik es anders handhabt.
Bei uns ist es beispielsweise so, daß grundsätzlich alle Patienten die in eine Reha verlegt werden, komplett abgestrichen werden.
Die Häuser mit MRSA - Problemen öffentlich zu machen fände ich ausgesprochen daneben. Der Ruf kann ratzifatzi dahin sein. Gerade Krankenhäuser mit vielen Aufnahmen auch aus anderen Krankenhäusern könnten sich kaum dagegen wappnen. Die Konsequenz würde dann irgendwann sein, daß man nur noch Patienten mit negativen MRSA - Nachweisen aufnehmen würde. Das ist für Schwerpunktkrankenhäuser ( in einem solchen arbeite ich auch ) aber gar nicht möglich. Eine ICB, SAB oder ein Polytrauma wollen in der Regel sofort versorgt werden!

Michael
27.09.2004, 11:39
Hallo Forum,

"Tempo" schreibt:
Bei uns ist es beispielsweise so, daß grundsätzlich alle Patienten die in eine Reha verlegt werden, komplett abgestrichen werden.

Was soll der Quatsch?
Die Leute, die kommen, müssen untersucht werden, nicht die, die gehen !
In unserer Klinik wird jeder, der voraussichtlich länger als 1 Tag unser "Gast" ist, einem MRSA-Screening unterzogen, und Patienten, die aus anderen Einrichtungen übernommen werden, sowieso.
Wenn die länger anderswo behandelt wurden, werden sie -sofern organisatorisch möglich- isoliert, bis ein negativer Abstrich da ist.
Wir haben sehr viele Patienten aus den Niederlanden; wenn wir diese in dortige KH verlegen, werden die routinemässig von den dortigen Gesundheitsbehörden isoliert, bis sicher ist, dass sie kein MRSA haben.

Ausserdem ist -bei uns- nicht MRSA der Problemkeim Nr.1, sondern zur Zeit ein multi-resistenter Pseudomonas :eek:

winti
27.09.2004, 22:07
Hallo,


Ich habe mal gehört, daß in Belgien bei jedem Patienten der im KH aufgenommen wird MRSA - Abstriche gemacht werden; ebenso bei allen in medizinischen Berufen tätigen Mitarbeiter. Das hat man schon vor Jahren eingeführt und entsprechend stehen die Belgier in Sachen MRSA/ORSA Heute wohl besser da.

Hab dies auch gehoert und mal unseren Hygieniker darauf angesprochen. Dieser meinte dass es super waere alle MRSA zu entdecken und stellte dann die Frage, was man mit den Patienten tut die positif getestet werden.
MSRA in der Nase ist an sich kein Problem, muss halt dort bleiben und nicht in die OP wunde gelangen.
Und die Gefahr dass die Pflegekraft den Keim zum Nachbarn schleppt ist auch da. Aber viele Patienten laufen mit MRSA iregndwo im Koerper ohne Probleme umher. Das Pronblem ist wenn dieser dann ein Krankenhaus betritt.
Also ab sofort duerfen die s Patienten nicht mehr ins Krankenhaus. Ilusorisch und nicht realisierbar.
Isolationsstation oder besser Isolationskrankenhaus. Nicht finanzierbar.
Also was tun?
Der Hygieniker meinte nur kein generaelles Screening also auch kein Problem und erst reagieren wenn der MRSA in eine Wund zum Problem wird.
Klingt brutal aber alles andere ist nicht machbar.

Und irgendwie kann bin ich der gleichen Meinung. Wenn jeder seine Job korrekt macht (Haendedesinfektion,.....) muesste das Problem klein bleiben.

Daniel

Tempo
30.09.2004, 06:42
@Michael
Wir machen diesen Quatsch ja nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit, sondern weil die Patienten sonst nicht von den Reha - Einrichtungen übernommen werden!!!
Wenn ihr von uns z.B. einen Patienten bekommen würdet, würde der negative MRSA - Nachweis gleich mitgeliefert! Wenn ihr den Patienten dann erst noch wieder isoliert, dann ist daß aus meiner sicht vollkommener Schwachsinn!

Michael
30.09.2004, 19:03
Hallo Tempo,

dass Du den übernehmenden Einrichtungen Arbeit abnimmst, ehrt euch.
Bravo
Aber was ist in den Wochen/Monaten, in denen der Patient bei euch ist?
Da kann er seinen Keim durch die ganze Abteilung, wenn nicht gar durchs ganze Haus verteilen, oder was?
Wenn es doch keiner kontrolliert?
Das meinte ich damit.
Die Pflegeheime können es sich leisten, Patienten abzulehnen wegen MRSA, wir IPS natürlich nicht, also müssen wir uns doch bestmöglich schützen.
Und der beste -und mit Riesenabstand billigste- Schutz ist ein Screening.
Oder meinst du, die MRSA-Therapie über lange Zeit kostet nix?

Michael

Tempo
30.09.2004, 21:49
Das hatten wir doch schon! Entweder alle oder keinen! Und wenn man sich unser derzeit marodes Gesundheitssysthem vor Augen hält, ist die Antwort - leider - klar! Das allerdings einige Einrichtungen mittlerweile einen Negativnachweis verlangen ist immerhin ein Anfang!

Michael
02.10.2004, 13:19
Hallo Tempo,
ich verstehe deine Antwort, auch die Skepsis, die daraus spricht.
Aber weißt Du, ich "durfte" Ende der 90er Jahre erleben, wie in einem sehr renommierten (Name möchte ich nicht öffentlich machen) 600-Betten-Klinikum im Südwesten Deutschlands die komplette neurochirurgische mit 12 Planbetten und Teile der anästhesiologischen IPS für mehr als eine Woche geschlossen werden mußte. Seit dem bin ich ein gebranntes Kind, glaube mir nur. :mad:
Damals mußten einige Patienten verlegt werden, mehrere wurden auf einer kurzfristig eingerichteten "Überwachungseinheit" zwischengeparkt und die betroffenen Stationen wurden komplett ausgeräumt, abgewaschen und alles nicht desinfizierbare Material entsorgt.
Bereits entlassene Patienten wurden angeschrieben, bzw. über die Hausärzte informiert, sich doch einem Screening zu unterziehen.
Schaden? Riesig!
Seitdem habe ich umdenken gelernt, und ich merke auch in meinem Umfeld (ich arbeite nicht mehr in jener Klinik), dass sich die Prophylaxe durchzusetzen beginnt.

PICCOlina
02.10.2004, 14:41
Hallo, Ich komm`irgendwie nicht mehr ganz mit.
Also, bei Michael werden Patienten, die länder als 1 Tag da sind "abgestrichen". Jetzt habe ich nicht mitbekommen, wo die bis zum Ergebnis bleiben. Und wo sind die am ersten Tag, an dem festgestellt wird, ob sie länger bleiben müssen? Und wenn sie "positiv" sind, kommen die dann alle auf eine Isolierstation? Wieviel Platz ist da? Oder wird dann ggf. noch einmal die Notwendigkeit des stationären Aufenthalts überdacht?
Bei "uns" ginge das garnicht. Viele Altenheime im Einzugsbereich, viel MRSA. Wo sollen dann diese Leute hin? Soviel Platz haben wir nicht.
Aber noch eine Anmerkung am Rande: Es lief mal "hausintern" ein Screening des Personals. Pflegepersonal war "sauber", aber unsere lieben akademischen Kollegen... oh,je :o :rolleyes:

Michael
02.10.2004, 15:48
Hallo PICCOlina,

die Patienten werden ganz normal aufgenommen und -wenns geht- im Einzelzimmer isoliert.
Wenn nicht, werden sie in einem Doppelzimmer behandelt, als ob sie septisch wären. Also das ganze Programm mit Kittel, Mundschutz, tralala ...
Diese "Isolation" heben wir auf, wenn am (meist) nächsten Tag die Ergebnisse da sind.
Warum "geht" das bei euch nicht ?
Zur Information:
Wir verfügen über 16 Beatmungsplätze, davon 4 mit Einzelzimmer, Schleuse usw.
Es werden täglich Patienten operiert , aber auch von "draußen" aufgenommen.
:)

PICCOlina
02.10.2004, 18:30
Jetzt wird es klarer. Habe mal nachgeschaut, wo Du arbeitest: OP-Int.
Wir haben 11 Betten (8 doppel) und 1 "dreier"(da liegen orthopädische drin, aber bloß Hüften, Knie und Rücken - die kommen bei uns auf die Intensiv zwecks Cell-saver und Schmerzmanagement).
Der Rest ist "Innere" Schwerpunkt Haematologie. Dummerweise hat man uns vor ca. 2 Jahren noch die innere Notaufnahme "aufgedrückt".
Ein Beispiel aus meinem letzten Nachtdienst: 10 Betten belegt. 2 Schwestern: Eine kümmert sich um 3 "Orthis" und 2 Infarkte, die Andere betreut die 5 "Haemas". Eine zusätzliche Kollegin betreut vorrangig die Notaufnahme und geht bei "Leerlauf" den anderen Beiden "zur Hand". In dieser Nacht kommen 6 Patienten aus den Altenheimen über die Notaufnahme, alle mit Einweisung - also aufnehmen. Eine kommt auf die ITS, die anderen peripher. Keiner weiß was die an Keimen mitbringen, aber bei chronischem Bettenmangel gibt es wohl keine andere Lösung.
Zu unserer "Ehrenrettung" muss ich sagen, dass Hygiene aufgrund unserer meist aplastischen Patienten bei uns eine große Rolle spielt.
Aber bei Patientenkontakt von ca. 20-25 Menschen pro Nacht (ITS+Aufnahme) möchte ich nicht wissen, was wir so durch die Gegend tragen :o
Hab`noch was vergessen: Was sagen denn die Patienten dazu, wenn sie erstmal isoliert und abgetrichen werden?

Michael
02.10.2004, 20:01
Hallo PICCOlina,

erstmal "Hut ab". :five:
Was du da beschreibst, würde ich wahrscheinlich nicht sehr lange mitmachen.
Wir sind durchweg zu 6 Leuten, auch Nachts.
Der "Durchgang" ist auch nicht gerade gering, aber doch kein Vergleich mit euch.
Da wir 6-7 Leute sind, hat ein jeder seine 3 Patienten, oft oder sehr oft beatmet und/oder unter CVVHD o.ä. Zusätzlich gibt es noch eine/n "Springer/in", in der Regel Fachschwester für Anästhesie, die die hausinternen Notfälle sowie den Schockraum mit betreut.
Aber das geht.


Die Pflegekraft, die die Neuaufnahmen bekommt, kümmert sich grundsätzlich nur um diese, um eine Kreuzinfektion möglichst klein zu halten.
Du fragst, was unsere Patienten sagen?
Nichts, bislang hat sich noch keiner beschwert, im Gegenteil.
Man muss auch sagen, wir haben sehr viele ausländische Patienten, und die kennen das meistens schon von zu Hause her, so z.B. die Holländer
Aber auch alle anderen waren bisher sehr kooperativ.
Und leider Gottes haben wir immer wieder mal einen positiven befund; zu 99% "Langlieger" aus unserer oder periferen Kliniken.
Eigentlich sind ein oder zwei Betten immer isoliert. Aber damit werden wir wohl leben müssen. :motz:

PICCOlina
03.10.2004, 17:10
Hallo Michael,
So schlimm empfinde ich das garnicht. Ich bin in Essen tätig und wenn ich mit Kollegen aus anderen Häusern in Essen spreche, ist es bei ihnen ähnlich.
Vielleicht geht es Euch einfach nur gut.
Wenn ich mal genauer darüber nachdenke, wie selten wir "Positive" haben, möchte ich doch mal wissen, woran das liegt. Ich habe da so meine Befürchtungen und dann sollte ich wohl besser nicht weiterdenken.....
Scheint in "meinem Haus" eher eine Sackgasse zu sein :o
Erzähl mir doch mal, wie Ihr Euch "vermummt". bei uns streiten sich da regelmäßig die "Geister". Beispiel: Perfusorspritze leer: Handschuhe an, reingehen, Spritze wechseln - alles ohne Patientenkontakt. Erst bei Patientenkontakt setzt volle Vermummung ein. Wie handhabt ihr das, wenn z.B. nur 2 Pflegekräfte da wären und "es schnell gehen muss"?

Gruß Andrea

Michael
03.10.2004, 18:34
Hallo Andrea,

ja, ich glaube, es geht uns "noch" gut.
Aber die schwarzen Vorzeichen hängen schon wie die Gewitterwolken über uns.
Den Grad der "Vermummung" bestimmt unser Haus-Hygieniker.
Die Hygiene-Pfleger/Schwestern haben im europäischen Ausland, so auch bei uns in Luxemburg, einen ganz anderen Stellenwert als ich es aus Deutschland gewohnt war.
Der "verordnet" auf einemFormblatt, welche Massnahmen wie lange zu ergreifen sind, und man hat sich daran zu halten. :motz:
Also: je nach festgestelltem Keim etwa Handschuhe, Mütze, Mundschutz oder anderes ...
Er könnte (theoretisch) auch Sanktionen einleiten, wenn seine Verordnungen nicht beachtet werden.
Allerdings sind unsere beiden Jungs beides Pragmatiker und wissen, was "geht" und was nicht.
Bei einem Besuch im Zimmer eines MRSA-Patienten ohne Patientenkontakt ist ein Mundschutz sicher nicht notwendig, bei Pseudomonas wird er darauf bestehen.
(Ausser Nachts, denn dann schlafen die Keime ja! :five: )
Und es ist genau so, wie du sagst: Seit wir gezielt danach suchen, haben wir auch viel mehr Isolationspatienten.
Dies ist für uns hier ein zweischneidiges Schwert: Einerseits kostet die Isolation die Kassen einen Haufen Geld, andererseits erhält die Klinik, und somit wir, deutlich mehr Pflegeminuten und damit mehr Geld in Form von Planstellen o.ä.

Grüße

Michael

PICCOlina
03.10.2004, 19:21
Hallo Michael,
Du hast Recht, Nachts sind bekanntlich alle Katzen grau!
In "unserem kleinen, eher familiären Haus" ticken die Uhren immer noch anders. Böse Zungen behaupten, dass Kompetenz nicht so wichtig sei, wichtiger hingegen, wie lange man schon da, und wen man kennt oder mit wem man verwandt ist. Die Hygienestelle ist auch schon lange besetzt ;)
Also versuche ich es auch immer wieder "auf dem kleinen Dienstweg". Aber Prävention, wie Du sie beschreibst, würde eine Aufstockung des Stellenplans bedeuten. Da wir schon keine neuen Mitarbeiter bekommen, obwohl wir uns recht häufig "totarbeiten" (Das Haus wird gerade komplett umgebaut), glaube ich nicht, dass für uns momentan da Chancen bestehen.
Schade eigentlich, aber vielleicht gibt es da irgendwann mal eine Art "Gesetz" , dass auch für uns bindend wäre (Prävention betreffend).

So, gehe jetzt die Keime schlafen legen :D

Gruß Andrea

prometheus
04.10.2004, 17:21
Hallo Andrea !

Ich glaube das ist genau das gegenwärtige Problem !
Die wirtschaftlichen Gegebenheiten/Zwänge bestimmen unser "Handwerk" immer mehr ...
Personal, Hygiene, etc. ...das bleibt leider immer mehr auf der Strecke !
Man schaut nur noch, wo man kurzfristig sparen kann und verliert dabei aus den Augen, daß diese kurzfristigen Einsparungen sich bald rächen können und dann weitaus höhere Kosten verursachen (- mal ganz abgesehen von unserer Verantwortung gegenüber unseren Patienten)!
Bei noch soviel Idealismus macht das alles unsere Arbeit oft ganz schön schwer :(

Michael
04.10.2004, 18:52
Hallo Prometheus,

wie wahr, wie wahr !
:motz:
Aber genau so habe ich unser Krankenhaussystem und leider auch viele unserer Standesvertreter immer wieder kennen gelernt.

Grüße

Michael

PICCOlina
04.10.2004, 19:28
Was soll ich dazu noch sagen?...
Das es mal soweit kommt, dass "man" sich so ziemlich alles "bieten lassen muss" und dann noch froh sein muss, überhaupt einen Job zu haben....
Als ich angefangen habe, konnte ich meinen Arbeitsplatz frei wählen und heute mache ich immer öfter "die Faust in der Tasche". Das Jeder zu ersetzen ist, bekommt man unterschwellig immer mal wieder zu spüren. Und dann soll man auch noch versuchen die "Dinge zu ändern".
Das zermürbt einen langsam, aber sicher...

Gruß Andrea

Michael
04.10.2004, 20:04
Hallo Andrea,

ich habe beides erlebt, den Überhang an Pflegedenden wie auch den sog. "Pflegenotstand" Ende der 80er Jahre.
Alles schon mal da gewesen.
Momentan m"machen" sie noch mit dir, was sie wollen; wer aber mal 5-10 Jahre in die Zukunft schaut, sieht, dass der nächste "Notstand" schon vor der Tür steht.
Dann wird man händeringend die Leute, die man heute raus ekelt, händeringend wieder suchen. :motz:

Grüße

Michael

PICCOlina
04.10.2004, 20:15
Ich weiß, was Du meinst. Ich bin auch seit den 80ern dabei.
Aber, auch wenn sich das jetzt komisch anhört. Aber manchmal fühle ich mich schon "zu alt für den Sch..."!
Und ich werde langsam intolerant. Es nervt mich von deutlich jüngeren Ärzten herablassend behandelt zu werden, weil ich ja "nur" Schwester bin. Dann merken sie plötzlich, oh, die hat Erfahrung und schwenken um ins andere Extrem. Mir wird dann immer schlecht.

Sorry, das gehörte jetzt überhaupt nicht zum Thema, hab`mich hinreißen lassen. Vielleicht habe ich schon zu viele Keime im Hirn! :rolleyes:

Gruß Andrea

volkerallwicher
02.01.2006, 14:27
Ich glaube MRSA- Fälle zu veröffentlichen wäre ein Riesenschwachsinn, da die Patienten ja auch oft "von draussen" mitgebracht werden...
was machen Fachkliniken, die ständig Patienten aus anderen Häusern zugewiesen bekommen... MRSA- verdächtige Patienten ablehnen, um den guten Ruf zu wahren?

Ich glaube entscheidender ist doch wie intensiv die Patienten auf MRSA gescreent werden und wie konsequent die Massmahmen sind gegen den Keim...
Chefarztvisiten mit weissem Kittel im Isolierzimmer sollte auf jeden veröffentlicht werden... :motz:

zwai
13.10.2006, 09:20
Eines der ersten Themen der neuen Zeitschrift "Krankenhaushygiene up2date" unseres Partners Georg Thieme ist die Prävention von MRSA-Übertragungen.
Die Autorin Ines Kappstein betont in ihrem gleichnamigen Artikel die herausragende Bedeutung der Standard-Hygiene:
"Die strikte räumliche Isolierung ist eine vornehmlich psychologische Maßnahme, um das Verhalten des Personals zu beeinflussen. Die Übertragung von MRSA kommt vorwiegend aufgrund mangelnder Standard-Hygiene zustande. Die strikte räumliche Isolierung von Patienten mit MRSA ist wissenschaftlich nicht substantiiert und soll das Personal dazu anhalten, die an sich bei jedem Patienten erforderlichen Basis-Hygienemaßnahmen einzuhalten."

Den 15seitigen Artikel von Ines Kappstein bietet Thieme kostenlos "zum Probelesen" im Volltext an. (hhe)

>>> zum Download (PDF, 394 kb) >>> (http://www.thieme.de/aktionen/khh-u2d/artikel.pdf)

Randbayer
07.02.2007, 14:26
Die Briten versuchen neue Wege die MRSA-Problematik in den Griff zu kriegen. Antibiotika-Therapie ist das eine, nun wollen sie in einem Versuch mit 300 Patienten und einem neu entwickelten Pyjama, welcher mit Silber beschichtet ist den lieben Keimchen an den Kragen.



Anti-MRSA silver pyjamas trialled


Pyjamas and bed linen made with silver cloth are being trialled in a hospital to help combat the MRSA superbug.

Experts at Barts and The London NHS Trust hope to prove that silver can be used to clear MRSA on the skin and thus protect vulnerable patients. ... mehr (http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/london/6334505.stm)

QUELLE: BBC News www.bbc.co.uk (http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/london/6334505.stm) (06.02.2007)

Gruß der Randbayer

fridolin
19.02.2007, 20:33
Jetzt meldet sich einmal ein "Urgestein" zu Worte. Erste Pflegeerfahrung 1977 im Altenheim. Dann ab 1978 Krankenhaus.
Gefährliche Infektionskrankheiten waren damals eher selten. Grund: sie wurden nicht erkannt bzw. verkannt.
Infektionsprophylaxe? Fehlanzeige.
Fieber, Husten, Schnupfen, Heiserkeit? Dann Antibiotika, aber massenweise.
Heute.
Das Wissen über Infektionskrankheiten hat sich bis in den letzten Winkel vervielfacht. Heute tragen wir häufig Einmalhandschuhe, Mundschutz und Kopfhaube, desinfizieren uns 30.000 mal pro Schicht die Hände und ----> das Ergebnis nennt man MRSA, Clostridien, Novovirus und Co.
Seriöse Ursachenforschung? Hmmm, wo?
Natürlich erkennen wir gefährliche Infektionskrankheiten viel besser als 1977 und sie werden auch nicht mehr verkannt.
Gerade bei MRSA glaube ich, dass ein Screening der gesamten deutschen Bevölkerung eine "Durchseuchung" von 80 bis 100 % ergeben würde. (Seriöse Schätzungen gehen von mindestens 25% aus)
Die Frage ist doch lediglich, wie können wir verhindern, dass unsere Patienten sich mit deutlichen Krankheitswert infizieren?
Ist es sinnvoll, von jedem Patienten einen Abstrich zu erstellen?
Und möchtet Ihr als Personal regelmäßig Eure Abstriche hergeben?
Es bleibt das Thema spannend bis zum letzten Keim...
Viele infizierte Grüße
fridolin

volkerallwicher
20.02.2007, 16:45
zu fridolin: "Seriöse Ursachenforschung? Hmmm, wo?
Natürlich erkennen wir gefährliche Infektionskrankheiten viel besser als 1977 und sie werden auch nicht mehr verkannt."Die Ursachen für MRSA etc. hast Du doch selber gegeben... wesentlich ist doch der früher massenhafte Antibiotika-Einsatz, der Resistenzen gefördert hat (Antibiose nicht nur in der Medizin sondern auch in der Tierhaltung etc.)...

"Ist es sinnvoll, von jedem Patienten einen Abstrich zu erstellen?"Die Antwort heisst "ja"... Nachbarländer wie die Niederlande machen es vor... hier wird sehr konsequent gescreent und isoliert... mit der Konsequenz, dass diese Länder (ich glaube auch Skandinavien) die niedrigsten MRSA- Infektionen hat.
Das Problem ist dass es dem einzelnen Haus nicht gedankt wird sondern erst mal nur Kosten verursacht, wenn man hier konsequent handelt... nehme ich jedenfalls an.
Gruss Volker :mosh:

Randbayer
20.02.2007, 19:21
Hallo !

Ich kann Volker nur beipflichten. Früher hat man mit Kanonen auf Spatzen geschossen und Resistenzen so provoziert. Das Problem hat sich eigentlich schon in der frühen Antibiotikatherapie, Ende der 40er und Anfang der 50er, beim Klassiker Penicillin abgezeichnet. Nur heute im Zeitalter der "Multi"resistenzen, sollte man gezielter mit der "Wunderwaffe" Antibiotikum umgehen. Was auch immer ein Antibiogramm und die Erregerbestimmung kostet, der gezielte Einsatz dieser Medikamentengruppe und die korrekte hygienische Handhabung sollten die Kosten wieder armortisieren.
Bei uns werden bei Aufnahme, von jedem Patienten Nasen- und Rachenabstriche gemacht, desweiteren bei jedem der beatmet auf unsere ITS aufgenommen wird, wird endotracheal Sekret in die Mikrobio geschickt. Risikopatienten, die das Profil als Risikopatient der RKI (Empfehlung zur Prävention und Kontrolle von Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus-Stämmen(MRSA) in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen (http://www.rki.de/cln_049/nn_200238/DE/Content/Infekt/Krankenhaushygiene/Kommission/Downloads/MRSA__Rili,templateId=raw,property=publicationFile .pdf/MRSA_Rili.pdf) [veröffentlicht in Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz; 1999-42; 954-958 im Springer-Verlag], erfüllen werden prophylaktisch gescreent und oftmals sofort isoliert. Die Mehrarbeit hat sich schon einige Male bewährt, zumal wir somit den schwarzen Peter von uns weisen konnten.

Gruß der Randbayer

fridolin
20.02.2007, 20:22
Und möchtet Ihr als Personal regelmäßig Eure Abstriche hergeben? :bravo:
:mosh:__________________:mosh:____________________ :mosh:
Viele liebe unverkeimte Grüße
fridolin

ostfriesland
21.02.2007, 01:00
Moin,
eine Anmerkung zu der niedrigen Infektionsrate in den Nierderlanden - dies liegt wohl zum größten Teil daran, das nicht alle Ärzte Antibiotikas verschreiben dürfen, sondern nur eine bestimmte Gruppe; und durch den geringeren Einsatz an Antibiotika somit auch die Resistenzraten nicht so hoch sind.
Gruß

Zorro
22.02.2007, 16:20
Und möchtet Ihr als Personal regelmäßig Eure Abstriche hergeben?

Hatten wir vor einigen Jahren schon mal.
Durchseuchung bei den Pflegekräften ca. 2%.
Der Wert der Ärzte wurde leider nicht publik gemacht!
Konsequenzen ergaben sich daraus nicht, also macht man kein Screening mehr beim Personal.

willi
27.02.2007, 22:59
Guten Abend,
Ostfriesland hat m.e. einen Aspekt der niedrigen Infektionsrate in den Niederlanden genannt, ein anderer ist, lt. Aussage unseres Hygienikers, dass in die Krankenhäuser, und nur daher stammen die niedrigen Zahlen, nur Patienten aufgenommen werden, die "clean" sind. Das gilt natürlich nur für Wahleingriffe oder planbare Behandlungen, Notfälle werden per se isoliert.
Aber wenn man das Problem verlagert, kann man mit Zahlen auch schön strunzen.:-o

ostfriesland
06.03.2012, 14:41
Moin,

MRSA tummeln sich in der Geriatrie
Zum Artikel: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/article/806915/mrsa-tummeln-geriatrie.html
Gruß

ostfriesland
08.03.2012, 07:32
Moin,
nun hat eine Studie bestätigt, dass MRSA oft aus der Massentierhaltung kommt, weiter zu lesen unter: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/default.aspx?sid=807171&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-C-_-20120308-_-Infektionen
Gruß

fridolin
08.03.2012, 13:15
...MRSA (http://www.youtube.com/watch?v=UDCuZC_vbuc)oft aus der Massentierhaltung kommt...
Wussten wir das nicht schon?
Alles Böse für den Menschen kommt aus der Massentierhaltung....(fast)...

Und wie müssen wir uns verhalten?

Alles schön durchbraten, auch wenn das Steak englisch halt besser schmeckt...

Und bei einer Infektion schön viel Fleich essen, denn darin sind schon viele Antibiotika...

Und immer alles schön selbst kochen, denn in fertiggerichten sind eben sehr viele unnötige, schädliche Zusatzstoffe. Hier seien nur 2 genannt: Glutamat und Hefeextrakt.

Und auch Bio rettet leider nicht!

Und Vegetarier? Ist leider auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Leider sehe ich keinen Weg, dem Wahnsinn der Lebensmittelindustrie zu entgehen - außer ökologische Eigenprodution - und dann kommt der Fallout von Fukoshima :vomitus:
Viele liebe Grüße

ostfriesland
19.09.2013, 18:00
Moin,
unter http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/antibiotika-resistenzen-kliniken-melden-steigende-fallzahlen-a-923191.html ist ein Artikel erschienen, dass die Kliniken mehr Fälle mit resistenden Erregern melden.
Gruß

WomBat
19.09.2013, 19:02
Siehe auch Heute Nachtrichten (ZDF), z.B. 19 oder 20 Uhr.

Es wird Publik, immer mehr.

WomBat

arnold kaltwasser
15.10.2013, 12:26
sieht insgesamt bitter aus:
http://www.cdc.gov/drugresistance/threat-report-2013/

so long arnold

fridolin
16.10.2013, 11:54
Zitat von Zorro:
Durchseuchung bei den Pflegekräften ca. 2%.
Der Wert der Ärzte wurde leider nicht publik gemacht! Wahrscheinlich ist der Wert der Ärzte wg. einer "durchseuchung" von 80% nicht veröffentlicht worden?:schock:

Dies ist so meine Vermutung.
Viele liebe Grüße
fridolin

Elisabeth
30.10.2013, 01:53
Pflege weiblicher Beruf. Weib ist zuhause auch am Herd aktiv. Lebensmittel sind heutzutage net selten mit MRSA kontaminiert. Steril verkleiden tust dich bkanntlich zuhause nicht. Möchtest ja den Herrn des Hauses net verschrecken.

Arzt- männlicher Beruf. Selten in der Küche zu finden. Sieht die Lebensmittel erst nach der Zubereitung. Da sind die Keime bekanntlich schon tod.
Bleibt noch die Frage, wie verhindert er eine Kontamination bei Körperkontakt? Tipp: vor dem Küssen den Mund spülen lassen mit Octenisept. Oder war es jetzt Povidon-Jod? Oder Chlorhexidin?

Elisabeth

Sören Lösche
06.11.2013, 10:23
Ich bezweifle, dass uns diese Hausfrauenlogik im klinischen Betrieb hiflt (übr. war der Arztberuf einmal eine Männerdomäne, lang ist es her).

Sören

ostfriesland
03.06.2015, 15:45
Moin,
ein Forscherteam bereitet die klinische Prüfung eines "Killer-Proteins" gegen MRSA vor: http://www.kma-online.de/nachrichten/medizin/multiresistente-keime-forscher-entwickeln-killer-protein-gegen-mrsa___id__35409___view.html
Gruß

fridolin
03.06.2015, 17:13
Na, ob das "Killer-Proteein" in modifizierter Form auch als Antibiotikaersatz dienen kann?

Viele liebe Grüße
der auf die nächsten Forschungen gespannte
fridolin

der allerdings die Nicht-Einführung durch eine Verhinderungspolitik der Pharma-Industrie (=GeldGeileAbschöpf-Konzerne) befürchtet...

ostfriesland
17.08.2016, 15:47
Moin,

einer Studie zufolge sind 9,5 % der Patienten bei Aufnahme mit dem Erreger besiedelt: https://www.kma-online.de/aktuelles/medizin/detail/jeder-10-patient-traegt-multiresistente-keime-ins-krankenhaus-a-32258

Gruß