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arnold kaltwasser
07.09.2004, 16:40
Pflege aktuell 09/04
TopThema
Funktionsdienste in der Pflege


Berufsspezialisierung
Die beiden Zentralen Arbeitsgruppen A&I und E.R.N.A. des DBfK entwerfen Berufsprofile für Anästhesie, Intensivpflege und Notaufnahme, Erste Hilfe, Rettungsstelle, Ambulanzen

hat diesen Artikel schon jemand gelesen?
Was ist eure Meinung?
Ich dachte immer die DGF wäre der Vertreter im DPR und damit auch Hauptansprechpartner in solchen Themen :confused:

mit Grüßen aus Reutlingen
arnold kaltwasser

Holger Beuse
13.09.2004, 18:09
Hallo Arnold.
Wertes Forum.


hat diesen Artikel schon jemand gelesen?
Was ist eure Meinung?


Ja, ich habe den Artikel gelesen. Inhaltlich finde ich das von der Arbeitsgruppe des DBfK erarbeitete Tätigkeitsprofil ordentlich. Insgesamt finde ich mich darin gut wieder. Unser Selbstverständnis ist damit meines Erachtens anständig formuliert und nach außen darstellbar.
Das Rad neu erfunden haben die KollegInnen damit aber nicht. Ich finde das Tätigkeitsprofil im Wesentlichen recht deckungsgleich mit den Strukturstandards für die lntensivpflege und die Pflege in der Anästhesie (http://www.dgf-online.de/pubstruktur.htm) der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V.

Allein einzelne Formulierungen lassen mich schmunzeln:
"Delegation ärztlicher Tätigkeiten in Zusammenarbeit, Vorbereitung..."
-> Wer delegiert hier was an wen? Liest sich, als ob Pflegende ärztliche Tätigkeiten an irgendwen delegieren. Bislang wird andersherum ein Schuh draus.

"...Arbeitsaufwand für den einzelnen Patienten, der in der Regel älter und multimorbider wird."
-> In der Regel wird jedes Individuum im Laufe der Zeit älter und oft auch multimorbider. Hier ist wohl das Patientenkollektiv gemeint, das insgesamt älter und kränker wird. ;)



Ich dachte immer die DGF wäre der Vertreter im DPR und damit auch Hauptansprechpartner in solchen Themen :confused:


Tja, viele Köche, viel Schatten. ;)
Hier zeigt sich IMHO mal wieder das Elend der organisierten Pflege in Deutschland. Statt mit einer Stimme zu sprechen, sind die wenigen Pflegenden, die überhaupt organisiert sind (nur ca. 10%) in rund zehn verschiedenen Vereinen unterwegs. Um mit Karl Valentin zu sprechen: Es ist alles gesagt, aber noch nicht von allen.

Man kann diese Unmenge an Berufsverbänden positiv im Sinne von Pluralismus sehen, oder aber als Kleinstaaterei.

Der Deutsche Pflegerat als Dachorganisation ist sicher der richtige Ansatz, um zu einer gemeinsamen Linie zu kommen, die auch öffentlich wahrgenommen werden kann. Aber noch kochen viele lieber ihr eigenes Süppchen.

Gruz,
HolBeu

Tempo
13.10.2004, 10:55
Wie weit ist man denn mit diesem Ansatz bisher gekommen?
Erst Heute steht wieder ein Artikel in der Zeitung, indem auf den auf uns zurollenden Mangel an Pflegekräften in Krankenhäusern und Altenheimen hingewiesen wird. Darin äußern sich Politiker, aber keine Pflegenden die die Situation sicherlich besser einschätzen könnten! Das finde ich sehr bedauerlich. Es wird permanent über unsere Köpfe hinwegentschieden, nur weil wir als Berufsgruppe nicht in der Lage sind eine gemeinsame Organisation entstehen zu lassen! :motz: :wut: