Vollständige Version anzeigen : abklemmbare gänsegurgeln
wer von euch kennt eine firma , welche abklemmbare gänsegurgeln vertreibt?
stichwort peep verlust / tracheotomierte patienten:mosh:
arnold kaltwasser
14.07.2008, 09:12
Hallo nurser,
abklemmbar sind sie alle...ist nur die Frage ob sie auch in den Ursprung (d.h. das Lumen) sich wieder komplett entfaltet...
am besten bei den ganzen Vertreibern anfragen; ich würde bei "meinen" Hauslieferant nachfragen....
so long arnold
das problem bei den herkömmlichen gänsegurgeln liegt auch in dem material.:D
die "klassische" gänsegurgel kann durch das abklemmen einreißen
deswegen bin ich ja auch auf der suche nach wiederverwendbaren gänsegurgeln ,die wie"früher " abklemmbar sind
greetings;)
vielleicht bis zum kongress in reutlingen:wow:
Wäre erstmal die Frage zu beantworten wann genau du abklemmen möchtest?
Beim Systemwechsel macht es keinen Sinn die Gurgel abzuklemmen, da ich diese austauschen muss. Abklemmen beim Tubus geht natürlich auch mit Klemme, am Tracheostoma gestaltet sich das schon etwas schwieriger...
Gruß
oro/nasotrachealtuben abklemmen ist nicht das problem aber wie würden sie (kaltwasser, arnold) trachealkanülen abklemmen. in unserem haus wird überwiegend portexkanülen verwendet ich weiß nicht ob die das auf dauer aushalten.
-müsste da auch den hersteller ansprechen aber ich denke die würden keine "garantie" auf die kanülen geben wenn die abgeklemmt werden.
Elisabeth
19.07.2008, 15:47
Wie wechselt eigentlich der Rest der Republik bei PEEP- Beatmung das System?
Elisabeth
Dirk Jahnke
19.07.2008, 17:08
Moin Elisabeth
Gute, Frage!
Aufgrund von bei uns wohl deutlich wacheren Patienten mit teils vorhandener Spontanatmung eher nicht mit abklemmen. Unter geschlossener Absaugung wechsel nur alle 2 Tage / kein HME Filter- entsprechend Flott aus der Inspiration. Bei Bedarf kurzes blähen nach dem Wechsel.
Bei hohem PEEP Systemwechsel mit Ambubeutel, PEEP Ventil und 100% O2.
Muss gestehen, dass ich nach dem Wechsel nur sehr selten ein mittelfristiges Problem mit der Oxygenierung gesehen habe :jubel:
Gänsegurgel setzen wir aber nur bei wirklich unkomplizierten Beatmungen weniger 24 Stunden ein. Alle anderen sind mit einer geschlossenen Absaugung versorgt. Und gerade Gänsegurgel,Absaugung und HME müssen gewechselt werden. Die Anfrage erscheint mir also irgendwie auch nicht schlüssig.
Selbst die Zeiten mit tgl. Wechsel der Beatmungssysteme und Trachelkanülen haben wir ohne abklemmen überstanden, wie auch. Gut einer hoher PEEP war da 12. :D
FireBIPAP
21.07.2008, 23:16
Hi!
Ich muss gestehen das wir uns dieses Problem so nicht stellen.
Bei Tracheotomierten Patienten mit hohen Beatmungsdrücken wechseln wir b.B, spätestens nach 48h den Filter und die Gänsegurgel. Ohne die Kanüle abzuklemmen. Ich habe bis dato noch keine signifikante verschlechterung der BGA dach diesem Vorgehen gesehen.
Cu Simon
arnold kaltwasser
22.07.2008, 12:49
Wenn man sich es im CT anschaut, was mit der Lunge passiert (Atelektasen)und welche Drücke man braucht um die Lunge wieder zu eröffnen...
mmhh...
Fehlt mir außer der Erfahrung der zweite Teil der Evidence...
ok im Endeffekt fehlt ein verschließbares Tracheostoma...sowie ichdie Industrie kenne liest sie mit;)
so long arnold
Dirk Jahnke
22.07.2008, 21:58
Moin arnold
Peep Verlust und Atelektasen - keine Frage.
Jedoch steht man wenn man gerade bei kranken Lungen Spontanatmung wünsch und auch sieht vor der Frage, ob man mit vorheriger Analgosedierung oder/und Relaxierung abklemmt oder einfach wechselt. Neige aufgrund der geringen Probleme eher zum einfachen Wechsel. Nehme ich dem Patienten die Spontanatmung muss im Anschluss ja die gesamte Beatmung überprüft werden. Bei diesen Patienten einfach abklemmen kann ja zur inversen Atmung mit dann nicht kalkulierbaren Druckverhältnissen führen!
Auch ein Hustenreiz hat da sicher eine interessante Wirkung!?
Frage mich eher ob Kollegen, die abklemmen auch eine geschlossene Absaugung benutzen. Gänsegurgelwechsel kann ja auf ein "offenes" absaugen hinweisen :-o
Wenn man meint abklemmen zu müssen, würde mich das schon irritieren :jubel:
Elisabeth
23.07.2008, 11:39
Wenn man meint abklemmen zu müssen, würde mich das schon irritieren :jubel:
Mich ebenfalls. Es schenit ja durchaus nicht eine Routinehandlung zu sein. Steckt da eventuell ein wenig Übereifrigkeit hinter?
Elisabeth
übereifrigkeit???:confused:
ich würde eher von notwendigkeit sprechen
wenn wir pat.z.b. für einnen ct transport fertig machen ,müssen wir für die dauer des transportes andere,konventionelle beatmungsschläuche verwenden ,die länger sind damit der pat. durch die"röhre" passt.
da wir auf unserer station mit peep werten weit über 20 arbeiten und du sicherlich über die konsequenzen eines peep verlustes aufgeklärt bist,wirst du die bemühungen unsererseits verstehen können ,denselbigen zu vermeiden wenn irgendwie möglich.ich stimme auch mit der überlegung überein ,das es eine interessante aufgabe wäre für die industrie eine abklemmbare trachealkanüle zu enwickeln ,um beim wechsel der beatmungsschläuche den peep zu erhalten.:D :wow:
bis denne
grüße
nurser
Elisabeth
24.07.2008, 20:36
Wie handhabt der Rest der Republik dieses Problem? Ist Wechsel nicht gleich Wechsel?
Elisabeth (die immer noch nicht überzeugt ist)
bei mir auf station ist es folgendermassen:
keine absolute regelung bei system- oder filterwechsel. bei hohen drücken wird evt. der PEEP schrittweise bis auf 5 mbar reduziert, bevor dekonnektiert wird.
allerdings ist es auch so, dass z.b. bei bronchoskopien der arzt ohne grosse vorbereitungen dekonnektiert ... ist manches mal ärgerlich, wenn die pflege schön schrittweise drücke reduziert und wieder aufbaut und der doci macht zackzack eben mal die systeme auseinander ... :schock:
'gänsegurgeln' werden überhaupt nicht abgeklemmt. ist mir auch nicht klar, wie da nun unter abklemmen gewechselt werden soll ... :confused:
trachealkanülen lassen sich in aller regel nicht abklemmen und bei uns ist die anzahl der patienten mit oral-/nasaltubus <10%. und wenn ein tubus abgeklemmt wird dann nur bei patienten, die "gut" sediert (RSS 5) sind.
im fall von atelektasen wird gerne ein "modifiziertes lachmann-manöver" durchgeführt.
FireBIPAP
24.07.2008, 23:29
Nochmal Hi!
Ich denke über die konsequenzen eines rapiden Druckverlust sind wir uns alle klar.
Allerdings ist bei einer schnellen rekonektierung mit ev. kurzfristiger "überblähung" m.E nicht mit einer signifikanten verschlechterung der pulmunalen Situation zu rechnen.
PEEP größer 20... :( , also hier liegt ja ein ARDS vor und mann hat die ECMO schon mal ins Zimmer geschoben. Da würde ich gar nichts diskonektieren oder wechseln bis die Werte wieder auf ein "normales Nivau" reduziert sind. Sollte trotzdem ein CT anstehen, entweder den Intensivrepirator mitnehmen (z.B. Evita XL) und grundsätzlich mit Schläuchen arbeiten die über eine ausreichende länge verfügen. (Unsere sind z.B. in der länge verstellbar, so wie eine Ziamonika).
Cu Simon
Elisabeth
25.07.2008, 12:01
Danke. Ich hab schon an mir gezweifelt.
Elisabeth
rettungsmaus
25.07.2008, 16:43
Schrittweise Reduzierung (bis auf 5mbar) des PEEP-Wertes bei relativ hohen PEEP (ab 10mbar). Ansonsten wird bei uns auch nicht abgeklemmt. Geschlossene Absaugungen haben wir nicht (ich kämpfe noch:D ) und somit wird alle 24 Stunden der HME Filter und die Gänsegurgel routinemäßig gewechselt. Ich selber habe da auch noch keine großen Probleme erkennen können. Bei instabilen Beatmungssituationen (ARDS, FiO2 0,8-1,0) wird darauf ganz verzichtet (natürlich nur in der Akutsituation). Sobald eine Stabilisierung eingetreten ist wechseln wir wieder alles.
Bei Systemwechsel (alle 7 Tage) werden die Beatmungsgeräte komplett ausgetauscht. Bei Transporten (Oxylog 3000) haben wir längere Schläuche die in jedes CT passen. Auch hier wird kurz diskonektiert und ohne abklemmen der Gänsegurgel gewechselt. Bis heute keine Probleme:D
Gruß
Heike
greetings aus berlin:)
mich würde interessieren was das für beatmungssysteme sind die über einen ziamonika effekt verfügen und auf welche Länge sich die systeme ausziehen lassen.nach meinem wissensstand ist vorsicht geboten bei einem lachmannmanöver(barotrauma...) und ja wir haben primär pat. mit schweren und schwersten ARDS.wir beatmen unsere pat. ausschließlich mit aktiver befeuchtung und nur für die dauer des transportes wird ein hme filter benutzt.ein beatmungssystemwechsel erfolgt bei uns alle 7 tage routinemäßig und natürlich vorher bei extremer verschmutzung.:D
grüße nurser
Dirk Jahnke
26.07.2008, 23:58
Moin Nurser
PEEP Werte über 20 mbar und dann ins CT - das ist natürlich eine Nummer :jubel:
Der FiO2 wird wahrscheinlich entsprechend sein.
nach meinem wissensstand ist vorsicht geboten bei einem lachmannmanöver(barotrauma...)
So weit weg von euren "normalen" Drücken ist aber ein kleiner Lachmann auch nicht ;) Barotrauma wird bei euch wohl häufiger zu sehen sein ?
In solch einer Situation würde ich wahrscheinlich auch zum abklemmen (unter Relaxierung) neigen. Hatten zwar schon Patienten mit einem PEEP um 20 aber ein CT stand da bisher noch nicht auf dem Programm. Bei uns fällt die Risiko / Nutzen Frage dann eher in Richtung Risiko aus. Führen in dieser Richtung aber auch keine Studien durch :-o
Auch sind wir kein ARDS Zentrum und sehen eher ein primär pulmonales ARDS!
FireBIPAP
28.07.2008, 18:46
Hi!
mich würde interessieren was das für beatmungssysteme sind die über einen ziamonika effekt verfügen und auf welche Länge sich die systeme ausziehen lassen.
Achtung WERBUNG: "tyco Healthcare" Breathing System.
Habs noch nicht nachgemessen, aber zwischen einem und etwas über zwei meter ist das lang.
Cu Simon
arnold kaltwasser
15.08.2008, 19:01
Schrittweise Reduzierung (bis auf 5mbar) des PEEP-Wertes bei relativ hohen PEEP (ab 10mbar). Ansonsten wird bei uns auch nicht abgeklemmt. ...Heike
Wo ist da die Evidence?
...Geschlossene Absaugungen haben wir nicht ...Bei Systemwechsel (alle 7 Tage) werden die Beatmungsgeräte komplett ausgetauscht. ... Bis heute keine Probleme:D
...
Heike
Wenn ihr das weglasst habt ihr Geld genug zum Kaufen für das ganze Jahr;)
und die Probleme wie auch teilweise von anderen genannt bzw. nicht genannt werden... auch hier fehlt die Evidence!
so long arnold
Hallo,
wir wechseln alle 24 Std den HME-Filter, alle 48 Std die Gänsegurgel.
Nachdem bei uns relativ viele Patienten tracheotomiert sind, hat sich das mit dem Abklemmen sowieso erledigt, bei intubierten Patienten klemmen wir kurz am Tubus ab.
rettungsmaus
19.08.2008, 11:28
Wo ist da die Evidence?
Hallo Arnold,
"Es wurde schon immer so gemacht......;)" Das ist die Evidence auf dieser Station.....:wut:
Ich hoffe auf geschlossene Absaugkatheter. Einen Fall haben wir just seit dem Wochenende. Pneumonie bei jungen Patienten nach Auslandsaufenthalt (bis heute noch kein Keimnachweis) Absolut schwierige Beatmungssituation mit PEEP Wert von 18mbar und Inspirationsdrücke um 35mbar. Hier nun endlich geschlossene Absaugung!!!:D
Gruß
Heike
fridolin
20.08.2008, 10:59
Hi, @all,
hatte wir nicht schon enmal so ein ähnliches Thema?
Kann mich dunkel daran entsinnen....
Hier der Link dahin: http://forum.zwai.net/showthread.php?t=840
(Bitte den Beitrag von Arnold Kaltwasser lesen.)
Viele liebe Grüße
fridolin
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