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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Elektronische Patientenakte



FireBIPAP
13.07.2004, 19:22
Hallo Kollegen!

Ich war letztens auf einem Symposium gewesen und auf der begleitenden Industrieausstellung waren die Üblichen Firmen alle vertreten.
Diesmal haben mich besonders die Lösungen über eine Elektronische Patientenakte Interessiert. Also Systeme die komplett ohne Papier arbeiten.

Meine Frage: Habt ihr solche Systeme bei euch schon? Wie sind eure erfahrungen? Wie funktioniert die Pflegedoku im praktischem Alltag? Bei Dräger sah das alles in der Präsentation schon sehr gut aus.

Grüße Simon

cellodata
13.07.2004, 20:06
Hallo Simon,

diese Systeme sind sehr teuer...ich finde zu teuer....

ich galube es geht einfacher...

Allle Monitore auf einer Intensivstation haben mittlerweile die Möglichkeit einen Ausdruck der aktuellen Vitalzeichenwerte auszudrucken...hier muss jeweils nur ein Drucker hingestellt werden bzw. installiert werden...und dies werden in der Akte abgeheftet...Ergebnis nie wieder Vitalzeichenwerte mit der Hand eintragen....

Schritt 2:
alle Beatmungsmaschinen haben seit Jahren eine Com-Port Schnittstelle (ich hoffe das heisst so...Du siehst ich bin keim EDV Experte)
Hier einen Drucker anschliessen (oder eine gute EDV Abteilung kann dieses ohne groß TAM TAM an den Zentraldrucker anschließen....jede Stunde ein Ausdruck ausheften fertig und nie wieder Beatmungsprotokolle mit der Hand ausfüllen.

Schritt 3:
Mit dem Programm WORD eine "Musterdoku" anfertigen und speichern.

Alle Kollegen lernen wie diese aufgerufen wird und wo Sie Ihre Texte reinschreiben können, wie diese ausgedruckt und gespeichert wird und unterschreiben abheften.-..FERTIG

Schritt 3a:
Alle Ärzte lernen, wie Anordnungsbögen aufgerufen usw. usw. abschreiben abheften FERTIG

Schritt 3b:
Textbausteine werden angefrtigt alle lernen wie diese mit Autotext eingefügt werden...(ich wette ein jeder kennt jemanden der jemanden kennt der so etwas kann.

Schritt 3c:
Eine Kurve wird per EDV erstellt und diese wird von allen mit eigner EDV Kennung (zur Identifikation) geführt...alle können die Bereiche die sie dürfen einsehen

Schon ist eine elektronische Patientenakte in greifbarer Nähe und nur für den alten Chefarzt zur Visite auszudrucken...

Nun und dann kann individuell schon mit diesen angepassten Daten die super gute EDV Abteilung gemeinsam mit allen Beteiligten eine Verknüpfung von Daten der Monitoranlage, der Beatmungsmaschinen und der Laborwerte...usw. erstellen....


Locker 150.000 € Anschaffungskosten gespart, Mitarbeiter nerven geschont (Erfahrungsgemäß sind Standarisierte EDV Systeme nie für alle geeignet und müssen nach Beseitigung der Anwenderfehler lange Zeit optimiert werden.

Mitarbeitschulung erfolgt Schritt für Schritt und kollegial...(Schaltet endlich die Internetzugänge auf den Intensivstationen frei!!!)

In der Zeit wo ein Antrag für den Antrag auf Neuanschaffung eines kompltten EDV Systems beim Investitionsausschuss genehmigt sind (wohlgemerkt, dann dauert es nochmal solange bis Geld wirklich da ist)
In der Zeit hat man die vorhanden PC und Reccourcen genutzt und vereinigt...

Aber eben nur mit einer guten EDV Abteilung und einem vernüftigem Projektmanagement.

Liebe Grüße Marcello

Norbert Taminé
14.07.2004, 16:14
Hallo Simon,

ich denke es sieht nicht nur gut aus, sondern es erleichtert wessentlich die Arbeit auf einer Intensivstation. Ich habe selber schon mit einer eletronischen Datenerfassung gearbeitet und habe nur positive Erfahrungen gemacht. Mann verpasst keine Dokumentation mehr und muss keine grosse Zeit mehr darauf verwenden, die Kurve zu führen.
Meine Erfahrungen sind daher sehr positiv, da man bei Einsatz einer eletronischen Dokumentation und Kurvenführung wirklich wieder mehr Zeit für den Patienten hat.

Gruss Norbert

Superfantastisch
16.07.2004, 18:50
hallo kollegen.

cellodata hat natürlich recht, dass sowas nicht in jeden krankenhaus umsetzbar ist und dass man dort wohl eher improvisieren muss.

ich arbeite an einem großen klinikum und unsere intensivstationen sind seit ein paar jahren nach und nach auf edv-systeme umgestellt worden.

das ganze ist natürlich ein heiden aufwand: die hardware muss angeschafft werden (am besten je bettplatz 1 Rechner plus ein paar weitere für stationszimmer, arztzimmer usw), jemand muss es einrichten, warten und pflegen (und das natürlich 24 stunden am tag) und schliesslich müssen alle mitarbeiter sorgsam geschult werden.

eine riesenunternehmung.

ich bin mittlerweile recht froh, dass wir dieses system haben - es nimmt unglaublich viel arbeit ab und macht vieles transparenter (nicht nur, weil die eintragungen nicht mehr handschriftlich sind ;) ). vital- und beatmungsparameter sowie die perfusoren werden automatisch aufgezeichnet, die pflegedokumentation ist ausführlich, aber doch schnell gemacht, da viele punkte nur abgehakt bzw. angekreuzt werden müssen.

also ich finds gut und möchte es nicht mehr missen

Zorro
06.08.2004, 10:39
Hallo Kollegen

an unserem Haus wird seit etwa 8 Monaten eine EPA "ausgerollt" (so zumindest bezeichnet es die EDV-Abteilung) und zwar von der Firma Parametrix (Infos dazu hier (http://www.parametrix.ch/einfuehrung.html) ).
Geplant ist die Einführung in drei großen Schritten, die sich ursprünglich geplant über 30 Monate hinziehen sollte. Derzeit besteht allerdings schon eine Verzögerung im Abschlusss des ersten Schritts von drei Monaten. Bis relevante Anwendungen für die Pflege installiert werden, vergehen somit sicher noch zwei Jahre.
Zur bisherigen Anwendung kann man nur soviel sagen, dass der Aufbau logisch und die Oberfläche komfortabel zu bedienen ist. Leider besteht ein Knebelvertrag mit Siemens, die bisher einen großteil der Software lieferten, so dass immer noch alte Anwendungen genutzt werden müssen, die eigentlich gar nicht mehr nötig sind, dem Anwender, also mir, aber unnötige Arbeiten aufhalsen.
Kurz ein Satz zur technischen Ausrüstung auf Station (10 Betten, interdisziplinär operativ). Wir haben zur Zeit drei PCs und zwei TCs auf Station, wobei im Verlauf noch zwei Arbeitsplätze eingerichtet werden sollen. Zu nennenswerten "Staus" an den Arbeitsplätzen ist es dadurch noch nicht gekommen, aber wie gesagt, die Pflege ist momentan noch außen vor.
Wir sind hier alle gespannt, wie es weitergeht!

Christoph
29.08.2004, 10:12
Hallo
wir arbeiten seit etwa drei Jahren mit dem CareVue System der Firma Philips (frŸher von Agilent hergestellt). Nach anfŠnglich sehr gro§en Schwierigkeiten mit der Anbindung aller GerŠte und der StabilitŠt des Programmes funktioniert es in letzter Zeit recht gut. die meisten Mitarbeiter kommen nach einer Eingewšhnung mit dem System gut klar. Die QualitŠt der Dokumentation hat sich Dank unseres Konfigurationsteams sicher verbessert. Es wurden einfach viele PflegetŠtigkeiten entsprechend den Leitlinien in Menues hinterlegt, so dass zahleiche Massnahmen nur noch ausgewŠhlt und abgehakt werden mŸssen.
Die Hardware Ausstattung besteht bei uns aus einem Bettseitigen PC pro Patient und 4 zentralen Rechnern (einer davon im Arztzimmer). Dazu kommen noch Verbindungsboxen die Daten von Monitor, Beatmung und Perfusoren/Infusomaten sammeln und in das Dokumentationssystem weiterleiten. Daten von Labor und Astrup sind auch direkt im Programm sichtbar. Abgesehen von Ršntgenbildern kann man sich also am Bett oder eben auch an einem anderen Platz Ÿber alle wichtigen Daten des Patienten informieren ohne in verschiedene Programme reinzuschauen oder in Kurven zu wŸhlen.
Ich mšchte eine elektronische Dokumentaion nicht mehr missen. Die QualitŠt der auf dem Markt befindlichen Systeme kann ich allerdings nicht beurteilen, da ich bisher eben nur mit dem Philips System gearbeitet habe.
Ich hoffe es beantwortet Deine Frage im Ansatz. Das Thema ist leider ziemlich umfangreich und man kann damit ein paar Seiten fŸllen.
Bei weiteren Fragen kannst Du mir ja auch eine Mail schicken.

Gr٤e

Christoph

Hosc
14.09.2004, 02:24
Hei, hei

Bin erst jetzt auf dieses Forum gestossen und darum so spaet die Antwort.
Ich arbeite auf einer Intensivstation in einer Osloer Klinik und hier ist seit geraumer Zeit die gesamte ( und ich meine wirklich die gesamte ) Dokumentation auf EDV umgestellt worden. Mir persønlich gefaellt es sehr gut, brauche definitiv kein Papier und Stift mehr auf Arbeit. Vor kurzem erst wurde eine neue Version integr.
Wir arbeiten mit dem Metavision und DIPS-system.
Wenn gewuenscht gerne mehr Infos.

Ha det bra
Hilsen Hosc

arnold kaltwasser
16.09.2004, 18:13
"Do, or do not. There is no dry" Jedi Master Yoda

Hallo Zorro,
kann es sein, dass Jedi Master Yoda von
try versuchen statt von dry trockenen sprach? :confused:
oder war er seiner Zeit voraus? :D

with kindly regards arnold

WomBat
09.11.2004, 19:56
Hallo Zorro,
kann es sein, dass Jedi Master Yoda von
try versuchen statt von dry trockenen sprach? :confused:
oder war er seiner Zeit voraus? :D

with kindly regards arnold

Ich habe mich erst durch die Beiträge durchgearbeitet und dieses hier gefunden! Es ist einfach süß :)

So, let's dry it again! This time we'll try harder to get it dry!

WomBat

Zorro
15.11.2004, 14:41
Hallo Zorro,
kann es sein, dass Jedi Master Yoda von
try versuchen statt von dry trockenen sprach? :confused:
oder war er seiner Zeit voraus? :D

with kindly regards arnold

noohbaddie iss pöhrfeggt
:-o

WomBat
16.11.2004, 21:14
Zorro (klasse Name!)

Nix für ungut, ich fand es nur zum Lächeln, und das, finde ich ist eine gute Sache! :jubel:

Ich hätte Dir gerne gestern schon gesag, Alles Okay! Freute mich nur darüber, aber....das Forum war ZU!

Heute finde ich etwas ganz anderes vor!

Wombat, eben nicht Touche' (oder wie immer das sich schreibt)

Hanno H. Endres
20.11.2004, 14:18
Dank der Medica gibt's wieder reichlich Innovationen - die Dräger-Presseabteilung berichtet gerne davon:


Dräger Medical führt zur Medica Infinity ChartAssist VF2 ein
Lübeck, 19. November 2004 – Zur Medica 2004 präsentiert die Dräger
Medical AG & Co. KGaA, die jüngste Version von Infinity ® ChartAssist ® .
Infinity ChartAssist ist ein leistungsstarkes, automatisiertes elektronisches
Datenblatt, das speziell zur Unterstützung von Arbeits- und
Pflegeprozessen auf der Intensivstation konzipiert wurde.

Mit der neuen Version VF2, übernimmt ChartAssist eine noch wichtigere und stärker integrierte Rolle auf der Intensivstation.

ChartAssist bindet sich nicht nur nahtlos in das Patienten-Monitoringsystem
Infinity ein, sondern bietet auch Schnittstellen zu Systemen anderer Hersteller wie beispielsweise von GE oder Philips.

Kliniken können somit auch unter Beibehaltung ihrer bestehenden
Überwachungs-Systeme von ChartAssist profitieren.

Die Version VF2 bietet eine Reihe neuer Verbesserungen für Therapie
und Pflege. Neben der reinen Dokumentation kann mit der neuen Version
die Medikation geplant werden. Neue Möglichkeiten der Maßnahmendokumentation mit klinikspezifischen Auswahllisten bieten
eine direkte Unterstützung der Pflege.

Da Notizen und Beobachtungen ein integraler Bestandteil der in einer Intensivstation erforderlichen Dokumentation sind, bietet ChartAssist VF2 einen separaten Bereich für strukturierte Notizen. Das heißt: Informationen gehen nicht verloren und sind eindeutig dokumentiert. Für Kliniken, die ein Scoring-System zur Risiko- oder Effizienzmessung der Ressourcen verwenden, wurde ein spezieller Score-Designer entwickelt. Neben Standard-Scores wie z.B. APACHE, SAPS und TISS können nun auch hauseigene bzw.
abteilungsspezifische Scores erstellt und in der klinischen Routine
eingesetzt werden.

Eine HL7-Schnittstelle zum KIS gewährleistet den Datenaustausch (ADT)
mit dem Krankenhaus-Informations-System. Darüber hinaus sorgt die
Verbindung zum Labor dafür, dass alle eingehenden Untersuchungs-ergebnisse
automatisch angezeigt und dokumentiert werden.
Crystal Reports ermöglicht die Generierung von Standardberichten zur
Bewertung von Aufenthaltsdauer, Audits, Pflegezusammenfassungen und
mehr.

„Infinity ChartAssist bietet dem Krankenhaus ein Basis-System, das aus-
und aufbaufähig ist - je nach Erfahrung und klinischer Anforderung.
Integration und Informationsverarbeitung in der Intensivpflege sind immer
wichtiger werdende Prozesse, weshalb ChartAssist ein hervorragendes
Beispiel für übergreifende CareArea™-Lösungen ist, die gleichzeitig die
Effizienz klinischer Prozesse erhöhen,” so Dr. Wilhelm Isenberg, Leiter
des Geschäftsbereichs Monitoring & IT, mit Sitz in Danvers, Mass., USA.


Kontakt:
Drägerwerk AG: Vanina Herbst
Investor Relations
Telefon +49 (451) 8 82-2685
vanina.herbst@draeger.com

Dräger Medical AG & Co. KGaA: Birgit Diekmann
Public Relations
Telefon +49 (451) 8 82-1215
birgit.diekmann@draeger.com

Quelle: Dräger Medical (http://www.draeger.com/MT/internet/DE/de/AboutUs/press/2004/doc/medica_chartassist_pr.pdf)