Vollständige Version anzeigen : Infusionslösungen gewärmt lagern ?
Lagert Ihr Infusionen (Ringer-Laktat und Haes) in einem Infusionswärmeschrank
Ja, Beide
Ja, nur Ringer-Lactat
Nein, keines von beiden
Danke für Eure Stimme!
fridolin
11.02.2008, 15:10
Wie, wollt Ihr die Produkte auf Keimfreiheit testen?
fridolin
Nein, sie sollen im Falle einer OP sofort angewärmt verwendet werden können.
Ein Möglichkeit fehlt:
Nur Haes angewärmt. ;)
Bei uns wird beides im Wärmeschrank neben Mannit gelagert, doch nur bei Ringerlösung steht explizit drauf: nicht über 25° lagern! Zumindest bei unserem Hersteller, ich glaub Fresenius.
Auf dem Haes 6% hab ich auch auf dem Karton keinen speziellen Hinweis gesehen, soweit ich mich noch recht erinnere!
Angewärmten Gruß, Monty
fridolin
12.02.2008, 08:25
Gibt es bei Euch keine anderen Wärmegeräte?
Für den Fall einer OP hlte ich die Verabreichung über Geräte wie z. B.: http://www.stihlerelectronic.de/d/astotherm/ für völlig ausreichend, zumal es Hersteller gibt, die eine Höchsttemperatur für das Lagern vorschreiben. Immerhin sollten wir hier auf die Herstellerangaben achten, da wir sonst bei möglichen Patientenschäden mit haften könnten...
Viele liebe Grüße
fridolin
@Monty: "Nur Haes angewärmt" habe ich bewußt weggelassen, da iich mir ziemlich sicher war, daß das nicht gewärmt gelagert wird. Wie man sieht (liest) gehts doch.
Wir verwenden von Baxter das RL und von Fresenius das Haes. Bei beiden steht in der Fachinformation (Austriacodex), daß diese nicht über 25° gelagert werden darf. Bei RL als kristalline Lösung denke ich mir eientlich nichts, aber bei Kolloiden ???.
@fridolin: Wir verwenden natürlich Infusionswärmegeräte bei Op die länger dauern oder viel Flüssigkeit benötigt wird. Aber auch bei kurzen Eingriffen sind wir der meinung, daß die angewärmten Lösungen angenehmer für den patienten sind.
Natürlich ist uns bewußt, daß wir damit kein Temperaturmanagement durchführen können, hier geht es eindeutig um den Wohlfühlfaktor des Patienten!
H5N1
Sören Lösche
13.02.2008, 14:25
@all,
die Art der Lagerung gibt ganz eindeutig der Hersteller vor, niemand sonst. Wenn die eigene Apotheke die Lösung herstellt ist sie der Hersteller.
Unmittelbares kurzes Vorwärmen ist sicher möglich, aber was bringt es? Ein Temperaturmanagement, sprich Durchlauferhitzer, ist sinnvoll. Wird die Infusion auf 37 Grad vorgewärmt und so ohne apperative Unterstützung infundiert, hat sie bei Eintritt in die Viggo noch durchschnittlich 1 Grad über Raumtemperatur. Das ist alles. Dafür lohnt kein großer Aufwand.
Gruß
Sören
macnurse
13.02.2008, 17:47
Aus Mythen und Fakten der perioperativen Infusionsterapie von M.Jacob , C.Chappel.
Aufgrund einer möglichen Zerstörung der Glykokalyx(nach heutiger Datenlage), soll die perioperative Flüssigkeitstherapie während abdominellen Operationen max. 1.0ml/kg/h + Urinmengen betragen.
80kg= 80ml + 70ml Urin= 150ml/h ! ( Flüssigkeitserhalt)
Hieraus ergibt sich, dass eine Vorwärmung von Infusionen nicht benötigt wird.
Gruss
macnurse
Sören Lösche
14.02.2008, 11:27
Hallo macnurse,
ist das dein Ernst?
Wir substituieren doch weniger den Grundumsatz als den Verlustust durch Sympatikus-Blockade sowie alle anderen intraoperativen Flüssigkeitsverluste. Mit 150 ml/h ist doch kein Patient normoton zu halten, es sei denn ein 10 minüter Eingriff in LA.
Sören
macnurse
14.02.2008, 16:34
Hallo
Alles nachzulesen in Refresher Course für Anästhesisten Ausgabe Mai 2007.
Gruss
macnurse
Hallo,
wir lagern Tutofusin und Haes 6% im Wärmeschrank. Von jeder Sorte 2-3 Stück für "Notfälle". Bei unterkühlten Patienten wärmen wir EK´s und Infusionen mit der Hotline.
Sören Lösche
17.02.2008, 18:23
Hallo,
der Beipackzettel sagt dir was ihr tut. Dem Patienten hilfts auch nicht.
Sören
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