Vollständige Version anzeigen : Sterbehilfe
ostfriesland
11.11.2007, 17:30
Moin,
Uniklinik Bern
Erstmals Sterbehilfe erlaubt
Zum Artikel bei n-tv.de: http://www.n-tv.de/878173.html
Gruß
ostfriesland
19.11.2007, 19:17
Moin,
Sterbehilfe - Dignitate experimentiert mit dem Tod
Ist es ein zynischer Versuch mit dem Tod oder ein notwendiger Schritt, um die Sterbehilfe aus der rechtlichen Grauzone zu bekommen? Der Sterbehilfeverein Dignitate will erstmals in Deutschland einem Menschen beim Freitod helfen. Rechtsexperten sagen: "Assistierter Suizid ist auch in Deutschland nicht strafbar".
Zum Artikel bei stern.de: http://www.stern.de/politik/panorama/:Sterbehilfe-Dignitate-Tod/602981.html
Gruß
ostfriesland
01.12.2007, 03:42
Moin,
Umkehr ins Leben
Eine 76-jährige Frau aus Bayern wollte sich das Leben nehmen. Die Sterbehilfeorganisation Dignitate soll ihr Hilfe angeboten haben - obwohl die Frau gesund ist. Eine Landrätin konnte die Frau umstimmen.
Zum Artikel bei sueddeutsche.de: http://www.sueddeutsche.de/,ra13m1/bayern/artikel/195/145860/
Gruß
ostfriesland
24.01.2008, 20:08
Moin,
Recht auf den eigenen Tod? Sterbehilfe in Deutschland
Haben unheilbar Kranke das Recht, ihr Leben vorzeitig zu beenden? Die Sterbehilfeorganisation Dignitate ist davon überzeugt. Sie will demnächst in Deutschland dem ersten Sterbewilligen den Schierlingsbecher reichen. Ist die Freitodhilfe legal? Benötigen wir neue gesetzliche Regelungen in der Sterbehilfe?
Eine Diskussion in der Sendung "Nachtcafe" auf SWR am Freitag, 25.01.2008, 22.00 bis 23.30 Uhr
Mehr Infos zur Sendung unter: http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=2946954/1r73x1o/index.html
Gruß
ostfriesland
20.02.2008, 21:23
Moin,
nun legalisiert auch Luxenburg die aktive Sterbehilfe.
Zum Artikel bei n-tv.de: http://www.n-tv.de/922085.html?200220081734
Gruß
ostfriesland
19.03.2008, 15:19
Moin,
wieder einmal macht Dignitas Schlagzeilen:
Qualvoller Tod durch Helium: Die Deutsche Hospiz Stiftung greift Dignitas scharf an. Zuvor war die Schweizer Sterbehilfeorganisation wegen einer umstrittenen Tötungs-Methode in die Schlagzeilen geraten.
Zum Artikel bei spiegel.de: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,542441,00.html
Gruß
ostfriesland
30.06.2008, 20:09
Moin,
Der seltsame Dr. Tod
Hamburgs Ex-Justizsenator Roger Kusch hat nach eigenen Angaben bei einer 79-jährigen Frau aus Würzburg Sterbehilfe geleistet – als politisches Signal, wie er sagt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt...
Zum Artikel: http://www.zeit.de/online/2008/27/sterbehilfe-kusch
oder auch
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,562976,00.html
http://www.focus.de/panorama/welt/sterbehilfe-keine-lust-mehr_aid_315018.html
http://www.welt.de/politik/article2163668/Roger_Kusch_und_der_Tabubruch_Sterbehilfe.html
Gruß
Elisabeth
01.07.2008, 07:43
Wer hat Anspruch auf Erlösung? Der infaust Erkrankte ohne Lebensqualität und mit nicht therapierbaren Schmerzen oder der Lebensmüde, der nicht akzeptieren will, dass zum Leben auch Einschränkungen dazu gehören?
Elisabeth
tildchen
01.07.2008, 13:44
Der infaust Erkrankte ohne Lebensqualität und mit nicht therapierbaren Schmerzen oder der Lebensmüde, der nicht akzeptieren will, dass zum Leben auch Einschränkungen dazu gehören?
Elisabeth
Liebe Elisabeth,
mal wieder nur Fragen statt Antworten oder nur eine Meinungsäußerung....! Was willst du uns mit deinen Fragen denn sagen?
Wer beurteilt denn die Lebensqualität? Der Erkrankte oder Lebensmüde oder wie man das ausdrücken will doch selber! Und bei beiden kann die Einschätzung der eigenen Lebensqualität ähnlich, also unter Umständen nicht mehr ertragbar sein. Auch wenn wir von außen das anders beurteilen mögen.
@all
Ich habe ehrlich gesagt keine feste Meinung zu diesem Thema, weil jeder Fall in seiner Individualität anders gelagert ist und jeder Mensch für sich die Entscheidung treffen muss. Grundsätzlich bin ich erst mal gegen Sterbehilfe, aber jeder hat das Recht seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich finde das nicht gut und würde es aus heutiger Sicht niemals tun, auch niemanden unterstützen es zutun. Nur die Leute, die nicht genügend eigene Möglichkeiten haben, werden dieses Recht nicht wahrnehmen können. Und das ist ein Problem für das es rein rechtlich bei uns keine Lösung gibt zurzeit.
Herzliche Grüße
Tildchen
Elisabeth
01.07.2008, 20:13
@Tildchen- ich brauchte vielleicht weniger Worte um dasselbe auszudrücken wie du. Dazu habe ich eine legitime grammatikalische Form gewählt- die Frage. Es hibt übrigens nicht auf alle Fragen eine eindeutige Antwort. *fg*
Elisabeth
PS Lebensqualität ist übrigens nach bestimmten Kriterien meßbar.
tildchen
01.07.2008, 20:53
@Tildchen- ich brauchte vielleicht weniger Worte um dasselbe auszudrücken wie du. Dazu habe ich eine legitime grammatikalische Form gewählt- die Frage.
Hallo Elisabeth,
rhetorische Fragen zu stellen ist sicher legitim, aber sie geben in meinen Augen keine Meinung wieder. Es "provoziert" lediglich die Meinungsäußerung von anderen während der Fragesteller neutral bleibt. Aber hier sind wir offtopic.
Mag sein dass es Kriterien gibt für Lebensqualität, die auch noch meßbar sind. Hilft aber nur bedingt, weil es der Leidensdruck jedes einzelnen ist, der eine solche Entscheidung treffen läßt.
Schönen Abend noch
Tildchen
Elisabeth
01.07.2008, 21:22
Ich habe mein Problem mit diesem Sterbewunsch. Ich finde es kommt einer Bankrotterklärung der derzeitigen Gesellschaft gleich, wenn alte Menschen ihre Lebenssituation als Sterbegrund angeben.
Die Gesellschaft, das sind wir alle- nicht nur die Politiker. Was tun wir in dieser Gesellschaft? Und tun wir das Richtige?
Pflege sieht sich m.E. nach wie vor mehr als Versorgungsinstitution im somatischen Bereich. Dazu passt auch der Run auf medizinische Tätigkeiten. Es fehlt die Fähigkeit zur Begleitung alter Menschen und das Einstellen auf deren Bedürfnisse- hier besonders das Bedürfnis nach Autonomie.
Elisabeth
tildchen
01.07.2008, 22:23
Es fehlt die Fähigkeit zur Begleitung alter Menschen und das Einstellen auf deren Bedürfnisse- hier besonders das Bedürfnis nach Autonomie.
Elisabeth
Das würde ich so allgemein nicht stehen lassen. Die heutigen Lebensformen lassen häufig keinen Raum für begleitende Tätigkeiten oder Eigenschaften. Es ist vielfach einfach wirtschaftlich nicht möglich seine sterbenskranken Angehörigen zu begleiten, wenn man gezwungen ist zu arbeiten. Da bleibt häufig nur als Alternative ein Pflegeheim, dass mit zu wenig Personal das tut was eben geht.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen auch heute durchaus empathisch genug sind sich auf ihre kranken Angehörigen einzustellen und dies auch wollen würden, wenn sie denn die Möglichkeit dazu hätten.....
Ob man solche Lebensumstände wieder ändern kann, bezweifle ich, aber den Menschen grundsätzlich die Fähigkeiten zur Begleitung von alten Menschen abzusprechen halte ich auch nicht für richtig.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Sterbehilfe und gesellschaftliche Situationen verschiedener Personengruppen (Alte, Kranke, Schmerzpatienten, Personen mit infauster Prognose, Jugendliche, unglücklich Verliebte, etc.) sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Richtig ist, dass wir alle sensibel sein und bleiben sollten für unterschiedliche Situationen, in denen jemand befindlich sein kann.
Mitfühlen, aber nicht mitleiden, das ist sicher notwendig, um unser Handeln zu lenken. Das kann jedoch niemals bedeuten, dass wir die Entscheidung über Leben und Tod, lebenswert oder nicht, Lebensqualität oder Siechtum für andere Personen treffen können.
Diese Entscheidung kann nur der Einzelne für sich selber treffen. Das ist der Grund, aus dem ich schon vor langer Zeit ein Patiententestament für mich bei mir trage und den Inhalt mit meinen Angehörigen besprochen habe.
Zum Thema: aus meiner Sicht brachen wir in der BRD keine aktive, legalisierte Sterbehilfe. Die Möglichkeiten der Medizin erlauben uns, dem Wunsch des Patienten zu folgen und unser Handeln nach dessen Wünschen auszurichten. Voraussetzung dazu ist jedoch, zusammen mit dem Patienten ein Therapieziel festzulegen und explizit zu formulieren (ist übrigens Aufgabe des Arztes!).
Das impliziert mindestens zwei Voraussetzungen:
der entscheidende Arzt sollte ein erwachsener Mensch sein und ein Rückgrad besitzen (hab' ich schon lange keinen mehr getroffen!!)
Dazu müsste man mal wieder miteinander reden!
Das kostet jedoch Zeit und vor allen Dingen: das lässt sich so saumäßig schlecht abrechnen und nach DRG verschlüsseln.
liebe Grüße ausm Ruhrpott, wo man ab und zu noch mal ein offenes Wort spricht
Uli
FireBIPAP
02.07.2008, 05:10
ULI, du schreibst meine Worte!!!
Vieleicht weil ich auch aus´m Pott bin.
Sehr gut!
Elisabeth
02.07.2008, 10:28
@tildchen
Wir sind die Gesellschaft. Demzufolge lassen wir Fehlentwicklungen zu.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen auch heute durchaus empathisch genug sind sich auf ihre kranken Angehörigen einzustellen und dies auch wollen würden, wenn sie denn die Möglichkeit dazu hätten.....
Dieser Überzeugung bin ich nicht mehr. Es gibt mittlerweile eine Generation, die (Laien-)Pflege nicht mehr gelernt hat. Es war/ ist üblich die Pflege in die Hände Professioneller Pflege zu legen... mit all ihren Nachteilen: Kosten, Zeitmangel.
Als ich ein Kind war, gab es den Timurtrupp (http://de.wikipedia.org/wiki/Timur_und_sein_Trupp). Kinder wurden angehalten alten Menschen zu helfen und kleine Besorgungen zu erledigen, unentgeltlich kleine Haushaltsleistungen zu erbringen. Das schlag mal heute Kindern und Jugendlichen vor.
Die grünen Damen- in den Altbundesländern als freiwillige Initiative gegründet- ist mittlerweile auch ein Opfer des zunehmenden Egoismus geworden: Hilfe und Zuwendung nur gegen Entgelt.
Die Gesellschaft entwicklet sich zunehmend mehr in Richtung Konsum. Wer da nicht mithalten kann, rutscht schnell an den Rand. Und ohne Geld- keine Teilhabe an der Gesellschaft.
Elisabeth
ostfriesland
02.07.2008, 12:36
Moin,
möchte mich den Worten von Uli anschließen.
Das mit dem Patiententestament ist in der Realität häufig so, das die Willensäußerung des Patienten nicht beachtet wird; finde ich persönlich gar nicht gut, die Meinungen der Ärzte inbezug auf Einhaltung der Patientenverfügung ist häufig auch sehr gespalten, übrigens auch von juristischer Seite hört man sehr unterschiedliche Auffassungen dazu. So hörte ich einmal bei einem Vortrag, wenn man die Einwilligung für eine OP unterschreibt, setzt man auch die Patientenverfügung außer Kraft - konnte ich gar nicht akzeptieren.
Gruß
FireBIPAP
03.07.2008, 00:11
Hi!
Ich bin ebenso wie tildchen der Ansicht, dass die eigendliche "Grundpflege" von jedem Angehörigem zu leisten ist, auch wenn er dass noch nie gemacht hat. Auch kenne ich viele Stimmen die sagen: Wenn ich mir die Zeit nehmen könnte, würde ich das übernehmen.
Andererseits ist es nicht in jeder Familie und in jedem Haushalt möglich, Angehörige zu pflegen, dass will wohl überlegt sein (andere Diskusion).
Cu Simon
Elisabeth
03.07.2008, 07:56
Hi!
Ich bin ebenso wie tildchen der Ansicht, dass die eigendliche "Grundpflege" von jedem Angehörigem zu leisten ist, auch wenn er dass noch nie gemacht hat. Auch kenne ich viele Stimmen die sagen: Wenn ich mir die Zeit nehmen könnte, würde ich das übernehmen.
Andererseits ist es nicht in jeder Familie und in jedem Haushalt möglich, Angehörige zu pflegen, dass will wohl überlegt sein (andere Diskusion).
Cu Simon
Und es ist meiner Meinung nach allerhöchste Zeit diese Diskussion auch öffentlich zu führen.
Elisabeth
PS Übrigens: Anleitung zur häuslichen Pflege kann auch im KH erfolgen. Aber da demonstriert unsere Berufsgruppe lieber, dass sie es selber schneller und besser kann.
fridolin
09.07.2008, 12:19
Hi, @all,
wer die Medienberichte zu diesem Thema aufmersam verfolgt, der wird mitbekommen haben, dass unsere Politiker sich gegen Sterbehilfe ausgesprochen haben.
Das kann und darf so nicht stehen bleiben und muss in der Öffentlichkeit diskutiert werden.
Wer (außer den Ärzten) maßt sich eigentlich an, über das Leben eines anderen Menschen zu bestimmen?
Politiker haben aus meiner Sicht schon einmal gar nicht das Recht dazu.
Nur der Mensch selbst kann für sich selbst in seiner eigenen Situation die Frage beantworten, ob er Leben oder Sterben möchte. (Wohlgemerkt außerhalb einer depressiven Lenbensphase)
Mein Statement dazu:
aktive Sterbehilfe NEIN!
passive Sterbehilfe Ja, natürlich!
Der Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung (im Übrigen mehr oder weniger in vielen Verfassungen verankert), ergo hat er auch das Recht, seinen eigenen Tod selbst zu bestimmen.
Und natürlich: wenn es einer Gesellschaft nicht mehr möglich ist, Menschen, die nicht mehr in der Lage sind sich selbst zu versorgen, adäquat in der häuslichen Umgebung durch die Angehörigen zu versorgen, so hat diese Gesellschaft in der Gesamtheit versagt.
Viele liebe Grüße
der lebendige
fridolin
chin. Hamster
09.07.2008, 13:03
Wenn jemand es so will, dann sollte sein natürlicher Sterbeprozess weder unterbrochen, noch verzögert werden dürfen. Stattdessen sollten die Bemühungen dahin gehen, seine Beschwerden auf diesem Weg zu lindern.
ostfriesland
12.08.2008, 02:10
Hallo,
Weil Sterbehilfe verboten ist
Immer mehr alte Menschen hungern sich zu Tode. Für viele Menschen wird das Leben im hohen Alter zur Qual. Einige verweigern Essen und Trinken, um dem Leiden ein Ende zu machen. Der Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit wird zur Alternative zur verbotenen Sterbehilfe.
Zum Artikel bei welt.de: http://www.welt.de/politik/arti2312939/Immer_mehr_alte_Menschen_hungern_sich_zu_Tode.html
Gruß
Elisabeth
12.08.2008, 10:05
Das Reduzieren von Essen und Trinken bis hin zur kompletten Einstellung der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme gehört zum ganz natürlichen Sterbeprozess. Aber wer kennt heutzutage noch die normalen Vorgänge?
Elisabeth
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