Vollständige Version anzeigen : Krankenhäuser schlagen Alarm - Kliniken streichen Stellen
Randbayer
03.10.2007, 11:19
Kliniken streichen Stellen
Berlin - Mehr als ein Drittel der deutschen Kliniken will Personal abbauen, berichtet die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ). Laut einer Umfrage des Deutschen Krankenhausinstituts seien Stellenstreichungen vor allem bei Pflegern und anderen nichtärztlichen Mitarbeitern geplant. Von den Kürzungen könnten aber auch Ärzte betroffen sein – etwa ein Drittel der 800 befragten Kliniken will laut Befragung frei werdende Arztstellen nicht mehr besetzen. ... mehr (http://apotheke-adhoc.de/index.php?m=1&s=3&showPage=1&id=835)
Quelle: Apotheke Adhoc 01.10.2007
(http://apotheke-adhoc.de/index.php?m=1&s=3&showPage=1&id=835)
Krankenhäuser schlagen Alarm
Von Andreas Mihm
30. September 2007
Pessimistisch wie nie sehen die Geschäftsführer deutscher Krankenhäuser in die Zukunft. Gerade noch vier von zehn Häusern würden in diesem Jahr einen Gewinn erwirtschaften, dagegen – wie im Vorjahr – fast 30 Prozent einen Verlust ausweisen, stellt das Deutsche Krankenhausinstitut in einem neuen, bislang unveröffentlichten Bericht fest. Im Vorjahr hatte noch mehr als die Hälfte der Kliniken einen Überschuss erwirtschaftet. Ganze 42 Prozent der 2100 Krankenhäuser befürchten für 2008 eine weitere Verschlechterung ihrer Lage. Gut ein Drittel plant deshalb einen Stellenabbau. Als Grund für die Misere werden steigende Personalkosten, Steuererhöhungen und eine unzureichende Vergütung der Kassen genannt. ... mehr (http://apotheke-adhoc.de/index.php?m=1&s=3&showPage=1&id=835)
Quelle: FAZ 29.09.2007 (http://berufundchance.fazjob.net/s/RubC43EEA6BF57E4A09925C1D802785495A/Doc~EB9067149F560459D998C1E8F7DE953E6~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
Der Randbayer
Elisabeth
03.10.2007, 11:44
http://forum.zwai.net/showpost.php?p=10540&postcount=239
Und wir diskutieren weiter um die Bedeutung und Notwendigkeit einer Selbstverwaltung. Vielelicht brauchts ja bald keine mehr, weil es nix zu verwalten gibt.
http://forum.zwai.net/showthread.php?p=10540#post10540
Elisabeth
ostfriesland
08.10.2007, 13:01
Moin,
DKG STELLT „KRANKENHAUS BAROMETER 2007“ VOR
Kürzungspolitik erreicht Mitarbeiter und Patienten
Zu den dramatischen Ergebnissen des „Krankenhaus Barometer 2007“ erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum:
„Die Umfrage macht eine alarmierende Trendumkehr bei den Krankenhäusern deutlich. Die wirtschaftliche Lage ist extrem angespannt – Einnahmen und Kosten klaffen immer weiter auseinander. Die Belastungen für die Kliniken sind nicht mehr zu verkraften. Ein Drittel der Krankenhäuser schreibt bereits Verluste. Die Kliniken mit ausgeglichenen Ergebnissen erreichen diese nur unter extremen Anstrengungen. Nach Jahren intensiver Durchrationalisierung ist die ‚Zitrone’ ausgequetscht. Die nächste Stufe führt in die Rationierung der Versorgung, die schon heute spürbar ist. In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 150.000 Arbeitsplätze im Krankenhaus abgebaut, insbesondere in der Pflege. Die 17 Mio. Patienten merken dies längst am Krankenbett. Weitere Stellenkürzungen gehen zwangsläufig zu Lasten der Zuwendung.
Mehr Infos sind bei der DKG unter http://www.dkgev.de/dkgev.php/cat/35/aid/2655/title/DKG+stellt+%84Krankenhaus+Barometer+2007%93+vor zu finden.
Gruß
Randbayer
09.10.2007, 18:00
Hallo Zusammen!
Der DPR hat dieses Statement bereits im Juli 2007 veröffentlicht, erst jetzt veröffentlichen die Medien diesen Bericht. Entweder sie haben einen Lückenfüller gesucht, weil es keine spannenden Themen gibt oder es interessiert keinen wie sich das stationäre Gesundheitssystem, speziell die Pflege, entwickelt. Geht es nach den Ärzten, besonders nach Herrn Montgomery, wäre das Thema bereits vor der Sommerpause aufgegriffen worden.
Deutscher Pflegerat: Abbau von Pflegepersonal in Krankenhäusern kann nicht hingenommen werden
Berlin (20. Juli 2007) - Der Deutsche Pflegerat (DPR) sieht Politik und Selbstverwaltungspartner in der Pflicht, den schleichenden Abbau von Pflegestellen in Krankenhäusern unverzüglich zu stoppen. „Ansonsten drohen erhebliche Qualitätsverluste in der Versorgung der Patienten, die das Vertrauen in unser Gesundheitssystem erschüttern. Daran kann niemand ein Interesse haben“, erklärt die Präsidentin des Deutschen Pflegerates (DPR), Marie-Luise Müller. ... mehr (http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/A536DAA0DC61EA3EC125731E003C7891)
Quelle:
Deutscher Pflegerat e. V.
Pressemitteilung vom 20.07.2007 (http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/A536DAA0DC61EA3EC125731E003C7891)
Randbayer
15.10.2007, 11:47
Interessanter Beitrag der ARD. Ist leider schon 3 Monate alt, aber beruft sich auf die o.g. Berichte.
Report Mainz: Pflegenotstand in deutschen Kliniken (http://www.youtube.com/watch?v=QTvkbUgy8WA)
Gruß der Randbayer
Randbayer
04.11.2007, 11:21
Krankenhaus-Barometer 2007 malt düsteres Bild
Stellungnahme des DBfK
Hohes Risiko für Mitarbeiter und Patienten durch Sparpolitik im Krankenhaus
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert vor dem Hintergrund der heute veröffentlichten Ergebnisse des „Krankenhausbarometers 2007“ sofortiges Handeln. Der seit Jahren zunehmende ökonomische Druck und der radikale Personalabbau vor allem beim Pflegepersonal (zwischen 1995 und 2005 13,5 % weniger Pflegefachkräfte) gefährden Sicherheit und Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern bereits heute nachweislich. Weitere Stellenkürzungen und verstärkte Verlagerung ärztlicher Tätigkeiten an die Pflegekräfte ohne wirksame Entlastung an anderer Stelle wären unverantwortlich. Mit den wichtigsten Unternehmenszielen der Krankenhäuser, hoher Patientenzufriedenheit einerseits, hoher Qualität der Leistungserbringung und gutes Image in der Öffentlichkeit andererseits, wären die Folgen in keinem Fall vereinbar. ... mehr (http://www.dbfk.de/index.php?subaction=showfull&id=1191854165&archive=&start_from=&ucat=10&)
Quelle: DBfK 08.10.2007 (http://www.dbfk.de/index.php?subaction=showfull&id=1191854165&archive=&start_from=&ucat=10&)
Weiterer Aderlass in der Pflege?
Stellungnahme des DPR:
Die wirtschaftliche Lage in deutschen Kliniken ist ernst – und die Pflege könnte dies einmal mehr als erste Profession zu spüren bekommen. Zu diesem Ergebnis kommt das „Krankenhaus Barometer 2007“, das Anfang Oktober in Berlin vorgestellt wurde.
Danach hat im Jahr 2006 ein Drittel der Häuser Verluste geschrieben. Fast 40 %
der Kliniken wollen Stellen im nicht-ärztlichen Bereich streichen. Der DPR schlägt
Alarm: Patientensicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit stünden auf dem Spiel. ... mehr (http://www.deutscher-pflegerat.de/balk.nsf/B7850BEF10804059C12572BD002926B8/$File/DPR-Newsletter%20-%20November%202007.pdf)
Quelle: DPR 01.11.2007 (http://www.deutscher-pflegerat.de/balk.nsf/B7850BEF10804059C12572BD002926B8/$File/DPR-Newsletter%20-%20November%202007.pdf)
Gruß der Randbayer
Randbayer
07.02.2008, 17:00
Hallo liebe :zwai-Schild: -meinde!
Studie sagt Finanzlöcher in Milliardenhöhe voraus
Vielen Krankenhäusern droht das Aus
ie Krankenhäuser fürchten durch höhere Tarife und Kostensteigerungen ein Milliardenloch. Das Defizit werde in diesem Jahr bis zu 2,2 Milliarden Euro betragen, teilte die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) in Berlin unter Berufung auf eine Studie mit. Die Summe entspreche dem Finanzbedarf für 40.000 Ärzte oder 66.000 Pflegekräfte, warnte Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Der Politik warf er vor, das Gesundheitswesen tot zu sparen. Vor allem kleine Krankenhäuser in ländlichen Regionen gerieten in Existenznöte. ... mehr (http://www.tagesschau.de/inland/krankenhausgeld2.html)
Quelle: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/inland/krankenhausgeld2.html) (08.02.2008)
Wenn ihr das gelesen habt, stellt ihr mit Sicherheit wieder die einseitige Berichterstattung fest. Die Pflege kommt eindeutig zu kurz, obwohl von den Patienten, die abnehmende pflegerische Betreuung ganz weit vorne in der Wahrnehmung jener platziert wird. Die armen Ärzte werden wieder zum bedauern aller nicht zu kurz erwähnt. Leider musste unserem Innenminister Schäuble bei den ersten Tarifverhandlungen die Krankenhausfinanzierung erklärt werden, da ihm diese nicht bekannt war. Die Krankenkassen nehmen, wie immer, nur die Kostensteigerungen war und drücken auf die Tränendrüse.
Ebenso die erst im Januar gemeldeten gestiegenen Arzneimittelkosten für 2007. Einseitig, keine Gegendarstellung, wie mögliche Behandlungskosten eventuell sogar reduzieren, durch Impfung oder vermeiden von Folgeerkrankungen oder Komplikationen. Die Kassen möchten wenig zahlen und die laufenden Kosten der Kliniken am Einfachsten nicht wahrnehmen. Energiekosten + > 10%, oder die Inflationsrate (Anschaffungen, Verbrauchsmaterialien...), die Erhöhung der Mehrwehrtssteuer....
Der frustrierte Randbayer
:motz:
fridolin
12.02.2008, 09:08
"Ein Arzt ohne Schwester (oder Pfleger) ist wie ein Auto ohne Räder..."
Viele liebe Grüße
fridolin
:streik: -en für Eure Rechte - mehr Lohn und mehr Geld in das Gesundheitswesen!!
Seit 10 Jahren keine Lohnerhöhung für die Pflegenden...
ostfriesland
18.04.2008, 00:44
Moin,
Presseinformation:
Stillhalten geht nicht mehr - Der Deckel muss weg. Es ist fünf vor zwölf! Rund 100.000 Stellen sind in den vergangenen zehn Jahren in deutschen Krankenhäusern verschwunden, 16.500 Ausbildungsplätze sind weggefallen, jede dritte Klinik in Deutschland schreibt rote Zahlen, vielen droht die Schließung. ...
Zum vollständigen Artikel: http://www.klinikum-oldenburg.de/de/oeffentlichkeit/presse/aktuelles/pressemitteilungen/stillhalten_geht_nicht_mehr___der_deckel_muss_weg_ __20080403.html
Gruß
arnold kaltwasser
25.04.2008, 07:21
Bin mal gespannt wie das so weitergeht...
http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/C55B22355DF08DB1C12574340037C581
so long arnold
Elisabeth
25.04.2008, 08:39
Da fällt mir nichts mehr zu ein- außer: wo kann ich noch Geld sparen... Austritt aus DBfK und verdi wäre eine gute Idee.
Ich darf also mit amtlichen Segen und Unterstützung ärztl Tätigkeiten übernehmen weil es zuwenige Ärzte gibt. Man warnt als DPR vor:...
Keinesfalls können die ohnehin durch jahrelangen Personalabbau
maximal belasteten Pflegekräfte weitere Aufgaben übernehmen,
wenn nicht gleichzeitig die entsprechenden Personalressourcen an
sie übertragen werden. Hier ist eine Entlastung nötig, die den Namen
auch verdient! „Betrifft die Neuverteilung der Aufgaben die Pflege, ist
eine entsprechende personelle Aufstockung unabdingbar“, so Müller.
Neuverteilung der Pflegeaufgaben wird die Abgabe von (grund-)pflegerischen Tätigkeiten an billigere Hilfskräfte bringen. Dieser Trend ist bereits eingeläutet. Der DPR hat es wieder nicht fertig gebracht Pflege zu definieren. Laut DPR wird der Pat. nur gesund mit Hilfe von ärztlichen Interventionen.
Elisabeth
chin. Hamster
25.04.2008, 09:13
Dabei liegen Patienten zur Pflege in den Krankenhäusern, die Behandlung ist oftmals gar nicht das Problem.
fridolin
25.04.2008, 12:08
Lieber chin. Hamster,
warum müssen wir überhaupt Menschen pflegen?
Weil die Behandlung das Problem ist!
Viele liebe Grüße
der unbehandelte
fridolin
chin. Hamster
03.05.2008, 11:28
Lieber chin. Hamster,
warum müssen wir überhaupt Menschen pflegen?
Weil die Behandlung das Problem ist!
Viele liebe Grüße
der unbehandelte
fridolin
Hm? Wollte damit sagen, daß die Behandlung (z.B. in der Chirurgie) theoretisch sehr schnell abgeschlossen ist, aber die Patienten im KH verbleiben, weil sie gepflegt werden müssen. Sie sind also meistens wegen der Pflege im KH und nicht wegen der Behandlung/OP/Diagnostik.
Der Stellenwert der Pflege verhält sich aber leider umgekehrt dazu.
fridolin
03.05.2008, 11:39
Wenn die "Behandlung/OP/Diagnostik" nicht nötig wäre, würde Pflege überflüssig.
Viele liebe Grüße
fridolin
Elisabeth
05.05.2008, 19:14
Das sehen Gesundheitsökonomen aber ganz anders: "Behandlung/OP/Diagnostik" muss sein... (Professionelle) Pflege kann sein.
Elisabeth
Sören Lösche
06.05.2008, 08:15
Hallo,
in den stationären Bereich der Krankenmhausversorgung kommen die Patienten um interdisziplinär versorgt zu werden. Die jeweiligen Disziplinen einzeln lassen sich auch ambulant anbieten. Die umfassende Versorgung macht es.
Sören
Elisabeth
06.05.2008, 09:20
Den ärztlicherseits definierten Zielen und Aufgaben in der Patientenversorgung wurde höchste Priorität eingeräumt. Folglich wurde auch der "Behandlungspflege" der vorrangige Platz bei allen Arbeiten, die examinierte Pflegekräfte ausführen sollten, zugewiesen. Da die technischen Handlungsabläufe der Behandlungspflege große Kompetenz erfordern, sollten diese ausschließlich examinierten Pflegefachkräfte überlassen bleiben.
"Grundpflege", das "basic nursing", wurde als Vorbereitung für die Behandlungspflege beschrieben. Da die "Grundpflege" bei allen Patientinnen gleich sei und wenig Bedeutung für die Gesundung der Patientinnen habe, kann diese laut Eichhorn an Auszubildende oder Praktikantinnen und Praktikanten delegiert werden (Bartholomeyczik 1997, Schwarzmann 1999, umfassend: Müller, E. 2001).
http://www.geroweb.de/krankenpflege/grundpflege-behandlungspflege.html
Und Eichorn gilt nach wie vor. Verkürzung der Liegedauer durch Erhöhung der Diagnostik/ Therapie pro Tag --> man braucht mehr Ärzte und weniger Pflegepersonal.
Jeder von uns- egal wo- leidet derzeit unter diesen Ansichten. Und der DPR ist sich nicht zu schade, diese Ansichten noch zu unterstützen.
Elisabeth
arnold kaltwasser
26.06.2008, 08:34
das ist doch mal ne interssante Vereinigung;)
http://www.rettung-der-krankenhaeuser.de/
arnold
fridolin
27.06.2008, 13:49
Sehr guter Link...
Grüße
fridolin
arnold kaltwasser
02.07.2008, 12:46
so gehts dann weiter?
http://video.web.de/watch/4573464/Sterben_gefilmt
:schock:
arnold
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