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Vollständige Version anzeigen : HeilpraktikerPrüfung ist wie Krankenpflegerprüfung


WomBat
07.09.2007, 02:28
Joachim Blubath am 5 September 2007 im ZDF

Habe nur zugehört (wie brav!)
Hier Zitat aus dem Internet (Link:)
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7001130,00.html


"Für eine Zulassung als Heilpraktiker ist weder eine Ausbildung noch irgendeine Art von Praxiserfahrung Pflicht. Bei dem oft fälschlicherweise als "Heilpraktikerprüfung" bezeichneten Zulassungstest werden lediglich einige medizinische Grundkenntnisse vom örtlichen Gesundheitsamt in einem Testbogen überprüft. Verglichen mit der Verantwortung, die ein Heilpraktiker gegenüber dem Patienten trägt, ist der Test eher trivial."

Jetzt wird es interessant:
Was meine Ohren gehört haben (leider habe ich keine Sekretärin - die mitschreibt - zur Verfügung):
Einschub, ich habe NICHT gehört, dass der "Test eher Trivial" ist, sondern ich habe folgendes gehört:

"blah, blah, blah, der Test ist vergleichbar mit einem Test für Krankenpfleger..."

Wo sind die Berufsverbände bei solchem TV Quatsch?

WomBat, Sauer :wut:

lalala
07.09.2007, 02:41
Wer sich die ganze Sendung angucken will, kann dies übrigens unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/Joachim_Bublath_am_5._September/7TR,RD20070905/261568 tun :).
Ok, hab jetzt mal genau hingehört ;), er sagt: "man braucht keine bestimmte Ausbildung dafür, man muss nur einen Test im Gesundheitsamt ablegen, vergleichbar mit einer Krankenpflegerprüfung."

Elisabeth
07.09.2007, 11:14
Hab ich auch so vernommen und mich gefragt: welches Niveau kann noch erreicht werden bei Berichten über Krankenpflege?

Aber "Stop" (http://forum.zwai.net/showpost.php?p=10211&postcount=10) - ich wollt ja in mich gehen. *g*

Vielleicht schaue man erst mal die Fragen an, die so auftauchen können in einer Heilpraktikerprüfung: http://www.heilpraktiker-fragen.de/pruefungsfragen/framen.html . Verurteilen kann man dann ja immer noch.

Frage: Weiß ein Heilpraktiker nun mehr, weniger, dasselbe oder ganz anderes über die Heilkunst? Und ist es nicht vielleicht wieder ein Versuch einer studierten Berufsgruppe die derzeit einer (ungewollten) Deprofessionalisierungswelle unterliegt sich mit allen (auch unlauteren Mitteln) zu wehren? Wollen wir uns da einspannen lassen?

Elisabeth

WomBat
07.09.2007, 12:00
Danke für das genaue Hinhören, Lalala!

Was mich "wundert": schriftlich heißt es "trivial", wörtlich heißt es "Krankenpflegerprüfung" ! ? ! Ergo, die beiden sind gleich?

Elisabeth, es ist keine Verurteilung, trotzdem finde ich den Vergleich nicht gerade gelungen. (Ja, Vergleiche hinken immer etwas nach, davon bin ich ebenfalls nicht "frei").

WomBat

Elisabeth
07.09.2007, 13:31
Text hatte ich nicht gelesen. *schäm* Hatte nur die Sendung nebenbei gesehen... was hängen blieb war der Satz, den lalala schon geschrieben hat. Mich hat das eher erinnert an: Herr Doc wittert Gefahr für seinen Berufsstand... aus der Heilpraktikerecke... und natürlich aus der Pflegeecke. Und aus seiner Sicht ist der Eine wie der Andere nicht geeignet zu heilen.

Elisabeth

tildchen
07.09.2007, 16:46
Zugegeben, ich habe diesen Beitrag nicht gesehen, möchte mich aber trotzdem zu Wort melden.

Es steht meines Erachtens sicherlich außer Frage, dass die Form, wie man zum Heilpraktiker werden kann einer Reform bedarf um so die schwarzen Schafe rauszufiltern. Für mich stellt es sich so dar, dass die Heilpraktiker ihre eigene Kunst nicht sehr hoch einschätzen, wenn sie nicht für eine fundierte praktische und theoretische Ausbildung eintreten.

Das diese Prüfung trivial sein soll, kann ich nicht wirklich beurteilen! Ich kenn nur die Aussage einer Fachkinderkrankenschwester für Anint, die einen 2jährigen Vorbereitungskurs für diese angeblich triviale Prüfung besucht hat. Demnach fragt dieser Test beim Gesundheitsamt fundiertes medizinisches Fachwissen ab und die Durchfallquote (selbst bei denjenigen, die bereits Vorkenntnisse haben und diesen Vorbereitungs-Kurs besucht haben) sei immens hoch. Geprüft werde aber eher schulmedizinisches Wissen. Kenntnisse in alternativen Heilmethoden eignet sich der verantwortungsvolle Heilpraktiker in teuren Seminaren zusätzlich an. Diese würden aber nicht überprüft.

Tildchen

Elisabeth
07.09.2007, 17:18
Geprüft werde aber eher schulmedizinisches Wissen. Kenntnisse in alternativen Heilmethoden eignet sich der verantwortungsvolle Heilpraktiker in teuren Seminaren zusätzlich an. Diese würden aber nicht überprüft.


Interessant, wußte ich vorher nicht. Ist hier vielleicht jemand im Forum mit ner Heilpraktikerausbildung, der sich outen mag?

Elisabeth

dlux
09.09.2007, 14:21
hallo, bin in der heilpraktikerausbildung und habe meine prüfung im oktober. dieser beitrag war total unqualifiziert und unreflektiert, insbesondere die aussagen über die prüfung. insbesondere in husum ist der schwierigkeitsgrad der prüfung angelehnt, an die prüfung der schulmedizinstudenten zum 2. staatsexamen, die fragen werden aus deren katalogen genommen. der zweite teil der prüfung besteht aus einer mündlichen sowie praktischen prüfung, aber erst nach bestandener schriftlichen. es muss u.a. blut abgenommen werden, infusionen gelegt werden, notfallmaßnahmen und körperliche untersuchungsverfahren gezeigt werden. es steht außer frage, dass es nicht gut ist, dass die ausbildungsordnug nicht geregelt ist, und dass es natürlich unter den heilpraktikern auch umstrittene praktiker und therapien gibt, jedoch wird ein seriöser und verantwortungsvoller hp nie die schulmedizinischen medikamente in eigenregie absetzen lassen und verteufeln. dieser bericht, hat mich so dermaßen aufgeregt, dass ich garnicht mehr klar formulieren und denken kann, deshalb dieser wirrer beitrag.

es ist richtig, dass das gesundheitsamt überwiegend schulmedizin überprüft, doch werden auch bestimmte bereiche der naturheilkunde überprüft, überwiegend aus der akupunktur und phytotherapie und auch eher ausgerichtet auf die gefahren und kontraindikationen, wechselwirkungen mit schulmedizinischen medikamenten etc. die eigentliche fachrichtung/ therapieverfahren müssen extra erworben werden, das ist richtig!

falls ihr weitere fragen habt, nur zu.

grüße, d

tildchen
09.09.2007, 16:36
Hallo dlux,

so wie du das beschreibst, so ähnlich wurde mir das auch berichtet. Allerdings wusste wusste ich nicht, dass es auch eine praktische Prüfung gibt. Danke für die Aufklärung!

Tildchen

Elisabeth
09.09.2007, 17:15
Entsteht bei mir die Frage: warum darf ein Heilpraktiker selbständig tätig sein in Diagnostik und Therapie- während Pflege qua Gesetz stets dem Arzt untersteht in allen Handlungen (selbst wenn dieser keine Ahnung von der materie hat).

Elisabeth

dlux
09.09.2007, 19:39
hallo,

heilpraktiker sind wie ärzte medizinalpersonen ( im Gegensatz zu Pflegekräften) und dürfen deshalb selbstständig diagnostizieren und therapieren (therapien im rahmen der sorgfaltspflicht und den gesetzlichen bestimmungen siehe z.B. infektionsschutzgesetz behandlungsverbot für HP) .

pflegekräfte haben ein anderes wissen als heilpraktiker und lernen in ihrer ausbildung die krankheitsbilder nicht in so einer fülle und nicht so detailiert wie die HPs (bitte unterschätzt nicht die hP prüfung-diese weicht sehr von der der Pflegeberufe ab).

grüße, d