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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schichtmodelle; Nachtschichtfolgen



fridolin
03.07.2007, 11:41
Liebe KollegInnen,
wie sind Eure Dienstpläne gestaltet?
Vorwärts?
Rückwärts?
Schaukeldienst?
Durcheinander?

Falls Ihr nicht genau wisst, was gemeint ist - hier ein Link zu Schicht- Nachtdienstfolgen:
http://www.bkk.de/bkk/psfile/downloaddatei/25/schichtarb414835d3bafb8.pdf

Des Weiteren wäre interessant, wie Ihr die Dienstpläne erstellt:
manuell? (per Hand geschrieben und errechnet)
mittels Hilfe durch Programmtools? (z.B. Arbeitszeitberatung Dr. Hoff)
komplett durch die EDV?
oder durch Mischformen?

Was haltet Ihr aus Eurer Erfahrung für Vor- oder Nachteilhaft?

Hintergrund ist, dass bei uns die Diskussion um EDV - gestützte Dienstpläne wieder aufgelebt ist, wobeí nach Lösungen gesucht wird, die relativ preisgünstig und leicht zu pflegen sind (= Einarbeitung von tarif- und rechtlichen Vorschriften.)
Zur besseren Übersicht hänge ich auch noch eine enstsprechende Umfrage an.

Viele liebe Grüße
der gespannt auf die Antworten wartende
fridolin

fridolin
03.07.2007, 12:04
Irgentwie habe ich die zweite Umfrage nicht online gebracht.

Die Frage sollte lauten:
Wie erstellt Ihr Eure Dienstpläne?
manuell?
mittels Hilfe durch Programmtools?
komplett durch die EDV?
oder durch Mischformen?

Schade, aber das Leben (und die Rechner) spielen einem manchmal einen Streich....
Viele liebe Grüße
fridolin
P.S.: Vielleicht kann mir ein Admin helfen und die zwaite Umfrage geht doch noch online?

Hanno H. Endres
03.07.2007, 15:58
P.S.: Vielleicht kann mir ein Admin helfen und die zwaite Umfrage geht doch noch online?

Pro Thread lässt sich jeweils nur eine Umfrage einstellen. Für die 2. Umfrage müsstest Du also einen weiteren Thread starten.

Allerdings verstehe ich die erste Umfrage schon nicht: was genau meinst Du mit "vorwärts" & "rückwärts"?

Schöne Grüße,

hhe

fridolin
03.07.2007, 19:35
Pro Thread lässt sich jeweils nur eine Umfrage einstellen. Für die 2. Umfrage müsstest Du also einen weiteren Thread starten.

Allerdings verstehe ich die erste Umfrage schon nicht: was genau meinst Du mit "vorwärts" & "rückwärts"?

Schöne Grüße,

hhe

Lieber Hanno,
dazu der Link.
Vorwärts -Rotation bedeutet: Früh, Spät, Nach, Frei. (Entspricht am Ehesten dem Rhythmus der natürlichen Körperfunktionen.)
Rückwärts -Rotation bedeutet: Nacht, Spät, Früh, Frei. (Kehrt den o.g. Rhythmus um.)

Sorry, bin zur Zeit so tief in Arbeitszeit, Schichtarbeit und Wechselschicht, dass ich glatt vergaß, hier eine kurze Erläuterung anzuhängen.
Aber folge dem Link - und Du wirst erleuchtet, sogar allgemein verständlich.

Schade, nur eine Umfrage pro Thread - das ist wahrlich mager. Und war mir leider nicht klar.
Viele liebe Grüße
der erklärende
fridolin

Tempo
04.07.2007, 13:12
Moin Fridolin!
Bislang wurden unsere Dienstpläne nach alter Väter Sitte mit der Hand geschrieben, aber ab nächsten, oder übernächsten Monat wird das Programm 'Francis' bei uns aktiviert. Ich hab aber überhaupt noch keine Ahnung, was dieses Programm alles kann und macht!

dieter.goltz
05.07.2007, 05:31
Guten Morgen, wir arbeiten mit einem Wunschdienstplan (jeder trägt seine Wünsche auf einem Blankodienstplan ein) und das ganze in der ganzen Klinik seit 01.01.2007 mittels EDV Dienstplan der Fa. Hinz.
Das erleichtert die Planung und Abrechnung ernorm. Schon in der Testphase habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und der Support ist hervorragend. Tarifrechtliche Änderungen werden zeitnah umgesetzt. Während der Testphase unproblematische Umstellung auf den TVÖD.
Liebe Grüße aus dem regnerischen Norden.

fridolin
05.07.2007, 17:29
Lieber dieter.gotz,
das ist ja klasse. Wunschdienstplan für das ganze Haus - wow. Wenn es klappt, warum sollen die Pflegekräfte (und auch andere Mitarbeiter) ihren Dienstplan nicht selber schreiben???
Das nenne ich moderne Führung.
Viele liebe Grüße
fridolin

dieter.goltz
06.07.2007, 00:39
Hallo Fridolin, hier hast du ein Fernziel angesprochen. Die Mitarbeiter schreiben ihren Dienstplan selber. Wenn wir so weit sind, melde ich ein Patent an.
In der Praxis jedoch noch nicht zu 100 % durchführbar. Die Schichtbesetzungen müssen stimmen. Das Arbeitsschutzgesetz muß eingehalten werden. Es können nicht 6 Mitarbeiter Nachtdienst machen, wenn nur drei notwendig sind.
Die Koordniation in der Gesamtgestaltung muß noch in einer Hand bleiben. Nix desto trotz hat jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, Arbeit, Familie und Freizeit mit zu koordnieren.
Der Wunschdienstplan ist sehr positiv angenommen worden und wird entsprechend gut genutzt. Eine besondere Herausforderung für denjenigen, der den Dienstplan dann schreiben muß. Bei 30 Mitarbeitern können immerhin 900 Wünsche eingetragen werden. Nicht immer können alle Wünsche berücksichtigt werden.
Hinzu kommt noch, dass mit 2 unterschiedlichen Priritäten bei der Wünscheberücksichtigung gearbeitet wird. "Rot" hohe Priorität ( z.B. Hochzeitstag). "Blau" ( z.B. Hannover 96 hat ein Heimspiel gegen Bayern München) niedrige Priorität.
Dieses Verfahren möchte kein Mitarbeiter missen und trägt gewiss zu einem positiven Arbeitsklima bei.
Viele Grüße aus dem nassen Hannover.

Mobitz
06.07.2007, 00:51
Die Mitarbeiter schreiben ihren Dienstplan selber. Wenn wir so weit sind, melde ich ein Patent an.
In der Praxis jedoch noch nicht zu 100 % durchführbar. Die Schichtbesetzungen müssen stimmen. Das Arbeitsschutzgesetz muß eingehalten werden.
Na ja, ... ich will jetzt nicht schockieren. Aber das gibt es im Prinzip schon. Und warum soll das nicht funktionieren??
Ein Freund von mir in Österreich hat mir davon erzählt, dass sie es so machen.
Es gibt 5 Gruppen, die sich abwechselnd zuerst ... bis zuletzt eintragen dürfen. Es gibt Vorgaben, die bekannt gegeben werden. Und am Ende schaut auch die Stationsleitung nochmal drüber und korriegiert evtl.! Es sind doch alle erwachsene Leute. Warum soll das nicht funktionieren?? Jeder ist halt mal "der Dumme", ... jeder hat mal das Glück sich zuerst eintragen zu können. Und tauschen kann man ja trotzdem noch oder sich mit den Kollegen absprechen, wenn mal was besonders wichtig ist. Bei denen läuft das auch schon länger so, ... wobei ich jetzt keine detailierte Beschreibung liefern kann, da wir ja auch andere Themen, wenn wir uns mal sehen. Aber er meint, es klappt soweit sehr gut.
Halte das schon für denkbar.

Und um ontopic zu bleiben: Unser Dienstplan wird mit Hilfe von EDV geschrieben, ... Dienste sind bunt durchs Gemüsebeet.
In der Regel 2 Nachtdienstblöcke á max. 4 Nächte.

fridolin
06.07.2007, 20:37
Lieber dieter.goltz,
die Idee Dienstpläne durch die Mitarbeiter selbst schreiben zu lassen, ist ja nicht neu. Klar ist auch, dass es hierfür einen festen Rahmen geben muss - etwa mindest- und höchstbesetzung der einzelnen Schichten sowie Stopp bei Überschreitung der maximalen Wochenarbeitszeit. Natürlich muss es auch eine Kontrollinstanz geben - damit eben nichts schief geht. Aber innerhalb dieses Rahmens sollten die MA selbstständig die Dienste einteilen können.
Übrigens habe ich zuerst von dieser Möglichkeit vor etlichen Jahren auf einem Seminar zur Dienstplangestaltung im Pflegedienst von Sigrid Wieja gehört.
Hier der Link zur Broschüre:
http://gesundheit-soziales.sachsen-anhalt.verdi.de/krankenhaeuser/data/dienstplangestaltung_im_pflegedienst

@Mobitz,
was ich nicht verstehe, ist das bei einer EDV - gestützten Dienstplanung die Dienste kunterbunt gemischt sind und sogar pro MA 2 Nachtdienstblöcke mit 4 Nächten erscheinen :confused:

Viele liebe Grüße
und tausend Dank für die vielen, interessanten Beiträge
fridolin

ostfriesland
06.07.2007, 23:06
Moin,
unsere Dienstpläne werden per EDV geschrieben; Wünsche der Mitarbeiter werden nach Möglichkeit berücksichtigt, daher auch kein vorgegebener Rhythmus, sondern "querbeet".
Gruß

fridolin
17.07.2007, 13:26
Liebes Forum,
Dienstplanung scheint ein "Mauerblümchendasein" zu fristen. Ist doch "querbeet" bzw. "durcheinander" die häufigste Form der Dienstplanung.
Seit Ihr damit zufrieden oder gibt es andere Vorstellungen?
Z.B.: Jahresrahmendienstpläne? Regelmäßig fortlaufende Dienstpläne? Feste Abfolgen bestimmter Dienste? Könnt Ihr errechnen, ob Ihr im Jahre 2012 Weihnachten oder Sylvester Dienst machen müsst?
Oder?
Und welche Dienstplanung wünscht Ihr Euch?
Viele liebe Grüsse
fridolin

ostfriesland
18.07.2007, 02:53
Moin,
finde das "durcheinander" in der Dienstplangestaltung ganz angenehm. Da Wünsche zu 99% erfüllt werden (Möglichkeit z.B. jeden Dienstag frei oder früh zu haben, und auch durch den "Schaukeldienst", kann man seine "Freizeit relativ flexibel" gestalten und evtl auch seine Mitgliedschaft in einem Verein ausüben.
Zwar weiß ich jetzt noch nicht wie ich 2012 arbeite, aber so habe ich die Möglichkeit die nächsten fünf Jahre z.B. jedes Jahr an Weihnachten zu arbeiten und nicht an Sylvester, was meinem Privatleben wesentlich mehr entgegen kommt.
Gruß

fridolin
24.09.2007, 15:31
Moin, Moin.
Es kommt noch dicker:
unsere Pflegedienstleitung möchte im gesamten Krankenhaus ein Model mit 10! unterschiedlichen Dientzeiten unter rechnerrischer Beibehaltung der 5 - Tage Woche einführen.
Es sollen Kurz- (3 und 4 Stunden) sowie Langschichten 9:45 Stunden eingeführt werden, auch auf der ITS.
Na, ob das wohl gut geht?
Viele liebe Grüße
fridolin

doghunter
26.09.2007, 10:40
Hallo Fridolin

habt Ihr mal die Zielsetzung der PDL hierfür hinterfragt. Dies würde Eure freien Tage voraussichtlich minimieren, das Modell würde mir nicht gefallen. Für die Klinik erhöht es natürlich die Flexibilität !

Gruß doghunter

ostfriesland
26.09.2007, 16:02
Moin,
habe einmal an einer Klinik gearbeitet, wo 5 Schichten (zwei Früh, zwei Spät und ein Nachtdienst) eingeführt wurden, nachdem die Pflegedirektion beschlossen hatte den Nachtdienst auf 9 Std. zu verkürzen, damit weiterhin Schaukeldienste möglich waren. Die Folge der verschiedenen Dienstzeiten war, das viele Informationen verloren gingen, da häufigere Dienstübergaben die Folge waren.
@fridolin:
Wie soll das bei 10 verschiedenen Dienstzeiten mit den Übergaben geregelt werden? Oder sollen die "Kurzdienste" keine festen Patienten mehr übernehmen? Oder habt Ihr so ein gutes schriftliches System, das die zuständige Pflegekraft alle Infos findet und auf eine mündliche Übergabe komplett verzichtet werden soll?
Gruß

fridolin
26.09.2007, 21:06
@all,
das Problem der Übergaben lässt sich regeln, z. B. durch Aufgabenfestlegung für die Kurzschichten (Beispiele: Waschen und Betten, O. P. - Bringe-/Abholdienst u.s.w.) sowie durch vernünftige Dokumentationssysteme = "alles Wichtige auf einem Blick".
Der Sinn soll laut PDL sein, im Durchschnitt die 5 - Tage Woche zu erhalten und wenig Personal außerdem noch mit weniger Stress und Überstunden den Dienstplan gestaltet zu bekommen. Rein rechnerisch muss ich (leider) der PDL recht geben.
Weiter Meinungen würden mich hier interessieren.
Viele liebe Grüße
fridolin

Holger Beuse
27.09.2007, 23:44
Aufgabenfestlegung für die Kurzschichten (Beispiele: Waschen und Betten, O. P. - Bringe-/Abholdienst u.s.w.)

Früher hieß das "Funktionspflege", heute - sofern einer dann noch den Überblick über den Patienten behält - wohl Primary Nursing im gemischtqualifizierten Team.

FireBIPAP
28.09.2007, 10:31
Hi!

Exat Holger! Genau dies wolte ich auch gerade zu protokoll geben!

Ich persönlch bevorzuge es alles mögliche an meinen Patienten selber zu machen um eben immer im Bilde zu sein. Wenn natürlich die Personalstärke es zulässt das noch zusätzliches "Assistenspersonal" abgestellt werden kann begrüsse ich das.

Cu Simon

fridolin
28.09.2007, 13:42
Hi, @all
Holger hat recht. Was früher schlichtweg "Funktionspflege" hieß, wird heute unter neuen Namen (Primary Nursing) mit leicht geänderten Inhalten wiederholt und als "innovativ" verkauft....
Ist das wohl der richtige Weg?
Gibt es überhaupt einen richtige Weg?
Viele liebe Grüße
der primär zweifelnde
fridolin

Monty
29.09.2007, 10:52
Primary Nursing im gemischtqualifizierten Team

Respekt, interessanter Ausdruck, das muß ich mir merken!

Ich erlebe zumindest etwas ähnliches. Abgabe von pflegefremden Tätigkeiten an Assistenzpersonal, welches aber auf Pflegestellen eingestellt ist. Funktioniert sehr gut, gutes Verhältnis, viel Zeit für die Pflege am Bett und durch die "Spezialisierung" des Ass.-Personals kennen die sich im Beschaffungs- und Organisationsbereich besser aus als jede Pflegekraft. Geht somit schneller und reibungsloser!

:dafuer: für ein Abwärts-Deligieren pflegefremder Tätigkeiten!
:dagegen: gegen Arbeiten einer Arzthelferin

Gruß,
Monty

Anke F.
01.10.2007, 09:49
Wir haben auch einen flexiblen Dienstplan, Wünsche werden nach Bedarf erfüllt.
Ich muss auch nicht wissen, wie ich 2012 Weihnachten arbeite, das reicht mir 8 Wochen vorher.
Interessant finde ich, dass eine Uniklinik, wohl die 12 Stundenschicht einführen will, kombiniert mit Kurschichten, um damit die 5 Tage Woche zu halten und den Personalbedarf nicht erhöhen zu müssen. Dann wird wohl eine "Primary nurse" immer die 12 Stunden arbeiten. Das Ganze riecht für mich auch stark nach Funktionspflege.
Bei uns gibt es viele Expertenkreise, tolle Pflegekonzepte, aber umsetzen lässt sich das leider nicht mehr.

Einen schönen Montag Anke

WomBat
08.10.2007, 22:14
:D Ich muss auch nicht wissen, wie ich 2010 im März arbeite! Trotzdem möchte ich eine sozialverträgliche Arbeitszeit.

Laut Internet arbeiten viele US Pflegende 12 Std. Schichten (das heißt dann „compressed working time“).

Die Meinungen und Daten dazu sind sehr unterschiedlich.



Immer wenn es Probleme gibt (z.B. Fehler / sinkende Pflegequalität usw.), sagen die Arbeitgeber die „Pflegende wollten so arbeiten“ oder „die waren sowieso von Anfang an gegen die 12 Std. Schichten….daher ist es kein Wunder, wenn es Probleme gibt“ (oder so ähnlich). Interessante Argumentation, egal wie ‚rum, die Pflegende sind schuldig! Für mich der andauernde Versuch, den Arbeitnehmer den Arbeitsbedingungen anzupassen und auf keinen Fall umgekehrt. Es soll uns gut-tun, was die glauben, was uns gut-tut.



Klar, da werden die freien Tage gesehen…weniger wird gesehen, das auch jüngere Kollegen irgendwann doch altern J. Ich weis nicht, ob die Qualität der Pflege gesehen (oder gar gemessen) wird bei unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen.



Mich würde mal die Unfallrate von Pflegenden in Deutschland interessieren, z.B. gibt es bestimmte Häufungen durch bestimmte Schichten (Nacht) oder durch Schichten über 8 Std? Wer weis was dazu?



Noch ein paar Links, auch zum Thema Arbeitszeit, Schichtmodelle usw. verknüpft mit all dem was dazugehört.



A)

Evidenz Report Nr. 151 / Nurse Staffing and Quality of Patient Care

Prepared for: Agency for Healthcare Research and Quality (AHRQ)



http://www.ahrq.gov/downloads/pub/evidence/pdf/nursestaff/nursestaff.pdf



(einfach in Suchen gehen, "12 hours" oder "12 hour shift", da gibt es ein paar Daten dazu)



B)

Studie in Healthcare Benchmarks Qual Improve. Sep 2004

“Study shows 12-hour shifts increase errors”

http://findarticles.com/p/articles/mi_m0NUZ/is_9_11/ai_n6355077



Es gibt viele "Gegen-Studien"....!?!



C)

Roers AE; Hwang W-T, Scott LD, et al. The working hours of hospital staff nurses and patient saftety. Health Affairs July/August 2004

http://content.healthaffairs.org/cgi/reprint/23/4/202.pdf



D) und noch ein andere Seite, in Germanisch:



Meinung von „E“ im Forum pro24stunden.de

„Nach einem dreiviertel Jahr "Erfahrung" mit der 12-Stunden Schicht, möchte ich mich vielen Beiträgen des Forums anschließen:

- kaum noch soziale Kontakte und Freizeitsport
- bereits viermal wegen gesundheitlicher Probleme krankgeschrieben
- als Pendler fast doppelt so hohe Ausgaben für Kraftstoff (Fahre 116 km zur Dienststelle)
- doppelt so hohe Anspannung und Gefahr auf der Fahrt zur Arbeit
- doppelter Verschleiß am Körper - und auch am PKW
- Wegfall Wechselschichtpauschale

die Auflistung ließe sich beliebig lang fortsetzen…“

http://www.pro24stunden.de/index.php?id=39&PHPSESSID=53f8cbfa81167e4111334f0a6c955429

WomBat, muss (mind) 8 Stunden schlafen, will ein Leben außerhalb des KH, daher sind 12 und mehr eindeutig nicht meins

PS Koalas schlafen 16 Std, fressen vier und haben noch vier Zeit für Fellpflege. Das ist ein Leben :D

fridolin
09.10.2007, 12:08
Lieber WomBat,
Koalas haben doch ein schönes Leben! Schlafen, Fressen, Fell pflegen! Und wer pflegt Dein Fell?

Aber nun Scherz beiseite.
Ich bezweifle, dass die Probleme der Rettungsassistenten so auf den Pflegedienst übertragbar sind. Es gibt durchaus Pflegekräfte, die längere Schichten proTag arbeiten würden, denn der Vorteil, weniger Tage insgesamt zu arbeiten und auch weniger Fahrtkosten zu haben, lässt sich nicht leugnen.
Ob dass dann 12- oder 10 - Stunden Schichten sein müssen, dass sollten die Mitarbeiter vor Ort besser selbst beurteilen.
Ich persönlich glaube, dass eine sinnvolle Diensteinteilung ein Stück weit weg von dem alten, starren System mit 3 Schichten pro Tag führen wird, aber es müssen auch gleichzeitig Arbeitsinhalte angepasst und umgeschichtet werden, sonst ist jedes noch so gut gemeinte System zum Scheitern verurteilt.
Viele liebe Grüße
fridolin

topolina
22.10.2007, 14:31
Hallo!
Ich bin noch in der glücklichen Lage, dass ich Tag oder Nachtschicht mit jeweils 12 h max 4 Tage bzw. Nächte fahren darf. Die Nächte werden sogar mit 14,5 h auf Grund des Ruhezeitengesetzes abgerechnet.
Aber auch wir haben solche Diskussionen, nur ich bin der Meinung:
- Wir haben nur 2 Übergaben innerhalb von 24 h. Das wirkt sich positiv auf den Informationsfluss aus.
- Unserer Patienten (die wachen) empfinden es als sehr angenehm, wenn nicht ständig ein Pflegewechsel ist.
- Ich für mich sage: Mir ist es egal ob ich 8 oder 12 h in dem Betrieb bin. Außernandersetzen muss ich mich dann mit der Problematik ICU sowieso. Lieber habe ich danach wieder länger frei und gewinne daher physische und psychische Qualität. Jetzt hatte ich gerade 3 Nächte und hab jetzt 1 Woche frei.
Dass 12 h manchmal ganz schön heftig sind, kann man verstehen, aber mir ist es so lieber. Studienergebnisse besagen, dass sich die Fehlerquote in diesem Fall NICHT erhöht, wenn man länger arbeitet. Aber zu unserer Station gibt es leider keine Ergebnisse.

GLG TOpolina

fridolin
01.11.2007, 19:36
Hi, topolina!
Die Uhren in Österreich scheinen ja doch etwas anders zu gehen als in den deutschen Landen!
Welche Studien genau meinst Du? Diese Studien bzgl. der Fehlerquote würden mich schon sehr interessieren.

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass die Damen und Herren "Studiendesigner" es mit ihren "Studienobjekten" sehr gut meinen, ohne wirklich zu wissen, was die betroffenen Menschen davon halten und mit den Ergebnissen umgehen...
Dies soll im konkreten Fall bedeuten, dass meine unwissenschaftlichen Beobachtungen auf Folgendes schließen lassen: KollegeInnen nach längeren Freiphasen arbeiten auch länger und entspannter selbst bei großem Stress. Die Schichtlänge scheint eine weniger große Rolle zu spielen als die Länge der Freiphase.
Viele liebe Grüße
der heimliche Freibeuter
fridolin

Karsten Gehmlich
05.12.2007, 22:54
Schlechte Nachrichten für den Schichtdienst
:schock: :schock: :schock:
Auch wenn die Studienlage wohl nicht ganz eindeutig ist, hier noch etwas zum Thema Arbeitsbedingungen in der Pflege.
In einer Studie der WHO ist Nachtarbeit als krebsfördernd eingestuft worden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,520698,00.html

WomBat
06.12.2007, 19:47
Danke Karsten,

Erschreckend, aber wichtig! Habe mal kurz gesucht und viel gefunden.

Bsp:
http://general-medicine.jwatch.org/cgi/content/full/2001/1106/1
2001
Davis S et al. Night shift work, light at night, and risk of breast cancer. J Natl Cancer Inst

und 2003 http://www.hse.gov.uk/research/rrpdf/rr132.pdf

Ab 15 Jahre Wechselschicht wird's anscheinend gefährlich.....

WomBat

Urokinase
28.01.2008, 12:42
Hallo.
Also ich arbeite auch im Schichtdienst und seit neuestem ist es bei uns so das wir sehr viele Schaukeldienste haben. Unsere Leitung meint es gäbe Studien die besagen das Schaukeldienste besser wären für Pflegekräfte. Könnt ihr dazu etwas sagen bzw. habt ihr Studien die was anderes besagen ? Ich würde mich sehr über Links dazu freuen wenn ihr etwas für mich habt damit ich was schriftliches inna Hand habe.


MfG Urokinase

Anke F.
28.01.2008, 17:03
Hallo Urokinase,
wenn ihr Schaukeldienst macht, weil Eure Schichtleitung das optimal findet, was habt ihr denn für Zeiten?
Wir sind wegen der fehlenden Nachtruhezeiten davon weg, machen es nur manchmal wenn wir etwas vorhaben. Ist dann aber ganz schön hart. Schicht ist bei uns um 21 Uhr 15 zu Ende, FD fängt um 6 Uhr an. Viele von uns haben lange Anfahrten zur Klinik und wenn dann noch Schietwetter ist, hat man morgens ganz schön kleine Augen.

LG Anke

Urokinase
28.01.2008, 20:25
Hallo.

Frühdienst geht von 6 bis 13.50
Spätdienst von 13.05 bis 20.55
Nachtdienst von 20.30 bis 6.25

Naja ich will halt irgendwas in der Hand haben um ihn mal zu zeigen das Schaukeldienst nicht gesund ist.


MfG Uro

fridolin
28.01.2008, 21:27
Liebe Urokinase,
lese doch bitte einmal den folgenden Beitrag. Ab Seite 118 wird es interessant.

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=964876310&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=964876310.pdf

Und hier:

http://www.thieme-connect.com/ejournals/html/uro/doi/10.1055/s-2003-45473

Sowie sehr gut hier:

http://web.uni-marburg.de/sleep/dgsm/rat/schicht.html

Und auch noch sehr gut hier:

http://www.arbeitszeiten.nrw.de/b4-4-2f_Schichtarbeitsmodelle.htm

... nein, ich wollte Dich nicht mit Informationen erschlagen...

Es sind Hilfskonstruktionen zur Abwehr des "Schaukeldienstes".
Ich hoffe, Dir helfen diese Info`s auch wirklich weiter.
Was sagt denn Euer Betriebsrat dazu? Arbeitszeitveränderungen sind mitbestimmungspflichtig.
Viele liebe Grüße
fridolin

FKPD
29.01.2008, 13:52
Hallo Forum. :-)

Wir hatten jahrelang das Problem, das der Dienstplan so geschrieben wurde, wie´s halt gepasst hat. Früh/Spät, Nacht - kreuz und quer. Meist dann noch 7-9 Nächte und recht wenig (etwa 4 Tage) danach Frei. Kurz und gut... es war einfach ätzend.

Und dann kam ver.di... :jubel:

Unsere Klinikgruppe (34 Häuser) hat einen eigenen Tarifvertrag abgeschlossen und darin sind die Dienstzeiten und die Dienstplangestaltung recht strikt geregelt. Für unsere Intensiv gilt:

- Pro Monat sind nur max. 2 Wechsel Spät/Früh (Unterschreitung der Ruhezeit) erlaubt. Daraus ergibt sich dann in etwa ein Dienstplan von 1 Woche Früh, am Wochenende Wechsel in 1 Woche Spät, Wochenende frei, ne Woche Nacht, ne Woche Frei und dann von vorne. (also quasi die Vorwärts-Rotation)

- Wünsche können geäußert werden und werden (je nach Priorität) auch weitestgehend beachtet. Allerdings muß man schon 3 Monate vorher wissen, was man will, da die Pläne frühzeitig geschrieben werden.

- Evtl. anfallende Überstunden werden auf ein Arbeitszeitkonto gebucht und sollten innerhalb von 3 Monaten genommen sein, sonst kann der AG sie ausbezahlen. Minusstunden verfallen (!!!) nach 3 Monaten.

- Es gibt ein festes Arbeitszeitmodell: 5,5 Tage-Woche
Früh von 6:15 Uhr bis 14:00 Uhr
Spät von 13:15 Uhr bis 21:00 Uhr
Nacht von 20:45 Uhr bis 6:30 Uhr (die MA können sich aussuchen, ob sie 1x 7 Nächte oder anderthalb mal 4 Nächte machen wollen)

Ich persönlich find das ganze recht angenehm. Freitzeit ist aufgrund der recht frühen Dienstplanschreibenrei immer planbar (so fallen auch weniger Wünsche an). Man hat halt beim Tauschen einige Nachteile, da man immer auf diese 2 (in Ausnahmefällen auch 3) Unterschreitungen der Mindestruhezeit achten muß. In ner Tagdienstwoche nen entgegengesetzten Dienst reinzutauschen ist manchmal nur sehr schlecht möglich.


Könnt Ihr errechnen, ob Ihr im Jahre 2012 Weihnachten oder Sylvester Dienst machen müsst?
Weihnachten & Ostern Frei / Sylvester & Pfingsten Dienst :D


Noch ne Bitte (off-topic): Morgen zwischen 9:00 und 12:00 Uhr mal alle die Daumen drücken. Dann hab ich die letzte Prüfung und darf mich (hoffentlich, wahrscheinlich, bestimmt) Fachpfleger schimpfen.:prost:

fridolin
30.01.2008, 08:01
Viel Glück, lieber FKPD!

Und, bitte nach dem Feierstress, was was genau meinst Du mit "Und dann kam ver.di..." ?
Was Du da beschreibst klingt eher nach einem Arbeitszeitkonto, aber 1 x 7 Nächte?
Herzlichen Glückwunsch zur nun doch bestandenen / überstandenen Prüfung.
Als Fachpfleger wird alles anders....
Viele liebe Grüße
fridolin

FKPD
30.01.2008, 15:15
HuHu Fridolin.

Mit "und dann kam ver.di" meine ich, dass unsere Gruppe einen Klinikeigenen Manteltarifvertrag mit ver.di abgeschlossen hat, welcher von den üblichen ein klein wenig abweicht und wo auch die Dienstplangestaltung fest geregelt ist.

Ein Arbeitszeitkonto haben wir auch, aber das wollte ich in meinem vorigen Beitrag nur so am Rande mal erwähnt haben.

FG

P.S.: Ich hab´s be-/überstanden! :mosh:

Sammyssleepycat
02.02.2008, 15:37
Fd: 06.30- 15.00
Sd: 12.30- 21.00
ND: 20.30- 06.45
Rufdienst: 12 Std.

Dienstplan: wir dürfen uns für 8 Wochen was Wünschen, häufig klappt das auch. Wer zuerst kommt, mal zuerst.
Rahmen: ca. 10 Sd, 8 NW Rest Fd, 2 Wochenenden,
häufig gibt es aber auch Kollegen die lieber Fd machen und andere die lieber SD machen. Meisten gleicht sich das ganz gut aus. Manchmal hat man auch Glück das man kein WE arbeiten.

Größe der Mitarbeiter ca. 65 Personen in Voll-Teilzeit.
Großes Lob an unsere Chefin!!!!
das dass fast immer so gut klappt.

Groha
16.02.2008, 04:11
Unser Arbeitszeiten sind so:
FD 6:30-14:42
SD 13:48-22:00
ND 21:30-7:00

Bei uns gibt es einen Wunschplan wo sich jeder MA (ingesammt 40 Stück) eintragen kann. Jeder MA hat zwei Wünsche frei und kann sich einen Nachtdienstblock aussuchen, wo es eigentlich nie Stress gibt, da wir zu sechst im ND sind.

fridolin
03.09.2008, 20:30
Hi, @all,
hier nun ein neues Schichtmodell für eine ITS:

5 - Tage Woche, Interdisziplinär, 22 Betten

Frühdienst: 06:00h - 14:12h Besetzung: 8 Mitarbeiter
Regeldienst: 08:00h - 14:00h 1 Mitarbeiter
später Regeldienst: 11:18h - 19:30h 1 Mitarbeiter
Spätdienst: 12:30h - 20:45h 8 Mitarbeiter
Nachdienst: 20:15h - 06:20h 7 Mitarbeiter
Rufbereitschaft: 16:00h - 06:00h 1 Mitarbeiter, wenn alles Gut geht.

Ein interessantes Modell.
Viele liebe Grüße
fridolin

Hanno H. Endres
03.12.2008, 17:56
Krebs durch Schichtarbeit?
Wer im Schichtdienst arbeitet, erkrankt eher an Krebs. Bei der Auswertung von 30 weltweiten Studien über Arbeitszeiten und Erkrankungen ermittelten Kölner Mediziner bei Schichtarbeitern ein 70% höheres Risiko für Brustkrebs und ein 40% höheres Risiko für Prostatakrebs. Schlechte Lichtverhältnisse könnten der Grund sein: Arbeit im Dunkeln beeinflusst die innere Uhr und die Produktion des Dunkelheitshormons Melatonin. Das wiederum steht unter Verdacht, Krebserkrankungen zu verursachen.
Quelle: Uniklinik Köln
Quellenquelle: WDR5.de (http://www.wdr5.de/nachrichten/wissenschaft.html?news2434277)

WomBat
03.12.2008, 19:20
Dazu siehe auch:


http://forum.zwai.net/showthread.php?t=1230&page=3&highlight=Nachtschicht


2001
Davis S et al. Night shift work, light at night, and risk of breast cancer. J Natl Cancer Inst

http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/93/20/1557

dann auf "Begin manual download" klicken, der Artikel ist kostenlos und komplett als pdf

WomBat

WomBat
26.03.2009, 20:47
Kompensation für Dänische Brustkrebs Patienten nach langjähriger Nachtarbeit


http://www.amblondon.um.dk/en/menu/TheEmbassy/News/Compensation+for+Danish+breast-cancer+patients+on+night+shift.htm

Auszug:
COMPENSATION FOR DANISH BREAST-CANCER PATIENTS ON NIGHT SHIFT
Danish women with breast cancer who have worked night shift for usually 20-30 years and at least one night per week are encouraged to apply for compensation for their cancer disease.

WomBat

fridolin
08.09.2009, 12:31
Nicht ganz taufrisch (ca. 2 Jahre), aber lesenswert m it Kommentaren: http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/chronobiologie/chronobiologie/schichtarbeit_aid_27631.html
Viele liebe Grüße
fridolin

Fluchtzwerg
08.09.2009, 16:55
Unser Dienstplan ist ein Wunschdienstplan. D.h. wir können in einen Blankoplan unsere Wünsche eintragen und die Abteilungsleitung versucht das dann alles unter eine Mütze zum bekommen.
Da unser Team nur aus 14 Leuten besteht, ist das zwar nicht nur leicht, aber bestimmt leichter als es andere haben.

Die Nachtschicht ist bei uns - um das Thema zu beantworten - ein Witz.

AZ ist von 20.00 bis 02.42 und von 6.30 - 8.00 (zum Säle vorbereiten...)

Dazwischen haben wir BD, der im alten System "Stufe B" ist. Da wurden wir wirklich beschxxxx. Denn da wir ja auch die Geburtshilfe im Hause haben, sind es gerade diese, die uns nachts auf Trab halten.:motz: Wir liegen faktisch wirklich fast immer über 50%, sodass es auch wohl in naher Zukunft umgestellt werden soll (Aufgeschrieben haben wir auch schon).

Mehr wie 3 Nächte am Stück machen wir eigentlich nicht. Das reicht auch. Dann haben wir einen Ausschlaftag (den wir ja eigentlich auch schon zu 8 Stunden im Krankenhaus verbracht haben, der aber als Frei-Tag gerechnet wird).

Dem folgt meistens einen Spätdienst (12.18 - 20.30)...

fridolin
08.09.2009, 20:56
Lieber Fluchtzwerg,
hast Du in Deinem Haus einen Betriebs- oder Personalrat?
Da gehe zu ihm hin und verklickere ihn, dass Ihr eine andere Lösung wollt. Er soll sich für Euch einsetzen und mit Euch Modelle entwickeln, die Euch nicht so sehr belasten.
Allerdings gebe ich zu bedenken, dass eine Umwandlung von Bereitschaftsdienst in Schichtdienst auch mit finanziellen Nachteilen verbunden sein kann. Hier lohnt sich das genaue Rechnen.
Hast Du nur eine "Personalvertretung" (meist in kirchlichen Häusern), so kann sie auch mit Euch Vorschläge erarbeiten, hat aber kaum Durchsetzungsmöglichkeiten gegenüber der Geschäftsführung.
Viele liebe Grüße
fridolin

Fluchtzwerg
08.09.2009, 22:30
wir sind eine kommunale gGmbH ("Gesundheit Nord").

Ergo gibt's auch einen Betriebsrat. Wie ich ja schrieb, ist auch wohl was in Arbeit....

Für Schichtdienst ist dann unsere Auslastung auch wiederum zu gering. Das ist echt ein schmaler Grat, auf dem wir wandeln. Das Modell an sich ist ja auch nicht verkehrt, nur die Bezahlung des BD ist meiner Meinung nach etwas unterdimensioniert.

Der Vorteil bei BD ist ja, wenn Ruhe ist, dass du dich dann auf die Matte packen kannst. Bei Schichtdienst könnte es im "Worst Case" sein, dass wir bei OP Ruhephase ansonsten auf der ITSA aushelfen müssten. Da will ich mal keine schlafenden Hunde wecken. ;-)

fridolin
09.09.2009, 09:05
Lieber Fruchtzwerg,

Bei Schichtdienst könnte es im "Worst Case" sein, dass wir bei OP Ruhephase ansonsten auf der ITSA aushelfen müssten.
Warum sieht Du das als "Worst Case" an? In zwei Bereichen zu arbeiten macht nicht nur sehr viel spaß, sondern hält auch fit.
Kann ich aus eigener Erfahrung sagen.
Viele liebe Grüße
fridolin

Monty
09.09.2009, 13:42
Seh ich auch so. Der regelmäßige Guck über den Tellerrand macht Spaß, bringt Verständnis für die andere Abteilung und erleichtert langfristig die Zusammenarbeit.

Monty

fridolin
09.09.2009, 16:33
Danke, Monty für Deine Unterstützung.
(Leider - oder zum Glück - habe ich Dich zu oft bewertet, sonst hätte ich mir diese Antwort erspart...)
Viele liebe Grüße
fridolin

- by the way - wird das Bewertungssystem noch rege genutzt? mein subjektives Bauchgefühl sagt mir, die Nutzung ist zurück gegangen.

Fluchtzwerg
09.09.2009, 19:25
Warum sieht Du das als "Worst Case" an?

Hab ich ja auch in "" gesetzt. ICh gucke den Kollegen der ITSA auch gerne über die Schulter. Bin auch für neues offen. Und als Gerätewart muss ich auch öfters mal helfen, wenn das BGA-Gerät mal wieder geschrottet ist...;-)

fridolin
23.06.2017, 09:37
Liebe Kolleginnen,
da die Links zu den Arbeitszeitmodellen aufgrund des Alters (im Gegensatz zu dem alten fridolin :cool:) nicht mehr funktionieren, hier ein Update (https://www.mais.nrw/sites/default/files/asset/document/durchfa14hrung_des_arbeitszeitschutzgesetz.pdf) vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales.
Dort könnt Ihr auf der Seite 6 zusammenfassend die Empfehlungen nachlesen, z.B. Nachtschichtfolgen, Arbeitsperioden, Vorwärtsrotation, Ruhezeiten, regelmäßige freie Wochenenden, Anpassung der Schichtlänge an den Grad der Belastung, möglichst später Beginn von Frühschichten, frühes Ende von Nachtschichten, Einzelfalllösungen, Individuelle Arbeitszeitwünsche usw.

Vielleicht hilft es Euch bei der Entwicklung neuer Arbeitszeitmodell?

In § 7 auf der Seite 7 könnt Ihr nachlesen, dass auch abweichende Regelungen durch Betriebs- oder Dienstvereinbarung getroffen werden können.

Dort findet sich auch unter 2. etwas zu den Bereitschaftsdiensten - leider ist das dort zitierte BAG-Urteil ohne Aktenzeichen und (zunächst) per Google nicht auffindbar.

Viele liebe Grüße
fridolin

ostfriesland
26.06.2017, 08:03
@ fridolin,
danke für den Link - vielleicht ist das BAG-Urteil auch schon nicht mehr aktuell; der Erlass ist ja auch schon einige Jahre alt.
Liebe Grüße

fridolin
26.06.2017, 10:58
@Ostfriesland,
@all,
soweit ich es recherchieren konnte, sind die Empfehlungen zur Durchführung des Arbeitszeitgesetzes immer noch die aktuell, auch wenn das Datum 30.12.2013 ist.
Neuere Urteile habe ich auch nicht gefunden - vielleicht einer von Euch?

Viele liebe Grüße
fridolin

fridolin
29.06.2017, 09:37
Liebe Kolleginnen,
als Anhang habe ich hier eine Excel-Datei, mit der exemplarisch Dienstpläne erstellt werden können.
Sie ist nicht sehr detailliert, hat mitnichten alle Regeln hinterlegt und diente ursprünglich um Auszubildende der GuK die Dienstplanung zu erklären.

Ich hoffe, Ihr kommt damit klar, könnt die Datei öffnen und damit umgehen - sonst gerne Fragen wie es gemeint ist.

Unter dem Reiter "Dienstplan ausgefüllt" findet Ihr einen vorwärts rollierenden Dienstplan mit kurzen Schichtfolgen, orientiert an arbeitsmedizinischen Erkenntnissen.


Viele liebe Grüße
fridolin

fridolin
14.08.2017, 13:34
Ihr Lieben,
hat schon einmal jemand von den Kolleginnen, die das Excel-Tool abgerufen haben, mit eben diesem Excel-Tool gespielt?
Wenn ja, wie war die Handhabung?
Und: es ist mit Absicht nicht perfekt, sondern nur um Dienstmodelle grob zu prüfen und zu sehen, was passiert, wenn....

Viele liebe Grüße
fridolin