Vollständige Version anzeigen : Wenn der Arzt am Hightech-Gerät versagt
Randbayer
21.06.2007, 15:08
Für Schulungen keine Zeit
Wenn der Arzt am Hightech-Gerät versagt
Neue Behandlungsmethoden in der Medizin machen fast jede Woche Schlagzeilen. Doch mit dem Einzug modernster Technik steigt auch das Risiko von Behandlungsfehlern. Im Klinikalltag bleibt oft kaum Zeit für eine umfangreiche Schulung an den neuen Geräten. Das belegt eine Umfrage unter Ärzten. Danach lesen nur sechs Prozent der Chirurgen die Gebrauchsanweisung ihrer Geräte. ... mehr (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6972146_REF1,00.html)
Quelle: tagesschau.de (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID6972146_REF1,00.html) (21.06.2007)
Gruß der Randbayer
fridolin
03.07.2007, 11:54
Mal ehrlich:
welche Station verfolgt konsequent im ärztlichen Bereich die Vorschriften des MPG`s?
Bedeutet: Ärzte bedienen insbesondere im intensivmedizinischen Bereich Geräte, für die sie nicht eingewiesen sind.
Und dezente Hinweise werden durch die allwissenden Mediziner kosequent ignoriert.
Ich verspreche mir nur Verbesserung durch eine bundesweit veröffentlichte "Strafaktion" der Aufsichtsbehörden gegenüber uneinsichtigen Medizinern.
Viele liebe Grüße
fridolin
tildchen
08.07.2007, 22:42
Ich kenne auch kaum Ärzte, die korrekt nach den Anforderungen des MPG in die Geräte eingewiesen sind und dies auch dokumentiert ist. Aber es gibt leider auch immer noch genügend Pflegekräfte, die zwar von irgendjemand auf Station eingewiesen wurden, aber nicht wirklich danach gefragt wird, ob derjenige überhaupt in die Geräte einweisen darf, geschweige denn ob dies irgendwo dokumentiert wird.
Was die Ärzte machen ist mir zwar nicht egal, aber zunächst kümmere ich mich darum, dass ich korrekt in die neuen Geräte eingewiesen werde und lasse mir dies auch in einem Gerätepass dokumentieren.
Die Verantwortung für ihr Arbeitsverhalten und die Gefärdung der Patienten tragen diese Mediziner und auch betroffenen Pflegende selbst, denn man hat auch die Pflicht sich um eine Einweisung zu bemühen. Das es diese Gefärdung gibt, allerdings durch beide Berufsgruppen, steht ausser Zweifel.
Die mangelnde Zeit lasse ich als Argument nicht zu, denn hier liegt es wohl eher an der Gewichtung der Dringlichkeit einer Tätigkeit, Aufgabe oder gesetzlichen Verpflichtung, wie auch immer man eine Geräteeinweisung auch nennen will.
Einen schönen Restsonntag noch
Tildchen
@ Tildchen,
erlaube mir die MPG Einweisungs- und Anwendungsrichtlinien noch etwas "anders" darzustellen: der persönlichen Verpflichtung nachzukommen am Patienten keine Experimente ( Gerätemedizinische, etc. ) durchzuführen, sondern Medizinprodukte fachlich kompetent einzusetzen, dies durch die entspr. Dokumentation bei Bedarf nachweisen können! ( Gerätepass z.B. )
Gruß an die Ärzte: Verantwortliche Tätigkeit!
LG Kania
rettungsmaus
09.07.2007, 19:55
Na ja, aber nicht unser Problem!!! Wir müssen schauen, dass die entsprechenden Pflegeleute eingewiesen sind.
Was kümmert mich das Organisationsverschulden der entsprechenden Ärzte die ihre neuen Leute nicht richtig in die Arbeit einer ITS einweisen (inklusive der MPG Einweisung bzw. MPG Betreiberverordnung) und sie somit ins kalte Wasser springen lassen!:confused:
Gruß
Heike
Liebe Heike, frei nach Hermann van Veen: ... zusammen, nicht allein!
Ohne die entsprechende Anleitung und Zusammenarbeit durch Ärzte, hätte ich nicht die Fertigkeiten und Kenntnisse über die ich nun verfüge, so sehe ich es auch als meine Verpflichtung ärztliche Berufsanfänger zu unterstützen.
Das dieses in vielen Bereichen nicht funktioniert, aufgrund von Berufseitelkeit ist bekannt.
Aber: Aufgeben gilt nicht!
LG Kania
rettungsmaus
10.07.2007, 15:20
Meine Erfahrung ist genau anders herum! Durch uns Fachpflegkräfte werden die Ärzte "ausgebildet"!!
In der Fachweiterbildung haben wir natürlich einiges Medizinische von unseren Ärzten beigebracht bekommen aber der Löwenanteil wurde durch Fachpflegekräfte unterrichtet. Und in der Praxis wird sich mittlerweile viel zu viel auf uns verlassen. Bei der Arbeit am Patientenbett ist Teamarbeit natürlich klar aber ich bin nicht dafür da, die Ärzte in unsere Geräte einzuweisen!! Das sollen die mal schön unter sich ausmachen oder uns offiziell damit beauftragen. Ich finde, da machen es sich die Akademiker leider zu einfach!:(
Gruß
Heike
tildchen
10.07.2007, 19:38
Meine Erfahrung ist genau anders herum! Durch uns Fachpflegkräfte werden die Ärzte "ausgebildet"!!
In der Fachweiterbildung haben wir natürlich einiges Medizinische von unseren Ärzten beigebracht bekommen aber der Löwenanteil wurde durch Fachpflegekräfte unterrichtet. Und in der Praxis wird sich mittlerweile viel zu viel auf uns verlassen. Bei der Arbeit am Patientenbett ist Teamarbeit natürlich klar aber ich bin nicht dafür da, die Ärzte in unsere Geräte einzuweisen!! Das sollen die mal schön unter sich ausmachen oder uns offiziell damit beauftragen. Ich finde, da machen es sich die Akademiker leider zu einfach!:(
Gruß
Heike
Wichtig ist doch zunächst mal, dass wir alle richtig in die Funktionsweisen eingewiesen sind und ehrlich gesagt, ist es mir ziemlich egal wer mich darin eingewiesen hat und den meisten Ärzten, die ich tagtäglich erlebe, wäre es auch egal. Hauptsache sie wären überhaupt eingewiesen. Wenn Ärzte an einem Gerät zusätzliche Funktionen anwenden, dann brauchen sie eine erweiterte Einweisung, aber ich sehe dies in der täglichen Praxis eher weniger.
Um was geht es denn...., doch darum dass alle Anwender ein Gerät richtig und korrekt bedienen können und kein Patient durch Anwendungsfehler zu Schaden kommt. Da ist für mich persönlich kein Platz für Animositäten zwischen den Berufsgruppen und ich freue mich über jeden Mediziner der fragt wie ein Gerät funktioniert und sich von mir einweisen lässt.
Einen schönen Abend
Tildchen
fridolin
10.07.2007, 20:38
Wenn Ihr selbst da liegt...
wach und beatmet...
kommt ein Ärztlein geflogen...
...und weis` nicht was er tut...
- klaut Euch die Luft zum Atmen,
- stellt den ASB auf NULL!
Tränen in den Augen willst Du ihm sagen:
"Du Idiot - Ich kriege keine LUFT!"
...doch ohne Stimme den Arzt zu mahnen...
- oh, was nun kommt - ich kann es nur erahnen.
fridolin 10.07.2007
rettungsmaus
10.07.2007, 21:16
Um was geht es denn...., doch darum dass alle Anwender ein Gerät richtig und korrekt bedienen können und kein Patient durch Anwendungsfehler zu Schaden kommt. Da ist für mich persönlich kein Platz für Animositäten zwischen den Berufsgruppen und ich freue mich über jeden Mediziner der fragt wie ein Gerät funktioniert und sich von mir einweisen lässt.
Das hat für mich nichts mit Animositäten zu tun! Mir fällt nur mehr und mehr auf, dass sich mehr und mehr auf uns verlassen wird. Ein OA kommt schon garnicht mehr auf die Idee, seine Neuassistenten einzuarbeiten sondern verweist immer wieder auf die Fachpflegekräfte "die sich viel besser auskennen als er selber"....
Vor 10 jahren wäre ich noch stolz auf solche Äusserungen gewesen...heute sehe ich das wesentlich differenzierter. :(
Gruß
Heike
tildchen
11.07.2007, 20:08
Das hat für mich nichts mit Animositäten zu tun! Mir fällt nur mehr und mehr auf, dass sich mehr und mehr auf uns verlassen wird. Ein OA kommt schon garnicht mehr auf die Idee, seine Neuassistenten einzuarbeiten sondern verweist immer wieder auf die Fachpflegekräfte "die sich viel besser auskennen als er selber"....
Vor 10 jahren wäre ich noch stolz auf solche Äusserungen gewesen...heute sehe ich das wesentlich differenzierter. :(
Gruß
Heike
Hallo Heike!
Das hängt dann wohl mit den gemachten Erfahrungen zusammen.
Die Ärzte werden was den medizinischen Bereich angeht bei uns noch sehr wohl von den OA's angeleitet, auch wenn ich zugeben muss, dass vor einigen Jahren noch besser war. Allerdings wird eine Spritzenpumpe bei uns nicht von den OÄ bedient und deshalb können (und dürfen) sie dieses Gerät gar nicht einweisen. Wenn nun ein Assistensarzt um eine Einarbeitung bittet, dann ist es für mich selbstverständlich ihn in die nötigen Funktionen des Gerätes einzuweisen.
Und bitte versteh mich nicht falsch, ich halte auch nichts davon gebauchpinselt zu werden und brauche das auch nicht, aber es geht um Zusammenarbeit. Wenn ich eine medizinische Frage habe, dann bin ich auch froh, wenn sich ein Arzt kurz Zeit nimmt und es mir erklärt.
Gruß
Tildchen
Wer wen in die Stationsarbeit einarbeitet, hin oder her, ich muß mit den Assistenzärzten arbeiten. Und wenn ich das vernünftig will, geht´s nur mit einem gegenseitigen Unterstützen! Ich profitiere ja auch von dem umfangreichen (meist noch nicht so zweckgebundenen) Wissen eines Jungmediziners.
Ich hab schon beides praktiziert:
"Mach deinen Scheiß doch selber oder frag den OA!"
oder
"Komm, dass schauen wir uns jetzt mal an!"
Nur es gibt so gewisse Menschen, die wurden in einem Semester von wem auch immer gesalbt und meinen: "aber ich bin der Arzt! :motz: ". Da gibt´s nur einen Satz: "Wenn du nicht weißt, was du da machst, dann mach´s woanders, aber nicht bei meinem Patienten." Wenn er dann mit dem OA antanzt und rummosert, wird er meist ganz kleinlaut, wenn der OA die ganze Geschichte hört.:mosh:
Ansonsten :dafuer:
für ein Miteinander, macht auch deutlich mehr Spaß!:jubel:
Monty
Die Kiste mit "Arzt" anleiten beschäftigt mich schon lange. Sehe es ganz simple, das Ergebnis am Patient zählt. Wer was weis (oder im Einzelfall besser weis) sollte den Mund aufmachen bzw. "Es tun". Mal so 'rum, mal anders herum. Ich habe viel von Ärzten gelernt und hoffe das es auch umgekehrt so gesehen wird.
Es gibt nur ein Grund eine Verweigerungshaltung einzunehmen: Wenn der 138ste Versuch auch nicht klappte (das ist sehr bedenklich, wenn ein Teammitglied niemals Rat annimmt; dieser Zustand sollte von der Führung erkannt werden. Anbrennen lassen ist immer schlecht, siehe Charite.) Das gilt für alle Teammitglieder. Ich bin nicht auf der Arbeit um mit irgendwelchen Profil-Neurotiker Kämpfe auszutragen; wenn's eng wird, sag ich mir das vor, hole Luft und sage was ich denke. Negative Sanktionen hat das noch nie nach sich gezogen (vielleicht war da jemand mal gekränkt - das kann ich verkraften). Was ich weniger gut verkraften kann, ist wenn ich mich NICHT bemerkbar gemacht habe. Das ist schon lange her. (Es gibt ein schönes Wort dafür in Englisch: assertiveness, z.B. Suchwörter "assertive and nursing", das müsste einiges an die Oberfläche bringen :) ).
Ein wunder Punkt ist allerdings dabei. "Die Ärzte" haben bisher nach meinem Wissen noch nie (selten?) öffentlich zugegeben, dass sie von Pflegenden in irgendwas angeleitet werden. Doch einer gibt's, DÖRNER. Der hat vor Jahren einen Artikel geschrieben (Titel vergessen), ca. "Brief an einen Anfänger" oder so ähnlich. Ein echtes Sahnestückchen :) trotz Fachgebiet Pyschiatrie. Wer einen Link findet, bitte posten! Würde es gerne noch mal lesen.
Ist es nicht wie bei der Übernahme von vielen anderen ("ärztlichen") Tätigkeiten? Wir tun es. Es wird aber nicht öffentlich anerkannt sondern stillschweigend ausgenützt. Kommt mir fast vor, wie die Zustände in der Altenpflege. Jeder weis es, fast keiner sagt was (Ausgenommen Herr Fussek und Co.). Könnte ja am Ende Kosten verursachen oder den Profil-Neurotikern unbegrenzten Schaden zufügen.
Ach so, habe noch nichts gesagt zum Thema "sich ge-bauch-pinselt-fühlen". Das geht mir irgendwo am linken Ohr vorbei. Das ist so 'was von wertlos, Bauch-Pinselei. Es ändert an meiner "Situation" rein gar nichts. Wundert mich, daß es nicht allen so geht und manche sich immer wieder Bauch-Pinseln lassen. Bei mir heißt das (oh, darf ich hier gar nicht schreiben), also Veräppeln.
WomBat
Erweiterung: assertive and critical care nursing
rettungsmaus
12.07.2007, 21:04
Na ja, soweit auseinander drifften unsere Meinungen garnicht. Im Grunde sehe ich vieles genauso wie ihr. Ich bin z.Z. einfach nur soooo gefrustet da wir immer wieder mit neuen ärztlichen Kollegen zusammen arbeiten die natürlich erst einmal wie verschreckte Häschen über die Station laufen und es selbstverständlich erscheint, dass die Fachpflegenden sich ihrer annehmen und ihnen die alltägliche Routine erklären und zeigen.
Es ist mir völlig klar, dass der Patient IMMER vorgeht und natürlich käme ich niemals auf die Idee, mein Wissen aus "Amiositätsgründen" nicht einfließen zu lassen. Nur ist dies eben schon alles so selbstverständlich das es mich ankotzt!!!
@wombat,
Ja, warum wird "heimlich" gerne auf unser Know how zurückgegriffen aber wenn dann die große "Show" bei der Visite mit dem Herrn Chefarzt beginnt, wird sich selber ins beste Licht gestellt. Oder bei Angehörigen oder Patienten......vieleicht sehe ich diese Sache auch zu negativ weil bei uns im KH ziemlicher "Altassistenmangel" herrscht und ständig neue Leute bei uns auftauchen die manchmal sogar schon mehr "wissen" als wir alle zusammen....grrrrr! ( auch DAS Extrem geht mir auf die Nerven!)
Gruß
Heike
@ heike,
liebe heike, das ist die frustrationsform die den steten tropfen zum strahl werden lässt!
ich erinnere mich gut an eine situation, als ein als erfahrener internist angekündigter arzt seine erste visite a. d. its machte, stand am fußende des pat. bettes und fragte: "wie geht es" pat. und its schwester antworteten, wem es dabei gut ging weiß ich nicht mehr, doch stellte sich heraus, dies waren die worte welche dieser arzt in unserer sprache beherrschte, alles weiter bitte polnisch... gin dobre!
damals war ich durch die zwerchfellreaktion und spontane atemstörung so gesundheitlich beeinträchtigt - ich ging rauchen...
schlimmer geht immer und nichts wird gut - es sei denn...
LG Kania
Herr Fussek und Co.
Also mal sorry, aber Herr Fussek hat nur eines zu jedem Thema beizutragen: Krawall schlagen, Sachverständige dumm anreden und mit Stammtischrhetorik die Öffentlichkeit nerven! :wut:
In der Summe hab ich von dem noch nie auch nur eine vernünftige Idee gehört. :motz:
Monty
Hallihalöle
Was ich an Unglaublichschrecklichnichtwahrhaftigkeiten in dem Bezug erlebt habe möchte ich gar nicht sagen, sonst wäre das eine mehrere Kaffeekannen-dauernde Sitzung beim Staatsanwalt, als Zeuge.
Fest steht: Es gibt nun mal die MedGv, das ist so und sie ist nicht umsonst da, egal welche Berufsgruppe !!!!!
Ich habe es immer wieder erlebt, das neue Ärzte (Frischlinge) bei uns folgendermassen eingewiesen wurden:" Komm, ich erklär dir jetzt mal schnell die Evita."
Von Beatmung keinen blassen Schimmer und dann auch noch High-Tec bedienen, ohne zu wissen, was passiert wenn er die oder die andere Taste oder Schaltfläche berührt.
Ich bin seit längerem übergegangen idese Zeitgenossen der Kliniksleitung zu melden weil ich es satt bin :wut:
Das Schneeballprinzip aus MPG-Tagen gillt nicht mehr, seit Jahren und das zu recht.!!!
Die Anforderungen an die geräte als auch an die Benutzer steigen von Monat zu Monat und sei es nur ein Software-Update, aber eben dies macht es aus!
Wie sollen die Patienten in Sicherheit leben, wenn der viel zu junge "Akademiker" von Tuten und Blasen, sprich von Beatmung und Gerät, keine Ahnung hat?!
Eine wesentlich restrektivere und strengere Handhabung der MedGv kann hier nur der Ausweg sein.
Selbstverständlich werden sich alle ärztlichen Stellen dagegen erwehren.
Nun denn, ich sag nur, ein falscher Knopf, ein Menschenleben (im schlimmsten Fall)
Gleiches gillt für alle Geräte, seien es Perfusoren, Infusomaten, CVVH(DF), IABP´s oder sonnstige invasive Geräte.
Many happy returns
Euer Mäckes
Sabine Rüdebusch
19.07.2007, 14:11
@wombat,
Zum Begriff "Pflegepersonal" schreibt der deutsche Psychiater Prof. Dr. Klaus Dörner in seinen "Brief an einen Anfänger in der Psychiatrie":
Der Arzt und das «Personal» - Du verstehst es inzwischen sicher, lieber Freund, dass ich diese Bezeichnung ironisch meine. So wie der grossbürgerliche Haushalt sein Haushaltspersonal hatte, so war in der bornierten, naturwissenschaftlichen Sicht der letzten 100 Jahre der Arzt der Herr auf der Station, auf seine ärmliche Verantwortung pochend, dem das Pflege-"Personal" zu dienen hatte. "Pflege-Personal" ist daher ein ebenso scheussliches wie verräterisches Wort. (...) Daher spreche ich in diesem Brief auch vom Pflegeteam bzw. vom Stationsteam, dem Schwester, Pfleger, Sozialarbeiter angehören, auch wenn heute noch falsche Gesetze gelten, die so tun, als könnte der Arzt überhaupt die letzte Verantwortung tragen, was doch gar nicht möglich ist.
Es geht also heute darum, die falschen gesetzlichen Vorschriften von gestern abzuschalten und durch neue Gesetze zu ersetzen, die der Wirklichkeit mehr entsprechen. Wenn Du heute noch meinst, du musstest auf Deine letztendliche ärztliche Verantwortung hinweisen, dann ist das für Dich ein Signal, dass Du dich im falschen Jahrhundert befindest, dass Du dich in etwas hineingesteigert hast. Du solltest schnell eine Kurskorrektur vornehmen oder aufgeben.
(Quelle: www.geronto.at)
In diesem Sinne teamorientiert....
Sabine
Danke, Sabine!
Gibt es den gesamten Artikel online? Oder bin ich nur zu :confused: um die Stelle zu finden?
Grüße der besonders kollegialen Art, WomBat
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