PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kleine Preise - gute Besserung!



zwai
30.04.2007, 17:17
Die Supermarktkette "PLUS" baut ihre Spitzenposition auf dem Medizindiscountermarkt weiter aus:
als Online-Special ist bei plus.de jetzt der Defibrillationsvollautomat (AED) HeartSine Samaritan PAD 300P für sagenhafte 999,95 € erhältlich.
Der 300P verfügt über eine Luft- und Militärzulassung und ist resistent gegen Schwall- und Spritzwasser. Sicherheitstechnische Kontrollen (STK) entfallen. Das Gerät wird mit einem 25-Euro-Gutschein für einen Erste-Hilfe-Kurs geliefert, bei kommerzieller Verwendung kommt ein Mitarbeiter zur Einweisung gem. Medizinproduktegesetz vorbei. (hhe)

>>> zu plus.de >>> (http://www.plus.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Plus-PlusDE-Site/de_DE/-/EUR/ShopViewShortLink-Product?ProductSKU=972530_200716&RefID=NL_1_0716_01_01)

Zorro
02.05.2007, 13:57
Ist das die Zukunft? :confused:

Nächste Woche gibt es dann wahrscheinlich Hüft-TEPs bei Aldi.
Da besorg ich mir eine für meine Oma, such mir einen Arzt (http://www.operieren.de/content/e3224/index_ger.html) der sie einbaut, flieg mit den beiden nach Indien (http://www.flensburg-online.de/gesundheit/medizintourismus.html) und bekomme noch 1500 happydigits und 230000 Bonusmeilen.

Hoffentlich nicht.

andrewhell
02.05.2007, 14:53
Hallo Kollegen, ich glaube dass ist garnicht so zum "Naserümpfen" wie es im ersten Moment scheint. In Amiland oder in Australien hängen die Dinger in den Einkaufszentren, am FMO ist die Dame hinter der Brötchentheke eingewiesen und einige grosse Fluggesellschaften haben die Vollautomaten im Verkaufsangebot,....und so wie es scheint ist der Einsatz doch recht easy. Im übrigen hat sich die Frühdefibrillation doch als äusserst positiv auf das neurologische Outcome erwiesen...und ich glaube es war egal ob ein Arzt, FKP, oder Floristin den Defi bedient hat......
...eigentlichgutfindende Grüsse, andre

Superfantastisch
03.05.2007, 13:00
find ich auch gut, das angebot. je mehr dinger davon in der gegend stehen, umso besser. amazon.usa (http://www.amazon.com/s/ref=nb_ss_gw/102-6190852-8532145?url=search-alias%3Daps&field-keywords=AED) hat schon lange aeds im programm.

amüsant ist allerdings, dass plus den defi in die rubrik "wohndesign (http://www.plus.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Plus-PlusDE-Site/de_DE/-/EUR/ShopViewStandardCatalog-Start;pgid=NcBISXeMMWdSR0Es5bUc4Icy0000MJCPhw9R?Ca talogCategoryID=uHgKAYCLbqcAAAERk8Jeaf_.)" gepackt hat (s. rechts oben auf der seite). dabei ist die viel passendere rubrik "grillsaison (http://www.plus.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/Plus-PlusDE-Site/de_DE/-/EUR/ShopViewStandardCatalog-Start;pgid=NcBISXeMMWdSR0Es5bUc4Icy0000MJCPhw9R?Ca talogCategoryID=lS4KAYCL1FgAAAERl79eaf_.)" direkt daneben :D

zwai
03.05.2007, 14:51
Reanimationsregister:

Defibrillation bei plötzlichem Herztod nur selten möglich

Hamburg – Seltener als bisher angenommen können Notärzte Menschen nach Sekundenherztod durch Defibrillation, den gezielten Stromstoß auf den Brustkorb, retten. Dies zeigt eine erste Auswertung des Reanimationsregisters, die jetzt auf dem Deutschen Anästhesiecongress in Hamburg vorgestellt wird.

In Deutschland erleiden jedes Jahr schätzungsweise 100.000 Menschen einen plötzlichen Herztod. Bisher gingen die Experten davon aus, dass die meisten durch eine Defibri*llation wiederbelebt werden können. Dies ist im Prinzip immer möglich, wenn der Herztod die Folge einer Herzrhythmusstörung ist. Die Defibrillation ermöglicht dem Herzen einen Neustart.

In der Praxis ist eine Defibrillation jedoch nur bei jedem vierten Patienten möglich, erklärt Professor Dr. med. Mathias Fischer. Diese Erkenntnis verdankt der Chefarzt der Klinik am Eichert in Göppingen einer Analyse des Reanimationsregisters. Notärzte aus ganz Deutschland haben hier, während deren Erprobungsphase, mehr als 1000 Notfall*einsätze dokumentiert. Der Anteil der Patienten mit Herzrhythmusstörung, die mittels elektrischer Defibrillation zu therapieren waren, lag im Mittel bei 26,7 Prozent. „Im Vergleich mit Untersuchungen aus den 90iger Jahren bedeutet dies eine dramatische Abnahme”, sagt Fischer. Die Gründe seien derzeit nicht genau bekannt. Sollten sich der Trend jedoch bestätigten, ist dies ein wertvoller Hinweis für die derzeit diskutierte Empfehlung, an vielen öffentlichen Orten Laien-Defibrillatoren aufzustellen. Es handelt sich dabei um halbautomatische Geräte, die auf Knopfdruck selbstständig erkennen, ob eine Defibri*llation sinnvoll ist und diese dann durchführen. Auch Ersthelfer könnten den “Defi“ bedienen, bevor der Notarzt eintrifft.


Bevor jedoch Laien wie Notärzte defibrillieren, sollte mit der Wiederbelebung, Herzdruckmassage und Beatmung, begonnen werden. Alle Reanimationsmaßnahmen zusammen sind nach der Auswertung des Reanimationsregisters in etwa 46 Prozent der Fälle erfolgreich: Das Herz der Patien*ten beginnt wieder zu pumpen. Viele Patienten sterben dennoch während des Transports oder in der Klinik. Nur etwa jeder zehnte überlebt den plötzlichen Herzstillstand, bedauert Professor Dr. med. Jens Scholz, Landesvorsitzender der DGAI und Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, dessen Klinik die Koordination des bundesweiten Reanimationsregister übernommen hat. Vom Reanimationsregister erhofft er sich neue Erkenntnisse, um die Überlebenschancen in Zukunft zu verbessern. Umso wichtiger sei es, dass sich möglichst viele Notärzte am Reanimationsregister der DGAI beteiligen, das anlässlich des Anästhesiecongresses flächendeckend in Deutschland eingeführt wird.

DGAI Pressestelle

Internet: www.DAC2007.de

www.DGAI.de