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Vollständige Version anzeigen : Vergabe der Plätze für die Fachweiterbildung


Pustefix
18.01.2007, 14:44
Hallo @ all....

wir möchten ein System einführen um Plätze für die Fachweiterbildung gerecht zu verteilen.

- Gibt es in eurem Haus schon so ein System?
- Welches sind die Vor- und Nachteile?

Wenn ein Punktesystem angewendet wird:

- wie/wofür werden Punkte vergeben?
- Verfallen die Punkte wieder?
- Kommt es nur auf die Anzahl der geleisteten Punkte an od. auch auf andere Faktoren[Kontinuität etc.]?

Bedanke mich für eure Antworten....

Tempo
18.01.2007, 19:55
Bei uns geht es einfach danach, wer am längsten auf der Warteliste steht und am qualifiziertesten ist.
Wie stellst Du Dir denn ein Intensiv - Fachweiterbildungs - Interessierten - Scoring vor?

Pustefix
18.01.2007, 22:32
Hallo...

primär geht es darum Infos in der Praxis zu sammeln ob es Systeme gibt, die eine faire Verteilung von Plätzen ermöglicht

Ziel ist, dass engagierte Mitarbeiter gefördert werden.
Also die übliche Devise: "ich muss nur lange genug dabei sein, dann bin ich eben drann.." finde ich eher eine unglückliche Lösung

ein Kombination aus Wartezeit + Leistung wäre optimal

aber wie setzt man das in die Praxis um?

darum meine Frage an alle: Nach welchen Kriterien findet hier die Selektion statt, wenn eine Überzahl an Bewerbungen für d.Fachweiterbildungsplätze vorliegen


@ admin
danke wg.d.Rubrikzuordnung

arnold kaltwasser
19.01.2007, 09:19
...

primär geht es darum Infos in der Praxis zu sammeln ob es Systeme gibt, die eine faire Verteilung von Plätzen ermöglicht

...

wenn es bei dir nicht fair ist, schon mal mit der Leitung der WB geredet?
so long arnold

Elisabeth
19.01.2007, 11:21
Ops, da fasst du ja ein ganz heißes Eisen an: Bewertung der praktischen Leistung bzw. der Fachkompetenz.

*zynischan*
Ich befürchte diese Bewertung wirds wohl nicht geben, denn wir sind von Natur aus perfekt- sozusagen eine genetische Voraussetzung, die wir mitbringen: wir wissen alles und wir können alles. Die Fachweiterbildung hilft noch ein bischen beim medizinischen Fachwissen nach. Eigentlich unnötig, weil sich die Arbeit danach ja nicht ändert.
*zynischaus*

Dieses Problem gibts übrigens nicht nur im Intensivbereich.
Aber es geht auch anders: Wir haben im peripheren Bereich für bestimmte Positionen gecastet nach einem vorgegebenen Punktesystem. Die PDL hat sich da viel Gedanken gemacht. Ich denke, es hat sich gelohnt.

Das Punktesystem orientierte sich an den zukünftigen Aufgaben. Und genau da liegt der Knackpunkt deines Problems: es gibt keine Veränderung der Arbeitsaufgaben nach der Weiterbildung. Wir haben Kollegen gesucht, die die Prozessorientierung in der Pflege optimieren können und professionell pflegen wollen.

Eines gilt übrigens auch noch zu bedenken: solche Castings bedürfen in der Regel eine Genehmigung des Betriebsrates. sonst könnte es ein leichtes sein, sein Recht als langgedienter MA auf Weiterbildung einzuklagen.

Elisabeth

Pustefix
19.01.2007, 11:24
Hallo all...

bevor die Diskussion abdriftet...

!!!!!! es ist keine Beschwerde o.ä. etc. etc. !!!!!!!!:motz:

Bitte nur den Thread beantworten, wenn ihr kurz erklären wollt nach welchen Kriterien bei euch die Fachweiterbildungsplätze vergeben werden.

Nicht mehr od. weniger.....
Bitte keine Interpretationen vornehmen, die dann diskutiert werden und von der eigentlichen Frage abweichen.:(

Ich denke, die Frage ist klar gestellt.

Danke nochmal

arnold kaltwasser
19.01.2007, 11:30
gut gebrüllt Löwe :D
aber ein Bewerte-system benötigt man nur, wenn etwas unter Verdacht steht ungerecht zu sein!

Deshalb war es ernst, was die WB Leitung dazu meint, da Sie festlegt wer genommen werden kann, und geeignet ist.
Die Stationsleitung bzw. PDL entwickelt im Rahmen der Personalentwicklung eine Entscheidung mit ganz anderem Hintergrund.

so long arnold

Pustefix
19.01.2007, 11:39
@ arnnold

es wäre unsinnig wenn es so wäre wie du denkst in kürzester zeit pdl und stationsleitung zu überzeugen jemanden aus rauszukicken und mich stattdessen zu nehmen....

also bitte ich dich erneut deine psychologische unterstützung sein zu lassen, konkret auf die frage zu antworten od. jemand anderen suchen der aufgebaut werden möchte....[klingt forsch aber wie schon gesagt - falls von dir nicht gelesen: der thread soll nicht mit unnützem "gelaber" aufbläht werden]


Danke für dein sicher vorhandenes verständniss

@ elisabeth
verfallen bei euch die vergebenen punkte? z.B. nach 2 Jahren?
wofür werden Punkte vergeben?

arnold kaltwasser
19.01.2007, 12:23
@ arnnold

...
also bitte ich dich erneut deine psychologische unterstützung sein zu lassen, konkret auf die frage zu antworten od. jemand anderen suchen der aufgebaut werden möchte...

Danke für dein sicher vorhandenes verständniss


keine Sorge!!!!habe ich immer :D das Verständnis.
Als Leiter einer Fachweiterbildung kann ich leider nicht helfen, da es bei uns kein solches Bewertungssystem gibt.
so long arnold

Hanno H. Endres
19.01.2007, 21:54
Hallo Pustefix.

also bitte ich dich erneut deine psychologische unterstützung sein zu lassen, konkret auf die frage zu antworten od. jemand anderen suchen der aufgebaut werden möchte....[klingt forsch aber wie schon gesagt - falls von dir nicht gelesen: der thread soll nicht mit unnützem "gelaber" aufbläht werden.

Nur nochmal zur Erinnerung - falls von Dir nicht gelesen:


Allgemeiner Teil (http://forum.zwai.net/showthread.php?t=250)

1. [...] Seid nett zueinander.

Und als persönlicher Tipp: wenn man brauchbare Antworten erhalten möchte, ist es immer ratsam, mit Forschheiten sparsam umzugehen. Erst recht als "neuer Benutzer".

:peace: ,

hhe

WomBat
19.01.2007, 22:28
In diesen Breiten kenne ich kein solches System. Scheint mir, es geht um Verknappung der Plätze bei gleichzeitig „hoher“ Nachfrage und damit um den…


….


….

Kampf zur Verteilung des Kuchens.

Quo Vadis, Pflege? (wir haben doch nie miteinander gekämpft, oder konkurriert….oder?)

Hoffe ich werde des Labberns nicht sofort und irreversibel angemahnt, da ich die Frage nicht beantworten kann und hier sitze und – trotzdem - tippe.

Sollte die obige Hypothese ansatzweise, zumindest aber die Grobrichtung treffen, wäre ich nicht sonderlich erstaunt. Der Kampf findet halt vor der Haustür statt, nicht erst im Haus. Sozusagen, eine Verlagerung des Ortes des Geschehens.

Will kein Wort zur Berufspolitik sagen – nur eines, die auf uns zukommende Entwicklungen deuten (für mich) auf die Notwendigkeit von v i e l mehr Fachpersonal* (wo sind die Statistiken zum Auswerten, wo die notwendigen Zukunftspläne?). Wie viele Ausbildungsplätze, Weiterbildungsplätze wurden in der Pflege gestrichen? Gab es Ersatz? Kennt jemand die Zahlen? (*nicht nur A und I’ler, by the way).

Egal wie unangenehm, wäre es wirklich „neu“? Mir fehlt noch das Buch „Psychogramm der Pflegenden“.

Wombat, Trennt gerne persönliche Kämpfe von beruflichen Kämpfen
> in der Hoffnung, dadurch meine Ressourcen nicht unnötig zu vergeuden

Pustefix
19.01.2007, 23:17
@ Hanno H. Endres
Du hast recht, sorry...


Zitat arnold kaltwasser:
Als Leiter einer Fachweiterbildung kann ich leider nicht helfen, da es bei uns kein solches Bewertungssystem gibt.

Danke für Deine Antwort + Sorry wegen vorhin [ein Fachkrankenpfleger]:D nur Spass:D

Nein aber im Ernst...

ich bin etwas verwundert und da vielleicht nochmal die Frage an Arnold:
- Bestand bei euch noch nie die Diskussion darüber ein Bewertungssystem einzuführen?

Dieser Gedanke entsteht tatsächlich aus der Notwendigkeit, dass es mehr Anmeldungen als Plätze gibt und die Verteilung soll nicht ausschließlich auf Zugehörigkeitsdauer beschränkt sein...

Cicero
20.01.2007, 15:18
Hallo ...

nun Pustefix ist zwar neu aber arnold kaltwasser war auch meiner Meinung nach aufdringlich...Pustefix hatte eine konkrete Frage und das "vorbei" - reden an einem Thema macht es (gerade für neue User) etwas unübersichtlich. [Sorry Arnold, Du hast mit qualifiziertem Rat schon sehr vielen zur Seite gestanden - nimm's nicht krumm]

Darum sollte man dem Motto folgen: wenn man nichts zu sagen hat, dann eben still sein

Nun vielleicht mal der Versuch einer Beantwortung:

Bei uns gibt es ein hausinternes Punktesystem...

pro Jahr Zugehörigkeit gibt es 3 Punkte
Für besuchte hausinterne Fortbildungen zwischen 1 Punkt für Einzelveranstaltungen und Max. 6 Punkte für mehrteilige Veranstaltungen.

Teilnehmer mit den meisten Punkte erhalten einen Platz in der Fachweiterbildung

So ... hoffe nun die Diskussion in die richtige Bahn gelenkt zu haben...

das alte Prinzip "aussitzen" finde ich nicht mehr Zeitgemäß, hatte Elisabeth bereits angedeutet [gruß von hier aus:-o ], doch dieses Thema ist etwas für eine berufspolitische Diskussion unter einer neuen Überschrift.


Gruß

Cicero

fridolin
20.01.2007, 16:31
Lieber Pustefix,
bitte definiere einmal DEINE Vorstellung von Leistung.

Deine Vorstellung von einem "Gerechten System" wird wahrscheinlich nur eine Vorstellung bleiben, denn was ist schon Gerecht und wer macht Gerechtigkeit?

Der für Wartelistenabhängigkeit votierende
fridolin :mosh:

Elisabeth
21.01.2007, 00:05
Bei dem Bewertungssystem in unserer Einrichtung ging es nicht um die Fachweiterbildung sondern um die Besetzung bestimmter Positionen. Danach waren auch die Anforderungen ausgerichtet und wurden entsprechend der Gewichtung bewertet.
Es wurden keine Punkte vergeben für die Berufs-/ Betriebszugehörigkeit. Die Bewerber mussten zusätzlich zum Casting mind. eine Pflegeweiterbildung nachweisen sowie einen Grundkurs Kinästhetik und ein Bassisseminar BasStim.
Inwieweit sich das Sytem jetzt auf die Intensivweiterbildung übertragen läßt...??? Was soll man da bewerten? Interesse? Inovation? Engagement? Woran kann man das festmachen?
Die Zugehörigkeit zum Betrieb finde ich das schlechteste Argument.

Elisabeth

Cicero
21.01.2007, 10:43
Hallo Elisabeth...

genau das finde ich auch "Zugehörigkeitsdauer" ist die schlechteste Wahl und doch wohl die verbreitete Methode. Wie man wohl unschwer an d.Antworten in diesem Beitrag sehen kann.

Genau das macht es ja für Entscheider so schwierig, Kriterien zu finden für ein adäquates Bewertungssystem für Pflegende.

Pflegende haben sich lange gegen die Bewertung der eigenen Arbeit gestreubt. Ich denke, das in dem Unternehmen Krankenhaus genau so etwas existieren sollte. Dazu braucht man Messinstrumente.

Warum sollte man unnötig viele "Fachkräfte" produzieren? Wenn man doch genau weiß, dass die Mitarbeiter, die kein Engagement in der Praxis zeigen davon nicht profitieren. Letztendlich - und das ist meine Erfahrung aus Gesprächen mit unmotivierten Mitarbeitern - will ma nur den Schein in der Tsche haben. Es geht nicht um Ausbau des Blickwinkels, Weiterentwicklung von fachlicher Kompetenz, Wissenstransfer in die Praxis, Entwicklung neuer Konzepte für Pflegende und "Gepflegte" etc. etc. D.h. letztendlich profitiert von solchen Mitarbeitern weder der Kunde noch der Betrieb.

- Warum sollte ich als Entscheider so etwas unterstützen, wenn doch die finanz. Ressourcen immer knapper werden?
- Warum nicht eine spezielle Auswahl treffen, anhand von uterschiedl. Faktoren die auch eine positive Konsequenz für Kunde, Betrieb und Mitarbeiter haben?

Ob ein Assessment oder ein Punktesystem oder...., oder.... dazu benutzt wird ist letzendlich egal. Pflege wird umdenken müssen...

Schönen Sonntag wünscht euch

Cicero

fridolin
23.01.2007, 21:02
Liebe Schwester S.
Sag, ich doch. Wenn nicht nach Warteliste vorgegangen wird, wird die Platzverteilung leicht zu einer "Nasenprämie".
Das wahre Arbeitsverhalten spielt keine oder kaum eine Rolle, Präsentation ist alles.
Viele liebe Grüße
fridolin, dem kein gerechtes Verteilungssystem einfallen will....

Superfantastisch
24.01.2007, 08:48
mal so in die runde gefragt: warum sollen immer die in die weiterbildung gehen, die eh schon fortbildungen besuchen, viel wissen und gut arbeiten?

hätten es die anderen nicht viel nötiger?

arnold kaltwasser
24.01.2007, 08:52
Auch wenn ich für meine, wie ich immer noch denke berechtigte Frage bezüglich Motivation kritisiert werde...und man/frau vieleicht denkt ich hätte nichts zu sagen...

ein Vorschlag:
wie wäre es zu schauen, ob der Mitarbeiter die Mitarbeiterin sich "freiwillig registriert" hat...denn wenn bisher schon eine Motivation zur Fortbildung vorhanden war, ist es sicher richtig investiertes Geld in eine Weiterbildung...

Was mir fehlt sind die Meinungen der Leitungen, die ja so oder so Zielgespräche führen sollten und bald auch müssen...
so long arnold

Superfantastisch
24.01.2007, 09:05
Auch wenn ich für meine, wie ich immer noch denke berechtigte Frage bezüglich Motivation kritisiert werde...

man kann ja auch motiviert "schlecht" arbeiten (weil z.B. das fachwissen / die erfahrung fehlt, die eine fwb mit sich bringt)

Haxthi
27.01.2007, 14:30
Wir hatten vor Jahren dicken Ärger, weil 2 "junge und engagierte" MA den Kurs besuchen durften und auf einmal eine MA, die schon länger auf Station war, sich auf den Schlips getreten fühlte, weil sie nicht gehen durfte bzw. nicht gefragt worden war. Das Problem war, dass sie es sich den Kurs zwar gedacht hatte, aber diesen Gedanken nie laut ausgesprochen hatte.
Shit happens. :schock:
Jedenfalls waren wir ( die Leitungen) diese Faxen dick, geben seither eine Beurteilung ( vorher mit dem MA natürlich besprochen!!!) an die PDL ab und diese führt dann zusammen mit der IPB des Hauses ein Bewerbungsgespräch.
Damit sind wir auch aus der Schusslinie raus, dass wir Leute bevorzugen.
Haxthi

Sören Lösche
29.01.2007, 08:29
Hallo,
das halte ich für einen guten Ansatz. Zusätzlich würde ich noch mit bewerten, wie das Fortbildungsverhalten der Mitarbeiter ist. z.B. IBF Veranstaltungen über eigene Datenbank oder besser Punkte aus der freiwilligen Registrierung vorlegen lassen.
Sören aus Hannover:mosh:

Flipper
29.04.2007, 15:31
nach welchen Kriterien bei euch die Fachweiterbildungsplätze vergeben werden.



punkt1
jeder bewerber bekommt ein zwischenzeugnis - nach den üblichen kriterien. weiterbildungsstätte und arbeitgeber entscheiden anhand dessen (und den restlichen bewerbungsunterlagen), ob der mitarbeiter für die weiterbildung grundsätzlich "befähigt" ist.

punkt 2
gespräch bewerber mit stationsleitung(en) über vorstellungen der weiterbildung (von beiden seiten), motivation, engagement, persepektiven, alternativen ...

punkt 3
gespräch bewerber mit PDL ... unsere ist vor allem auf die punkte "reife", "zielorientierung" und "zielstrebigkeit" aus. sie checkt ab, was für alternativen sich der jeweilige kandidat so ausmalt bzw. was sie an perspektiven anbieten kann.

punkt 4
gespräch stationsleitung(en) mit PDL ... die jeweiligen subjektiven eindrücke (seitens der leitungen auch die praktische alltägliche arbeit und die "beobachtung" über einen langen zeitraum) werden diskutiert, es werden alternativen und perspektiven erörtert.

punkt 5
das ergebnis wird gemeinsam von PDL und stationsleitung(en) den bewerbern in einem gespräch mitgeteilt. jedem persönlich. mit begründung wieso, weshalb, warum. es werden alternativen angeboten und die option, sich unter bestimmten zielvorgaben für die nächste weiterbildung verbindlich anmelden zu lassen.